Der Lange, in Sachsen

 

Heute könnten die Nebenkläger ihre Plädoyers halten. Zentrales Thema in Plädoyer von Rechtsanwältin Lunnebach ist der V-Mann (Johann H.) der nie entdeckt werden sollte. Eine BKA-Beamtin kam ihm auf die Spur (Phantombild), doch diese wurde von ihrem Vorgesetzten ermahnt sich auf das Trio zu konzertieren. So wurde ein V-Mann Spur totgemacht.
Genau wie diesen Fall gab es in Sachsen viele V-Männer, die noch nicht enttarnt wurden.

Einer dieser mutmaßlichen V-Mann Personen ist Jan Werner.

Seit den 90 iger Jahren war er einer der führenden Persönlichkeiten ,Verfassungsschutz berichtet das er Sektionsleiter von B&H in Sachsen.
Zusammen mit Thomas Müller (ex Starke) baute er die rechte Musikszene in Sachsen auf. Alles, was damals rechte Musik hörte, fuhr nach Sachsen. Dies hörte man immer wieder von Zeugenaussagen im NSU-Prozess bzw. auch in den Untersuchungsausschüssen.

Doch wer war dieser Jan Werner?

Ein nicht unwichtiges Detail ist, das er vom 1.4. 1996 bis zum 30.1.1997 in Erfurt beim 6. Transportbataillon 133 seine Grundausbildung bei der Bundeswehr machte.
Es ist schwer vorzustellen das er in dieser Zeit keinen Kontakt zu gleich gesinnten in der Umgebung suchte. Was wäre da nicht näher gewesen, unter anderem nach Jena oder Rudolstadt zu gehen.Oder war er auch zu den Mittwochsstammtischen zugegen, wo auch Mundlos öfters zu diesen Treffen war.

Seine Notizbücher von dieser Zeit wurden 2001 bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt. Sie wurden archiviert wegen dem Landser Verfahren. Dort war Werner als Produzent für die letzte Landser CD verantwortlich. Doch ausgerechnet zwei Bundesanwälte haben diese Aufzeichnungen 2014 vernichtet. Warum oder wieso dies gemacht wurde, da die Bundesanwälte keinen Bezug zum NSU erkennen konnten.
Doch es ist erstaunlich dass der Generalbundesanwalt selber Jan Werner mit 9 weiteren Personen ein Ermittlungsverfahren in der Sache NSU am laufen hat. Sein erster Kontakt zum Umfeld des NSU bestand darin, nach einer Waffe zu fragen. Selbst die Bundesanwaltschaft geht davon aus, das es einige Bankraube begangen wurden, und deshalb hätte sich dort Jan Werner gemäß des schweren Raubes schuldig gemacht.. Aber diese Sachen sind gemäß der Verjährungsfrist schon nicht mehr strafbar. Genauso wenn Werner unterstützende Handlungen den dreien zukommen lies. Doch hatte Werner persönlichen Kontakt zu Mundlos und Zschäpe mutmaßlich hatte sogar. Er wurde in Berlin vom sächsischen Verfassungsschutz am 6.6.2000 mit einer Frau und zwei Kindern beobachtet wurde.

Das LFV ging damals aus, dass sich um die männliche Person Jan Werner handelt. Mundlos und Zschäpe hielten sich an diesen Tag in Berlin auf, um eine Synagoge mutmaßlich auszuspähen.

Auch interessant ist, dass eine Kopie seiner Aussage im Landser Verfahren 2003 im Brandschutt in der Frühlingstrasse gefunden wurde.
In der Einlassung bei der Bundesanwaltschaft wurde Werner nur oberflächlich zu Sachen befragt.
Die Frage ist warum? Keine Fragen, ob das angebliche Trio kennt, oder sonst etwas auf den Bezug zum NSU.
Er wusste eines Tages die Polizei noch mal auf ihn zu kommen würde, sagte in seiner Aussage beim

LKA Stuttgart. Dazu meinte er was ihn entlasten würde, wäre ja ab 1998 bis 2002 die Polizei wisse, was bei ihm gelaufen ist..

Ein Wink mit dem Zaunpfahl???

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Der Brieffreund Robin Schniemann

NSU Untersuchungsausschuss in Düsseldorf, 29 Sitzungstag 04.03.2016
Als Zeuge ist im öffentlichen Teil geladen Robin David Schniemann
Als Zeuge im nicht öffentlichen Teil Sebastian Seemann ( V Mann)

10.14 Uhr geht es los. Herr Schniemann kommt mit seiner Freundin und seinem Rechtsbeistand Herr Hendrik Schnelle in den Sitzungssaal E3 A02.
Angezogen mit einer schwarzen Jacke von der rechten Marke Ansgar Aryan, wo rechts die Schwarz Weiß Rote Fahne aufgestickt ist.
Vorsitzender Sven Wolf (SPD)begrüßt den Zeugen dazu seinen Rechtsbeistand und möchte von diesem die persönlichen Angaben zur Person.

