Fragen, die bleiben….

Heute habe ich mir nochmal den Wortlaut der Rede von Bundeskanzlerin Merkel zu den Hinterbliebenen der Oper des NSU durchgelesen. Diese war am 23.02.2012.

Gestern gab die gleiche Bundeskanzlerin Merkel wieder eine Rede, Ausgangspunkt gestern am Evangelischen Kirchentag, über den ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke dieser ja mutmaßlich von einem Rechtsextremem erschossen wurde.

In der Rede zu den NSU Hinterbliebenen, war mit einer der Sätze „Manchmal rütteln uns Berichte über skrupellose rechtsextremistische Gewalttäter auf. Für einige Tage bestimmen sie die Schlagzeilen der Nachrichten. Manchmal bleibt auch der Name einer Stadt als Tatort im Gedächtnis. Doch oft genug nehmen wir solche Vorfälle eher nur als Randnotiz wahr. Wir vergessen zu schnell – viel zu schnell. Wir verdrängen, was mitten unter uns geschieht; vielleicht, weil wir zu beschäftigt sind mit anderem; vielleicht auch, weil wir uns ohnmächtig fühlen gegenüber dem, was um uns geschieht.“

Scheinbar hat sich immer noch nichts daran geändert, denn es wurde immer noch beschwichtigt und nicht ein Zeichen gesetzt in der Politik der Mitte. Nur einige Politiker hatten schon damals erkannt was sich zusammenbrauen könnte.

Als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verspreche ich Ihnen: Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Daran arbeiten alle zuständigen Behörden in Bund und Ländern mit Hochdruck. Das ist wichtig genug, es würde aber noch nicht reichen. Denn es geht auch darum, alles in den Möglichkeiten unseres Rechtsstaates Stehende zu tun, damit sich so etwas nie wiederholen kann.

Muss sich jetzt nicht eine Bundeskanzlerin messen lassen mit so einem Kernsatz? Ich meine für die Hinterbliebenen der Opfer schon. Dieser Satz mit dem Helfershelfer und Hintermänner hat Sprengsatzformat, denn man kann davon ausgehen (mutmaßlich), dass diese auch mitgeholfen (diese Strukturen) haben den Regierungspräsidenten zu ermorden. Nur seit 2012 wurde die Szene nicht kleiner, sondern stärker und ist mehr und mehr gewachsen. Damals ging man quasi von drei Leuten aus, eine in sich abgeschottet Zelle. Heute weis man welche Hintermänner.- Frauen agierten. Dazu kommt eine klare Botschaft für die Szene, das bis auf Carsten S. und Beate Zschäpe alle Angeklagten in Prozess waren auf freien Fuß sind. Es gibt wohl weitere neun Beschuldigte in diesen Verfahren, doch es wäre ein Wunder, wenn gegen diese Anklage erhoben werden würde. Auch da kam der Rechtsstaat an seine Grenzen, und das dies nie wieder passieren würde gilt jetzt als Armutszeugnis.

„Wir müssen uns eingestehen, dass wir dabei zum Teil scheitern.“ Da muss man jetzt den neuen Verfassungsschutzpräsidenten Respekt zollen, der sagt „Wir sind nicht in der Lage zu sagen, wir beherrschen den Rechtsextremismus“. Wenn die Bundeskanzlerin vor der Presse erklärt, man habe von den Untersuchungsausschüssen Punkte bekommen, die man abzuarbeiten hatte. Da ist die Frage wie wirksam waren diese Punkte? Ein Punkt war ja die Aufstockung des Verfassungsschutzes. Hat es was gebracht? Jeder kann sich diese Frage selbst beantworten. Nun werden viele sagen man hatte ja die rechten nicht mehr im Blick, man sah mehr den Islamismus als Bedrohung an. Doch da hatte man auch nicht wirklich den Durchblick, wie man an dem Attentat am Breitscheidplatz sah.

