Die Grubenlampe und die Chance….

Andre Eminger wurde damals am 07.12.2006 wieder von einem Dienst genauer das LFV in Sachsen observiert. Eminger war auch einer der Helfer, die in Johanngeorgenstadt geboren wurden. Er war mit Matthias D. befreundet, der den dreien eine Wohnung in der Polenzstraße und in der Frühlingsstraße in Zwickau besorgte. Dazu Mandy S. die Helferin der ersten Stunden nach dem Untertauchen von Jena nach Chemnitz.

Eminger war schon als er bei der Bundeswehr war im Fadenkreuz dessen Geheimdienstes. Die Akten des MAD (Militärischer Abschirmdienst) sagen aus, dass er sich im Feb. 2000 ausgiebig zu seinen Aktivitäten befragen lies. Er zeigte seine Tattoos, seine Verehrung zu Blood & Hounour. Doch über seine Kameraden wollte er nichts sagen, denn er wollte kein Kameradenschwein sein.

In dieser Zeit muss er die drei Untergetauchten schon gekannt haben, laut Gerichtsurteil des Oberlandesgerichtes in München vom 11.07.2018.

An dem besagten 07.12.2006 beobachtete der Verfassungsschutz Sachsen Eminger schon zwei Tage lang. Der Deckname dieser Observation war „Grubenlampe“. An diesem Tag, so besagt das Protokoll des Verfassungsschutzes folgendes: Bis um 14.49 Uhr wäre Eminger zu Hause gewesen, wäre zu seiner Arbeitsstelle gefahren und um 17.05 wäre er wieder auf dem direkten Weg nach Hause gefahren.

Nun kommt aber folgender Umstand an diesem Tag zum Vorschein, denn am 7.12.2006 habe es in der Polenzstraße 2 in Zwickau einen Wasserschaden gegeben. Dort wohnten damals nicht geringere als mutmaßlich Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe. Vier Hausbewohner aus der Polenzstraße sagten aus, dass sie bei Aufräumarbeiten Andre Eminger gesehen hätten. Dies verwundert schon, da dies sogar in der Anklageschrift steht. Wer lügt nun an diesem Tag und wo war Eminger wirklich. Aber die Geschichte geht weiter. Am 11.01.2007 gibt Eminger bei der Polizei zu an diesem Tag (07.11.2006) in der Polenzstraße gewesen zu sein. Wollte der Verfassungsschutz die drei nicht finden oder was sollte das Spielchen?

Er wäre in der Wohnung seines Freundes gewesen und habe diesen Wasserschaden bemerkt. Der Freund war Matthias D. Später sei auch seine Frau Susann vorbeigekommen. Auch seine Frau musste am gleichen Morgen aussagen und beide sagten das gleiche aus. Keiner der Beamten fiel auf, dass dass Geburtsdatum falsch war, die Ausweißnummer und die Unterschrift nicht mit der wahren Susann übereinstimmte. Wenn man die Ermittler heute fragt, wer die Frau an Emingers Seite war, sagen diese aus, dass es sich um Beate Zschäpe gehandelt haben muss. Kurz nach dem Zwischenfall wurde die Operation Grubenlampe Ergebnislos abgebrochen.

Wie man heute weiss, hatte ein Unbekannter den Wasserhahn in der Wohnung über den dreien voll aufgedreht. Diese Wohnung lief voll mit Wasser, da die Wohnung zu dieser Zeit unbewohnt war. Ein Mieter zeigte den Nachbarssohn darauf hin an, er hätte den Wasserhahn aufgedreht. Da nun eine Anzeige vorlag, musste sich ja die Polizei um diesen Vorfall kümmern. Man versuchte die Frau, welche die Mieter in der Polenzstraße nur als „Lisa“ kannten polizeilich ausfindig zu machen, da diese aber nirgends polizeilich erfasst war, versuchte man Anfang Januar 2007 diese persönlich an der Tür anzutreffen. An der Türe steht das Namensschild „Dienelt“. Man trifft dort auch eine Frau an, die vor- und sich ausgibt Susann Eminger zu sein. Aber ihr Spitzname sei hier im Haus „Lisa“. Sie möchte aber hier nicht im Haus aussagen, deshalb wird sie am 11.01.2007 vorgeladen.