Schniemann: Robin Schniemann, geboren am 19.10.1984,Industriemechaninker,31 Jahre und ich komm nicht von hier, Euskirchen.
Sven Wolf: Wir halten das immer so dass ich ein paar Einstiegsfragen stelle. Wie sind Sie in die rechte Szene gekommen?

Schniemann: Da mache ich von meiner politischen Meinungsfreiheit gebrauch.

Sven Wolf: Da sehe ich jetzt kein Problem, wegen ihrer Aussage.

Schniemann: Was soll ich da erzählen soll?

Sven Wolf: Wie haben sie die Leute die Leute kennenlernt?

Schniemann: Wie man halt auch andere Leute kennenlernt, mit 14,15 Jahren reingerutscht. Da gibt es kein Eintrittsdatum oder so. Ich war die meiste Zeit in Haft und bei der Bundeswehr.

Sven Wolf: Und was haben Sie sonst noch so gemacht?

Schniemann: Ich bin mit dem Fahrrad gefahren und habe eine Lehre gemacht. Und war bei der Bundeswehr.

Sven Wolf: In der Szene?

Schniemann: Mitgelaufen.

Sven Wolf: Waren Sie auf Demonstrationen ?

Schniemann: Ja bestimmt.

Sven Wolf: Haben Sie da nicht mit jemanden gesprochen?

Schniemann: Da hat keinen Zwischenmenschlichen Kontakt. War zu Letzt bei einer in Dortmund. Was Sie da genau wissen wollen bin ich der falsche Ansprechpartner. Da wird man von den Linken mit Steinen oder mit Kartoffeln mit Nägeln beschmissen, da geht es um Leib und Leben dann.

Sven Wolf: Waren Sie außerhalb Dortmunds auf Demonstrationen?

Schniemann: In Belgien und Holland.

Sven Wolf: In Hessen?

Schniemann: Kann sein.

Sven Wolf: In Thüringen?

Schniemann: Nicht das ich das wüsste. War auch in Polen.

Sven Wolf: Waren das Demonstrationen und Konzerte in Belgien und Holland?

Schniemann: So wohl als auch.

Sven Wolf: Mit wem haben Sie sich da getroffen?

Schniemann: Das weiß ich doch nicht mehr?
Dann wird Rechtsanwalt Schnelle zum Vorsitzender Sven Wolf nach vorne zu einer Unterredung gerufen. Danach redet der Rechtsbeistand mit dem Zeugen.

Schniemann: Das werden so 30 bis 40 Konzerte gewesen sein. Ich war so zwei bis drei Mal in Belgien und Holland.

Sven Wolf: Und wie haben Sie darüber erfahren?

Schniemann: Mundpropaganda und Flugblätter.

Sven Wolf: Und was kostet so ein Konzert?

Schniemann: Das ist je nach dem wer spielt: Kostet wie bei den Tosten Hosen oder Die Ärzte.

Sven Wolf: Und wer hat da gespielt?

Schniemann: Oidoxie gesehen habe, hatten eine gute Bühnenshow. Sowas vergisst man nicht.

Sven Wolf: Mit wem waren Sie dort?

Schniemann: Mit Sebastian Seemann, mit ihrem Mitarbeiter. Seit ich wusste dass er Kontakt zum Staat hat habe ich keinen Kontakt mehr. Haben zusammen gewohnt, war ein sehr guter Freund. Er ist bei meinen Eltern ein und ausgegangen genau wie ich bei seinen Eltern

Sven Wolf: Und von wem wurden die Demonstrationen Mitte der 2000 Jahre organisiert und wie viel Leute waren dort?

Schniemann: Wer die organisiert hat bin ich der falsche Ansprechpartner. Und bei den Demos waren je nach Motto Leute da. Mal 10 oder 1000. Ich geh nur den Demos wo ich auch mit meiner Stimme einstehen kann.

Sven Wolf: Wie viel Leute waren bei ihrer letzten Demonstration dabei?

Schniemann: So 200 Leute. Da war auch ständige Polizei Gewalt im Einsatz. Eine Demonstration ist kein Fight Club wir waren ständig unter Beschuss geraten. Wegen meiner Verurteilung, ich hätte nie gedacht dass ich schießen werde, und habe es doch getan. Wenn es um Leib und Leben geht. Und ich wurde gezwungen diese Straftat zu begehen. Einer der für den Staat arbeitet hat ihm 5 Minuten vorher die Waffe bekommen, und den Auftrag bekommen.

Heiko Hendriks (CDU): Sie haben Briefkontakt zu Beate Zschäpe, kannten sie Sie vorher?

Schniemann: Nein.

Heiko Hendriks: Bewundern Sie Frau Zschäpe?
Schniemann: (Sagt erst nichts) Dann…die einzige Frau die ich bewundere ist meine Freundin.

Heiko Hendriks: Warum haben Sie Kontakt zu Frau Zschäpe gesucht?
Schniemann: Was die durchgemacht hat, die Medienhetze, wollte sie einfach aufbauen.

