Der Prozesstag 110 bis 111

Der Jahrestag ist auch gleichzeitig der 110.Prozesstag im Verfahren gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Holger G., Andre E. und Carsten S.

An diesem Jahrestag, war vieles anders als man gedacht hatten.
Als erster Zeuge an diesem Tag, war der der Kriminaloberkommissar K. aus Dortmund geladen.
Dieser sollte eine Zeugin zu ihren Beobachtungen befragen,die im Zuge des Mordes an den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik gemacht hatte.
Dieser Mord war gleichzeitig das Ende dieser Mordserie die als Ceskamorde damals bezeichnet worden waren.
Diese Zeugin gab damals Telefonisch bei der Kriminalwache an, das sie zwei verdächtige Personen in der Mallinckrodtstraße gesehen hätte, unweit des Tatortes.
Diese Zeugin Z. war schon letztes Jahr zur Anhörung am Oberlandesgericht in München.
Ab 9.50 Uhr ging die Befragung los, in dem der Zeuge K.sagte, das man die Zeugin Z. gleich vernehmen wollte, des halb zur Arbeitsstelle gefahren ist, aber leider nicht angetroffen habe.
Sie arbeitete in einer Gaststätte oder einem Hotel wie sich der Zeugen K. zurückerinnern konnte, und wohnen würde die Zeugin Z. auch in der Mallinckrodtstraße und die Arbeitsstelle wäre nicht weit von ihrer Wohnung entfernt gewesen.
Man hätte die Zeugin erst am nächsten Tag befragen können.
Darauf fragt der Götzl den Zeugen K. nach den Kernaussagen des Protokolls,da die Zeugin Z. Personen gesehen hätte die rechtsradikale gewesen sein könnten?
Dieser erwidert ihm das die Zeugin Z. diese Aussage lingiert hätte, und gesagt,es wären zweit Junkies gewesen, das hätte man bei dem Telefonat falsch verstanden gehabt.
Sie hätte um 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr die Beobachtungen am 4.4.2006 gemacht, und am 7.4.2006 hätte man sie verhört.
Im Nachsatz meinte der Zeuge das es auch der 6.4.2006 gewesen sein wegen dem Verhör.
Götzl hält dem Zeugen K. einen Eintrag von einer Altakte Kubasik vor, die ein Herr M. geschrieben habe,das die Zeugin am 3.4.2006 verdächtige Personen in der Straße gesehen hätte, und die in der Zeit 0.30 Uhr und 0.50 Uhr gesehen hätte. Dies hätte Herr M. in einem Vermerk wieder gegeben.
Der Zeuge K. meinte darauf,das es sich um einen Zahlendreher handle, sprich die Zeit wäre um 12.30 Uhr und 12.50 Uhr gewesen.
Er selber habe dann die Uhrzeiten einfach übernommen in seinen Berichten, sprich 0.30 Uhr und 0.50 Uhr.
Dann will Götzl wissen,warum der Zeuge K. fragen sollte, wegen der Angabe das die verdächtigen Personen Rechtsradikale gewesen sein konnten?

In diesem Moment, um 10.14 Uhr meldet sich Herr Heer, Anwalt von Frau Zschäpe. Ich möchte betonen das dies bestimmt der Grund war, weil Richter Götzl diese Frage gestellt hatte,das sich Herr Heer meldetet um zu sagen das es seiner Mandantin nicht gut ginge.
Die Nachfrage von Götzl was Frau Zschäpe habe, erklärte Ra. Heer das er mit Frau Zschäpe reden müsse und darum eine Pause haben würde.
Götzl in seiner Art meint darauf, nun gut dann machen wir eine 10 Minütige Pause.
Diese wurde dann in Abständen dann bis um 12.30 Uhr ausgedehnt, bis dann die Durchsage kam das man jetzt die Mittagspause machen wollte, neuer Termin wäre dann 13.30 Uhr. Danach gab es lautes Beifall der Zuschauer, die ich nicht verstehen kann.
Die Sitzung beginnt um 13.40 Uhr, ohne die Angeklagte Beate Zschäpe eröffnet, und Götzl sagt, diese lasse sich nicht vorführen.
Ra.Heer ist etwa vor 4 Min zu Frau Zschäpe in den Vorführbereich gegangen, und ist zum Sitzungsbeginn nicht anwesend.
Daraufhin gibt es ein Wortgefecht zwischen Ra.Stahl und Götzl, weil Ra. Herr nicht anwesend ist, und ob man doch bitte mit ihm weitermachen soll.Ra Stahl kann Götzl in dem Punkt beschwichtigen und veranlasst Ra. Herr zu suchen und diesen zu unterrichten das die Verhandlung weiter geht.
Götzl gibt eine weiter 2 Minütige frei.
Als Ra.Heer, wieder da ist, beanstandet Ra. Stahl das ohne Frau Zschäpe das Verfahren weitergeführt wird.
Götzl meint dazu das müsse man jetzt klären.

Ra.Heer: Der Zustand unserer Mandantin ist unverändert, ihr ist übel, sie kann der Verhandlung nicht folgen.

Ra.Stahl: Ich beanstande dies wenn ohne Frau Zschäpe weiter verhandelt würde, es kann nur mit ihr weiter gehen, deshalb möchte ich einen Gerichtsbeschluss.

Götzl: Frau Zschäpe würde sich weigern weiter an der Hauptverhandlung zu erscheinen.

Ra.Heer: Frau Zschäpe sieht sich nicht in der Lage dazu.

Götzl: Aus welchen Grund?

Ra.Heer: Haben Sie mir nicht zugehört?

Ra.Stahl :Wir wollen keine detaillierte Erörterung des Gesundheitszustandes unsere Mandantin in der Hauptverhandlung, wir beanstanden das.

Götzl: Ob die die Frage so oder sie so berechtigt ist, oder nicht berechtigt wäre jetzt zu klären.

Ra.Stahl: Da sind Sie jetzt in einem Dilemma.

Götzl selbstbewusst: Das bin ich nicht.

Ra.Stahl: Sie müssen einige Dinge außerhalb klären, aber die Fortsetzung ohne die Angeklagte nur mit einem Gerichtsbeschluss.

BA Dr. Diemer: Die Angeklagte Zschäpe vorführen lassen wenn verhandlungsfähig ,sonst wäre dies nicht Revision sicher.

Ra.Stahl: Keine Feststellung über den Gesundheitszustand unserer Mandantin.

BA Dr. Diemer: Sie ist in Untersuchungshaft und kann herbeigeschafft werden.

Ra. Stahl: Erstmal Gesundheitszustand feststellen, eine Vorführung wäre eine Ermessenssache.

Götzl: Arzt am Oberlandesgericht München Dr. Grieser wurde beauftragt, und hatte Kontakt zu Frau Zschäpe.

Ra.Stahl: Sie erörtern hier Detailfragen ohne Anwesenheit von Frau Zschäpe, das geht so nicht, wir wollen einen Gerichtsbeschluss.

Götzl: Dann wäre es durch ein Freibeweisverfahren möglich, dann wäre zu überlegen Frau Zschäpe durch eine Vorführung dies macht.
Weitere Stellungnahmen…

Rain.Dierbach: Man könnte heute eine Untersuchung machen, und morgen wieder anfangen, da Frau Zschäpe bislang keine absichtliche Verfahrensverschleppung auffällig gewesen ist wäre dies doch ein guter Weg.

Götzl: Dr. Grieser hätte die Angeklagte liegend aufgefunden, danach aufgesetzt und nach der gefragt ärztlichen Schweigepflicht gefragt.

Ra.Stahl: Die Hauptverhandlung muss frei von diesen Details bleiben.

Götzl: Weitere Stellungnahmen?

Ba.Anette Greger: Diese Informationen kann man machen zur Verhandlungsfähig mehr auch nicht.

Götzl: Nur um die Vorführung geht es jetzt.

Ra.Stahl: Die Hauptverhandlung darf ohne unsere Mandantin nicht stattfinden, das tut sie de facto gerade.
So funktioniert es nicht Frau StAW Greger. (Diese lacht bei diesem Satz)
Nochmal wir fordern einen Gerichtsbeschluss.

Ba.Dr.Diemer: Eine infomative Erörterung, das kann gemacht werden.

Götzl: Nun gut, dann machen wir eine Pause von 15 Minuten.

Götzl: Beschluss nach geheimer Beratung:
Die Angeklagte ist nicht erschienen,diese weigere sich. Die Frage ob verhandlungsfähig, kann ohne sie nicht erörtert werden.
Frau Zschäpe lag auf der Bank, fragte den Arzt´wegen der ärztlichen Schweigepflicht. Der Arzt meinte daraufhin das er einige Angaben ans Gericht nötig sind. Deshalb hätte Frau Zschäpe die Untersuchung verweigert. Deshalb die Mittagspause.
Übelkeit wäre der Auslöser gewesen wegen einer Nachricht vor der Hauptverhandlung kein Erbrechen etc.
In der JVA Stadelheim hätte Frau Zschäpe Ibuprofen und Paracetamol Aspirin ca. 10 mal im Monat bekommen.Keine Magen-Darm Erkrankung keine Kreislaufuntersuchung.
Dr. Grieser meint nicht verhandlungsfähig ein paar mehr Pausen, dann ok.

Stellungnahmen dazu?

Ra.Heer: Wir möchten eine Kopie des schreiben Pause wegen einer Unterredung mit unserer Mandantin.

Ba.Dr.Diemer: Zschäpe vorführen lassen, und weitermachen.

Ra.Stahl: Dr. Diemer geht davon aus, das dass Protokoll von Dr. Grieser stimmt, wir glauben das nicht, wir prüfen das, sonst ist die Vorführung rechtswidrig.

Götzl: Dann machen wir eine Pause bis 15.20 Uhr.

Ra.Heer: Befangenheitsantrag gegen den Sachverständigen Dr. Grieser am Oberlandesgericht München.

Götzl: Noch eine Ergänzung zu den den Ausführungen vorhin es wurde das Medikament MCP eingenommen.

Ra.Heer: In der JVA wurde schon die MCP Tablette eingenommen, man hätte warten müssen bis die Tablette wirkt deshalb Mittagspause vorziehen.
Die Kopfschmerztablette nicht mehr als 10 Stk. Täglich.
Es gab keine Untersuchung, der Arzt hätte alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen müssen, wenn er die Verhandlungsfähig beurteilen soll.

Rain.Sturm: Ich bezeuge ebenfalls den Sachverhalts meines Kollegen Heer, und Frau Zschäpe geht es jetzt noch schlechter.

Danach sagt Ra. Heer, das er diesen Antrag nur erstmal auf seinen Laptop geschrieben habe. Götzl macht dann eine Pause das jeder diesen in schriftlicher Form vorliegt.

Nach dieser Pause verkündet das es morgen weiter geht.

Gestern sollten Ra. Jauch, J.Wohlleben, Jan Böhnhart geladen sein, aber nach einer knappen halben Stunde warten kam Götzl ohne Robe in den Saal 101 und sagte:
“Die heutige Verhandlung ist abgesetzt wegen Erkrankung der Angeklagten Zschäpe. Ansonsten findet die Hauptverhandlung heute nicht statt. Der morgige Termin ist nicht abgesetzt, aber ich würde Sie bitten dass Sie Kontakt zu Ihrer Kanzlei halten und mögliche Entwicklungen beobachten”.

Bis jetzt ist unklar ob die Verhandlung morgen weitergeführt werden kann.
Was die Nachricht gewesen sein könnte, die Frau Zschäpe belastetet hat kann man nur spekulieren. Da man keine Beweise dafür hat, möchte ich mich nicht daran beteiligen.
Wenn es etwas neues gibt, werde ich in kürze was dazu schreiben.

München, den 8.5.2014

 

xxxxx Updatexxxxx 8.5.2014

So leer war es selten bei diesem Prozess. Ich war bis um 8.50 Uhr der einzigste Zuschauer auf der Empore und Frank Jansen der einzigste     Journalist.

Als es dann losging gegen 9.50 Uhr, waren grade mal so 10 Pressevertreter da, und 12 Zuschauer.

Frau Zschäpe war auch erschienen,und Rechtsanwalt Wolfgang Heer wollte schon vor der Präsenzfeststellung eine Erklärung abgeben. Der Vorsitzende Götzl gibt ihm zu verstehen das er gerne Präsenzfeststellung überprüfen möchte, und dann ihm das Wort erteilen wird.

Herr Heer erklärt folgenden Sachverhalt:

Frau Zschäpe leide an Übelkeit, Magenschmerzen und starken Kopfschmerzen. In der JVA Stadelheim habe man ihr gesagt das sie vor Gericht das sie erscheinen soll komme was wolle“. Aber untersucht wurde sie nicht.

Frau Zschäpe sieht sich nicht in der Lage der Verhandlung zu folgen. Götzl beraumt dann eine Unterbrechung bis 11.00 Uhr. Dies wird dann um 11 Uhr aufgehoben, und bis um 12 Uhr weil es noch keine Ergbnisse gibt.

Um 12.12 Uhr gibt der Vorsitzende bekannt das man die Verhandlung nicht fortsetzen wird, weil Frau Zschäpe verhandlungsunfähig sei, die hätte der Gerischtsarzt Dr. Höfele in einer Stellungnahme erklärt.

Damit ist die Sitzung geschlossen und wird am 19.5.2014 um 9.30 fortgesetzt.

Der andere Zeuge am OLG in München

Bild Foto: Ostthüringische Zeitung

Rechts im Bild Thomas Jauch. Einer der ganz wenigen Bilder.

Mit Spannung wird die Aussage des Rechtsanwalt Thomas Jauch erwartet.

Denn dieser Zeuge wird wissen,wie man sich bei solchen Aussagen zu verhalten hat. Dem entsprechend bin ich auch gespannt wie der Vorsitzende des 6. Senat in München Manfred Götzl verhalten wird, denn wir haben es ja bei anderen Zeugen erlebt wie die das gewisse Katz und Maus Spiel drauf hatten.

Wer ist dieser Thomas Jauch?

Was man so ließt, hat dieser T.Jauch viel Größen des NSU Umfeldes juristischen Beistand geleistet.

Als Rechtsbeistand war er bei Andre Kapke und Ralf Wohlleben zuständig. Kapke war des öfteren Klient von Thomas Jauch, dieser hatte ihn in zwei Strafsachen zwischen den Jahren 1999 und 2000 vertreten.

Dann kamen zwei weitere Unterstützer hinzu, zum einem Sven Kai Rosemann, worauf laut LKA, zur Einschätzung gekommen ist, das Rosemann Unterstützer war, oder eine Bezugsquelle von Waffen war.Denn Rosemann hatte eine Ceska 83 besessen und andere Waffen, die dem Typ entsprachen,die im Brandschutt in der Frühlingsstraße bzw. im Wohnmobil gefunden wurden.

Und zum andren Andreas Rachhausen. Eine sehr interessante Figur der Frühen 90iger Jahre in Saalfeld / Rudolstadt. Andreas Rachhausen war GP Alex für das Landesamt für Verfassungsschutz in Thüringen,der frühere Leiter der Saalfelder Staatsschutzabteilung K33 meine am 11.6.2012 ( UA 5/1 Erfurt) über Rachhausen, Rachhausen war aus meiner Sicht einer der gefährlichsten Rechtsextremisten, er kam nach meinem Verständnis noch vor Tino Brandt, dem Chef des Thüringer Heimatschutzes”….