Wenn auch die Bundeskanzlerin damals mahnte „Der Staat ist hier mit seiner ganzen Kraft gefordert. Doch mit staatlichen Mitteln allein lassen sich Hass und Gewalt kaum besiegen. Die Sicherheitsbehörden benötigen Partner: Bürgerinnen und Bürger, die nicht wegsehen, sondern hinsehen – eine starke Zivilgesellschaft.“ Doch wie man sieht ist es noch ein weiter Weg eine starke Zivilgesellschaft zu sein.  Denn wenn schon von Ordnungshüter Hass und Drohmails.- Faxe an eine Opfer Rechtsanwältin verschicken, mit der Unterschrift NSU 2.0. Dann läuft was gravierendes falsch in diesem Rechtsstaat. Welche Auswirkungen bei solchen „Fehltritten“ wurden bekannt? Keine der Beamten wurde vom im Staatsdienst verabschiedet. Ein Beispiel ist immer noch das der Zugführer, der ermordeten Polizeibeamtin Kiesewetter. Dieser war beim KKK, und dachte dies wäre eine Trachtengruppe. Konsequenzen gab es fast keine. Solange sowas nicht schärfer geahndete, sehe ich da schwarz.

Wenn man jetzt aber die Rede auf dem Evangelischen Kirchentag liest bzw. hört, ist dies der dritte Schlag vielleicht auch der vierte Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen. Dort kam der Satz der Bundeskanzlerin Merkel, wegen dem Mord an den Regierungspräsidenten Walter Lübcke „Da ist der Staat auf allen Ebenen gefordert, man nehme das sehr sehr ernst.“ Man möge jetzt gleich fragen, war es beim NSU Komplex nicht ernst genug, oder woran ist es gescheitert? Nur weil es Ausländer zum Teil waren, oder weil es ein Politiker war.  Schon traurig solche Tatsachen in Betracht zu ziehen. Gerade diese Debatten sind nicht förderlich, um eine starke Zivilgesellschaft hinzubekommen. „Sonst haben wir einen vollkommenen Verlust der Glaubwürdigkeit“.

Hat man diesen nicht schon längst, gerade bei den Hinterbliebenen der Opfer des NSU????

https://www.sueddeutsche.de/politik/ein-bild-und-seine-geschichte-als-merkel-mit-rostocker-rechtsradikalen-sprach-1.3614739

Werbeanzeigen

Zum Anlass

Warum erst jetzt würde man den Innenminister Seehofer fragen, will er alle Register ziehen, um die Sicherheit gegen rechts zu erhöhen.

Vorrausgegangen war der Tot des Regierungspräsidenten Lübcke der mutmaßlich von einem Rechtsextremen erschossen wurde. Warum dann erst jetzt? Vorher war noch nicht in Erwägung gezogen worden, dass es einen rechten Hintergrund gegeben hatte. Ist es nicht trotzdem schlimm genug das man einfach einen Politiker einfach so umbringt?

Das schlimme daran ist das sich alles wiederholt, wie auf einer Pressekonferenz, der mutmaßliche Täter seit 2009 nicht mehr in Erscheinung getreten ist. Zwei Tage später konnte man diese Aussage vom Präsidenten des Verfassungsschutzes wieder als, nicht wahrheitsgetreu einordnen. Ich bin nicht befugt zu urteilen ob dies nur vorgeschoben war, oder nicht. Fakt ist der Verfassungsschutz war wieder mal blind, wie bei den NSU Morden. Man muss sich im Kern fragen warum ist das so, und warum kommt man dann immer zeitgleich auf die Annahme der „Einzeltätertheorie“

Ich kann es einfach nicht mehr hören diese „Einzeltätertheorie“ Es gibt viele Beispiele wo man heute weiß das es sich um einen einzigen Täter gehandelt hat. Das die rechtsextreme Szene durch die AFD Oberwasser bekommen hat, ist ja nicht neu. Doch was mich erschreckt ist der Umstand, wenn es auch nur ein kleiner ist. Die Hauptangeklagte im NSU Prozess Beate Zschäpe durfte sich nach Chemnitz verlegen lassen. Das ist doch für diese Szene ein deutliches Signal gewesen.