Habe eine soziale Ader, da die Justiz nicht in der Lage ist um jeden sich zu kümmern. Ich wollte ihr meine Erfahrungen mitteilen, das ist die Zivilcourage die die Parteien fordern.

Heiko Hendriks: Frau Zschäpe hätte sich wegen den Haftbedingungen beklagt, wer hat zuerst geschrieben?

Schniemann: Ich habe als erster geschrieben. Ihren Brief konnte man ja überall lesen. Wenn da was nicht richtiges dringestanden hätte…. Die Briefe werden eh zwei Mal kontrolliert bevor man es lesen kann. Er kennt normal die Briefe Tagebuch mäßig. Habe früher regelmäßig mit ihr geschrieben, in der letzten Zeit nicht mehr.

Heiko Hendriks: Dann zu dem Mord an Mehmet Kubaşık, wie haben Sie damals erfahren?

Schniemann: Das habe ich durch ein Medienspektakel. In der Szene wurde nicht darüber gesprochen, und ich war zu der Zeit ja bei der Bundeswehr.

Heiko Hendriks: Sie wurde ja während ihrer Bundeswehr Zeit vom Militärischen Abschirmdienst angesprochen? Wie kam es dazu? Und Wo?

Schniemann: Wo weiß ich nicht mehr. In der Rommelkaserne, etc..

Heiko Hendriks: Und den Anwerbeversuch gab es?

Schniemann: Wollen Sie mich einer Lüge bezichtigen? Dann sag ich gar nichts mehr.

Heiko Hendriks: Am 9.6.2006 war der Mord in Kassel, am 16.12.2006 waren die Oidoxie Streetfighting Crew in Kassel…

Schniemann: Ich war im Dezember 2006 nicht dort, weil ich im Dezember 2006 bei der Bundeswehr in Dudastadt war. Und war auch am Wochenende dort. Sie können sich ja meine Bundeswehrakte holen.

Kurze Pause…

Schniemann…. Er verteidigt sich nur gegen die Idioten die keinen Hauptschulabschluss geschafft haben. Ich bin Deutscher und bleibe Deutscher. Ich bin natürlich in der rechten Szene. Wenn ein Kollege von Ihnen wegen Kinderpornos 5000€ nur Strafe zahlen muss, ich halte den Kopf hin. Ich bin kein Kämpfer sondern ein Lamm. Und auch kein Faustkämpfer mit meiner Statur wie man sehen kann, ich bin kein Kriegstreiber.

Kennen Sie die Turner Tagebücher?

Schniemann: Seemann und ich haben diese nicht gelesen.

Heiko Hendriks: Waren Sie Mitglied der Oidoxie Streetfighting Crew gewesen?

Schniemann: Nein. Aber ich habe so ein T Shirt. Wenn einer ein T Shirt von den Toten Hosen hat, dann ist er nicht gleich Mitglied dieser Band.
Dann werden dem Zeugen eine Liste gezeigt wo alle Mitglieder der Oidoxie Streetfighting Crew aufgeführt sind..

Schniemann: Nein ich war nicht Mitglied, und das ist eine Mutmaßung des Staates.

Andreas Bialas (SPD): Sagt Ihnen Combat-18 etwas?

Schniemann: Schon mal gehört.

Andreas Bialas: Gab es sowas in Dortmund?

RA Schnelle: Da wird der Zeuge nicht beantworten, weil er sich der Gefahr aussetzt bei einer ordnungsgemäßen Beantwortung der Frage wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung der Verfolgung durch die Strafverfolgungsbehörden auszusetzen.

Andreas Bialas: Waren Sie Mitglied in so einer Zelle?

RA Schnelle: Ich kann mich da nur wiederholen. Der Zeuge nicht beantworten, weil er sich der Gefahr aussetzt bei einer ordnungsgemäßen Beantwortung der Frage wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung der Verfolgung durch die Strafverfolgungsbehörden auszusetzen.

Andreas Bialas: Dann lege ich Ihnen ein Foto vor. Wen erkennen Sie auf dem Bild?
Dem Zeugen wird das Bild auf einem Bildschirmgezeigt.
Schniemann: Das Bild ist ja Scheiße. Den Seemann erkenne ich noch. Das ist ein Bild mit der Band Oidoxie.

Andreas Bialas: Von wann ist das Bild.

Schniemann: Da bin ich noch jünger.

Die Fraktion der Piraten hat eine Frage zu diesem Bild.

Birgit Rydlewski: Konnte jeder so ein T Shirt kaufen?

Schniemann: Ja im Laden. Ich habe eins gehabt mit Rückaufdruck, dies ist für Bandmitglieder gewesen. Ich selber hatte so eins. Dies wurde mir geschenkt.

Verena Schäffer (Die Grünen): Wie war das Verhältnis zwischen Ihnen und Marko Gottschalk.

Schniemann: Da müssen Sie mir erst erklären was Sie meinen mit Verhältnis. Kurze Pause. Dann das war gut.