In der hiesigen Verhandlung vertrittThomas Jauch, Tino Brandt und Jürgen Länger.

Im Jahr 2000 und 2002 vertrat er die zwei B&H Mitglieder Thomas Starke und Jan Botho Werner. Diese zwei stehen auch in Verdacht die 3 Untergetauchten durch Sachleistungen unterstützt zu haben.Auch Mario Brehme hat diesen Rechtsanwalt aufgesucht als es darum ging,wegen der der Kündigung der Gaststätte Heilsberg. Diese wurde zu einem Treffpunkt im Ort Heilsberg selber durch den Thüringer Heimatschutzes. Am 11.10.1997 wurden bei einer Razzia unter anderem Waffen gefunden.

Interessant im Vorfeld dieser Razzia ist das der Onkel der erschossenen Polizisten M.Kiesewetter dort in Heilsberg Observationen gefahren. Ob er die genannte Razzia mitgemacht hat, kann er nicht mehr sagen.

Die wahrscheinlich interessanteste Frage wird sein, wenn Thomas Jauch zu der Frage Stellung beziehen muss, das er von drei Untergetauchten Beate Zschäpe,Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 1998 aufgesucht wurde. Grund dieses Aufsuchens war, das er von Beate Zschäpe beauftragt worden sei, Akteneinsicht zubekommen in ihrem Strafverfahren.Wie es in dem Beweisantrag der Nebenklage zu entnehmen ist, hätte man trotz weiterer Gebührenzahlungen an Thomas Jauch, wäre dieser nicht mehr tätig geworden,das es den Schluss zulassen würde, das die drei sich nicht stellen wollten. (Quelle Nebenklage am 19.12.2013)

Als wichtiger Vertrauter von dem militanten Neonazi Thorsten Heise, zählt Thomas Jauch.

Nun werden wir uns überraschen lassen was an dem Mittwoch,19.3.2014 passiert.

Wir werden zu diesem Tag auch wieder ein Wortprotokoll mitschreiben.

90.Prozesstag,Wortprotokoll Mandy S. Teil 2 am 27.02.2014

Diesmal ist Olaf Klempke der Anwalt von dem Mitangeklagten Ralf Wohlleben und Bundesstaatsanwalt Dr. Diemer ist bei dieser Verhandlung nicht zu zugegeben.

Götzl: Ich möchte auf Ihre Vernehmung vom 14.03.2012 zusprechen kommen.

Man sieht eine Farbkopie eines Passantrages.

M.S: Ich hatte gedacht das es ein Reisepass gewesen sei, und kein Personalausweis.Die Vorlage zeigt Uwe Böhnhardt. Ich weiß das ich in meiner Mappe keinen anders drin hatte. Also den Uwe Mundlos. Das Protokoll vom 14.03.2012 hätte sie nie erhalten.

Götzl: Sagt Ihnen der Name Fiedler etwas?

MS: Ist einer von den Brüdern Armin heißt.

Götzl: Sie haben gestern von Fischer geredet, War das ein Versprecher gewesen?

MS: Ja.

Götzl: Ihre Unterschrift, und zeigt auf den Passantrag?

MS: Ja.Ich weiß ja das ich einen Pass abgeholt habe und dafür unterschrieben habe,aber das hab ich ja auch zugegeben.

Götzl: Das ist ein Passantrag gestern ging es um einen Personalausweis.

MS : Ich war nur einmal da und hab was abgeholt.Das ist jetzt ein Passantrag? Mit Fotos tu ich mich schwer,bin voll durcheinander. Ich hab bei der Vernehmung nicht mal meinen Ex (Max Bu) wiedererkannt.

Götzl: Laut Vernehmung haben gesagt“ Der sieht schon aus wie einer der drei.Den ich als den Bösen beschrieben habe“.

Weiter aus dem Vorhalt „Das ist der Antrag,den ich unterschrieben habe,ich war nur einmal da,das war dann ein Reisepass und nicht einen Personalausweis.

Götzl: Ab 97/98 wo haben sie da gelebt,und sich aufgehalten Frau S.?

MS: Ab 97 habe ich in der Bernhardstraße in Chemnitz gewohnt,danach ein halbes Jahr in Büchenbach, Johanngeorgenstadt, und dann in Schwarzenberg – Erla und jetzt in Schwarzenberg.

Götzl: Vor der Bernhardtstraße?

MS: Auch in Chemnitz in der Uhrlandstraße.

Götzl: Im Fritz-Heckert-Gebiet?

MS :Das war nicht meine Wohnung gewesen ist,ich habe ein halbes Jahr bei Enrico Bö gewohnt, war dort nicht gemeldet.

Dann im Fritz-Heckert-Gebiet und dann ca. 1 Jahr in der Uhrlandstraße und dann Bernhardstraße gewohnt. In Büchenbach beim Heiko Wa. gelebt, 02 bis 03. Dann bei meinen Eltern Johanngeorgenstadt ca. ein halbes Jahr, ab 03 hab ich dann versucht Arbeit zu finden,hatte noch eine Festanstellung in Büchenbach, dann in Erla Glück-auf-Siedlung 03/04 bis 07. Dann in Schwarzenberg Waldauerstraße an 07. Ich hab´s mit den Ummeldungen nicht so genau genommen. Der Mietvertrag war immer aktuell, aber die Ummeldung dauerte.

Götzl: Die Polizei hat die Meldeadressen zusammengestellt:

01.01.1998 bis 31.07.2002 Bernhardstraße 11 Chemnitz

31.07.2002 bis 10.03.2003 Büchenbach dann Johanngeorgenstadt

01.02.2004 bis 01.11.2007 Glück – Auf – Siedlung Schwarzenberg

MS: Unter Vorbehalt möchte ich sagen, das die Nebenwohnung Adresse in Johanngeorgenstadt ist die Adresse ihrer Eltern.

Götzl:zu der Hilbersdorfer Straße in Chemnitz habe die Polizei vermerkt, das Sie sich zum 31.07.1996 in Selb ordnungsgemäß mit der Wegzugsadresse Hilbersdorfer Straße abgemeldet hätte, dort aber nicht an.

Götzl: Mit welchen Lebenspartner haben Sie Frau S. zusammengelebt?

MS: Sie ist in der Hilbersdorfer Straße habe sie mit Kai S. zusammengelebt, Uhlandstraße wäre mit B. gewesen, mit Max B. in ihrer Wohnung in der Bernhardstraße in der auch ab und zu B. gewohnt.

Da sie wieder mit Kai S. zusammengekommen sei ,in Büchenbach hätte sie mir W. gewohnt, Erla mit dem Vater ihres Kindes Frank S.Da fällt mir ein das sie mit W. eine Wochenendbeziehung geführt hatte, aber weil er besser verdiente, und sie als Friseurin überall Arbeit findet bin ich nach Büchenbach gezogen.

Götzl: Mit welchen Leuten hatten Sie hauptsächlich Kontakt?

MS: In erster Linie kamen sie aus der Rechten Szene, Armin und Gunnar F.,Thomas Starke, Laschi,Thomas und Rike W., Daniel H., Andre E. diese wären in Chemnitz gewesen.

Dann waren welche aus Chemnitz die in Nürnberg waren, wie Matthias F., seine Freundin Tanja, Heiko W. klar,ein Mann Names Wi., und den Rest eben vom sehen.

Götzl: Mit wem hatten Sie in dieser Zeit viel Kontakt?

MS: Viel Kontakt hatte ich zu Michael W., in Chemnitz selber B. und E. und die anderen eben bei Konzerten und Demos.

Götzl: Warum sind Sie damals aus Büchenbach weggegangen?

MS: Ich habe mich damals überhaupt nicht wohlgefühlt in jeder Hinsicht. Arbeit Umfeld. Ich musste nur weg. Auf der Arbeit ging gar nichts mehr weil man mich spüren lies das ich aus dem Osten komme, mit meinem Lebensgefährte Heiko auch nicht klar gekommen. Seine dunkle Seiten hatte einen Art Altar aufgebaut, ich fand es gruselig und musste einfach nur weg.Man hatte ja da niemanden gehabt,keine Familie, Bauchschmerzen hatte, keiner zum trösten da, immer gearbeitet, immer als Friseurin.

Aktuell arbeite ich in Schwarzenberg seit 2004. Als ich danach wieder nach Hause gekommen bin, war alles komplett anders als in der rechten Szene. War mit meinen kleinen Bruder zu seinen Freunden zum Kaffeetrinken,Lagerfeuer,Motorradfahren, wurde gleich integriert, und plötzlich war alles anders.Heute hab ich gar keinen Kontakt zur rechten Szene mehr.

Götzl: Welche Aktionen /Tätigkeiten haben Sie in der rechten Szene unternommen?

MS: Ich habe ne Klebeaktion in Chemnitz mitgemacht,Demos erst in Chemnitz, dann in Büchenbach das wurde von den Nürnbergern organisiert in Johanngeorgenstadt hat alles nachgelassen, ca. 2 Demos noch. Dann habe ich Briefe an Gefangene geschrieben, ich kannte das nicht, Thomas Starke hatte das in einer Kneipe vorgestellt da gab es ein kleines Heftchen mit einer Liste der Inhaftierten. Auf jedem Los war ein Name, jeder konnte ein Los ziehen und das habe ich gemacht und angefangen zu schreiben.Das waren Gefangene aus der HNG (Hilfsorganisation

für nationale politische Gefangene und deren Angehörige) Ich habe damals Richard L. Sehr lange geschrieben und Thomas Gerlach gezogen.Thomas Gerlach wurde entlassen,Richard L. Sass länger,hat sich danach bei mir gemeldet.Richard L. war bei mir in Schwarzenberg, Thomas Gerlach in Erla.

Götzl: Wie war dann die Rolle Thomas Gerlach zu Ihnen?

MS: Sagen wir so, es hat sich was zwischen uns angebahnt, aber hat nicht funktioniert, weil er nur mit Politik beschäftigt war, und ich wollte ein ganz normales Leben führen.

Nach einer Pause will der Vorsitzender wissen wie die Brüder F. in der Szene waren?

MS: Die Brüder F. waren nicht sehr auffällig, sie waren angepasst.

Götzl: Aber sie brachten das Trio!

MS: Ich denke dass sie angestiftet wurden von anderen, aber habe keine genauen Angaben dazu machen. Thomas Starke hatte in Chemnitz das sagen, hatte ja Konzerte organisiert usw.

Götzl: Hat der Starke was vom Trio in der Wohnung gewusst?

MS: Von meiner Seite nicht,von Erinnerung her keine Rolle bei der Unterbringen der drei gespielt. La. hatte einen Szeneladen in Chemnitz, deshalb war er sehr bekannt. Er hatte CD´s die man nicht frei kaufen konnte. Thomas und Rike waren mit Max befreudet,waren ruhige leute mal was unternommen abends weggegangen, saßen viel zusammen. Eigentlich hatten sie keine Rolle in der Szene. Der Ba. Sei auch in der Szene gewesen,aber nicht in der von Chemnitz, er ist seinen eigenen Weg gegangen. Für die beiden wäre Ba. eine Art Vertrauensperson gewesen. Während meiner Zeit in Nürnberg war Ba. Einer meiner Hauptkontakte gewesen. Der He. Habe ich über Freunde von Bu. kennengelernt, der sei mit der Schwester von der Rieke zusammen ist.

Götzl: Sie haben gerade gesprochen als sie in Nürnberg waren, mit Ba., He., E. Kontakt hatten.

MS: Sei Andre E. bei mir nicht mehr geschlafen hatte hatte ich auch keinen Kontakt mehr zu ihm. Das müsste so um 1998 gewesen sein. Ich habe nicht mal gewusst das Andre verheiratet ist und zwei Kinder hat, das habe ich erst in „Johannstadt“ erfahren. Bestimmt wird man sich mal eine SMS geschrieben haben.Wenn man sich zufällig auf einem Konzert gesehen hatte, haben wir uns gefreut.Wir sind ja nicht im Streit auseinander gegangen,jeder ist seinen Weg gegangen.Matthias Di.hat mir die familiäre von Andre E.gesagt, Di sein bester Freund ist Frank Se.. Dieser sagte das Andre E. Kinder hätte LKW fährt, in Zwickau wohnt.

Götzl: Wir sprechen von Matthias Di.?

MS: Kenne ihn auch aus der der Schulzeit,anfangs auch mit Bomberjacke Springerstiefel rum gelaufen. Eher der Typ Einzelgänger gewesen, Kontakt hatte ich zu ihm wenn ich in Johanngeorgenstadt war, am Wochenende mal Dartspielen Kaffetrinken.

Götzl: Hatten Sie keine Treffen Matthias Di. Andre E. und Sie?

MS: Nee, ich hätte es ja einfach nur sagen müssen, aber neee gar nicht. Ich hatte auch mehr Kontakt zu Frank Se. War auch in der Arbeit sehr eingespannt, weil ich Salonleiterin werden wollte.

Götzl : Zu Matthias Fi.?

MS: War in Nürnberg leitete die „fränkische Aktionsfront“, war Herausgeber des Heft Landser, hat Schulungen organisiert auch Demos.In Nürnberg gab es viel Stress mit den Linken, diese hatten Adressen veröffentlicht.Ich weiß gar nicht ob Fi. Gearbeitet habe, ich glaube nicht. Ich habe ihn nur vom sehen her gekannt.Seine persönlichen Gedanken habe ich nicht geteilt.Ich war mal mit Heiko Wa. Bei denen habe das Baby von Matthias gesehen. Glaube die haben außerhalb von Nürnberg,könnt aber den Ort nicht mehr benennen. Er sei ein Organisationstalent gewesen, bei ihm auch eine Menge Hausdurchsuchungen gewesen, und die FAF ist auch verboten worden. Wi. sei NPD Mitglied glaube ich,ich weiß auch noch von einem Schlesiertreffen, wo sie auch Flugblätter verteilt hätten. Sonst habe der auch viel mit der FAF gearbeitet. Ich war auch mit ihm kurz liiert mit Wi.

Götzl: Warum nur kurz mit ihm? Gibt es da Gründe?

MS: Wi. Ist eine Person die zu Straftaten angestiftet habe, er hat eine große Klappe und nichts dahinter.Er hat Stress reingebracht, und Leute aufgehetzt. Mit sojemanden wollte ich nicht zusammen sein…

Götzl: Was meinen Sie mit Straftat?

MS: Mir hat Wi. eine Bombenbauanleitung aus dem Internet mitgegeben, und sagte ich soll das mal abheften, so was könne man immer mal gebrauchen.Meinte auch das sie sowieso zu wenig politisch arbeitet, und deshalb kam er auf die Idee das sie in Chemnitz eine „Sächsische Aktionsfront“machen sollte, neben der FAF.

Wi. hatte auch irgendwie Fi. meine ich, denn Wi sagte wenn Fi blöd kommt, dann kann ich ihn verpfeifen,das er nicht mehr in Freiheit ist.Ich habe denn Fi. Dies gesagt das es so eine Sache gibt.