Es ist nie richtig deutlich gemacht worden ob sie in der Szene eine wichtige Rolle noch spielt, ob sie in der Szene verehrt wird. Man kann nur mutmaßen. Eine Brieffreundschaft ist ja bekannt geworden, zu Robin S. Dieser ist auch bei den Combat 18, wie der mutmaßliche Mörder des Politikers. Die Frage wo ich mir stelle, wird dort wirklich lückenlos und wahrheitsgetreu aufgeschrieben, welchen Besuch Zschäpe bekommt. Ich möchte den Beamten in der JVA nicht zu nahetreten, doch man hat ja gesehen wie manche Beamten sehr stark mit den rechtsextremen sympathisieren. Grade gerade in Chemnitz wo noch viele Weggefährten wohnen, bzw. herkommen.

Viele Verbände und auch Parteien haben die Rechtsextremen nie aus den Augen verloren, und immer und immer wieder gewarnt. Da klingt die Ansage den Rechtsextremismus jetzt ernst zu nehmen wie Hohn. Auch wie die Bundeskanzlerin sagte, man habe von dem Untersuchungsausschuss Punkte bekommen, diese man abgearbeitet habe. Doch was hilft es, wenn jetzt Beamte im Staatsdienst wie einige Polizisten oder SEK Beamte oder auch in der Bundeswehr oder ein Staatsanwalt nicht so handeln. Wo Polizisten eine Rechtsanwältin vom NSU Prozess bedrohen können, mit dem Absender NSU 2.0, und kein Mensch regt sich Groß auf. Muss dann echt ein Politiker erschossen werden, um die Debatte gegen Rechtsradikalismus in Deutschland wiedermal neu zu entfachen. Welche Lehren werden jetzt wieder gezogen? Wenn aber der Verfassungsschutz (brauchen wir diesen überhaupt) dabei nicht mitspielt, und eine gründlicher Gedankenwandel passiert sehe ich schwarz.

187. Prozesstag am Oberlandesgericht in München am 25.02.2015 Einvernahme Gunther Frank Fiedler- Erster Teil.

187. Prozesstag am Oberlandesgericht in München am 25.02.2015
Geladen sind:
Gunther Frank Fiedler
Jörg Winter
Chemnitzer Unterstützerszene