Verena Schäffer: Haben Sie beide mal über eine Zellengründung gesprochen?
Schniemann: Dazu werde ich nichts sagen, weil ich mich Verfolgung durch die Strafverfolgungsbehörden auszusetzen würde.

Verena Schäffer: Welche Funktion hatte die Streetfighting Crew?

Schniemann: Applaudieren, tanzen, CD kaufen, Band anfeuern
Dem Zeugen wird ein Video von Streetfighting Crew das in Greven gemacht wurde Dies zeigt mutmaßlich Schniemann als Saalschutz der Band. Dies bestreitet er auf dem Video zu sein.

Verena Schäffer: man sieht dort ihren blanken Arm. Können Sie uns ihren Arm zeigen?

Schniemann: Das mache ich nicht, da ich möglicherweise strafbar mache.

Verena Schäffer: Auf dem Arm steht „Brüder schweigen“ Was bedeutet dies?

Schniemann: Dazu möchte ich nichts da noch andere zu sehen sind, und diese nach 86a § zeigen wegen verfassungswidriger Symbolen kriminalisiert zu werden. Aber das Symbol ist nicht in Deutschland verboten.

Verena Schäffer: Wie sind Sie zu der Tätowierung gekommen?

Schniemann: Ich bin zum Tätowierer gegangen und habe die Hose ausgezogen.

Verena Schäffer: Was können Sie mir zu den Tuner Diaries sagen?

Schniemann: Ich bin doof, ich habe diese nicht gelesen, und habe auch an keine Schulungs verantstaltung teilgenommen. Ich interessiere mich auch nicht für poltische Bildung.

Können Sie zu Waffen und Waffenhandel etwas sagen zu Seemann?

Schniemann: Das werde ich nichts sagen.

Joachim Stamp (FDP): Haben Sie andere Rechtsextrem in der Bundeswehr kennengelernt?

Schniemann: Nein. Es ist ja auch schwierig gewesen, politische Themen anzusprechen. Als der MAD in angesprochen hat das Aufsehen erregt.

Joachim Stamp: Was haben Sie dann gemacht?

Schniemann: Bin zu meinen Vorgesetzten gegenagen.

Joachim Stamp: An welchen Waffen wurden Sie ausgebildet?

Schniemann: An der Panzerfaust, Handgranate, P 36 etc.
Dem Zeugen wird ein Bild gezeigt, und zwei Fragen gestellt. Zum einem ob er Stanley Röske kennt und kennt er Benjamin Gärtner?

Schniemann: Kenn ich nicht, die sagen mir nichts.

Birgit Rydlewski (Piraten): Haben Sie an dem nationalen Antikriegstag 2005 teilgenommen?

Schniemann: Das wissen Sie sicher besser als ich!?

Birgit Rydlewski: Wo konnte man so ein T-Shirt der „20160304_09570120160304_095701 Streetfighting Crew“kaufen?

Schniemann: Das konnte man sich ganz legal in Buy or Die in Dortmund kaufen.

Heiko Hendriks: Kennen Sie den SS Sigi Borchardt ?

Schniemann: Man kennt sich, aber man hat nicht den engsten Kontakt. Man hat sich bei Kameradschaftsabenden oder Demonstrationen gesehen.

Birgit Rydlewski: Wie ist das Verhältnis zu Marko Gottschalk?

Schniemann: Das ist mein Bruder.

Birgit Rydlewski: Und zu Michael Berger?

Schniemann: Kenn ich nicht das war vor meiner Zeit.

Birgit Rydlewski: Tino Stadler: Nein kenn ich nicht. Ich war neun Jahre im Knast, das habe ich so viele Menschen mit Namen kennengelernt.

Dann ist die Fragerunde und die Befragung von Robin Schniemann um 11.17 Uhr zu Ende.
Auch unter den Zuhören an diesem Tag ist Rechtsanwalt Wolfang Heer, der Beate Zschäpe in München vertritt.

Ich habe diese Niederschrift mit bestem Wissen wiedergegeben.

Die Aussagen der Antje Böhm ex Probst am 162. Prozesstag 20.11.2014 und am169. Prozesstag 10.12.2014

Die Aussagen der Antje Böhm ex Probst am 162. Prozesstag 20.11.2014 und am169. Prozesstag 10.12.2014

Frau Böhm kommt an diesem 20.11.2014 um 11.05 in den Gerichtssaal 101 am OLG in München.

Götzl : Ich darf Sie begrüßen Frau Böhm. Zu Ihren Personalien. Böhm ist ihr Familienname?

Antje Böhm : Ja.

Götzl : Familienstand ?

Antje Böhm : geschieden.

Götzl : Von Beruf sind sie Frau Böhm?

Antje Böhm : Erzieherin

Götzl : Wie alt sind sie ?

Antje Böhm : 40 Jahre

Götzl : Wo wohnen Sie ?

Antje Böhm : Aue….