Tatsächlich erscheint diese Frau an diesem Tag und weisst sich aus. Sie sagt bei der Polizei aus, dass sie manchmal zusammen mit ihrem Mann auf die Wohnung dessen Freund der LKW-Fahrer ist aufzupassen. Also dies passt alles auf den Mieter der Polenzstraße 2, Matthias Dienelt. Danach kommt der vermeintliche Ehemann der Frau. Erst behauptet er das sei „bei uns in der Wohnung“ und später „in der Wohnung von Matthias“. Wie es dazu kam das Eminger Zschäpe so aus dieser Sache befreien konnte, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Es müssen ja Absprachen zwischen Eminger und Zschäpe auf der einen Seite und den beiden Uwes auf der anderen gegeben haben. Diese waren in dieser Zeit nicht in der Polenzstraße. Viele der Hausbewohner sahen die beiden Uwes eh nicht, wie auch an diesen Tagen. Die Frage ist, wo waren sie in dieser Zeit, waren sie über diese Geschichte informiert gewesen, was wäre gewesen, wenn der Plan gescheitert wäre? Gab es ein Szenario danach? Aber die wichtigste Frage ist, dass der Verfassungsschutz etwas anders geschrieben hatte, als es den Tatsachen entspricht.

Oder wollte man Eminger nicht so nah kommen, da er schon in einem Dienst stand?

Kam dort evtl. Maik Eminger zum Einsatz der Zwillingsbruder von Andre??????

Deshalb kein Schlussstrich

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Meine großen Fragezeichen 1.Teil

Nun wird bald das Urteil im NSU Prozess gesprochen. Ob dies ein faires Urteil sein wird, darf höchst bezweifelt werden. Denn es gibt nicht nur unbeantwortete Fragen, „wie kam der NSU an seine Opfer“ oder  „war das angebliche Trio so abgeschottet, wie die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage schreibt“.

Dank einiger Nebenkläger wurde das Umfeld etwas klarer, doch vieles wurde dank der Bundesanwaltschaft ausgebremst.

Einer der wichtigsten Zeugen, der ab 2003 bei dem mutmaßlichen Trio gewohnt hatte ist Matthias D., dieser hatte ab 2003 die Polenzstraße angemietet, weil dieser nicht immer in seine Heimatstadt fahren wollte. Er war zu dieser Zeit Fernfahrer und suchte ein Zimmer in Zwickau. Das vielleicht vergessene ist, dass man in der Polenzstraße noch enger zusammenwohnte als dies in der Frühlingsstraße der Fall war. Demnach muss man schon etwas mitbekommen haben, was die anderen Mitbewohner machen. Doch war dies nicht der Fall wie er in seiner Vernehmung angab.

In seiner polizeilichen Vernehmung und das war die einzige,  am 6.11.2011 sagte er nur, dass er mit den dreien Mal zum Kaffee zusammengesessen sei. Aber weitreichende Gespräche wurden dabei nicht geführt. Das dumme ist nur das in der Frühlingsstraße Überwachungskameras standen, und diese eine andere Geschichte erzählen. Matthias D. hatte einen eigenen Briefkastenschlüssel für diese Wohnung. Man kann sich jetzt fragen für was, wenn seine eigentliche Hauptwohnung in Johanngeorgenstadt ist und seine Post dort ankommt. Ihm will auch nicht das Namenschild mit seinen Namenschild auf der Eingangswohungstüre beachtet haben. Als man ihn darauf hingewiesen hatte, stellte er eine gewissermassen Mutmassung an. Da ja der Max Schulden hatte, wollte dieser in Ruhe gelassen werden, und deshalb ein anderer Name an der Türe. Des Weiteren ist der Sachverhalt der Begrüßung, wenn dieser Matthias D. in der Frühlingsstraße kam, um die dreien zu sehen. Das war ausgesprochen herzlich. Auch an Einkäufen war er beteiligt. Es erweckt schon den Eindruck, dass da mehr ist als in der Polizeieinvernehme des Herr D. Auch sein Anwalt sagte bei dieser einzigen Aussage aus, dass er sich mit dem Mitangeklagten Andre E. in Verbindung gesetzt hätte. Dieser habe dem Rechtsanwalt mitgeteilt das Andre E. auch keine Handynummer wie sein Mandant von diesem Burkhardt habe. Doch dies muss doch bezweifelt werden, denn E. war ja so an dem Trio dran wie eben dieser Matthias D. Ein weiterer Grund ist, dass Matthias D. von Zeugen als Rechtsextremist beschrieben wird. Da ist es kaum auszuschließen, dass man näher in Kontakt getreten ist, da man ja von Andre E. vermittelt wurde. In seiner Aussage wusste aber D., dass Andre E. und seine Frau mit der Angeklagten Zschäpe bekannt waren. Eine anschießende Frage dazu, woher er das weiß, kam aber nicht.