Götzl: In welchen Zusammenhang sei das mit der Bombenbauanleitung gewesen?

MS: Es hat keinen gegeben, und ich habe es sofort weggeschmissen.

Götzl: Hat sich Wi. mit anderen von Bau von Bomben unterhalten?

MS: Nein überhaupt nicht, das war so um Jahr 2001. Ich habe Wi. auf einer für sie organisierte Geburtstagsparty kennengelernt, weil eine aus Chemnitz mit einem Nürnberger liiert gewesen sei.

Ich meine das war noch in der Chemnitzer Zeit gewesen.

Götzl: Inwieweit haben ihre Lebenspartner der rechten Szene angehört?

MS: Se. kenne sie aus der Skinhead – Szene, ein politisches Auftreten habe ich nicht erlebt, den Bö. Sei von der Chemnitzer Szene gewesen. Dann Heiko Wa. sei mit dem Fi. In der Nürnberger Szene gewesen, auch in der Black Metal Szene das habe sich vermischt. Habe ih auf Schulungen kennengelernt..Ich bin von Wa. regelrecht geflüchtet, habe dann keinem meine Adresse genannt. Wa. hat dann ständig bei meinen Eltern angerufen und Briefe geschickt. Dazu habe sie Kartons gehabt da seinen Gegenstände gewesen, das sie ihn nicht vergisst. Bei Wa ist das schon in die satanische Schiene gegangen.

Götzl: Und Frank S. ?

MS: Will meinen Vater meines Kindes nicht schlecht machen, müsste ich aber. Den habe ich nicht auf Demos gesehen, aber seine Einstellung war schon rechts, und er war gewalttätig, und er war sehr viel mit Matthias Di. zusammen gewesen.

Götzl: Bei dem Aufenthalt der drei Personen in Max Bu. Wohnung ob sie mit einer dieser Personen jetzt gesprochen hätte, oder mal zur Sprache gekommen wäre?

MS: Ich habe mit niemanden darüber geredet, ich habe das gleiche Konstrukt selber bei der Polizei und bei meinem Anwalt zusammengefügt. Ich weiß nicht woher Frau Zschäpe meine Adresse in Erla hatte. Ich habe überlegt wer alle von meiner Adresse wusste.

Di. werde ja beschuldigt, das er Wohnungen angemietet hat in Zwickau, dann müsste er ja auch Kontakt zu denen gehabt haben. Deshalb könne es sein das er meine Daten weitergegeben hat. Es kann auch Frank S. gewesen sein und Andre E. Ich kann ausschließen das die in Nürnberg und ich Chemnitz meine neue Adresse gehabt haben. Ich bin alles nochmal meinem Anwalt alles durchgegangen. Es standen so viele Anschuldigungen im Raum, aber ich kann aus reinem Gewissen sagen, ich habe mit den nur 1998 Kontakt gehabt.Mit mir hat keiner über Morde oder Banküberfälle redete, Ich habe natürlich gegen diese schweren Anschuldigungen angegangen des halb habe ich mitgearbeitet weil ich diese vom Tisch haben wollte.Ich habe gleich zugegeben was ich gemacht habe. Und dann ist ein Beweisstück nach und nach vorgelegt worden, und ich dachte „ ach du Scheiße“ da überlegt man dann mit wem man Kontakt hatte und wer das hätte weitergegeben hätte können.

Götzl: Sagt Ihnen was zum Stichpunkt „Tennis Club Großgründlach“?

MS: Mein Anwalt hat dort angerufen und die hätten keinen Mitgliedsausweise.Dann habe ich mir Gedanken gemacht warum man so einen Ausweis macht. Das sei wohl so wenn man von der Polizei angehalten wird, das man ein Dokument hat.

Götzl: Sagt Ihnen was zum Stichpunkt „Tennis Club Ehlershausen“ ?

MS: Das sagt mir alles nichts, auch die Impfpässe Katzenausweise und ein Blutbild für eine Katze nicht. Ich habe nie eine Katze gehabt.

Götzl : Und den Notizzettel wo die Bernhardstraße drauf steht?

MS: Ich habe diesen nicht weitergereicht, und der andere Zettel „Telefonnummer aktuell“ das ist nicht meine Schrift. Ich habe diese Nummer von 1999 bis nach meiner Vernehmung gehabt, erst danach habe ich mir eine neue geben lassen. Ich habe keine Erklärung dafür , es seien alles nur Spekulationen gewesen wer die Nummer weitergegeben hätte.

Götzl: Naja beim „Tennis Club Großgründlach“ geben es ja einen Bezug zu Nürnberg !

MS: Das habe man ihr auch gesagt, der Club würde in der Nähe von Fi. Wohnung liegen. Da habe ich nicht mehr gewusst, ich habe auch keine Überlegungen dazu angestellt. Ich habe keinen Zusammenhänge finden können.Ich selber habe die Namen von Leuten aufgeschrieben die jeweilige Adresse haben hätten können und bei der Glück-auf-Siedlung seinen nicht sehr viele Leute in Frage gekommen..

Götzl: Kommen Sie bitte vor Frau S. das wir uns Asservate ansehen können. Hier ist ein Mikrofon richten Sie sich das so ein das wir sie dann auch verstehen.

Es wird ein Mitgliedsausweis des Tennisclubs Großgründlach der Zeugin S. gezeigt, ein Bild ist auf diesem Bild zuerkennen, es ist Beate Zschäpe zu sehen. Man sieht die Adresse der Frau S. Glückaufsiedlung 10 in Erla. Dann zum zweiten Tennisclub Ehlershausen e.V mit einer Unterschrift von MS.

MS: Das sieht ihrer Unterschrift sehr ähnlich , aber das ist nicht meine. Und den Ort Ehlershausen kenn ich nicht.

Dann wird ein Impfpass für die Katze Heidi auf den Namen von MS und ihrer Adresse Heißenbergstraße 10 in Zwickau gezeigt, und einen Impfpass auf den Namen Lilly Besitzer ist eine MS in der Polenzstraße in Zwickau. Dann kommt ein Notizzettel mit der Bernhardstr.11 09126 Chemnitz. Dazu eine Rufnummer 0172 XXX.

MS: Das ist meine Schrift, das habe ich durch ausgeschrieben ja,ich weiß aber nicht wann. Ich habe solche weiße bunte Zettel in der Küche liegen, deshalb kann ich ihnen nicht sagen wann und wem ich es gegeben habe. Diese Telefonnummer habe ich von 1999 bis 2012 gehabt.

Dann ist Mittagspause bis 13.06

Götzl: Haben sie Bezüge nach Jena gehabt,sagt Ihnen der Name THS?

MS: Eben von Thomas Gerlach , und den Namen THS kenne sie aus den Medien. Thomas Gerlach habe „Nationale Sozialisten Altenburger Land“ gegründet. Aber damit habe ich nichts zu tun gehabt.

Götzl: Der Namen Ralf Wohlleben?

MS: Der Name Wohlleben sagt mir nichts, ich habe diesen mal auf einer Demo gesehen, als vom Gesicht her. Auf welcher Demo das war weiß ich nicht mehr.

Götzl: Haben Sie mal Frau Zschäpe auf einer Demo gesehen?

MS: Nein habe nicht Frau Zschäpe auf einer Demo oder Veranstaltung gesehen.

Götzl: Ob ihr mal ein Foto gezeigt worden ist?

MS: Ja man hatte mir mal ein Foto gezeigt, und darauf angesprochen worden ob ich im Januar 1998 auf einer Demo war. Ich habe mir das Bild nochmal im Internet angesehen behaupten das bin ich nicht. Das passt nicht, denn ich habe auf einer Demo eine Bomberjacke angehabt und die Haarlänge passe auch nicht. Denn 1998 habe ich mir die Haare schon wachsen lassen.

Götzl: Kennen sie den Namen Ru.?

MS: Das ist einer aus „Johannstadt“, ich war mit dem zusammen, aber aber hat nicht funktioniert.

Dann sagt Götzl, er hält aus den Verfahrensbericht vor den alle Verfahrensbeteiligten bekommen haben.Daraus aus einer TKÜ vom 14.12.2011, demzufolge haben Sie Frau S. in einem Gespräch mit Ihrer Mutter gesagt haben: „ Weil ja wirklich mir das zum Anklagepunkt gemacht wird, dass ich unmittelbar mit denen, die halt Helfer sind,in Kontakt war.Das stimmt ja auch. Ich kenne die ja, aber ich weiß von nichts. Und das musst du erstmal beweisen.“

MS: Die Tatbestände sind ja da, alles spricht ja dafür, das die drei Personen damals in der Wohnung gewesen sind. Um die geht es ja jetzt auch, das bestreite ich ja nicht.Ich will sagen, das ich die nicht auf der Straße wieder erkannt hätte, wie ich sie auf der Straße begegnetet wären.

Götzl: Kennen Sie Andre Kapke?

MS: Ich kenne Andre Kapke vom sehen her, ich habe ihn mal auf einer Demos gesehen da war so ein „Fest der Völker gewesen“

Götzl: Ich möchte wissen ob Sie der Frau die Haare geschnitten haben, als die Drei in der Wohnung gewesen sind?

MS: Das habe ich bei der Polizei selber angesprochen, ich selbst habe im Kopf gehabt das ich dieser Haare geschnitten habe und sogar blondiert habe.Ich weiß es nicht ob ich es gemacht hab oder rede ich mir dies nur ein.

Ich weiß das ich in dem Heft Landser einen Artikel geschrieben habe. Titel Einheit der Rechten.

Da damals sehr viel Streit in der Szene war habe ich gedacht, ich müsse dazu etwas schreiben.

Ich habe das dann mit Richard L. Gemacht. Der Artikel wurde dann nicht so wie er abgedruckt wurde, denn ich habe da viele Leute und Gruppen angegriffen, und sie habe viele Teile von einem Infoblatt der NPD übernommen. Dies war sehr gut.

Götzl: Wie haben Sie das gemacht wären L: im Gefängnis saß?

MS: Ich habe es ins Gefängnis geschickt, und er hat seine Version raus geschickt, und das sei dann hin und her geschickt worden. Am Ende musste der Rechtsanwalt und Herausgeber dies noch absegnen .

Götzl: Ich möchte zu einer Vernehmung am 19.6.2003 beim Amtsgericht in Aue befragen.

MS: Das war für mich eine rein provozierende Angelegenheit damals.Bei meinen Eltern ist angerufen wurden, dass eine Fahndungsmeldung gegen mich raus sei, und ich sollte zur Polizei nach Johanngeorgenstadt kommen.Als ich dann bei der Polizei war haben sie mir dann einen Bogen des Verfassungsschutzes ausfüllen sollen. Ich habe nein dazu gesagt.Dann meinten die bei der Polizei, ich müsse dann bei nur bei Gericht aussagen. Es sei dann eine Vorladung vor dem Amtsgericht Aue erfolgt, wo mir exakt der gleiche Fragebogen vorgelegt wurde. Ich kann mich nur noch an eine Frage erinnern, ob sie auf der Flucht sei. Worum es insgesamt ging bei dem Fragebogen kann ich nicht mehr sagen.

Götzl: Dann lese ich das Protokoll der Vernehmung vor, ob sie sich dann erinnern könne. Sie Frau S. wurden gefragt ob sie sich erinnern kann, dass sie am 23.1.2000 zu den drei gesuchten Personen befragt wurde? Des weiteren ob Kai Se. Und Uwe Böhnhardt ihr bei ihren Umzug geholfen hätten?

MS : Ich habe das Blatt nur abgehakt.,ich habe es nicht übel aufwändig in Erinnerung.

Götzl: Das Protokoll gehe über vier Seiten, sie sind von einem Richter am Amtsgericht Herrmann vernommen worden, dazu noch eine dazu eine Belehrung nach 55§. Ihre Antworten stehen hier Frau S., das die Kriminalbeamten bei ihnen gewesen sind,und zu drei gesuchten Personen befragt wurden.Dann wurden sie zu dem Umzügen befragt,und Sie hätten gesagt das Sie diesen alleine bewältigt hätten. Dann wurde ihnen Bilder vorgelegt,und Sie hätten Daniel HE. Erkannt

MS: Ich kann mich nicht an die Fragen erinnern, ja und das stimme auch so.

Götzl: Sie haben angegeben das Sie die drei Personen nicht kenne,das keine Verbindung stehen würde.

MS: Was möchten Sie jetzt wissen?

Götzl: Ich glaube, die Frage sei schon klar, auch wenn sie vielleicht nicht angenehm gewesen sind.

MS: Ich habe damals die Vernehmung nicht ernst genommen, ich habe komplett auf stur geschaltet und hab irgendwas geantwortet.Mir ist gesagt worden, das dies ein Fragebogen des Verfassungsschutzes sei, und ich bin zweimal angeworben worden von diesen. Dies muss so im Jahr 2000 gewesen sein, ich habe gesagt das ich das nicht mache.

Götzl: bei dieser Vernehmung aber sei der Verfassungsschutz nicht gewesen, der sie damals befragt hatte, sondern der Amtsrichter Herrmann , das passe also jetzt nicht in ihre Antwort.

MS: Ich habe ja die Fragen bei der Polizei gelesen und die wären die gleichen gewesen.

Götz: Sie haben auf eine Frage, ob sie mit den Gesuchten befreundet gewesen wäre, und Ihre Antwort, Sie können dazu keine Angaben machen, denn die genauen Vorwürfe kenne sie nicht, und die Beamten hätten gesagt,diese würden wegen einer Strafsache gesucht. Da stehe nichts vom Verfassungsschutz.

MS: Ich bin im Salon auch nicht direkt auf die Personen angesprochen worden.

Götzl: Sie wurden gefragt ob sich die Personen in ihrer Wohnung aufgehalten haben.Und Sie haben gesagt das sie die Personen nicht gekannt hat.

MS: Die Beamten hatten mir nicht gesagt worum es geht. Es sei der Daniel He. Verdächtigt worden.

Götzl: Und wer ist gesucht worden?

MS: Das wisse sie nicht.

Dann macht Götzl eine Pause.

Götzl: Ich lese jetzt Ihnen den Ablauf vor, da findet sich ein Schreiben des LKA Thüringen an die Staatsanwaltschaft, in dem es heißt, das bei der Fahndung nach Zschäpe Mundlos Böhnhardt gab es eine Kontaktperson MS ermittelt werden, und von den Zielfahndern befragt worden ist.

MS: Ich bin nicht nach einzelnen Personen befragt worden, sondern habe Leute vor ihrem Haus benennen sollen vor ihrem damaligen Wohnhaus auf den Bildern.

Götzl: Dies ist ergebnislos verlaufen. Dann gibt es ein Schreiben an die Polizeidirektion Abteilung Staatsschutz, das die Kontaktperson MS. Zu dem Aufenthalt der gesuchten befragt wurde. Es sei ein Fragenkatalog dabei, die sie sich gerne ansehen können Frau S.

MS geht nach vorne zum Richtertisch, und ein Dokument wird in Augenschein genommen, auf dem ein Bild von Böhnhardt Zschäpe und Mundlos zusehen sind.