Um 9.50 Uhr kommt Gunther Fiedler
Götzl begrüßt diesen Zeugen belehrt diesen, will zuerst sein Alter wissen.
Gunther Fiedler: 37 Jahre alt
Götzl: Welchen Beruf haben sie Herr Fiedler?
Gunther Fiedler: Metallbauer
Götzl: Wo wohnen sie?
Gunther Fiedler: Chemnitz…..
Götzl: Es geht mir um folgende Themen, Waffen in der 88iger Szene Chemnitz Thema war, Fragen zu B&H Sachsen, finanzielle Unterstützung von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe im Jahr 1998 dazu ob man 1998 in der rechten Szene über sie sprach, und ob sie Ralf Wohlleben kannten.
Was können Sie dazu sagen Herr Fiedler?
Gunther Fiedler: 1998 haben wir einen Anruf bekommen von Thomas Starke, dass 3 Leute eine Unterkunft gebraucht hätten. Die haben wir dann mit dem Auto angeholt. Wenn Starke das gesagt hat haben wir das gemacht.
Götzl: Wo haben Sie die 3 abgeholt?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr. Weiß nur dass wir zu einer Freundin zu deren Freund gefahren sind. Das war am Kaßberg in Chemnitz.
Götzl: Welche Freundin war das, und welchen Freund dann?
Gunther Fiedler: Das war Mandy Struck weiß nicht wie ihr Freund heißt.
Götzl: Wer sind wir?
Gunther Fiedler: Mein Bruder und ich.
Götzl: Was hat Thomas Starke über die drei gesagt?
Gunther Fiedler: Die drei seinen vor der Polizei abgehauen und brauchen Hilfe.
Götzl: Haben sie die drei gekannt?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Wer waren die drei?
Gunther Fiedler: Na die Beate, und die zwei Uwes. Weis aber nicht mehr wer welcher der beiden Uwes war.
Götzl: Nach dem sie die in der Wohnung gebracht haben, was haben sie dann gemacht?
Gunther Fiedler: Wir haben sie dann zwei bis drei Mal in der Wohnung besucht. Dann hat sich der Kontakt aufgelöst.
Götzl: Wann war das als sie die drei in der Wohnung besucht haben?
Gunther Fiedler: Das war 1998. Das war ein halbes bis dreiviertel Jahr.
Götzl: Was haben sie da gesprochen?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Haben sie die drei nicht gefragt, warum sie weg sind?
Gunther Fiedler: Das habe ich nicht hinterfragt.
Götzl: War ihr Bruder immer dabei?
Gunther Fiedler: Ja.
Götzl: Bestand danach dann Kontakt zu Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos und Beate Zschäpe?
Gunther Fiedler: Nein.
Rechtsanwältin Anja Sturm: Wir bräuchten eine 15 minütige Pause, zur internen Beratung.
Götzl: Na gut, dann machen wir eine Pause und setzen um 10.25 Uhr fort.
Götzl: Warum Herr Fiedler waren sie zu Besuch in der Wohnung?
Gunther Fiedler: Nee naja, Dachten vielleicht das denen langweilig ist. Darum besucht haben.
Götzl: Und über was haben sie dann gesprochen?
Gunther Fiedler: Belangloses Zeug, keine Romane.
Götzl: Wer war noch in der Wohnung?
Gunther Fiedler: Mein Bruder ich und die drei.
Götzl: Mit Starke über die drei gesprochen?
Gunther Fiedler: Kontakt hatte ich zu ihm aber nicht über die drei.
Götzl: Und der Umstand das das Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesprochen wurde im Bekanntenkreis und Umfeld?
Gunther Fiedler: Nein damit bin ich diskret umgegangen.
Götzl: Und ihr Bruder?
Gunther Fiedler: Genauso wie ich diskret.
Götzl: War es sonst im Bekanntenkreis ein Thema?
Gunther Fiedler: Ich habe darüber nicht geredet, darum würde nicht geredet darüber.
Götzl: Haben sie die drei sonst irgendwie unterstützt?
Gunther Fiedler: Reisepass gegeben.
Götzl: Was haben sie gesagt als die drei danach gefragt haben?
Gunther Fiedler: Ja
Götzl: Haben die drei gesagt für was?
Gunther Fiedler: Das sie ins Ausland wollten?
Götzl: Wann genau war das mit dem Reisepass?
Gunther Fiedler: Nach den 2-3 Treffen, wann genau weiß ich nicht mehr.
Götzl: Was ist dann passiert?
Gunther Fiedler: Die sind nicht ins Ausland gegangen, dann habe ich mir ihn wiedergegeben lassen und vernichtet.
Götzl: Wie ging das dann mit dem Reisepass weiter?
Gunther Fiedler: Habe den Personalausweis da gelassen und am Abend wieder abgeholt.