Er ist einer der 9 Beschuldigten der Bundesanwaltschaft, gegen welche noch keine Anklage erhoben wurde. Ob es dazu kommt, ist mehr als fraglich, da die Bundesanwaltschaft auf Sicht fährt.

 

Ein weiter wichtiger Punkt ist (für mich), das Erkennen der Bankräuber von Eisenach. Es gibt einen Zeugen quasi den „Helden von Eisenach„. Dieser sah zwei Männer wie diese schnell ihre Fahrräder in ihr Wohnmobil einluden und schnell wegfuhren. Das sollte die erste Spur zu Mundlos und Böhnhardt gewesen sein. Liest man aber sein Protokoll, so kann man mutmaßen, dass er nicht Böhnhardt und Mundlos gesehen haben kann. Denn er beschrieb die beiden Bankräuber als um die 170cm groß und schmächtig. Wenn man die anderen Zeugenaussagen hört, weiß man das die beiden Uwes bestimmt nicht schmächtig waren. Sie waren sportlich wie man hörte. Die Größe kann dann aber auch nicht stimmen, da die Bankangestellten aussagten, das einer Groß war und der andere klein und untersetzt gewesen sein. Also, das können unmöglich die beiden gewesen sein. Wer ist die mutmaßliche dritte Person, die ein LKW-Fahrer sah. Dieser sah eine Person, er kann es aber nicht sagen ob Mann bzw. Frau. Nur das diese Person lange Haare hatte und mit zwei  Männern an einem Wohnmobil stand. Wer sollte aber die kleine untersetzte Person gewesen sein, von der die Bankangestellten sprachen?

Wenn es wirklich 170 cm große Bankräuber waren, dann wären es mutmaßlich die von Arnstadt. Doch mit dem Unterschied, dass es Mundlos und Böhnhardt nicht gewesen sein können, wegen der Körpergröße. Was ist mit den Zeugenaussagen, die das Wohnmobil schon vorher sahen. Man ist auch keinen Schritt weitergekommen, mit den Spielsachen von einem Kind im Wohnmobil. Auch die ganze Geschichte das Zschäpe die Tage vor dem Überfall als zerfahren geschildert wurde, dann der Abschied von Freunden aus der Polenzstraße. Eine hatten den Eindruck es wäre es ein Abschied gewesen.

Es gibt noch viele Sachen, die ich weiter Beleuchten  möchte, denn die 9 weiteren Beschuldigten bei der Bundesanwaltschaft dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Es muss dafür gesorgt werden, dass diese zur Verantwortung gezogen werden.

Dennoch muss jetzt erstmal ein Schlussstrich im Sinne des Prozesses her. Man hat quasi das erreicht, was man evtl. wollte. Das sich bis auf Minderheiten,  keiner mehr für diesen interessiert.

Wie weit darf ein Staat gehen?

Wie weit darf ein Staat gehen?

Als am 4. November 2011 der sogenannte NSU aufgeflogen war, kannte die Empörung keine Grenzen mehr, das drei Neonazis 13 Jahre im Untergrund leben konnten, ohne das die Staatsbehörden etwas davon mitbekommen haben sollten.
Jeder war betroffen, selbst die Bundeskanzlerin versprach den Hinterbliebenen rasche und vollständige Aufklärung.
Doch was die Ermittlungsbehörden herausgefunden haben, ist in vielen Teilen unzureichend bzw. wurden erst im Prozess in München durch fleißige Nebenkläger und einigen Journalisten herausgearbeitet.
Es ist gerade in Hinblick nur auf das Trio Mundlos Zschäpe und Böhnhardt abgestellt worden. Man hatte sich den evtl. Unterstützerkreis von 1998 bemächtigt, doch wer alles in Zwickau und Chemnitz in Betracht kam ,wurde merkwürdigerweise bis auf Andre Eminger nicht angeklagt oder durch die Bundesanwaltschaft gegen unbekannt neun andere Ermittlungsverfahren eröffnet. Wichtige Unterstützer wie Thomas Starke, der durch das Verfahren der Bundesanwaltschaft quasi geschützt wird. Vor Gericht dürfen er und weitere Beschuldigte den § 55 ziehen, in dem sie Schweigen, weil sie sich sonst selber belasten würden. Im übrigen ist dieser Thomas Starke jetzt Müller auch V-Mann gewesen. Dieser verschaffte dem sogenannten Trio vor dem abtauchen TNT. Und als diese aus Jena „umzogen“ waren, nach Chemnitz war er der erste Mittelsmann der ihnen eine Unterkunft verschaffte.
Von Anfang an war er ein V-Mann oder ein Diener des Staates am Trio dran. Doch trotzdem wollte keiner dieser Staatsorgane gewusst haben wo dieses vermeintliche Trio war. Böhnhardt und Mundlos durften unbehelligt 1999 ihre ersten Überfälle auf einen Supermarkt begehen, um das Leben in Chemnitz erstmals sicher zu stellen.