Götzl : Mit den Angeklagten nicht verwandt oder verschwägert?

Antje Böhm : Nein.

Götzl : Belehrung.

Götzl : Es geht mir um die Jahre 1998 1999 den Personenkreis den Sie damals kannten, und um Frau Zschäpe Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos und Blood & Honour.

Antje Böhm : Also die drei kannte ich nicht.

Götzl : Was können Sie mir zu Blood & Honour sagJaen ? Wann sind Sie da eingetreten warum ?

Antje Böhm : Weiß gar nicht mehr wann ich da eingetreten bin bei Blood & Honour. Ich bin wegen Ian Stuart eingetreten das war mein Vorbild und wegen meine musikalisches Erbe. Es ging nur um die Musik.
Als es dann nur ums Geld ging habe ich Blood & Honour den Rücken gekehrt.

Götzl : Wer war noch dabei ?

Antje Böhm : Jan Werner war sehr aktiv, der Starke kam erst später.

Götzl : Wie und wo hat man sich getroffen ?

Antje Böhm : Man hat sich in der Kneipe getroffen, paar Musikalische Veranstaltungen besucht. Den Gedanken von Ian Stuart weiterführen.

Götzl : Wer hatte die Kontakte ?

Antje Böhm : Der Jan hatte viele Kontakte.

Götzl : Wie viel Leute waren es und von welcher Zeit sprechen wir?

Antje Böhm : Das ist so lange her, puh so 4-5 Mann und so 94/95 kamen aus Chemnitz oder aus dem Erzgebirge.

Götzl : Nochmal auf die Treffen, wie waren die ?

Antje Böhm : Wir waren eine lose Vereinigung, Stammtischfeeling. Bands dann eingeladen und Jan hatte die Kontakte und haben Musik gehört.

Götzl : Wer war damals dabei ?

Antje Böhm : Der Jan, ich, Jörg Anke, der Starke später das war so 96 gewesen.

Götzl : Wie war das dann ?

Antje Böhm : Man hat sich zu einem Bierchen getroffen, und sich unterhalten.

Götzl : Kennen Sie einen Andreas Graupner ?

Antje Böhm : Der war erst 1996 dabei.

Götzl : Welche Bands haben auf den Konzerten gespielt und wie oft waren Konzerte ?

Antje Böhm : Das waren viele Konzerte, zu diesem Zeitpunkt. Avalon oder Amigo …
so ein bis zwei Mal im Monat, waren in Konzertsälen oder in kleinen Kneipen. Das war immer mit den Inhabern abgesprochen.

Götzl : Welche Musikrichtung war das denn ?

Antje Böhm : Vom der Musikrichtung würde ich sagen zwischen Rock & Roll und Heavy Metal war die Musik.

Götzl : Und wie viel Gäste waren da auf einem Konzert ?

Antje Böhm : Ja zwischen 70 und 100 Mann oder 400 Mann.

Götzl : Und wie kam dahin, wer hat das alles organisiert ?

Antje Böhm : Es wurde eingeladen, das hatte der Jan mehr gemacht. Man hat SMS verschickt. Der hatte auch einen kleinen Freundeskreis in Europa und Ausland angereist.

Götzl : Woher kannten sie Jan Werner ?

Antje Böhm : Kanne den Jan aus der Schule in eine Klasse gegangen, seit wir Kinder waren, im gleichen Neubaugebiet in Karl Marx Stadt da hat sich was zusammengeballt. Da kennt man sich eben.

Götzl : Und warum sind Sie dann aus Blood & Honour ausgetreten ?

Antje Böhm : Ich bin bei bei Blood & Honour ausgetreten, weil es ums Geld verdienen ging und nicht mehr um die Musik.

Götzl : Und wann war das ungefähr ?

Antje Böhm : Das muss so 97 gewesen sein. Das hatte der Starke auf den Weg gebracht. Irgendwann sagte er es fehlen 20.000 DM in der Kasse.Ich nehme an das er sich da privat bereichert hat.

Götzl : Was hat der Eintritt dann gekostet ?

Antje Böhm : 20 DM

Götzl : Und wann war das mit Starke ?

Antje Böhm : Das muss 97/ 98 gewesen sein, das Starke das in seiner Tasche vermisst hat.
Der Jan hat die Bands angesprochen. Der Starke hat als er kam die Vaterrolle übernommen. Wo man sich trifft usw.

Götzl : Und ihre Rolle ?

Antje Böhm : Ich war da.

Götzl : Wer war noch dabei, wie oft gesehen ?

Antje Böhm : Der Jörg, mein der Jörg Anke und ein Egiso??? Ist so lange her, wie oft gesehen. Einmal im Monat gesehen, engsten Kontakt zu Jan gehabt.

Götzl : Was haben Sie gemacht und ihr Mann ?

Antje Böhm : Von Chemnitz nach Limbach gezogen. Vier Kinder bekommen, zwischen 1994 und 2007 verheiratet war. Die Kinder waren von ein und dem selber Vater gewesen. Mein Exmann war selbstständig, ich habe bei ihm in Läden für Musik geholfen. Hatte zwei Geschäfte.

