Der 156. Prozesstag , die Beweisanträge

Als gestern die Nebenklägeranwältin Antonia von der Behrens einen der drei Beweisanträge im OLG in München verlass, wurde es still.

Auf den Angeklagtenseite wurde viel geredet,teilweise verständnislos den Kopf geschüttet, die Bundesanwaltschaft gefiel dieser gar nicht.

Wie auch schon im Bundestag, bei den Reden zum 3 Jahrestag zur Selbstenttarnung des NSU, schlug dieser Antrag wie eine Bombe ein.

Waren in diesem NSU doch mehr Leute anhänig, als die uns bekannten Böhnhardt Mundlos und Zschäpe wie es die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklageschrift niedergelegt hatte. Gab es vielleicht mehr Unterstützer oder gar Täter ?

Es drängt sich immer mehr dieser Verdacht auf, das der NSU aus mehreren Personen ausser den dreien bestand.

Man nehme den Anschlag auf das iranische Lebensmittelgeschäft in Köln. Der Vater der schwerverletzten Tochter gab damals ein Phantombild ab, darauf kann man keinen der beiden Uwes erkennen, sondern einen Neonazi der in Köln und Umgebung.

Vielleicht muss man die Aussage des Mitangeklagten Carsten S. der die Ceska den beiden Uwes in Chemniz überbrachte neu bewerten. Die beiden Uwes meinten zu ihm, das man hätte eine Taschenlampe in einem Lokal abgestellt.

Waren es beiden wirklich Uwes oder agierten diese in einem großen Neonazi Netzwerk, und abstellen einer Taschenlampen gehörte zu einer NSU- Abteilung Bayern / Franken.

Dann müsste man sich die Frage stellen was waren dann Böhnhardt Mundlos und Zschäpe wirklich? Die Mörder der 9 Imigranten und einer Polizeibeamtin, oder doch etwas anderes. Was war die Frühlingsstraße? War sie ein Lager für die Waffen und Informationszentrum für die Neonazis? Denn zahlreiches Material wie ausgespähte Läden die von Immigranten geführt wurden in ganz Deutschland fand man dort.

Zudem die ganzen zahlreichen Mietverträge der gemieteten Wohnmobile und privat Pkws. Zudem das Archiv der Zeitungsartikel. Schon früh konnte man nicht glauben das der Wasserverbrauch und Stromverbrauch so niedrig war für drei Personen.

Haben die Uwes  für die Logistik gesorgt für die Mörder, wenn sie dies nicht selber begangen haben. Was machte dann Frau Zschäpe wirklich ?

War sie eine Art Hausverwalterin, was wusste sie dann wirklich von den Taten?

Was mehr als schlimm ist, das man nicht weiß zu 100% weiß, das es Uwe Mudlos und Uwe Böhnhardt die Mörder waren! Was zum Schluss führt, das eventuelle Mörder immer noch frei herumlaufen würden. Eine Umstand den grade bei den Opferfamilien mehr als Unbehagen auslösen dürfte

Für die Bundesanwaltschaft ist klar, da der Beschleunigungsgrundsatz gilt, und man hat 2 tote Männer, eine Angeklagte die man zur Schau stellen kann, den Typ des Bösen verkörpern soll und ihre Helfer.

Um das wirklich aufzuklären sind jetzt neue Untersuchungsausschüsse anberaumt. In Baden Würtemberg Thüringen NRW und in Hessen. Von dort aus werden wichtige Signale nach München geschickt werden, den Prozess beeinflussen können, wenn dieser nicht vorbei ist.

Und wie sagte der Grünenpolitiker Cem Özdemir im Bundestag, „Ich möchte endlich wissen, wer die Mörder waren“

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s