Das selbst Staatsschützer die sich nichts dabei denken, welche Verantwortung sie selber tragen, beweist der V-Mannführer Andreas Temme. Dieser war bei dem letzten Mord der NSU Serie in Kassel 2006 dabei.
Dieser will laut seiner Aussage nichts gehört bzw. nichts gesehen haben als sich der Mord ereignet hatte. Wie er am letzten Montag im Untersuchungsausschuss in Hessen sagte, ging er privat in eine Kneipe wo die Rocker der Bandios trafen. Temme kam mit einem T Shirt 81 ( Hells Angels) in diese Kneipe. Wie er in sein Tagebuch schrieb, wäre die Wirtin sehr laut geworden, und hätte ihn aufgefordert zu gehen.
In vielen Teilen Deutschland wurden die Gruppierung der Hells Angels verboten wegen dem 129§ krimineller Vereinigung. Das dies ein Verfassungsschützer nicht wusste, darf bezweifelt werden. Das nötige Trennungsgebot wurde dabei nicht eingehalten worden, auch nicht Konsequenzen gezogen als bekannt wurde das Temme in seiner Jungendzeit „klein Adolf“ genannt wurde. Temme wurde nach der Tat in eine andere Behörde versetzt, und wurde im Jahr 2010 befördert und ist jetzt Amtmann. Zudem wurde auch bekannt, das er seinen V-Mann B.Gärtner den er führte, zu gut in einer Beurteilung 2004 durch kommen ließ. Wie er selber einräumte, sei er zu euphorisch gewesen wenn es um den V-Mann ging. Stattdessen wäre seine Quelle nicht sehr ergiebig gewesen.

Dann darf ein Bundesstaatsanwalt heute im Untersuchungsausschuss in Berlin aussagen, der in München die Anklage des Staates vertritt. Diese unterbindet in Regelmäßigkeit Anträge der Nebenkläger die an Aufklärung interessiert sind. Warum diese Anträge der Nebenklage nicht zugelassen werden, kann man nur spekulieren. Hat man ein Gesicht zu verlieren, das es heißt man hat schlecht ermittelt bzw. nicht genug und nicht ausreichend ermittelt. Wie im Fall wieder ein V-Mann diesmal Ralf Maschner diesen man nicht als so wichtig erschien. Gerade dieser war in Zwickau eine sehr wichtige Neonazi Person. Und es ist aus heutiger Sicht nicht glaubwürdig, das er Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe nicht gekannt haben will. Gerade in Hinblick das er Andre Eminger und dessen Frau sehr gut kannte. Zudem ist Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten eine zentrale ermittelnde Figur wenn um die Mordwaffe der Ceska geht. Er war nicht nur bei den Vernehmungen des Carsten S. der die Ceska den beiden Uwes besorgt haben soll dabei. Dieser war auch dabei, wenn es die Kette der möglichen Beschaffer der Ceska, ins stocken geriet. Es sagte ein Kripobeamter in München aus, der ein Verhör durch führte mit einem dieser Mittelsmänner bzw. Beschaffer. Als sich OSA Weingarten kurz Bericht erstatten lies, was die Aussage erbracht hatte, war dies ihm nicht genügend. Deshalb musste dieser Zeuge nochmal zur Aussage kommen, und der OSA Weingarten am Bundesgerichtshof in Karlsruhe ließ es sich nicht nehmen, deshalb nach Jena zu kommen. Danach war die Aussage wie man diese auch haben wollte.