Götzl : Nochmal zu Blood & Honour Frau Böhm, was hat Ihnen da genau gefallen ?

Antje Böhm : Ja dieses ehrenvolle, die hohen Werte, das zurückbesinnen was Ian Stuart meinte. Stück ehrlicher zu sein, was Demut ist. Fand seine Musik toll, Treu gegen sich selbst zu sein.

Götzl : Und wie waren diese Stammtische ?

Antje Böhm : Sich zu treffen, es ging nur um die Musik, kein Inhalt. Treffen Musik Trinken.
Ich hab mir vorgestellt, Familien haben mit Kindern, Kindertreffen Familientreffen. Es ging dann nur ums Geld und nicht über Kinder und Familie.

Götzl : Hatte Blood & Honour politische Ziele ?

Antje Böhm : Politische Ziele für mich nicht, für andere schon. Eine weiße Welt, könnte ich mir vorstellen. Der Jan hat ein Heftchen gemacht da hat es eine Rolle gespielt.

Götzl : Was meinen Sie, eine Rolle gespielt ?

Antje Böhm : Withe Power, weiße Kraft eben.

Götzl : Und was heißt das für Sie ?

Antje Böhm : Das die weiße Hautfarbe erhalten bleibt. Wir haben uns getroffen und über belanglose Sachen geredet. Wie zum Beispiel über Konzerte, wie war es in der Arbeit über Beziehung.

Götzl : Hatten Sie außerhalb Freunde ?

Antje Böhm : Ja meinen Ex Ehemann und Kinder wichtig. Dann eine Swea die hab ich 3 mal in der Woche gesehen. Wie zu Jan Werner sehr engen Kontakt, Hendrik Lasch war nicht bei Blood & Honour .Andreas Graupner Kontakt hatte, kam alle zwei Monate zum Stammtisch.

Mittagspause bis 13.05 Uhr

Götzl : Nochmal zu den verschwundenen 20.000 DM, wie das war nochmal ?

Antje Böhm : Da kam der Starke und meinte es fehlen 20.000 DM in der Kasse, da dachte ich mit dem willst du nichts zu tun haben.

Götzl : Das verstehe ich nicht ?

Antje Böhm : Der Starke kam an den Stammtisch und meinte ihm fehlen 20.000 DM in der Kasse. Der Starke hat die Kasse verwaltet. Der Jan hat dann dem Starke gesagt „ ob er spinnt“ wegen dem geklauten Geld. Irgendwo muss ja das Geld sein, er soll das Maul halten.

Götzl : Wer hatte die Idee mit der Musik und den Konzerten ?

Antje Böhm : Mitte der 90 iger in der Kneipe getroffen und Musik gespielt. Dann ahben wir gedacht weil der Jan sehr gute Kontakte hat regelmäßig Gruppen einzuladen.

Götzl : Wer sind „ WIR „

Antje Böhm : Wir alle, der Jan ich der Jörg Ander.

Götzl : Welche Strukturen gab es bei Blood & Honour ?

Antje Böhm : Da gab es keine Strukturen, es waren Familien-ideale, Familien Ansehen, Musikliebhaber. Für mich ging es um die Musik. Und ein Stück rechte Gedanken gab es gut. Es waren plakative Äußerungen immer.

Götzl : Welche rechte Gedanken meinen Sie ?

Antje Böhm : Das mit der weißen Rasse in dem Sinne, und so. Das sind Floskeln weis nicht ob das erster Sinn gehabt hatte. Damals nach der Wende, viele Deutschland den Deutschen. Viel Dinge gemacht Sonnenwende usw. Da hat man das Glas Bier hochgehoben und gröhlt „ Hö Withe Power „ Seine Hautfarbe rein hält. Aber mehr Floskeln
Ich habe meine komplette Kindheit in der DDR verbracht, das war danach eine ganz andere Zeit.

Götzl : Wie war das dann in der Musik ?

Antje Böhm : Wurde schon in den Musiktexten vertont, aber die die rechten Gedanken waren Floskeln. Es gab sehr reichhaltig Bands aus Schweden Italien Belgien Ungarn gab es rechte Musik.
Nur weil man rechts wird sieht man den Menschen nicht. Rechts ist dann was ganz schlimmes. Man wird in eine Situation gedrückt.

Götzl : Wer war noch Rechts Ihrer Meinung ?

Antje Böhm : Der Jan und der Starke waren es auch.

Götzl : Nochmal zu Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe und Uwe Mundlos. Wann haben Sie von den dreien gehört ?

Antje Böhm : Die drei haben ich aus der Presse erfahren, seit ungefähr 2 ½ Jahren aus der Presse. Und im Zuge des Prozesses Beate Zschäpe.