Götzl: Da sind Bilder von Böhnhardt Zschäpe und Mundlos zusehen, und Sie sagen mir Sie wüssten nicht um wen es gegangen ist. Da habe ich so meinen Schwierigkeiten Frau S.

MS: Ich habe es nicht gewusst um wen es damals geht. Ich kann mich nur an eine sehr dicke Mappe einen Haufen Bilder erinnern, von meinem Wohnhaus, und die Geschichte von He.

Götzl: Ich möchte wieder zu dem richterlichen Vernehmungsprotokoll kommen, und fragt um welche gesuchten Personen es denn jetzt gegangen sei.

MS: Keine Ahnung.

Götzl: Frau S., sie äußern sich wie in einem luftleeren Raum über irgendwelchen Personen woe Sie nicht wissen wer die sein sollen.

MS: Ich bin der Meinung das mir diese Fotos nicht vorgelegt wurden.

Götzl: Ja wenn dies so sei, frage man sich doch als erstes zu dem was der Richter wissen wolle.

MS bespricht sich mit ihrem Rechtsanwalt. Danach antwortet MS: Ich weiß nicht mehr was damals bei Gericht vorgefallen ist.

Götzl: ich halte Ihnen das Protokoll von der Vernehmung bei der Polizeidirektion in Johanngeorgenstadt vom 21.05.2003 wo Sie angegeben haben, ich habe mich mit einem Anwalt besprochen, ich möchte hier nichts sagen, ich müsse nur vor Gericht aussagen. Das entsprechende Protokoll haben Sie Frau S. unterschreiben. Dann gab es den Antrag der Staatsanwaltschaft Gera zu dem Amtsgericht in Aue Sie zu vernehmen.Dann folge die Ladung, und dann ist man beim Vernehmungsprotokoll. Und nun sagen Sie mir Frau S. dass Sie nicht gewusst hätten worum es gegangen ist? Ich sehe die Gefahr das Sie Frau S. hier falsch aussagt , deshalb habe ich mir die Mühe gemacht das Ganze zu erläutern.

MS bespricht sich diesmal länger mit ihren Rechtsanwalt.

Götzl: Ich frage Sie nochmal, um welche gesuchten Personen ging es hier?

MS: Das kann ich nicht sagen, ich weiß es nicht.Es seien keine direkten Fragen dazu gekommen, ob ich sie untergebracht habe.Da habe ich ganz entspannt geantwortet. Ich habe bei Max Bu. gefragt, ob es um die drei ginge, und Max sagte nein, die wären längst nicht mehr in Chemnitz.

Götzl: In der ersten Frage sei ja schon die Rede von Uwe Böhnhardt….

MS: Ich wusste damals keine Nachnamen,ich wusste die Namen nicht.

Götzl: Ich halte Ihnen mal die Fragen aus der Vernehmung vor, bei denen in unterschiedlichen Zusammenhängen von den Geflüchteten die Rede ist, oder etwa ob diese falsche Pässe oder Dokumente bekommen hätten, und wenn von wem.

MS: Ich habe nur geantwortet ich weiß es nicht, es war komplett Protesthaltung meinerseits. Ich habe mich damals nicht wirklich mit einem Anwalt Verbindung gesetzt.

Götzl: Ob Sie das nur dem Polizisten gesagt hätte?

MS: Ja weil der so provozierend rüber gekommen ist.

Götzl: Ich mache Ihnen nochmal einen Vorhalt, aus der Vernehmung und ich frage Sie von wem Sie sind Sie ausgegangen wer gesucht wird?

MS: Ich habe nur die Bilder von meinem Wohnhaus und Daniel He gesehen.

Götzl: Und das Gespräch mit Max Bu.?

MS: Ich habe den Max gefragt, und der sagte mir das die drei Personen längst nicht mehr hier sind.

Götzl: Ob man die dann längst nicht mehr sucht deswegen?

MS: wenn sie im Ausland sind, wird mal wohl nicht mehr in Chemnitz suchen.

Götzl: Ob das die Polizei wissen hätte sollen?

MS: Da sie sich solche Gedanken nicht gemacht habe….

Götzl: Ach, Frau S.

MS: Ich will dazu auch nichts mehr dazu sagen.

Dann werden wieder Bilder gezeigt.

Das erste zeit Frau Zschäpe und Uwe Mundlos unter einer Decke auf einem einem Bett.

MS: Genau das ist das Bild das ihr Rechtsanwalt aus dem Internet hatte und dies bei der Vernehmung gesagt habe, das auf dem Bild ist der nette bei beiden zusehen ist.t

Götzl: Ich habe einen Vorhalt aus der polizeilichen Vernehmung von Ihnen, Da hatten Sie angegeben dass Sie in der gesamten Zeit als Sie in der Bernhardstraße gewohnt haben, enge Verbindungen zur Skinhead Szene gehabt.Auch die mit denen die 88 auf der Bomberjacke hatte.Sie sei über Se. Und „Enno“ Eingang in die Szene gefunden sein aber Männeranhang gewesen.Frauen hätten gar nichts zusagen gehabt, entweder angepasst oder seien ausgelacht worden. Zu Thomas Starke haben Sie gesagt, die hätten sich die 88er genannt, und Starke habe die Konzerte ja organisiert, und er hätte mich ja auch zur HNG gebracht.

MS: Ja das stimmt, und ich habe auch Briefmarken mitgeschickt in den Briefen, und hätte zu deren Familie Kontakt gehalten.

Götzl: Welches Wissen hatte Andre E. über die drei gehabt?Sie haben ja ausgesagt, das es sein könnte, das ich Andre E. was gesagt habe.Andre E. habe sich ja heimlich mit seiner damaligen Freundin, einer Anja aus Erlabrunn, heimlich bei mir getroffen, weil deren Eltern was gegen E. hatten weil er rechts war.

Götzl: Ich möchte Sie Fragen zu Blood & Honour und zu den Hammerskin.

MS: Es gab beide Gruppen gegeben, ich habe mitbekommen dass es Stress gab wegen Konzertorganisation und um Geld.Erzählt hätten das andere. Thomas Starke war bei Blood & Honour.und Thomas Gerlach bei den Hammerskins.

Götzl: Kennen Sie eine Wolgograder Allee 76?

MS: Nein das sagt mir nichts.

Götzl: Ich möchte zu der Wohnsituation zu sprechen kommen,in der Wohnung von Max Bu.. Wie die drei zueinander standen.Ob Sie Frau S. gesehen habe ob es eine Engere Beziehung zu der Frau zu einem der beiden Männer hatte.

MS: Ich habe versucht das herauszubekommen, aber ich weiß es nicht, ob die Frau tatsächlich mit einem der zwei Männer liiert gewesen sein.Geküsst habe sie keinen,es habe so gewirkt ob sie von den beiden Männern beschützt wird.Einen Streit habe ich nicht mitbekommen, sei ein friedlicher Umgang miteinander gewesen.

Dann soll Frau S. wieder vor zum Richtertisch um Wahllichtbildvorlagen zusehen.

Die erste erkennt Frau S. die Nummer 7 mit Uwe Böhnhardt und die nächste Wahllichtbildvorlage mit Nummer 2 Uwe Mundlos wieder. Diese Bilder kennt sie entweder aus dem TV oder aus dem Internet.

Götzl hält ihr eine Aussage aus dem Vermerk vor zu der zweiten Vorlage zu Nummer zwei sagte, das ich denke schon dass dies der aus der Wohnung ist, den ich mal in der Disko gesehen hat, aber ohne Glatze.Dann kommt die nächste Wahllichtbildvorlage, und sagt das die Nummer 3 der Gunnar Fi gewesen ist. Götzl liest aus der Vernehmung vor, die Frau S. am 30.12.2011 gemacht hat, das Sie gesagt habe, auf dem Bild wo Mundlos zusehen sei, sei der liebe der beiden Männer gewesen. Dazu könne Sie aussagen das der eine kindliche Stimme hatte.

Götzl: Ob Sie einen Zweitschlüssel zur Wohnung Max Bu. gehabt hätte.

MS: Ich bin der Meinung, ich habe keinen gehabt.

Götzl: Sie haben angegeben das es sein könnte, dass Sie der Frau die Haare blondiert hätten. Ob Sie aber die Haare geschnitten habe weiß Sie nicht mehr.

MS: Das habe ich eigentlich alleine erzählen wollen,der Kripobeamte hat das dann gefragt. Ist ja keine Straftat, hoffe ich.

Götzl: Nein darum geht es nicht Frau S.

MS: Ich habe jetzt schon so viel zugegeben, da kommt es darauf nicht mehr an.

Götzl: Dann geht es bei der Vernehmung um Thomas Gerlach, Sie hätten ausgesagt den hätte ich kaum zu Gesicht bekommen, weil dieser ständig unterwegs gewesen wäre. Er habe gesagter sei unterwegs, könne aber nicht darüber am Telefon reden, er werde ja hier und da gebraucht.Deshalb gab es auch viel Streit,sie habe sich gerade auf den Chefposten im Salon vorbereitet, und Gerlach,habe ihr Vorwürfe gemacht. Sie könne doch auch mehr machen für die Bewegung. Gerlach habe nie gearbeitet,er habe immer viel Geld von seiner Oma bekommen. Ausserdem hätte Thomas ihr vorgeworfen, das sie keine gute Nationalsozialistin wäre, weil sie sich nicht unterordnen könne.

MS: Ja das stimmt. Ich brauche keinen Führer der mir sagt wo es lang geht, das kann ich schon selber entscheiden.

Götzl: Gerlach habe meistens am Laptop gesessen, eben wie ein Schreibtischaktivist. Sie habe in Thüringen,einen Ka. Einen Stefan, eine Marie kennengelernt. Sie sei einmal auf ein Hammerskinkonzert mit Gerlach gewesen , da spielte eine italienischen Band. Wo das war weiß sie nicht mehr.

Bei den Hammerskins dürfe normal keiner wissen wer dabei ist. Bayern Thüringen Sachsen seien zusammengekommen. Gibt lange Probezeiten,die würden wie Sklaven sein. Bevor Thomas Gerlach in den Knast ging sei er Anwärter bei den Hammerskin gewesen.

MS: ja das stimmt.

Götzl: Wusste Gerlach ihre ganzen Adressen?

MS: Gerlach wäre einer von denen gewesen die alle ihre Adressen gehabt hätten. Gerlach habe sich auch mal sporadisch per SMS gemeldet und gefragt was ich mache.

Götzl: Sie hätte angegeben das Thomas Gerlach und Matthias Di. die alle Adressen gekannt haben. Aber keiner der beiden traue sie es zu das sie die Adressen weitergeben.Weiter, das sie sich Gedanken gemacht habe, über die Verbindungen wer sich kennt. 2003 z.b habe sie Fi. Mit seiner schwangeren Freundin auf dem Fest der Völker getroffen, da wäre auch Thomas Gerlach zugegen gewesen. Zwischen Fi. und Wi. habe es großen Stress gegeben. Dann folgt was Sie schon ausgesagt habe, das Wi. soviel über Fi. wisse, das er diesen in den Knast schicken könne.Dies sein so um 2001 gewesen, und sie wisse nicht ob dies auf FAF oder NPD bedingt war. Bei Combat 18 sei der Wi. dabei gewesen, das sei alles übelst geheim sie würden es aber auf den T Shirt tragen, genau wie die Hammerskis.

MS: Ja das stimmt alles.

Götzl: Ob Sie Kontakte nach Baden Württemberg habe?

MS: Nein nach Baden Württemberg habe ich überhaupt keinen Kontakt.

Götzl: Tino Brandt?

MS: Den Tino Brand kenne ich nur aus den Medien.

Götzl: In der Vernehmung ging es auch dass eine Person, Frau Zschäpe mit Matthias Di. in Johanngeorgenstadt gesehen hätte.

MS: Das habe mir der Herr Ru. Gesagt, ich selbst habe es gar nicht mit der alten zeit in Verbindung gebracht.Das habe ich aber der Kripo erzählt, und der Ru sei deshalb auch vorgeladen worden. Glaube ich.

Götzl: Ich halte Ihnen vor, das Her Ru erzählt habe, das es nur eine Vermutung sei,er meine er habe Matthias Di. und Frau Zschäpe 2004 gesehen zu haben.

Kennen Sie Frau S. Frau Susann E.?

MS: Nein kenne sie gar nicht.

Götzl: war es Thema zwischen ihr und Matthias Di. ob er die drei kennt?

MS: Nein das war nie ein Thema bei uns ob er Böhnhardt Mundlos Zschäpe kennt.

Es flogt eine Pause, und Götzl gibt das Fragerecht weiter, und zu erste kommt Oberstaatsanwältin Anette Greger dran.

Osta A. Greger: Kennen Sie einen Carsten Ri.?

MS: Nein den kenne ich nicht.

Osta. A. Greger: Ob Sie mit Matthias Di. über Andre E. mögliche Unterstützung der drei gesprochen habe?

MS: Nein das habe ich nicht, weil Sie Matthias Di. nie in Verbindung gebracht hätte zu den drei.

Osta. A. Greger: Ob Sie politische Gespräche mit den drei geredet hätte?

MS: Ich habe 1998 keine politischen Gespräche mit den dreien geführt, es hieß das sind Kameraden, und da bin ich davon Ausgegangen das sie die selber Einstellung wie die andren hatten.

Auch über Gewaltanwendung sei nicht gesprochen worden, auch nicht den Ausländer als Feindbild.Die Polizei sei Thema gewesen weil man ein Gerät hatte wo man die Polizei abhören konnte. Rohrbomben auch kein Thema gewesen.

Osta. A. Greger: Ob Sie sich mal mit Andre E. über dessen Ausländer oder Juden unterhalten habe?

MS: Man hatte schon eine Grundeinstellung so gewesen das man eine gewisse Antipathie gegen Ausländer vorhanden war. Als ich in Selb zur Lehre war, wurde ich selber körperlich angegriffen und angepöbelt. Und habe deshalb eine Aversion aufgebaut. Aber das man eine Diskussion gegen die Ausländer geführt hätte, das weiß ich jetzt nicht.

Osta. A.Greger: Halte Ihnen eine Aussage von Max Bu. vor, der Andre E. zufolge ihn besucht habe, als die drei bei ihm in der Wohnung gewohnt haben, es sei einmal um Ausweissachen gegangen. Für Andre E. sei das nicht in Frage gekommen.

MS: Ich kann es mit Sicherheit sagen, als ich in der Wohnung mit war das Andre E. nicht in der Wohnung gewesen sei.

Dann sind die Nebenklägervertreter an der Reihe. Diese schreibe ich dann komplett auf wenn Frau S. das nächste mal wieder erscheinen muss.

BildFoto: Markus Hannich

89.Prozesstag Wortprotokoll mit Mandy S. 1 Teil

Mandy S. kommt in mit ihren Ra Weißflock.

Mandy S. ist 38 Jahre alt, arbeitet als Friseurin in Schwarzenberg, und hat eine vier Jahre alte Tochter.