Wie er heute in Berlin bekundete, war sein Augenmerk auf den Bereich Personen und Komplexermittlungen gerichtet. Als die Parlamentarier ob es DNA Funde an den Tatorten von Böhnhardt und Mundlos gab, waren ihm diese nicht bekannt. Zu dem sei auch kein kein „enzyklopädisches Lexikon“ zum Thema NSU wie er dem Ausschussvorsitzenden C. Binninger erklärte. Auch an dem Mord der getöteten Polizistin M. Kiesewetter konnte er auch nichts beitragen, nachdem die Ausschussmitglieder fragten, da fremde DNA an Kiesewetter bzw. Arnolds Oberteile gefunden wurden. Diese waren weder von Mundlos oder Böhnhardt. Doch gelten diese beiden als mutmaßliche Mörder von der Polizeibeamtin. Auch wurden keine weiteren Spuren ausgewertet die nach dem Fund der Polizeiwaffen gefunden wurden. Denn anonyme DNA Spuren würden nicht im Fokus unseres Problembewusst sein stehen so der Oberstaatsanwalt in Berlin.

Da war es wieder mal die besagte Aufklärung des NSU nach dem Auffliegen Es wurde nur in Richtung der drei ermittelt. Es durften keine weiteren Mitglieder bzw. Unterstützer des NSU geben. Denn der NSU sei ja nur eine singuläre Vereinigung aus drei Personen gewesen.

Wie weit noch gemauert wird, und das Recht auf die wahre Aufklärung genommen wird, wenn selbst der Staat ein Versprechen gab bedingungslos aufzuklären, ist weiter offen. Die Nebenkläger werden sich nach einem Urteil in München dies nicht auf sich beruhen lassen.
Doch leider hat es den Anschein das die Bevölkerung das Interesse an Aufklärung verloren hat. Zuviel komplexe Themen haben diese müde gemacht, um sich das Recht einzufordern die Wahrheit doch noch zu bekommen. Und die Hinterbliebenen der Ermordeten bleibt nur die Hoffnung das die Wahrheit siegt…

Quelle: OSA Weingarten zum Teil Twitternachrichten
Quelle: Temme selbst erlebte Aussage am 6.6.2016 im UA in Hessen
Sonstige Aussagen erlebtes aus dem NSU Prozess in München in 221 Tagen von mir selbst

Terminhinweise für die Woche 28.04.2015 – 30.04.2015 (201. bis 202. Verhandlungstag)

Dienstag, 28.04.2015

09.30 Uhr       Andre K.
(Erkenntnisse zu André und Mike E. und zur „Weißen Bruderschaft
Erzgebirge“)

11.00 Uhr       Stephan L.
(Erkenntnisse zu „Blood and Honour“, zum sog. Feldhandbuch Hammer
und zum Angeklagten W.)

Mittwoch, 29.04.2015

09.30 Uhr       Urte O.
(Banküberfall Stralsund am 07.11.2006)

10.30 Uhr       Kay S.
(Erkenntnisse zu Uwe Bönhardt, Uwe Mundlos und zur Angeklagten Z.)

13.00 Uhr       Tom T.
(Erkenntnisse zur Kameradschaft Jena und zu Uwe Böhnhardt,
Uwe Mundlos sowie den Angeklagten Z., G. und W.)

187. Prozesstag am Oberlandesgericht in München am 25.02.2015 Einvernahme Gunther Frank Fiedler- Erster Teil.

187. Prozesstag am Oberlandesgericht in München am 25.02.2015
Geladen sind:
Gunther Frank Fiedler
Jörg Winter
Chemnitzer Unterstützerszene