Götzl : Ich möchte Ihnen einen Vorhalt machen, … Antje Probst Reisepass dem weiblichen Person der Untergetauchten geben will …

Antje Böhm : In de 90 igern habe ich keinen der Untergetauchten mein Reisepass zu Verfügung stellen wollen.
Das habe ich auch beim BKA erfahren, und ich habe meine Reisepässe gehabt, Urlaub gehabt und in Urlaub gefahren.

Götzl : Vorhalt … Thomas Starke Bauer Treffen

Antje Böhm : Ja haben nach einer Feier bei Starke geklingelt, der Jean Rene Bauer und ich. Der Starke kam die Treppen runter und der Jean Rene hat zu ihm Schwätzer gesagt und eine Ohrfeige gegeben. Es ging glaube ich um das Landser Verfahren.

Götzl : Vorhalt Jan Werner Waffen und den Raubüberfälle.. Haben Sie etwas bei Jan Werner und Waffen gewusst ?

Antje Böhm : Bei Jan Werner waren Waffen nie ein Thema.

Götzl : Was können Sie mir zu Carsten Szczepanski sagen ?

Antje Böhm : Szczepanski war häufig Gast bei uns, wir hatten zu erst über Briefkontakt zu ihm. Als er Freigänger wurde war er über den Laden angestellt a war ein intensiver Kontakt dagewesen.

Götzl : Wann war das in der Zeitlichen Abfolge ?

Antje Böhm : Das muss so 97/ 98 gewesen sein. Das ging alles sehr schnell durch die Agentur für Arbeit. Das hat uns alle sehr gewundert. Hatte ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Szczepanski. Szczepanski war aus Brandenburg. Das er damals V Mann war habe ich vom Spiegel erfahren. Ich habe ihn dann angerufen, und er hat alles abgestritten gesagt alles nicht wahr ist. Ich habe ihn dann nicht mehr gesehen.

Götzl : Vorhalt das eine Quelle aus Brandenburg von Waffen für die drei Untergetauchten von der Blood & Honour Sachen bereitgestellt werden… Kommt da eine Erinnerung ?

Antje Böhm : Nein.

Götzl : Hatte Szczepanski Kontakte in die Szene in Chemnitz ?

Antje Böhm : Ich weiß nur das wenn er Freigänger war, dann kam er immer am Wochenende zu uns.
Mit dem Pass das echt unglaublich. Das ich so was nicht weiß. Das ist einfach nicht wahr. Das ist eine ganz böswillige Unterstellung. Da war mein weites Kind ein Jahr alt. Da werde ich so was machen ?!

Götzl : Kennen Sie Andre Eminger ?

Antje Böhm : Nein.

Götzl : Kennen Sie Ralf Wohlleben ?

Antje Böhm : Nein.

Götzl : Carsten S.

Antje Böhm : Nein.

Götzl : Holger G.

Antje Böhm : Nein.

Götzl. Vorhalt, es werden zwei Bilder Frau Böhm gezeigt. Wenn kennen Sie darauf.

Antje Böhm : Lange überlegt, na das da bin ich, und das müsste die Aline sein glaube kam aus Zwickau. Und der Mann, mmh das ist der Steffen Himmel. Das müsste 96/ 97 gewesen sein.

Das Bild zeigt sie, und der Mann ist als klar als Uwe Mundlos zu sehen und die Frau Beate Zschäpe. Auffällig das Frau Zschäpe zu diesem Konzert eine rosa Oberteil trägt. Ganz untypisch für diese Szene.

Götzl : Vorhalt zu Eminger..

Antje Böhm : Scheiße, wegen dem Eminger kenn ich jetzt dann doch, das stellt jetzt meine Glaubwürdigkeit in Frage.
Das ist egal was ich jetzt sage bin ich jetzt unglaubwürdig.

Pause bis 15.10

Götzl : Können Sie sich erinnern an private Spendensammlungen ? Bei Konzerten oder so ?

Antje Böhm : Nicht das ich wüsste.

Rechtsanwalt Kaiser ( A. Eminger ) : Ich würde vorschlagen, in Anbetracht der Tatsache das Frau Böhm total verunsichert ist, ihr jetzt einen Zeugenbeistand beizustellen.

Daraufhin mach Götzl eine 5 Minuten Pause.

Götzl : Frau Böhm Sie müssen nochmal kommen, am 10.12.2014. Sie sind für heute entlassen, viele dank. Auf Wiedersehen.

Am 169. Prozesstag 10.12.2014

Frau Böhm ex Probst erscheint mit dem Zeugenbeistand Rechtsanwalt Lindner.

Ihre Einvernahme beginnt um 9.50 Uhr

Götzl : Ich möchte Ihnen nochmal die Belehrungen vom 20.11.2014 ins Gedächtnis rufen. Haben Sie seit dem letzten Mal Ergänzungen zu machen.

Antje Böhm : Eine Ergänzung. Den Eminger kannte ich nicht mehr. Bei der zweiten Vernehmung beim BKA . Das ich das nicht mehr wusste das mein Ex Mann die Emingers in Aue ein Geschäft eröffnen wollte.