Der Vorsitzende am OLG in München Manfred Götzl, belehrt sie, da sie auch ein Aussageverweigerungsrecht nach §55 hat (Wie bei Max Florian Bu.), da ja noch ein Ermittlungsverfahren gegen sie am laufen anhängig ist.

MS: Ich möchte Aussagen.

Götzl: Ich möchte dass sie mir von sich aus erzählen, was ab 1998 passiert ist.Kontakte zu Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe,Unterkunft,Wohnung usw.

MS: Alles schon lange her, kann nicht alles wortwörtlich wiedergeben,kann nur aus Erinnerungsbildern her,hab mir Mühe gegeben. Aber kann nicht alles vollständig berichten.

1998 im Frühjahr hat jedenfalls jemand bei mir geklingelt und meinte 3 Leute hätten scheiße gebaut und brauchen einen Schlafplatz. Ich wollte sie nicht bei mir haben, deshalb dachte ich das Max Florian Bu. der bei mir immer schläft, das sie bei ihm in der Wohnung schlafen könnten Hab die drei zum ersten Mal dort bei ihm in der Wohnung gesehen.Da standen wir in Angesicht zu Angesicht als die dort gewohnt haben.Wir hatten sehr wenig Kontakt.

Götzl: Wer hat dort geklingelt?

MS: Armin Fischer

Götzl: War er alleine, oder in Begleitung?

MS: Ob er mit seinem Bruder kam oder nicht, kann ich nicht genau sagen, ich bin mir nicht sicher.

Götzl: Von wem hat der Fischer geredet?

MS: Von 3 Leuten,es ging um Schlafplätze, mehr müssten wir nicht wissen.

Götzl: Wieso haben sie diese 3 ohne weiteres in die Wohnung gelassen?

MS: Da ich selbst in der rechen Szene war, er war ein Kamerad und ich stand auch schon 2 mal auf der Straße und da wurde mir auch geholfen. Und das war einfach ein Gedanke der Kameradschaft.

Götzl: Woher wussten sie das es Kameraden der rechten Szene gewesen sind?

MS: Er hat gesagt das es Kameraden sind.

Götzl: Beschreiben sie mir die rechte Szene als die dabei waren?

MS: Waren auf Konzerte, war in der Skinhead-Szene, Bomberjacke Springerstiefel eben, bis man sich später mehr auf die Politik hat konzentriert hatte,dann eben auf Demos gegangen. Es war eine reine Spaß und Partyszene, so bin ich da reingekommen.

Götzl: Zeitliche Einordnung?

MS: 1994/1995 wie ich halt meine Lehre in Selb gemacht habe.

Götzl: Wie kamen sie in die Szene?

MS: Durch Kai S..

Habe in einer Kneipe einen Skin kennengelernt und bin mit ihm zusammengekommen. Hab mich dann komplett angepasst, Kopf rasiert, hab mir eine Bomberjacke gekauft, Springerstiefel, bin eben wie alle rumgelaufen wie alle anderen auch. War ja auch ein paar Jahre mit dem Skin zusammen.

Götzl: Haben sie Namen von damals?

MS: Übernachtet hat einer Spitzname Manu, und E. (Andre E der hier angeklagt ist) hat bei mir geschlafen, hm überlegt. Ich glaube 1999/2000 war ich das erste Mal auf ner Mai Demo. Bin mit den Chemnitzer mitgefahren.

Götzl: Wen meinen sie mit den Chemnitzer?

MS: Den Starke,Lasch,Fischer… ich hab´s nicht so mit den Namen.Später sicher, aber bin total nervös.

Götzl: Dann stellen wir das zurück.Wie kam dass sie, sagten politisch entwickelt haben.

MS: Das hat man halt mitgemacht, Szene mäßig das sich alles so entwickelt. Ich kann mich erinnern, das die Leute nur Bescheid von Konzerten gekriegt haben, oder wenn mal Demos waren. Ich kann mich an 1.Mai erinnern, Gedenkmärsche einige, direkt ne Demo die angemeldet war, z.b 1.Mai Demo und die in Dresden war ich auch mal dabei, ich glaub 2003 oder so.

Götzl: Waren sie 1997/1998 noch in der Skinhead-Szene?

MS: Ja das würde ich so einordnen.

Ich erinnere mich das er (Max Florian Bu) bei mir war,er sagt ja aus dass er bei nem Konzert war, aber ich kann mir das nicht vorstellen,weil ich stinksauer gewesen wäre wenn jemand in meiner Wohnung ist, ohne dass ich das weiß.

Kann mich an Ärger nicht erinnern. Und ich hab sie zum 1.Mal in seiner Wohnung gesehen,also sie waren schon dort. Die Wohnung in der Limbacherstraße Nummer weiß ich nicht mehr.Die andere Wohnung auch nicht, da ich nur weiß das ich ab da sehr viel gearbeitet habe.

Götzl: Wo war ihre Wohnung?

MS: In der Bernhardstraße 11

Götzl: Wann haben sie die 3 zum ersten Mal in der Wohnung gesehen?

MS: Das war nicht lang,1-2 Tage.War komisch, haben einen friedlichen netten Eindruck gemacht, haben sich bei Max bedankt das sie hier schlafen dürfen. Dachte einen von den dreien schon mal in Jena in gesehen zu haben.

Götzl: Welchen?

MS: Keinen Namen habe,einer sah halt nett aus und einer sah böse aus und den Netteren hatte ich schon mal gesehen.War auch nur ein Gefühl,ein 1.Eindruck, der hat nie geredet,nur geguckt,der war mir halt nicht so sympathisch.

Götzl: Beschreibung?

MS: Der andere hat auch nicht viel geredet,aber er hat schon mal gelächelt und nicht mit Blicken durchlöchert hatte einem. Da war noch ein Mädchen dabei, die war mir sehr sympathisch,aufgeschlossen.Sie sei schon auf der Dienststelle konfrontiert worden,aber ich konnte keine Namen nennen.

Götzl: War das Mädchen Frau Zschäpe?

MS: Ich habe sie nicht wiedererkannt Ich hab sie klein in Erinnerung,Lockenkopf,bissl piepsige Stimme.Niedlich auf ihre Art.Ich glaub sie war so groß wie ich 1,63 m dunkle Haare.

Götzl:Und die Männer?

MS: Größer als ich, schlank ob sie Haare auf dem Kopf hatten weiß ich nicht mehr. Der eine den ich als nett bezeichnet habe,der hatte für eine männliche Person eine piepsige Stimme.

Götzl: Kleidung der Männer?

MS: Nichts auffälliges.

Götzl: Wann sie in der Wohnung mit gewesen sei.

MS: Ja weil der Max Sachen holen wollte, ich sollte erst mal gar nicht mit, weil ich nicht wissen sollte wer da ist,aber ich habe gesagt ich weiß es eh, dann kann ich doch mit.

Götzl: Wie lange waren die dann in der Wohnung?

MS: Kann es nicht genau sagen weil ja der Max ausgezogen ist und ich ab da nicht mehr weiß. Ich gehe davon aus von 6-8 Wochen.

Götzl: Hat Max Florian Bu. durchgängig bei ihnen gewohnt?

MS: Ja

Götzl: Zum Zeitpunkt des Auszuges waren die 3 noch bei ihm?

MS: Ja

Götzl: Und danach?

MS: Keine Ahnung,keinen Kontakt mehr zu ihm hatte.

Götzl: Wann war Max Florian Bu in seiner Wohnung?

MS: Ab und zu mal um Sachen zu holen,er war ja der Hauptmieter.

Götzl: Wie oft haben sie die drei noch gesehen?

MS: Nach der Arbeit mal dort geklingelt,Kaffee getrunken und eine geraucht, musste dann nach Hause weil ich zur damaligen Zeit einen Hund hatte,ich habe gesagt es waren 5 mal, aber das hatte ich geschätzt.

Götzl: Wann genau?

MS: 1 mal beim Kennenlernen,1 mal als Frau Zschäpe üble Bauchkrämpfe hatte, AOK Karte gegeben hatte,damit sie zum Frauenarzt gehen konnte, 1 mal wegen der Passabholung in Chemnitz, 1 mal mit ihr (Beate Zschäpe) reden weil ich mit Max reden wollte, weil wir schon Stress hatten, 1 mal mit Frau Zschäpe geredet weil ich wollte das sie mit Max redet, da was klar stellen wollte.

Götzl: Jetzt machen sie doch scheinbar eine Zuordnung Frau St.? Sie sagen Frau Zschäpe? Warum sagen sie Frau Zschäpe?

MS: Weil man es mir so eingeredet hat, dass die Frau von heute die von damals ist.

Götzl: Ich habe ihnen das nicht eingeredet, wer denn dann?

MS: Von der Polizei die ist davon ausgegangen worden das die Frau es ist.Es ist die Frau die auch in der Presse stand.

Ich hab in Erinnerung noch, das sie so komische Würfel gebastelt haben für so ein Spiel.

Götzl: Zeitliche Einordnung?

MS:Schwierig..

1.)AOK Karte,2)Ausweis,Würfel mittendrin,3)wegen Max,4)weil ich mit dieser Frau reden wollte.

Götzl: Namen?

MS: Wird sicher so gewesen sein das sie sich mit Namen vorgestellt haben.Aber ich kann mich nicht sagen, sie hätten gesagt ich heiße Uwe ich heiß Uwe ich heiß Beate.

Götzl: Und an das erste Treffen?

MS: Kann mich nur erinnern, das wir reinkamen, uns angeschaut haben und ich dachte, der eine kommt mir bekannt vor, aber schwierig hab keine Bilder dazu.

Hab ihn nicht darauf angesprochen,war ne komische Situation.Wir waren ja mit den Chemnitzer öfter in Jena bei Partys wo wir eingeladen waren.

Dieser hatte ein braunes Hemd, schwarze Hose und eine Krawatte hatte,deshalb ist er mir aufgefallen.Wir waren in irgendeinem Club,haben irgendwo übernachtet und wild rumgefahren, ich weiß gar nicht wo und warum kam auch sein, das die Party ausgefallen ist.

Götzl: Haben sie nicht versucht mehr über die 3 zu erfahren?

MS: Ich gar nicht, weil man uns gesagt hat man brauche nicht mehr zu wissen.Es waren eh viele Gerüchte im Umlauf,das die 3 aus Jena sich in Chemnitz versteckt haben.Gerüchte das sie eine Hakenkreuzflagge über die Balkonbrüstung gehängt hatten, oder eine Puppe mit einem Judenstern an einer Autobahnbrücke gehängt hätten, oder eine Garage in die Luft gejagt hätten wegen Beweismaterial vernichten.

Götzl: Welche Szeneleute haben das gesagt?

MS: Keine Ahnung, wenn der Buschfunk funktionierte ….

Götzl: Wann?

MS: … wenn ich es nicht genau weiß, möchte ich es jetzt nicht einordnen, will keine Zahl sagen.. ( Blickt zu ihren Rechtsanwalt)

Götzl: Ihr Rechtsanwalt wird es nicht wissen,er war ja damals nicht dabei..

MS: Vor der Ausweisabholung.

Götzl: Welche Informationen hatte Max Florian Bu.?

MS: Zu der Zeit als wir zusammen waren sicher nicht mehr als ich.Danach weiß ich nicht, da wir nicht mehr zusammen waren, er wird sich öfters gesehen haben da sie ja bei ihm wohnten.

Götzl: Haben sie nicht über sie geredet?

MS: Nur Unterhalten haben das die Leute nett sind,und das wir keinen Fehler gemacht haben.Max war öfters da,auch alleine da ich ja arbeiten auch musste.

Götzl: Was haben sie da erfahren?

MS: Dass sie sich draußen frei bewegten, alleine einkaufen gehen, das sie weiter an ihren Würfeln feilen Stäbchen sägen…Alles was ich über das Spiel kenne weiß ich aus den Medien.Ich kenne es nur im Rohzustand, sie haben gesagt, das sie an einem Spiel basteln, aber da ich mich nicht für Spiele interessiere, hat mich das auch nicht interessiert.

Dass sie Termine ausgemacht haben zum telefonieren in Telefonzellen, das hat er mir gesagt.

Götzl: Worum ging es?

MS: Ich habe nur mitgekriegt, dass Termine ausgemacht haben,um zu telefonieren,ich kann nicht sagen ob es Freunde oder Verwarnte waren.

Es ist für mich sehr schwierig, weil ich ganz viel im Internet gelesen habe, und nicht weiß was war und was ich von dort habe.

Einmal wo ich vor Ort war, „Ich muss jetzt los,Telefonat“.Keine Ahnung.

Götzl: Wer?

MS: Einer von den 2 Männern.

Götzl: Worum ging es?

MS: Es sollen wohl Pässe besorgt werden,dass sie ins Ausland können.Das sie wohl einen an der Hand gehabt haben,aber das war wohl zu billig und ist davon ausgegangen das es ne Falle ist.

Pause bis 14.35

Götzl: Wir waren beim Telefonieren/ Pässe…

MS: Es wurden ja dann direkt bei der Stadt Chemnitz Pässe beantragt…

Götzl: Nochmal zurück zum Telefonieren, können sie das näher erklären?

MS: Kann ich nicht, war nur einmal dabei, haben Zeiten ausgemacht, weil ja Handys abgehört werden.Ich hab auch nicht nachgefragt, weil es mich nicht interessiert hat.

Götzl: Nur einmal erlebt?

MS: Ja

Götzl: Und die Pässe beantragt?

MS: Habe von der Beantragung nichts mitbekommen,wurde gefragt ob ich einen abholen kann, und das habe ich dann auch gemacht.

Götzl: Wer hat gefragt?

MS: Keine Ahnung, das kann nur der Max gewesen sein oder das Trio.Weil kein anderer Bescheid wusste.

Ich bin mit dem Steinmetzauto von Max hin.Dachte schon,was ist wenn was schief geht,und da wurde sich die Ausrede ausgedacht,dass mir jemand auf dem Parkplatz Geld angeboten hat und,dann bin ich rein, hab was unterschrieben und hatte einen Ausweis in der Hand.

Max Ausweis mit einem Foto von einem der beiden Uwes drin.Gunnar Fischer, kann ich mich nicht erinnern welches Foto drauf war.

Götzl: Wie geht das? Also die Ausweisabholung?

MS: War so aufgeregt, dass ich gar nicht genau weiß, nehme aber an das ich ne Vollmacht dabei hatte, hab was unterschrieben und bin raus und hab diesen in die Tasche gesteckt und bin mit Max zu denen in die Wohnung.

Götzl: Für wen war der Ausweis?

MS: Keine Ahnung.

Götzl: Wem übergeben?

MS: Das weiß ich auch nicht mehr.

Götzl: Dafür was bekommen?

MS: Nein, ich hätte ja nicht damit gerechnet dass das so funktioniert.Ausrede vorher ausgemacht, was macht man wenn die Polizei kommt. Die Idee kam nicht von mir, sondern von einem der 2 Männer.

Götzl: War Max Florian Bu dabei?

MS: Ja, der ist ja auch das Auto gefahren.

Götzl: Wenn es Schwierigkeiten gibt, hätten sie dann jemanden informieren sollen?