Um 9.50 Uhr kommt Gunther Fiedler
Götzl begrüßt diesen Zeugen belehrt diesen, will zuerst sein Alter wissen.
Gunther Fiedler: 37 Jahre alt
Götzl: Welchen Beruf haben sie Herr Fiedler?
Gunther Fiedler: Metallbauer
Götzl: Wo wohnen sie?
Gunther Fiedler: Chemnitz…..
Götzl: Es geht mir um folgende Themen, Waffen in der 88iger Szene Chemnitz Thema war, Fragen zu B&H Sachsen, finanzielle Unterstützung von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe im Jahr 1998 dazu ob man 1998 in der rechten Szene über sie sprach, und ob sie Ralf Wohlleben kannten.
Was können Sie dazu sagen Herr Fiedler?
Gunther Fiedler: 1998 haben wir einen Anruf bekommen von Thomas Starke, dass 3 Leute eine Unterkunft gebraucht hätten. Die haben wir dann mit dem Auto angeholt. Wenn Starke das gesagt hat haben wir das gemacht.
Götzl: Wo haben Sie die 3 abgeholt?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr. Weiß nur dass wir zu einer Freundin zu deren Freund gefahren sind. Das war am Kaßberg in Chemnitz.
Götzl: Welche Freundin war das, und welchen Freund dann?
Gunther Fiedler: Das war Mandy Struck weiß nicht wie ihr Freund heißt.
Götzl: Wer sind wir?
Gunther Fiedler: Mein Bruder und ich.
Götzl: Was hat Thomas Starke über die drei gesagt?
Gunther Fiedler: Die drei seinen vor der Polizei abgehauen und brauchen Hilfe.
Götzl: Haben sie die drei gekannt?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Wer waren die drei?
Gunther Fiedler: Na die Beate, und die zwei Uwes. Weis aber nicht mehr wer welcher der beiden Uwes war.
Götzl: Nach dem sie die in der Wohnung gebracht haben, was haben sie dann gemacht?
Gunther Fiedler: Wir haben sie dann zwei bis drei Mal in der Wohnung besucht. Dann hat sich der Kontakt aufgelöst.
Götzl: Wann war das als sie die drei in der Wohnung besucht haben?
Gunther Fiedler: Das war 1998. Das war ein halbes bis dreiviertel Jahr.
Götzl: Was haben sie da gesprochen?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Haben sie die drei nicht gefragt, warum sie weg sind?
Gunther Fiedler: Das habe ich nicht hinterfragt.
Götzl: War ihr Bruder immer dabei?
Gunther Fiedler: Ja.
Götzl: Bestand danach dann Kontakt zu Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos und Beate Zschäpe?
Gunther Fiedler: Nein.
Rechtsanwältin Anja Sturm: Wir bräuchten eine 15 minütige Pause, zur internen Beratung.
Götzl: Na gut, dann machen wir eine Pause und setzen um 10.25 Uhr fort.
Götzl: Warum Herr Fiedler waren sie zu Besuch in der Wohnung?
Gunther Fiedler: Nee naja, Dachten vielleicht das denen langweilig ist. Darum besucht haben.
Götzl: Und über was haben sie dann gesprochen?
Gunther Fiedler: Belangloses Zeug, keine Romane.
Götzl: Wer war noch in der Wohnung?
Gunther Fiedler: Mein Bruder ich und die drei.
Götzl: Mit Starke über die drei gesprochen?
Gunther Fiedler: Kontakt hatte ich zu ihm aber nicht über die drei.
Götzl: Und der Umstand das das Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesprochen wurde im Bekanntenkreis und Umfeld?
Gunther Fiedler: Nein damit bin ich diskret umgegangen.
Götzl: Und ihr Bruder?
Gunther Fiedler: Genauso wie ich diskret.
Götzl: War es sonst im Bekanntenkreis ein Thema?
Gunther Fiedler: Ich habe darüber nicht geredet, darum würde nicht geredet darüber.
Götzl: Haben sie die drei sonst irgendwie unterstützt?
Gunther Fiedler: Reisepass gegeben.
Götzl: Was haben sie gesagt als die drei danach gefragt haben?
Gunther Fiedler: Ja
Götzl: Haben die drei gesagt für was?
Gunther Fiedler: Das sie ins Ausland wollten?
Götzl: Wann genau war das mit dem Reisepass?
Gunther Fiedler: Nach den 2-3 Treffen, wann genau weiß ich nicht mehr.
Götzl: Was ist dann passiert?
Gunther Fiedler: Die sind nicht ins Ausland gegangen, dann habe ich mir ihn wiedergegeben lassen und vernichtet.
Götzl: Wie ging das dann mit dem Reisepass weiter?
Gunther Fiedler: Habe den Personalausweis da gelassen und am Abend wieder abgeholt.