Götzl: Wann würde der Reisepass beantragt?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Oder die Antragausstellung etc.?
Gunther Fiedler: Das weiß ich auch nicht mehr.
Götzl: Wann haben sie dann erfahren dass die nicht ins Ausland gehen wollen?
Gunther Fiedler: Dachte dass sie zeitnah ins Ausland gehen wollen, das dauerte mir zu lange. Halbes dreiviertel Jahr später habe ich mir den Reisepass wiedergeben lassen und dann vernichtet.
Götzl: Haben die bereitwillig den Reisepass zurückgegeben?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr, aber ich denke schon.
Götzl: Gab es noch 1998 sonstige Unterstützungshandlungen? Einkaufen ???
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Kannten sie den Wohnungsinhaber?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Wenn ich Ihnen den Namen Max sage?
Gunther Fiedler: So könnte er geheißen haben.
Götzl: Burkardt ?
Gunther Fiedler: Nein nicht in diesem Zusammenhang.
Götzl: Hat ihr Bruder die drei unterstützt?
Gunther Fiedler: Nicht das ich wüsste.
Götzl: Von anderen Kreisen finanzielle Unterstützung über die drei?
Gunther Fiedler: Kann dazu keine Aussage machen, da ich nicht über die drei gesprochen habe.
Götzl: Können sie mir etwas über die 88iger sagen und über Blood & Honour Sektion Sachsen?
Gunther Fiedler: Was wollen sie da genau wissen? 88iger war ein Aufnäher auf der Jacke, und dann mit Freunden Biertrinken gewesen. Waren so um die 30 Mann.
Götzl: Und was sagt ihnen Blood & Honour?
Gunther Fiedler: Von Hören sagen, nichts mit denen zu tun gehabt.
Götzl: Wissen sie Namen die bei Blood & Honour waren?
Gunther Fiedler: Thomas Starke, mehr weiß ich nicht.
Götzl: Wissen sie welche Rolle Starke bei Blood & Honour hatte?
Gunther Fiedler: Nein weiß ich nicht mehr.
Götzl: Kennen Sie Jan Werner?
Gunther Fiedler: Kenn seinen Namen, von Konzerten gesehen mehr nicht.
Götzl: Wie gut kannten sie ihn?
Gunther Fiedler: War ein flüchtiger Freund.
Götzl: Eingangs habe ich sie gefragt zu Waffen, 90 Jahre in der Szene. Gab es da Gespräche?
Gunther Fiedler: Nein nie ein Thema.
Götzl: 88iger wie lange war die in Chemnitz?
Gunther Fiedler: 1997 / 1998 vielleicht. 1998 habe ich die Jacke abgelegt.
Pause bis 11.05 Uhr.
Götzl : Kennen Sie Ralf Wohlleben
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Kennen Sie Carsten Schulze
Gunther Fiedler: Nein
Götzl : Andre Eminger
Gunther Fiedler: Ja von früher. Ende der 90iger.
Götzl : Bei was?
Gunther Fiedler: Bei Feiern und Konzerten.
Götzl: Wo auf Konzerten?
Gunther Fiedler: Europaweit waren die Konzerte.
Götzl : Nur Konzerte? Mal ne Feier?
Gunther Fiedler: Große Feier wenn, 1-2 Mal im Jahr. Bei runden Geburtstagen gesehen. Da hat man sich gesehen.
Götzl: Wo war die Feier?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Wissen sie wo Andre Eminger her kam?
Gunther Fiedler: Aus dem Erzgebirge.
Götzl: Waren sie mal dort?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Mit Andre Eminger über Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gesprochen?
Gunther Fiedler: Nein ich habe mit niemanden darüber gesprochen.
Götzl: Kennen sie einen Rickmann?
Gunther Fiedler: Ja ist ein Freund von mir.
Götzl: Auch aktuell?
Gunther Fiedler: Ja
Götzl: Seit wann kennen sie ihn?
Gunther Fiedler: Seit er aus der Haft entlassen worden ist damals.
Götzl: Kannte Rickmann Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht.
Götzl: Waren die drei bei ihnen in der Wohnung?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht, kann sein.
Götzl: Herr Rickmann sagte hier aus, dass er die drei, 2-3-mal bei ihnen in der Wohnung gesehen hätte.
Gunther Fiedler: Wenn er sich daran so gut erinnern kann, dann wird es wohl so gewesen sein.
Götzl: Kennen sie einen Carsten Richter?
Gunther Fiedler: Nein kenn ich nicht.
Götzl: Kannten sie andere Wohnungen wo die drei gewohnt haben?
Gunther Fiedler: Weis nur die eine am Kaßberg, mehr weiß ich nicht.
Götzl: War mal Gesprächsthema sie als Bürge für eine Wohnung?
Gunther Fiedler: Nein das war nie Thema.