MS: Hab ich auch nachher gedacht, da haben wie sicher was ausgemacht.Die drei saßen ja in Max seiner Wohnung also muss man sich ja drüber unterhalten haben.

Ich weiß ja nicht,was passiert wäre wenn es schief gegangen wäre.

Götzl: Welche Art Ausweis war es?

MS: Personalausweis

Götzl: Und hat jemand dann was gesagt?

MS: Ich glaube weil man einen Personalausweis braucht um einen Reisepass zu bekommen.Sie wollten ja ins Ausland, sowie ich mich erinnern kann nach Amerika und dafür braucht man Pässe.

Götzl: Wurde darüber gesprochen? Sie sprechen in Passivform, es wirkt immer so als wollten sie nicht reden.

MS: Wenn ich´s aber nicht weiß…

Götzl: Sie wissen ja schon immer recht viel Frau S… aber ich muss immer nachfragen.

MS: Beantragung des Passes habe ich nicht mitbekommen und das war wohl so eine Art Test ob es funktioniert und kurz danach war ich ja nicht mehr mit Max zusammen, und da kann ich jetzt gar nichts sagen. Ich weiß es nicht.

Götzl: Auslandspläne? Amerika?

MS: Ich hab das in Erinnerung muss aber ja nicht stimmen.

Götzl: Mit wem haben sie denn gesprochen?

MS: Ich habe meist mit der Frau gesprochen, Männer waren immer mit im Raum.

Götzl: Wie groß war die Wohnung?

MS: Küche/Wohnzimmer in einem, Bad, links kleines Schlafzimmer, der eine hatte immer kritisch beobachtet, der andere ziemlich locker, der hat auch einen Spruch gemacht.

Götzl: Hat man ihnen Fotos gezeigt, jemanden wieder erkannt?

MS: Mir wurden zur Vernehmung die Fotos vorgelegt, und ich habe sie überhaupt nicht wiedererkannt.Erst als mir gesagt wurde worum es ging,hab die Personen nicht erkannt, die Namen nicht, hatte keine Ahnung. Durch die Presse erfuhr ich das auch Johannstädter auch mit drin hing.

Götzl: Stichwort Bauchkrämpfe?

MS: Erinnere mich, die Frau lag total verkrampft auf dem Sofa und hat geweint und hab gesagt: „dann geh doch zum Frauenarzt und lass dich anschauen“.Ich hab keine Erinnerung ob ich das vorgeschlagen habe. War ausgemacht das die AOK Karte in meinem Briefkasten liegt, wenn sie sie nicht mehr braucht.Und da lag sie auch nach ein paar Tagen. Ich weiß nicht mehr was dort raus gekommen ist, weil es kurz bevor der Max sich von mir getrennt hatte.

Götzl: Risiko gewesen?

MS: Ich geh nie zum Frauenarzt, deshalb keinen Kopf gemacht.

Götzl bohrt weiter nach…

MS: (aufgebracht) Ich belaste mich ja hier schon genug, es ist vorbei es macht ja keinen Sinn was zurückzuhalten, ich weiß es nicht mehr.

Dann gibt es eine 10 Min Pause da Frau S.weint.

MS: Ich denke mal sie wollen von mir hören ob ich weiß was das für ein Spiel das war.

Nein ich habe erst danach erfahren. Dass sie ein Spiel basteln was sie in der Szene weiterverkaufen wollen, das wusste ich. Mich hat´s nicht interessiert.

Götzl: Wovon haben die 3 denn gelebt?

MS: Das habe ich mich dann auch gefragt als ich beim Verhör saß. Aber dazwischen war das ausgeblendet, das Ganze hat keine Rolle in meinem Leben gespielt. So dass ich dachte, ich muss mir das nicht übelst einprägen. Kein Geld von mir und Max, dachte das die Telefonpartner sich darum kümmern sich.

Dann wollte ich mit Max reden, der hat sich verleugnen lassen und am nächsten Tag nach der Arbeit bin ich nochmal hin und hab gesagt sie soll mal mit ihm sprechen, damit er auf mich zukommt.

Sie hat gesagt das sie sich da nicht mit reinhängt und das ist ein Ding zwischen mir und Max.

Götzl: Letzter Kontakt zu den 3?

MS: Das könnte der letzte Kontakt gewesen sein.

Götzl: Einzelne nochmal gesehen später.

MS: Nach meiner Erinnerung nicht.

Das war bei der Vernehmung sehr kurios weil ich die Nummer erst seit 1999 habe

und kann ich sie ihnen nicht 1998 gegeben haben.Ich hab den Zettel gesehen das ist meine Schrift,aber ich habe ihnen aber nicht gegeben.

Götzl: Haben sie Adressen oder Telefonnummern weitergegeben?

MS: Adresse wussten sie, waren ja mit Armin da, haben ja die AOK Karte eingeworfen,Handy hatte ich noch nicht, Handys werden abgehört.Das war bekannt in der Szene wenn Konzerte kommuniziert werden sollte usw.

Das wussten wir dass Handys abgehört.werden und die Standorte festgestellt werden, da hat man gar nichts erzählt.

Er hat sich verleugnen lassen, weil er meinte, ich wäre fremdgegangen.

Zwei Tage später stand der Max bei mir in der Küche mit einer Waffe und meinte: Du weißt schon was mit Verrätern passiert?

Ich hab ihn der Küche verwiesen und ihn seitdem nicht mehr gesehen.

Irgendwann 2000 stand die Kripo Thüringen bei mir auf der Arbeit, da hab ich den Max angerufen, da hat er wohl schon in Dresden gewohnt. Der wollte nicht am Telefon reden, er kam dann nach Chemnitz haben einen Kaffee getrunken, und hab gefragt ob die noch da sind. Er , Nö die sind schon lange im Ausland.

Kripo Thüringen, es durfte keiner mehr telefonieren, auch keiner ran gehen, ich wurde auf Demo angesprochen wo ich ein Plakat hielt.

Eine Fotomappe wurde mir vorgelegt, ohne dem Trio. Nur meine Wohnung Kripo Live sucht Leute und Anwohner haben behauptet das die Leute bei mir wohnen würden.

Götzl: Welche Leute?

MS: Das wusste ich ja auch nicht, müsste lügen, musste einen Bekannten vor seine Türe locken, die haben sie dann die Kleidung runter gerissen weil sie seine Tätowierungen zu checken,weil sie ja Bilder dazu hatten. Nichts gefunden hatten was sie wollten, sind dann wieder weg.

Keine Ahnung ob das mich mal gefragt den 3 Personen gefragt hat.

Götzl: Und zu Andre E.?

MS: Andre E.ist mit mir in die Schule gegangen, hat bei mir in Chemnitz gewohnt, weil er eine Freundin in Chemnitz hatte. Dann hat sich das auseinander gelebt. Bis kurz vor der Trennung übernachtet.

Götzl: 1998 noch?

MS: Ja Ja, Irgendwann durfte er bei seiner Freundin übernachten, die hat noch zu Hause gelebt und ging es doch das er bei ihr schlafen durfte. Ihre Eltern hatten es dann doch erlaubt.

Seine Familie in Georgenstadt, so gut kenne ich die gar nicht. Hat einen Zwilligsbruder Mike, hat mehrere Geschwister. Er war ja einige Stufen unter mir,da war er ja auch eher uninteressant. War eine Weile weg, Lehre, war auch ein Glatzkopf, Bomberjacke Springerstiefel, er war auch eine Person die mich aufgenommen hatte, als ich zweimal auf der Straße stand.

Da haben mir er und sein Bruder geholfen.

Götzl: Wann war das?

MS: 1995 oder 1996, bin ich bei meinen Eltern raus geflogen.

Götzl: Andre E. beschreiben, Verhalten?

MS: Ganz normal,Was ihn charakterisiert hat, das er jedes Fettnäpfchen mitgenommen was man mitnehmen konnte.

Götzl: Haben sie Andre E. wegen den 3 was erzählt?

MS: Ich habe die Wohnung und das Trio vor Andre E. geheimgehalten.

Götzl: Was hatten die 3 in der Wohnung?

MS: Eingeprägt hat es sich bei mir ein Funkgerät womit sie die Polizei abhören konnten, eine Waffe hatte ich definitiv nicht gesehen.Ich fand es eher lustig, war ein guter Gegenzug weil ich wusste das wir abgehört wurden.Von mit hat Frau Zschäpe nur die AOK Karte.

Götzl: Kennen sie H.Gerlach,Ralf Wohlleben,C.Schulze?

MS:Neeee..

Erster Teil Ende um 16.05

Ich danke auch dem http://juergenpohl.wordpress.com/

Zwei Fragen was mich seit heute beschäftigen wird.

Ab morgen und übermorgen kommt der Nachtrag auf die letzte Woche, und was diese Woche bisher passiert ist.
Heute waren zwei ganz interessante Themen am OLG.
Die Fragen die sich stellen sind folgende. ..
Das Wohnmobil das in Heilbronn zum Einsatz kam wurde offiziell vom 16.4.2007 bis zum 19.4.2007 angemietet. Das interessante dabei ist, das der Mord und der versuchte Mord an der Polizistin Kiesewetter und an Polizisten Arnold am 25.04.2007 passierte. Was passierte in der Zwischenzeit? Das Wohnmobil wurde verlängert. Also kann man dann nicht davon ausgehen das Kiesewetter ein Zufallstreffer war wie uns die Anklageschrift glauben schenken mag. Wurde der Tat vielleicht schon eher geplant zwischen dem 16.4 und dem 19.4.2007? Irgendwas muss da passiert sein, um es dann erst genau 6 Tage später es zu verüben. Bis heute ist ja jedes Motiv unklar. Und auch die Zwei Täter Theorie kann man nicht länger aufrecht erhalten.
Nichts desto trotz will uns der Bawü Innenminister Gall dies immer noch als die wahrscheinlichste Theorie weiß machen. Mal sehen was in der nächsten Zeit da noch passiert. Ein Untersuchungsausschuss wie in Thüringen wäre von Nöten.

Nächster Fall, heute die Waffenbeschaffung von Andreas S. an Ralf Wohlleben. Wie heute der Zeuge ein Kriminalbeamter aussagte wurde die Waffe ohne Schalldämpfer übergeben. Das ist in der Anklageschrift eine ganz wichtiger Punkt. Andreas S. konnte nicht eindeutig eine Ceska erkennen. Er sagte es wäre eine Osteuropäerische Waffe gewesen mit tschechischen oder kyrillischen Buchstaben gewesen. Dabei wären 50 Stück Munition aus Messing.
Der Abholer der Waffe wäre der Carsten S. gewesen. Und wie bei einem anderem Verhör ( Frank L.)war auch diesmal ein Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten erstaunlicherweise dabei….

Weitere Informationen kommen die nächsten Tage. Also gespannt bleiben, ich bin es auch…

Wortprotokoll zum 84.Prozesstag Andre Kapke

 

Einer der interessantesten Figuren des Thüringer Heimatschutzes ist Andre Kapke.

Er wird jetzt zum zweiten Mal beim OLG in München vernommen, und wieder in erkennbar, das es an eine Aussageverweigerung hinausläuft.

Andre Kapke gilt ja für die Bundesanwaltschaft als aus ermittelt,wo sich bestimmt jeder im Gerichtssaal fragt warum das so ist. Da er bei einem Arbeitsunfall eine Kopfverletzung zugezogen hat,die sein Erinnerungsvermögen trübte seitdem. Was im Prozess sehr als Vorteil herausstelle. Wie man ja durch das Wortprotokoll eindrucksvoll bewiesen wird.

Trotzdem ist es sehr interessant, das Andre Kapke auf seinem deutsches Profil bei Facebook als „ Gefällt mir“ angeklickt hat. Nämlich die Rechtsanwaltskanzlei von Steffen W. Hammer.

Das interessante dabei ist, das Steffen Hammer die Band Noie Werte als Sänger begleitete. Diese Band

untermalte das erstes Bekennervideo der NSU mit dem Lied „Am Puls der Zeit“ und „Kraft fürDeutschland“. Steffen Hammer arbeitete in der gleichen Kanzlei in Stuttgart und Rastatt wie Nicole

Schneiders die jetzt im Prozess Ralf Wohlleben verteidigt.

Was ich mich bei der zweiten Einvernahme gewundert habe war, das er immer beteuert hatte Frau Böhnhardt nur kurz gesehen zu haben zu wollen. Frau Böhnhardt hat in ihrer Einvernahme gesagt

das sie einmal zu Andre Kapke gegangen sein, weil er der einzige der damals einen Führerschein ein Auto besessen.Deshalb sollte er auch ihren Sohn holen als dieser bei einer Druckerkolone an der Französischen Grenze gearbeitet hatte, und nicht mehr Heim kommen konnte, weil man ihm alles

abgenommen hatte.Er hatte sich Geld geliehen um zu Hause anzurufen. Daraufhin ist Frau Böhnhardt zu Andre Kapke gegangen und gab ihm Tankgeld um das er ihren Sohn zurückzuholen.Bin neugierig ob es noch jemanden auffallen wird!!

Nun zur Einvernahme Andre Kapke am 5.2.2014 der mit seinem Rechtsbeistand Rechtsanwalt Waldschmidt erscheint.

Nach der Belehrung durch Götzl, wird Kapke nochmal gefragt ob dieser alles verstanden hat, dies

bejahrt er und es kann losgehen.

Götzl: Wie er von der Flucht Uwe Mundlos Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt erfahren hatte?

Kapke: Am Morgen hatte der Uwe Böhnhardt angerufen, ihm gesagt das eine Hausdurchsuchung

stattfindet bei ihm, und das er bei der nächsten Möglichkeit ins Auto steigt um wegzufahren. Wie

das dann genau es ging, dazu hatte er keine Erinnerungen mehr dazu.

Wiederholt, er hat mich angerufen, und dann bin ich zu seiner Wohnung die 200 m entfernt von

meiner ist hin gelaufen, und hab mit ihm vor dem Wohnblock geredet.

Götzl: Hat er was zu Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesagt?

Kapke: Daran kann ich mich nicht entsinnen, keine Erinnerung mehr dazu. Nur an den

Gesprächsverlauf, nur das wir uns getroffen haben.

Götzl: Und so Sinngemäß?

Kapke: Ich kann mich nicht entsinnen daran, Böhnhardt hat gesagt sobald er Zeit hat will er

losfahren.

Götzl: nachfragend …. sobald er Zeit hat??

Kapke: Sobald er die Möglichkeit hat sagte er, Lacht, keine Ahnung, Ich kann nicht sagen. Hab nicht

damit gerechnet das er sich absetzen wird. Normalerweise wäre eine Wohnungsdurchsuchung bei

allen gewesen. Diesmal nur bei Uwe Böhnhardt. Wenn er nicht 150 – 200m weit weg gewohnt hatte,

wäre ich vielleicht nicht hingegangen.

Götzl: Hat ihnen Böhnhardt gesagt dass Sie kommen sollen?

Kapke: Das kann ich nicht mehr sagen. Wenn ein Freund eine Hausdurchsuchung hat, die nicht

unoft vorgekommen ist. Normalerweise war die dann bei allen was mich noch sehr gewundert hatte.