Götzl: Wann würde der Reisepass beantragt?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Oder die Antragausstellung etc.?
Gunther Fiedler: Das weiß ich auch nicht mehr.
Götzl: Wann haben sie dann erfahren dass die nicht ins Ausland gehen wollen?
Gunther Fiedler: Dachte dass sie zeitnah ins Ausland gehen wollen, das dauerte mir zu lange. Halbes dreiviertel Jahr später habe ich mir den Reisepass wiedergeben lassen und dann vernichtet.
Götzl: Haben die bereitwillig den Reisepass zurückgegeben?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr, aber ich denke schon.
Götzl: Gab es noch 1998 sonstige Unterstützungshandlungen? Einkaufen ???
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Kannten sie den Wohnungsinhaber?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Wenn ich Ihnen den Namen Max sage?
Gunther Fiedler: So könnte er geheißen haben.
Götzl: Burkardt ?
Gunther Fiedler: Nein nicht in diesem Zusammenhang.
Götzl: Hat ihr Bruder die drei unterstützt?
Gunther Fiedler: Nicht das ich wüsste.
Götzl: Von anderen Kreisen finanzielle Unterstützung über die drei?
Gunther Fiedler: Kann dazu keine Aussage machen, da ich nicht über die drei gesprochen habe.
Götzl: Können sie mir etwas über die 88iger sagen und über Blood & Honour Sektion Sachsen?
Gunther Fiedler: Was wollen sie da genau wissen? 88iger war ein Aufnäher auf der Jacke, und dann mit Freunden Biertrinken gewesen. Waren so um die 30 Mann.
Götzl: Und was sagt ihnen Blood & Honour?
Gunther Fiedler: Von Hören sagen, nichts mit denen zu tun gehabt.
Götzl: Wissen sie Namen die bei Blood & Honour waren?
Gunther Fiedler: Thomas Starke, mehr weiß ich nicht.
Götzl: Wissen sie welche Rolle Starke bei Blood & Honour hatte?
Gunther Fiedler: Nein weiß ich nicht mehr.
Götzl: Kennen Sie Jan Werner?
Gunther Fiedler: Kenn seinen Namen, von Konzerten gesehen mehr nicht.
Götzl: Wie gut kannten sie ihn?
Gunther Fiedler: War ein flüchtiger Freund.
Götzl: Eingangs habe ich sie gefragt zu Waffen, 90 Jahre in der Szene. Gab es da Gespräche?
Gunther Fiedler: Nein nie ein Thema.
Götzl: 88iger wie lange war die in Chemnitz?
Gunther Fiedler: 1997 / 1998 vielleicht. 1998 habe ich die Jacke abgelegt.
Pause bis 11.05 Uhr.
Götzl : Kennen Sie Ralf Wohlleben
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Kennen Sie Carsten Schulze
Gunther Fiedler: Nein
Götzl : Andre Eminger
Gunther Fiedler: Ja von früher. Ende der 90iger.
Götzl : Bei was?
Gunther Fiedler: Bei Feiern und Konzerten.
Götzl: Wo auf Konzerten?
Gunther Fiedler: Europaweit waren die Konzerte.
Götzl : Nur Konzerte? Mal ne Feier?
Gunther Fiedler: Große Feier wenn, 1-2 Mal im Jahr. Bei runden Geburtstagen gesehen. Da hat man sich gesehen.
Götzl: Wo war die Feier?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Wissen sie wo Andre Eminger her kam?
Gunther Fiedler: Aus dem Erzgebirge.
Götzl: Waren sie mal dort?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Mit Andre Eminger über Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gesprochen?
Gunther Fiedler: Nein ich habe mit niemanden darüber gesprochen.
Götzl: Kennen sie einen Rickmann?
Gunther Fiedler: Ja ist ein Freund von mir.
Götzl: Auch aktuell?
Gunther Fiedler: Ja
Götzl: Seit wann kennen sie ihn?
Gunther Fiedler: Seit er aus der Haft entlassen worden ist damals.
Götzl: Kannte Rickmann Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht.
Götzl: Waren die drei bei ihnen in der Wohnung?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht, kann sein.
Götzl: Herr Rickmann sagte hier aus, dass er die drei, 2-3-mal bei ihnen in der Wohnung gesehen hätte.
Gunther Fiedler: Wenn er sich daran so gut erinnern kann, dann wird es wohl so gewesen sein.
Götzl: Kennen sie einen Carsten Richter?
Gunther Fiedler: Nein kenn ich nicht.
Götzl: Kannten sie andere Wohnungen wo die drei gewohnt haben?
Gunther Fiedler: Weis nur die eine am Kaßberg, mehr weiß ich nicht.
Götzl: War mal Gesprächsthema sie als Bürge für eine Wohnung?