Götzl: Herr Fiedler kommen sie bitte mal nach vorne, ich möchte ihnen etwas zeigen. Das ich für die Verfahrensbeteiligten Ordner… Blatt… Das ist ein Blatt als Bürge für eine Wohnung. Kennen sie das?
Gunther Fiedler: Nein gar nicht.
Götzl: Haben eines der Uwes sie mal wegen Bahncard gefragt?
Gunther Fiedler: War nie ein Thema.
Götzl: Dann möchte ich ihnen dies zeigen, für die Verfahrensbeteiligten Ordner…. Blatt … Es zeigen Bahncard.
Gunther Fiedler: Kann dazu nichts sagen das sehe ich das erste Mail jetzt.
Götzl: Haben sie mal in Passau gearbeitet?
Gunther Fiedler: Auf Montage ja.
Götzl: Wann war das ungefähr?
Gunther Fiedler: Das muss 1998 gewesen sein.
Götzl: Wurde mal mit den drei über ihre Familie gesprochen?
Gunther Fiedler: Nein weiß nicht.
Götzl: Und ihr Bruder?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Herr Fiedler kommen sie nochmal bitte nach vorne. Eine Kopie wird gezeigt das ist für die Verfahrensbeteiligten Ordner…. Blatt … Kennen sie das?
Gunther Fiedler: Das hat man mir auch beim BKA gezeigt. Nein.
Götzl: Da steht, Vater Kurt Fiedler, Mutter Renate Fiedler, Schwester Ute Fiedler, Schwester Eva Fiedler, Schwester Diana Fiedler und Bruder Armin Fiedler.
Gunther Fiedler: Stimmt alles.
Götzl: Was hat ihre Schwester…. gearbeitet?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Da steht das ihr Bruder in einer Kaufhalle gearbeitet hat?
Gunther Fiedler: Ja als Verkäufer.
Götzl: Und ihre Schwester … als Krankenschwester.
Gunther Fiedler: Das arbeitet sie heute noch.
Götzl: Die andere Schwester bei der Krankenkasse, Mutter Kindergärtnerin, und der Vater Lokführer aber arbeitslos.
Gunther Fiedler: Ja.
Götzl: Nochmal zur Passgeschichte, will sehr gerne verstehen. Haben sie ohne weiteres ihren Pass hergegeben. Hab es da kein Gesprächsbedarf?
Gunther Fiedler: Die brauchten den Pass für das Ausland. Hatte schon bissi Bedenken davor, deshalb wiedergeben lassen.
Götzl: Haben sie mit ihren Bruder über die Aufstellung gesprochen?
Gunther Fiedler: Weiß nicht.
Götzl: Da steht ein Andreas Demeter geb. am …
Gunther Fiedler: Der hat im Haus bei meinen Eltern zusammengewohnt und aufgewachsen.
Götzl: Kannte er die drei?
Gunther Fiedler: Nicht das ich wüsste.
Götzl. Bei der nächsten Frage belehre ich sie nach §55 Strafgesetzbuch. Hat ihr Bruder mal in einem Edeka Markt gearbeitet?
Gunther Fiedler: Er hat mal, aber in welchen weiß ich nicht mehr.
Götzl: Gab es mal Gespräche mit den drei über einen Edeka Markt?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Haben sie damals mitbekommen das ein Edeka Markt in Chemnitz überfallen wurde?
Gunther Fiedler: Weiß ich nicht mehr.
Götzl: Wie standen sie zu Frau Struck?
Gunther Fiedler: Ne Freundin.
Götzl: Nähere Beziehung?
Gunther Fiedler: Ja kurzzeitig war da mal was.
Götzl: War in dem Kreis mal Sprengstoff oder Waffen ein Thema?
Gunther Fiedler: Kein Thema.
Götzl : Kennen sie Jörg Winter?
Gunther Fiedler: Durch Konzerte und Feiern, so 98.
Götzl: Was war das für sie?
Gunther Fiedler: Ein Freund.
Götzl: Hatte Jörg Winter Waffen?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht.
Götzl: Kennen sie einen Giso Tschirner?
Gunther Fiedler: Auch ein Freund von mir.
Götzl : Mit den beiden über Vernehmungen gesprochen?
Gunther Fiedler: Vielleicht mal geredet. Ich weiß nur dass die beiden beim BKA oder in Karlsruhe waren.
Götzl: Vorhalt aus Vernehmung vom 2.8.2012 ….. Erinnerungen daran?
Gunther Fiedler: Das ist nur weil ich sie mit Spitznamen kenne.
Götzl: Welche Spitznamen.
Gunther Fiedler: Winter und Giso. Die Namen habe mir nichts gesagt, da gibt es mehr als einen Namen.
Götzl: Nachfrage wegen den Lichtbilder?
Gunther Fiedler: Ich hab so an die 80 Lichtbilder gesehen.
Götzl: Wie oft vernommen?
Gunther Fiedler: Einmal.
Götzl: Fragen seitens des Senats, keine. Fragen seitens der Bundesanwaltschaft, keine.

Die Einvernahme von Manfred Götzl erster Teil. Zweiter Teil Nebenklägeranwälte fragen….