Hausdurchsuchung hat ne gewisse Art von Repression dargestellt und da ist man eben

gemeinschaftlich betroffen, da die meisten Durchsuchungen ja auch nicht nett abliefen.

Lacht wieder dabei.

Götzel: Mit scharfen Ton, wenn man was damit zu tun hat,ist man natürlich betroffen. Aber das

müssen sie mir bitte mal erklären.

Kapke: Naja ist eine Art von Drangsalierung gewesen,ist ja auch ganz dienlich wenn man einen

Zeugen dabei ist. Denn die Polizei hat sich ja auch nicht oft gesetzestreu verhalten.

Götzl: weiter so scharf. Haben sie sich als Zeuge gemeldet? Wenn ja dann können wir ja diesen

Aspekt fallen lassen. Also warum?

Kapke: Eiert rum, Ich glaube, ich war nicht bei ihm oben in der Wohnung. Ich weiß nicht mal

warum,ich erinnere mich nur daran,das ich da war, wusste nicht mal an die Uhrzeit. Dies könnten

wir jetzt 10x machen, aber ich erinnere mich nicht daran.

Dann lacht Kapke und meint, sie können mir gerne ein paar Satze vor formulieren , die lese ich

dann vor…..

Götzl: Ich frage einfach nach! War Uwe Böhnhardt alleine bei ihnen?

Kapke: In meiner Erinnerung ja.

Götzl: Polizei war wo?

Kapke: Die standen an der Garage.

Götzl: Wie lange dauerte das Gespräch zwischen Böhnhardt und ihnen?

Kapke: Ich kann es nicht sagen, er hat gesagt das er mal wegfahrt. Lacht.

Mehr weiß ich auch nicht. Lacht. Was soll ich da bitteschön machen?

Ist ja auch nicht gestern gewesen, Götzl fallt ihm ins Wort, worauf Kapke wieder sagt ich kann es

ihnen nicht genau sagen, hab da keinen Bezug dazu.

Das war halt klar, das sie dann weg sind.

Götzl: Sie hatten ja dann Kontakt, mir fehlt das Zwischenstück.Frage ja deshalb. Haben ja bei der

Vernehmung bei der Polizei ausgesagt das sie Kontakt haben?

Kapke: Hab eigentlich nie bei der Polizei Aussagen gemacht, außer da hm kann ich nicht genau

sagen.

Götzl: Vorhalt, haben sie noch Kontakt gehabt wird er gefragt? Antwort, dazu mochte ich nichts

sagen. Ab 1998 keinen Kontakt mehr.

Götzl weiter was ist nun laut ihrer Aussage bei der Polizei hier falsch war.

Kapke: kommt ins schwimmen, ähm war ja nichts ah falsch. Er beratet sich kurz mit seinem

Rechtsanwalt Waldschmidt , darauf sagt er ah ich hab ja nichts falsches ausgesagt.

Götzl: Will es genau wissen um was es eben in der Unterredung mit dem Rechtsanwalt

Waldschmidt ging. Deshalb die frage, Inhaltlich?

Kapke: Herr Waldschmidt hat mich nur beraten. Ich habe nicht vor dem BKA falsch ausgesagt.

Ah .. es ist so ab 1998 hatte ich keinen Kontakt mehr.

Götzl: War das nicht im Jahr 2000? Na ja warum sollten sollten sie nichts sagen?

Kapke: Ich hatte natürlich auch mich mit meinem Rechtsanwalt geredet, und der hatte auch gesagt

solange nichts konkretes im Raum steht, da ist man ja auch auf eine Art ein Beschuldigter.

Gützl: Entgegnet ihm mit, Verpflichtung zur Wahrheit

Darauf will er wissen wie es später zu der Kontaktaufnahme kam.

Kapke: Ich habe da keine konkreten Bilder vor Augen, ich weiß nicht, eiert wieder rum, ich hab

ihnen schon gesagt, ich weiß nicht mehr welche Telefonzellen das waren.

Es kann durchaus sein dass der Uwe mir beim wegfahren gesagt hat, ich kann es echt nicht sagen.

Es gab halt diese Telefonate, und dann wurden vielleicht die nächsten wieder ausgemacht.

Die Telefonzellen haben wir dann im Vorfeld benutzt wenn wir wieder was geplant hatten oder so.

Götzl: Wie er erfahren hat das sich Uwe Mundlos und Beate Zschäpe mit angeschlossen hatten?

Kapke: Keine Ahnung.

Götzl: Das nächste Ereignis an das sie sich erinnern können?

Kapke: Ich kann es Ihnen nicht mehr, Lacht, ich kann es nicht andern.

Götzl: wieder mit scharfen Tonfall, sie müssen mir ja sagen können, wann der nächste Kontakt

stattgefunden hat?

Kapke: Kann ihnen nicht mal mehr den nächsten Anruf sagen, es muss so gewesen sein. Ich kann

mich daran nicht erinnern. Lacht. Ich selber hab es versucht.Lacht. Ich weiß es nicht. Dann kommen

unvollständige Sätze lachen und sehr dreiste Lugen.

Götzl: Sie haben diesmal wie auch das letzte Mal gesagt, das sie eventuell bei diesem Gespräch die

nächste Kontaktaufnahme vereinbart hatten?

Kapke: dazu nichts detailliertes sagen, klar war auch das Thema Szene, keine Erinnerung weiter.

Götzl : Scharf, Sie waren da Uwe Böhnhardt will fliehen, da stellen sich doch Fragen. Welche?

Kapke: Sicher. Kann ich nicht sagen.Ich wusste zu keinem Zeitpunkt wo sie waren. Ich hatte es

auch nicht wissen wollen.

Götzl: Vorhin Zeuge bei der Durchsuchung und jetzt? Wie war die Interessenlage hier?

Kapke :Wohnung oder eine Unterkunft war nie Thema in Deutschland. Einmal ging es um

Südafrika,daran kann ich mich erinnern. Aber nicht in Deutschland.

 

Götzl : Thomas Rothe?

Kapke : Kann ich nicht sagen.

Götzl: Wohnung in Chemnitz Str waren sie dort?

Kapke: Nee, ich war eigentlich nicht, mal nur mal auf Konzerten in Chemnitz, vielleicht einen

Spitznamen?

Götzl: Max Florian Burkhardt,Wohnung Limbacher Str. in Chemnitz?

Carsten Richter? Wohnung Altchemnitzer Str?

Kapke : Ich bin mir eigentlich relativ sicher, das ich in Chemnitz zu Konzerten war ja, aber

Wohnungen nicht so. Gartenkneipen Wohnungen nicht, neee

Götzl : Nun gut, haben sie mal Geld überbracht?

Kapke : Kann ich nicht mehr genau sagen.

Götzl : Geld bei Frau Böhnhardt abgeholt?

Kapke: Kann ich nicht mehr genau sagen, keine Erinnerung daran.

Götzl : Liest ihm aus einem Vorhalt aus der Vernehmung von Frau Böhnhardt vor.

Kapke : Kann ich mich nicht erinnern, das wir großartigen Kontakt hatten.

Götzl : Wie wurden Verabredungen getroffen?

Kapke: Keine Ahnung. Wir hatten auch mal ne Art Dechiffriertabelle, wo wir über das Handy

Datum und Uhrzeit eingegeben haben. Lacht und sagt solange ist das her.

Götzl : Das letzte Mal haben sie gesagt drei bis fünf mal telefoniert hatten?

Kapke : Ich wurde es ja sagen, aber ich weiß es nicht.

Götzl : Warum haben sie mir denn das letzte mal nicht die Abfahrt des Uwe Böhnhart geschildert?

Also muss ich davon ausgehen das ich immer die Umstände erst beim Nachfragen erfahren werde?

Kapke: Lacht,man liest mal Sachen, dann kommt wieder was so gewesen sein konnte. Kann nicht

sagen vermischt sich mit dem was ich im Schäferbericht gelesen habe. Manches gibt dann Sinn.

Götzl : Worum ging es in den Telefonaten?

Kapke : Lacht keine Ahnung.

Götzl : Ich will nochmal auf die Passe eingehen. Können sie mir sagen mit wem sie am Telefon

gesprochen haben?

Kapke : Ich nehme mal an dass es die sich um die Uwes gehandelt hatten. Es wird wohl so gewesen

sein, mit den Passen. Habe aber dazu keine konkreten Erinnerungen mehr.

Danach wird eine kurze Pause eingelegt.

Götzl :Für wen sollten die Passe denn besorgt werden?

Kapke : Na für die 3

Götzl : Irgendwelche Lichtbilder?

Kapke: Ja irgendwann kamen Lichtbilder, keine Ahnung. Wann ich dazu gekommen bin, Lacht,

habe es versucht, Lacht, die groben Ablaufe kann ich noch sagen. Aber die Details lacht

Erinnerungslücken. Diese fülle ich dann mit dem was mir logisch erscheint.

Passe, zuerst waren keine Lichtbilder da, das weiß ich ziemlich sicher, auch keine Namen dazu.

Und ich konnte nur diese leeren Passe kaufen. Ich weiß nur ich hatte die leeren Passe mit denen ich

nichts anfangen konnte.

Beim Telefonieren, nächster Termin wurden die Sachen übergeben, die Namen kann man auch am

Telefon durchgegeben haben, es ging darum ob dies möglich sei. Ich weiß das es relativ lange

gedauert hat. Der Typ hat dann pro Stuck ca. 1000 DM ausgemacht für die Blankopässe. Ich konnte

diesen Typen runterhandeln können das ich so 1000-1500 DM für gezahlt habe.

Dann meine ich das wir einen Termin vereinbart hatten, für die Übergabe der Passbilder usw.

Da hat der Typ gemeint er kann das nicht mehr machen, er müsse weg. Also ich weiß dies nicht

mehr genau.

Götzl : Wie sollte es weitergehen? Warum haben sie den Betrag bezahlt obwohl sie nicht das

bekommen haben was sie wollten?

Kapke :Hab erst mal das genommen, dann wird sich schon jemanden finden für den Rest.

Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach, nicht ? Lacht. Kann es nicht sagen ob

es 6 oder 8 Wochen waren. Keine Erinnerung dazu.

Ich weiß das ich mit Ralf darüber unterhalten habe und mit Brandt, aber nicht konkretes in

Erinnerung. Brandt hatte ja diesen Typen vermittelt.

Götzl : Haben sie das den dreien mitgeteilt?

Kapke : Keine Ahnung.

Götzl : Wie ging es dann weiter?

Kapke : Gar nicht, wusste nicht wen ich fragen sollte! Nehmen sie es mir nicht ubel, Lacht.

Götzl : Haben sie nicht mit ihnen gesprochen, ohne Details?

Kapke : Scheint logisch zu sein, aber weiß es nicht.

Götzl : Haben sie mal andere Gegenstande Kleidung oder ahnliches in Empfang genommen?

Kapke : Keine Ahnung. Schon überlegt, ich habe da nix. Ich wusste auch nicht mit wem ich da

drüber reden konnte um meine Erinnerungen aufzufrischen.

Götzl : Wer waren damals ihre engsten Freunde?

Kapke : Dieser Kreis und Herr Brandt. Mir wurde da nur einer sicher zum reden einfallen, aber der

ist ja grad lacht verhindert lacht wieder. Persönliche Kommunikation.

Götzl : Von wem wurde Ihnen Spitznamen genannt?

Kapke : Mit Namen können Sie mich jetzt traktieren, muss mir auch auf Arbeit jeden Namen

aufschreiben.

Dann will Götzl 20 Min Pause machen und Rechtsanwalt Heer bittet um 30 Min.

Er fuhrt aus das ihm zu Beginn der Hauptverhandlung ein Umstand aufgefallen sei, dies müsse er

mit seiner Mandantin bereden informieren und mit ihr beraten.

Es ginge um einen Befangenheitsantrag wegen Dr. Lang ein Senatsmitglied.

Dann wird die Mittagspause eingelegt und es soll um 13.00 Uhr fortgesetzt werden-

Nach der Mittagspause liest Rechtsanwalt Wolfgang Heer den Befangenheitsantrag vor.

Unmittelbar vor dem Beginn der Verhandlung betrat der Richter Dr. Lang den Sitzungssaal mit

einem Aktenordner HV NSU handschriftlich beschriftet. Er selber konnte seine Mandantin erst nach

der ersten Pause in Kenntnis setzen. Dr. Lang hat diesen Ordner selbst beschriftet oder von dritten

beschriftet worden.Da einer der zentralen Gegenstande der Untersuchung untersteht, muss

unparteiisch sein, darf sich nicht so verhalten als ware NSU bestehen und bereits erwiesen.

Normalerweise werden Ordner mit Namen gekennzeichnet. Dr. Lang macht sich eine massive

Vorverurteilung zu Nutze. Verfahrenseinstellung wegen dieser Vorverurteilung wurden beantragt

( Von Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben) und wurden abgelehnt.

Deshalb 1.) Namhaft machen der Richter, Prüfung der Besetzung des Senatsmitglieder.

Vor einer Stellungnahme Erklärung des Senats und der Nebenkläger rechtzeitig schriftlich

bekommen.

Die Verteidigung von Ralf Wohlleben und die Verteidigung Andre E. Schließt sich diesen Antrag an.

Götzl : Ist das vor besprochen? Weil Götzl den Verteidiger von Andre E. Nicht reden gesehen hat.

Darauf entgegnet E. Anwalt. Herr Heer wäre in der Mittagspause so freundlich mich darüber zu

informieren, das er dann seinen Mandanten Andre E. informieren konnte.

Darauf Götzl zur Bundesanwaltschaft die gibt eine Stellungnahme ab, und bittet um die Fortsetzung

des Gerichtes.

Dann kommt der Nebenkläger Anwalt Reineke zu Wort, Frau Zschäpe muss sich selbst außern. Es

ist nicht glaubhaft genug. Und auf allen Ordnern steht unten der Name NSU darauf.

Daraufhin macht Götzl nochmal eine 20. Min. Pause.

Nach den 20. Min. verspätet sich Rechtsanwalt Wolfgang Heer, und Götzel fragt mit einem

schmunzeln, ob Herr Heer nicht weiter an der Sitzung teilnimmt. Gelächter im Gerichtssaal.

Die Bundesanwältin Annette Greger weist den Befangenheitsantrag als unbegründet zurück und

weist diesen ab. HV NSU ist keine Vorverurteilung Prozessinhalt.

Begründung: Gründung und das bestehen des NSU und Beschriftung schlagwortartige Bezeichnung

des Prozessinhalt hat nichts mit einer Vorverurteilung zu tun.

Rechtsanwalt Heer beanstandet dies jedoch, beantragt einen Gerichtsbeschluss, worauf die

Verteidigung von Ralf Wohlleben diesen sich mit anschließt. Götzl macht darauf hin nochmal eine

10.Min.Pause.

Götzl : Verliest das der Antrag abgelehnt wurde, Grundsatz der Beschleunigung. Antrage und

Stellungnahmen sind zu unterbrechen.

Danach kommt andre Kapke mit seinem Rechtsanwalt zurück in den Gerichtssaal.

Götzl : Haben Sie mal irgendwelche Blätter bzw. eine Zeitung bekommen zum Geburtstag?