Gunther Fiedler: Nein das war nie Thema.
Götzl: Herr Fiedler kommen sie bitte mal nach vorne, ich möchte ihnen etwas zeigen. Das ich für die Verfahrensbeteiligten Ordner… Blatt… Das ist ein Blatt als Bürge für eine Wohnung. Kennen sie das?
Gunther Fiedler: Nein gar nicht.
Götzl: Haben eines der Uwes sie mal wegen Bahncard gefragt?
Gunther Fiedler: War nie ein Thema.
Götzl: Dann möchte ich ihnen dies zeigen, für die Verfahrensbeteiligten Ordner…. Blatt … Es zeigen Bahncard.
Gunther Fiedler: Kann dazu nichts sagen das sehe ich das erste Mail jetzt.
Götzl: Haben sie mal in Passau gearbeitet?
Gunther Fiedler: Auf Montage ja.
Götzl: Wann war das ungefähr?
Gunther Fiedler: Das muss 1998 gewesen sein.
Götzl: Wurde mal mit den drei über ihre Familie gesprochen?
Gunther Fiedler: Nein weiß nicht.
Götzl: Und ihr Bruder?
Gunther Fiedler: Nein.
Götzl: Herr Fiedler kommen sie nochmal bitte nach vorne. Eine Kopie wird gezeigt das ist für die Verfahrensbeteiligten Ordner…. Blatt … Kennen sie das?
Gunther Fiedler: Das hat man mir auch beim BKA gezeigt. Nein.
Götzl: Da steht, Vater Kurt Fiedler, Mutter Renate Fiedler, Schwester Ute Fiedler, Schwester Eva Fiedler, Schwester Diana Fiedler und Bruder Armin Fiedler.
Gunther Fiedler: Stimmt alles.
Götzl: Was hat ihre Schwester…. gearbeitet?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Da steht das ihr Bruder in einer Kaufhalle gearbeitet hat?
Gunther Fiedler: Ja als Verkäufer.
Götzl: Und ihre Schwester … als Krankenschwester.
Gunther Fiedler: Das arbeitet sie heute noch.
Götzl: Die andere Schwester bei der Krankenkasse, Mutter Kindergärtnerin, und der Vater Lokführer aber arbeitslos.
Gunther Fiedler: Ja.
Götzl: Nochmal zur Passgeschichte, will sehr gerne verstehen. Haben sie ohne weiteres ihren Pass hergegeben. Hab es da kein Gesprächsbedarf?
Gunther Fiedler: Die brauchten den Pass für das Ausland. Hatte schon bissi Bedenken davor, deshalb wiedergeben lassen.
Götzl: Haben sie mit ihren Bruder über die Aufstellung gesprochen?
Gunther Fiedler: Weiß nicht.
Götzl: Da steht ein Andreas Demeter geb. am …
Gunther Fiedler: Der hat im Haus bei meinen Eltern zusammengewohnt und aufgewachsen.
Götzl: Kannte er die drei?
Gunther Fiedler: Nicht das ich wüsste.
Götzl. Bei der nächsten Frage belehre ich sie nach §55 Strafgesetzbuch. Hat ihr Bruder mal in einem Edeka Markt gearbeitet?
Gunther Fiedler: Er hat mal, aber in welchen weiß ich nicht mehr.
Götzl: Gab es mal Gespräche mit den drei über einen Edeka Markt?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht mehr.
Götzl: Haben sie damals mitbekommen das ein Edeka Markt in Chemnitz überfallen wurde?
Gunther Fiedler: Weiß ich nicht mehr.
Götzl: Wie standen sie zu Frau Struck?
Gunther Fiedler: Ne Freundin.
Götzl: Nähere Beziehung?
Gunther Fiedler: Ja kurzzeitig war da mal was.
Götzl: War in dem Kreis mal Sprengstoff oder Waffen ein Thema?
Gunther Fiedler: Kein Thema.
Götzl : Kennen sie Jörg Winter?
Gunther Fiedler: Durch Konzerte und Feiern, so 98.
Götzl: Was war das für sie?
Gunther Fiedler: Ein Freund.
Götzl: Hatte Jörg Winter Waffen?
Gunther Fiedler: Das weiß ich nicht.
Götzl: Kennen sie einen Giso Tschirner?
Gunther Fiedler: Auch ein Freund von mir.
Götzl : Mit den beiden über Vernehmungen gesprochen?
Gunther Fiedler: Vielleicht mal geredet. Ich weiß nur dass die beiden beim BKA oder in Karlsruhe waren.
Götzl: Vorhalt aus Vernehmung vom 2.8.2012 ….. Erinnerungen daran?
Gunther Fiedler: Das ist nur weil ich sie mit Spitznamen kenne.
Götzl: Welche Spitznamen.
Gunther Fiedler: Winter und Giso. Die Namen habe mir nichts gesagt, da gibt es mehr als einen Namen.
Götzl: Nachfrage wegen den Lichtbilder?
Gunther Fiedler: Ich hab so an die 80 Lichtbilder gesehen.
Götzl: Wie oft vernommen?
Gunther Fiedler: Einmal.
Götzl: Fragen seitens des Senats, keine. Fragen seitens der Bundesanwaltschaft, keine.

Die Einvernahme von Manfred Götzl erster Teil. Zweiter Teil Nebenklägeranwälte fragen….