Kapke : Ja.

Götzl : Erzahlen sie bitte mal.

Kapke : Ich glaube es war zum Geburtstag 1998. Oder kann auch danach gewesen sein. Ich war

damals in Südafrika. Wie ich die bekommen hab, keine Ahnung.

Götzl : Blätter spater bekommen? Welcher Anlass?

Kapke : Keine Ahnung.

Götzl : Feier?

Kapke : Lacht wirklich. Die war von Jana (Apel) und Ralf (Wohlleben) gemacht. Vielleicht hat sie

Frau Apel gebracht.

Götzl : mit genervter Stimme, Inhalt der Blätter?

Kapke : Hab sie nicht mehr und ich hab sie mir auch nicht dauernd angesehen. War halt eine

sarkastisch ironische gemachte Geburtstagszeitung.

Götzl : Vom Inhalt gar keine Erinnerung mehr?

Kapke : Bisschen schon noch, so ne Art Lebensläufe drinnen, keine Ahnung. Witzig, satirisch

überspitze Geschichten.

Gotzl : Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt haben die ne Rolle gespielt?

Kapke : Sicher.

Götzl : Und Frau Zschäpe?

Kapke : Nicht 100% sicher aber ich glaube schon, wie genau kann ich ihnen nicht sagen, lacht

wieder, da müssen sie es mir zeigen. Dann …..

Götzl : Inwiefern kamen Sie drin vor?

Kapke : Lacht nur! Keine Erinnerung

Götzl : Wie haben sie darauf reagiert?

Kapke : Lacht, keine Erinnerung.

Götzl : Mit Jana Apel gesprochen?

Kapke : Keiner Erinnerung.

Götzl : Wohlleben?

Kapke : Hab sie aufgehoben, weil sie einen Stellenwert hatte.

Götzl : Welchen?

Kapke : Na den das ich sie aufgehoben habe bei meinen Büchern und Sachen eben.

Götzl : Haben Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt an der Entstehung teilgehabt?

Kapke : Nein da kann ist mir nichts….

Götzl : Wann kamen sie aus Südafrika zurück?

Kapke : So 2-3 Wochen später, lacht.

Götzl : Fragt nach wann er Kapke Geburtstag hat?

Kapke : 24.8 aber wie gesagt, lacht.

Götzl : Ralf Wohlleben Holger G. Tino Brandt Jana Apel waren mit dabei?

Kapke : Nö.

Götzl : War von einem Mario die Rede?

Kapke : Kann schon sein, Ja.

Götzl : Wer konnte das sein?

Kapke : Brehme, der mit dem ich bei der SA war.

Götzl : Nico? Sagt ihnen in Zusammenhang was?

Kapke : Nein!

Götzl : Nico Metze.

Kapke : No!

Götzl : Sonstige Erinnerungen?

Kapke : Ich hatte vor ein paar Monaten mal eine schlechte Farbkopie bekommen, hab nur kurz

drüber geschaut.

Götzl : Ist da auch von Politikern die Rede?

Kapke : Ja keine Ahnung, von Schröder und sonst keine Ahnung.

Götzl : Helmut Kohl?

Kapke : Helmut Kohl ja.. Bildcollage irgendwas mit Kohlköpfen.

Richter Dr. Lang holt eine Asservatentüte hervor.

Götzl : Wann ist das aufgefunden worden? Man sieht in den Leinwänden den Umschlag

Geburtstagsbild Extraausgabe Hersteller Wolle und Jana. Man sieht Mundlos Böhnhardt Zschäpe

mit dem Denkmal ist restauriert.

Götzl bittet Kapke nach vorne zum Richtertisch.

Dann liest Götzl einige Sachen vor. Ein Kopfbild sieht man wo dort steht Top Terrorist schwort

Rache, Bubis Kohl Godzilla Mona Lisa.

3 von der Tankstelle, Mundlos Holger G. Kapke, auf Frage von Götzl wo das Bild herstammt, sagt

Kapke keine Ahnung.

THS Carpe Diem Kapke erklärt dies wäre mal ein Zeitungsprojekt gewesen.

Dann liest ihm Götzl zwei Kontaktanzeigen vor die in der Geburtstagszeitung stehen.

Uwe 20 grad full verspreche Besserung Bierbrauer Chiffre 14/88

Uwe Sonnenbrillenfetischist Beruf Kofferbauer Chiffre 18/88

usw.

Götzl : Die Uwes stehen ganz oben, warum?

Kapke : Das jeder anders die Reihenfolge festgelegt hat, das ist doch lacht Unfug.

Götzl : Gesprächsthema Uwe Bähnhardt Uwe Mundlos Beate Zschäpe. Die Frage stellt sich jetzt.

Rechtsanwalt Waldschmidt : er soll zu Tatsachen aussagen.

Götzl : Wenn sie zuhören wurden.

Waldschmidt : Er hat ganz klar gesagt…

Götzl : Sie konnen wir gegebenenfalls später…

Gätzl : Die Schrift?

Kapke : Sieht aus wie die von Frau Apel.

Götzl : Kofferbauer?

Kapke : Persiflage auf die Bombenattrappe. War ja auch in der Presse noch ein Thema.

Satire war schon gängig, wir konnten gut über uns selber lachen. Das war nicht das Problem.

Gützl : Top Terrorist beim Ausspähen seiner Opfer?

Kapke : Persiflage!

Götzl : Bei Bubis? Ein Bild Zeigt Kapke auf frischer Tat ertappt beim Fotografieren. Bubis als

erster auserkoren als einen der ersten, den er brutal ermorden wollte.

Kapke : Überspitzt dargestellt, weil er hatte mal einen Vortrag in Jena gehalten. Fa haben wir gesagt

das wir mal eine Gesprächsrunde machen wollen. Sein Büro hatte aber abgelehnt.

Götzl : Die 3 von der Tankstelle. Umfunktionierung des KZ Buchenwald in Gas.- Tankstelle.

Götzl : Was bedeuten die Chiffren?

Kapke : Zahlen geistern durch die Medien, die 88, das nimmt man auf, ist ne Verarsche.

 

Götzl : Demofoto: Kapke der meist gehasste Mensch. Unterstutzer formieren sich im THS, Vorsicht

für Bubis und CO.!

Götzl : Gab es in Gruppe Diskussion über Gewaltanwendung?

Kapke : Man musste mit Angriffen aus linker Szene rechnen, klar, haben

diskutiert darüber. Nie wurde gegen ermittelt links, deshalb klar wurde

diskutiert.

Götzl : Wer hat welche Position vertreten?

Kapke : Klar gab es konkrete Planung etc. aber keine Erinnerung dazu.

Klar gibt Leute, die sagen, wir müssen Zellen bilden usw. aber war keine

Diskussionsgrundlage!

Go: und die beiden Uwes?

K: Nein, keine Erinnerung. Zellenbildung, Ausüben von Gewalt kein Thema. Die Zeitung ist aus

der Zeit wo lacht THS ermittelt wurde, überspitzt.

Götzl : Wer hat die Blätter gesehen? Holger G.? Carsten S.?

K: Keine Erinnerung.

Götzl : Kennen Sie Andre E.?

Kapke : Nein.

Götzl : Gar nicht?

Kapke : ich meine nicht, vielleicht seinen Bruder meine ich mich zu erinnern.

Danach ist mal Pause 10 Min. angesagt.

Götzl : Zahlen 88, 18, heißt?

K: Heil Hitler, A. Hitler usw.

Danach übergibt Götzl das Wort der Bundesanwaltschaft ab.

Greger: Gab es Mittwochsstammtische?

Kapke : Jeder der Lust hatte aus Süd-/Ostthüringen kam konnte daran teilnehmen.

Greger : Führung der Kameradschaft Jena?

Kapke : Gab es nicht, gemeinschaftlich Entschieden, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos,Ralf

Wohlleben, Holger G. , ich.

Greger : Gab es Führungszirkel?

Kapke :Gab kleiner Kreis von aktiven Leuten, die immer was gemacht haben.

Greger : Waren Sie beteiligt am Ausspähen einer Polizeidienststelle?

Kapke : Naja, Tor offen, rein.Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und mmmm.

Greger : Wann? Akte Jan. 97 Flugblätter verteilt? Inhalte?

Kapke : Lacht gute Frage lacht…

Greger : Gegen Ausländer?

K: Gegen Ausländer ist relativ. Ja, kritisch.

Greger : Wurde Nationalsozialismus bewundert?

Kapke : Lacht man musste sich ja auseinandersetzen, kamen ja

immer nur Argumente die auf die Vergangenheit bezogen waren.

Greger : Mich interessieren Diskussionen zwischen Ihnen, Uwe Mundlos , Uwe Bohnhardt, Beate Zschäpe.

Kapke : Keine Erinnerung.

Greger : Keine Erinnerung?

K: nicht explizit. Normal, dass man diskutiert, muss man ja, aber keine Erinnerung.

Dann hat der Bundesanwalt Jochen Weingarten das Wort.

Weingarten: Pogromly bekannt? Soweit waren wir letztes Mal schon. Mal gespielt?

Kapke : Hmmmmm ja, aber schon lange her.

Weingarten : Welche historische Auffassung im Spiel?

Kapke : Hm, schwer zu beantworten, hm, ja also da eher die schlechteren

Seiten des 3. Reiches verherrlicht. Was mir noch erinnerlich ist, ist dass die Bahnhofe durch KZs

ersetzt werden.

Weingarten : Können Sie sich an SS/ SA Karten erinnern?

Kapke : Ach so, ja klar

Weingarten : Wer hat Spiel gemacht?

Kapke : Schon die drei.

Weingarten : Ohne Diskussion mitgespielt?

Kapke : Ist die Frage, ob man es für ernst nimmt!

Weingarten : Haben Sie bei „über Los“ auch den Gruß gemacht? Steht in den

Spielregeln. Hat Frau Zschäpe mitgespielt?

Kapke : Ich nehme mal an.

Weingarten : Politische Bekundungen von Frau Zschäpe?

Kapke : Keine Erinnerung.

Weingarten : Rudolstadt Mahnmal Faschismus Demo erinnern?

Kapke : Grob was im Hinterkopf, bin relativ spät gekommen mit Auto.

Weingarten : Wurfzettel Vorhalt: Lieber stehend leben als auf Knien sterben-

Rudolstadt Hessstadt 92.

Weingarten : Kann es sein, dass Sie von Polizei angehalten wurden?

Kapke: passierte oft keine Erinnerung. Weiß nicht mal mehr welches.

Weingarten : Wartburg Mit ihm im Auto Holger G., Böhnhardt, Zschäpe.

Kapke : Kann sein, wir werden sicher öfter in der Konstellation unterwegs

gewesen sein.

Weingarten : Durchsuchung: Bei Ihnen Koppelschloss mit Hakenkreuz. Sie wissen nicht ob Sie das

besaßen?

Frau Zschäpe soll einen Dolch mit beidseitig geschliffener Klinge dabei gehabt haben.

Nach 50 Jahren noch immer keinen gültigen Friedensvertrag

3.5.95 Plakate in Jena Schluss mit der Befreiungslüge

Kapke : Gut möglich.

Weingarten : Vorhalt Drilling 10.10.98 Spontan Demos seien an sicherer Stelle, konnten nicht

arbeiten und brauchten Geld.

Kapke : Kann sein.

Rechtsanwalt Klemke ( Ralf Wohlleben) : unzulässig

Weingarten : Tatsachenkern der Frage…deshalb ist die Frage zulässig wie

alle meine Fragen(!)

Weingarten : Anfrage Interview Trio mit Geldgebot. Präzisieren?

K: Kann schon vor, ist ja logisch, nachvollziehbar.

Weingarten : Betrag der Aktenlage so erheblich, dass Sie sich evtl. doch

erinnern

Wer konnte Ihnen davon erzählt haben?

Kapke : Ralf, Brehme

Weingarten Vorhalt aus einer Akte aus Thüringer Amt für Verfassungsschutz „Stern bietet 50.000

DM, für ein Interview von den 3 Untergetauchten. Anmerkung : Kapke und Wohlleben tendieren

zu Annahme, Brehme nicht.

Kapke :Keine Möglichkeit zu dem Trio Kontakt aufzubauen, wenn hatten wir nur

drüber nachgedacht wie man den Betrag abgreifen kann lacht.

Weingarten : Pogromly Vertrieb zur Unterstützung Sie waren beteiligt?

Kapke :Hab Brandt mal ein paar Spiele gegeben, Ralf Wohlleben hat auch geholfen,

Jurgen Helbig

Weingarten : Vorhalt Pogromly Verkauf an Wohlleben, Kapke, Schulze

Kapke : Keine Erinnerung ob das Geld von Helbig kam.

Weingarten : Nicht so viel mit Helbig zu tun ?Vorhalt: Thüringer Amt für Verfassungsschutz

Observation:

6.8. 98 Helbig und Kapke mit Wohlleben in Wohnung.

Kapke : Da war ich schon in Südafrika.

Weingarten : Akte 8.8.98 Südafrika

Weingarten : Spielt Helbig eine Rolle bei Unterstützung?

Wenn man sich das so anschaut hat man das Gefühl man hatte mal

hallo gesagt in rechten Szene!

K: Dann war das so…

Weingarten : Wahrheitspflicht!

Kapke :Eben!

Weingarten : Carsten S.? Intensiverer Kontakt als Hallo

Kapke : Über meinen Bruder glaub ich, öfter mal gesehen, hat

angefangen sich politisch zu engagieren. Zu Unterstützung Trio.

S. ist mal auf Brandt zugegangen, ich wollte nicht so involviert

sein, bei so vielen Leuten.

Weingarten : Carsten S.Vorhalt: 3⁄4 J nach Abtauchen sprachen mich Wohlleben und Kapke an…

Kapke : Keine Erinnerung…

Weingarten : Wenn ich jetzt Verfassungsrecht und nicht nur Fragerecht hatte

wurde ich Ihnen mal die Empfehlung geben sich einen Ruck zu

geben.

Vorhalt Carsten S. das war der einzige Gespräch bei dem Kapke dabei

war.

Kapke : keine Erinnerung.

Weingarten : Haben Sie mit Wohlleben mal drüber gesprochen wer Unterstutzer

werden konnte?

Kapke : keine Ahnung. Werde mit Wohlleben mal drüber gesprochen wen man

einbinden kann, konkret nicht,.

Weingarten : Wie alltäglich war die Situation?

Kapke : Hatten Sie ein außergewöhnliches Verfahren vor 15J. an das Sie sich

erinnern?

Weingarten : Die Fragen stelle ich und wenn ich antworten wurde: Ja.

Kapke : Wir drehen uns im Kreis.

Weingarten : Nee. Sie.

Hat Wohlleben schlecht über Sie gesprochen Geldveruntreuung?

Kapke : Nee

Weingarten :Lief gut?

K: Hohen/ Tiefen gab es mit Wohlleben.

Weingarten : Tiefen interessieren mich…

Kapke : keine Erinnerung .

Weingarten : Hatte mich auch gewundert. Danke.

 

Danach unterbricht Götzl die Einvernahme des Zeugen Andre Kapke. Dieser wird nochmal Vorgeladen werden.