Götzl : Haben Sie mal ein Vernehmungsprotokoll von Thomas Müller früher Starke gelesen ?

Antje Böhm : Nee nicht. Ich weiß jetzt nicht was ich beim BKA war ob es von Carsten Szczepanski oder vom Starke war.

Götzl : Ich meine nicht beim BKA sonder andere einmal ?

Antje Böhm : Nee

Götzl : Frau Böhm sagen Ihnen die Turner Tagebücher etwas ?

Antje Böhm : Wie heißen die Tuner Tagebücher? Nee sagt mir nichts.

Götzl : Gab es Blood & Honour Voraussetzungen oder eine Art Aufnahmezeit ?

Antje Böhm : Nee, wir haben uns lose zum Stammtisch getroffen, wüsste jetzt nicht welche Voraussetzungen man haben sollte.

Götzl : Sie sagten Das Ian Stuart ein Vorbild gewesen ist ?

Antje Böhm : Richtig. Ich habe Ian Stuart nicht live gesehen, er war vorher gestorben.

Götzl : Können Sie etwas über die Band sagen

Antje Böhm : Das waren lose Musiker, mehr weiß ich auch nicht.

Götzl : Wissen Sie welche Band Ian Stuart hatte ?

Antje Böhm : Wie meinen Sie das ? Meine Sie die Skrewdriver

Götzl : Worum ging es in den Liedtexten ?

Antje Böhm : Es ging um Zusammenhalt, Weiße Europa etc.

Götzl : Gab es Gewalt in den Texten ?

Antje Böhm : Kann schon sein .

Götzl : Was meinen Sie damit ?

Antje Böhm : Ich habe nicht alle Texte im Kopf, mein Englisch ist nicht so gut. Da fällt mir nichts ein.

Götzl : Frau Böhm was meinen Sie als ich Sie Fragte Gewalt, kann schon sein?

Antje Böhm : Na ja wenn man am Abend was trinken war, dann kam es schon vor das es in der Kneipe zu Gewalt kam wegen der Musik.

Götzl : Sonstige Gewalt ?

Antje Böhm : Nicht das ich wüsste.

Götzl : Können sie die Liedtexte nochmal konkretisieren ?

Antje Böhm : Ich fand die Stimme einfach toll, und die Umsetzung gut.

Götzl : Welchen Bezug hatte I. Stuart noch zu Blood & Honour ,sie sagten hohen Werte Ehre etc. ?

Antje Böhm : Freundschaft Kameradschaft so was halt.

Götzl : Das sind die Werte in der Musik ?

Antje Böhm : Teilweise.

Götzl : Was meinen Sie Teilweise ?

Antje Böhm : Da fällt mir seine wunderschöne Ballade ein Snowfall,als am Kriegsende die Soldaten im Schnee nicht mehr zurückgekommen sind.

Götzl : Hatten Sie Kontakt zu Ihrem Ex Mann ?

Antje Böhm :Wegen den Kindern schon, und er sagte mir das er hier war.

Götzl : Ihr Ex Mann sagte hier auf Berufung des §55 as er mit Ihnen ja verheiratet gewesen sei und zu den Flüchtigen nichts sagen würde weil er Sie sonst belasten würde. Wissen Sie warum ?

Antje Böhm : Nee, wundert mich sehr.

Götzl : Carsten Szczepanski wurde hier auch vernommen, und als es um Blood & Honour ging sagte er bei de polizeilichen Vernehmung das Blood & Honour der Hardliner Verband gewesen sei.
Antje Böhm : Ich war das einzige Mädchen, das haben die Jungs gemacht. Die Mädchen haben an den Kochtopf gehört das. Ich war außen vor bei den Gesprächen.

Götzl : Welchen Umgang hatte Blood & Honour mit Waffen ?

Antje Böhm : Davon weiß ich nichts davon.

Götzl : Zur Klarstellung. Waffen und Besorgung von Waffen.

Antje Böhm : Mit mir hat keine über Waffen gesprochen.

Götzl : Carsten Szczepanski sagte hier, das es zum guten Ton dazu gehörte eine Waffe zu haben, das war Tagesgeschäft.

Antje Böhm : Nur von mir spreche, ich brauche so was nicht.

Götzl : Carsten Szczepanski sagte das, Jan Werner begeistert von Waffen gewesen sei?

Antje Böhm : Ich habe keine Waffe besessen, also hab ich auch nicht bei den anderen nicht geguckt.

Götzl : Sagt Ihnen was zu Max Hammer ?

Antje Böhm : Nee

Götzl : In Zusammenhang mit einer Publikation ?

Antje Böhm : Nee sag mir nichts.

Götzl : Laut Aussage hier von Carsten Szczepanski meinte dieser ihr Ex Mann wäre auch bei Blood & Honour gewesen ?

Antje Böhm : Mein Ex Mann, nee lacht.

Götzl : Gibt es Ergänzungen zum Thema zwei Pässe ?

Antje Böhm : Ich kann nichts sagen, und das in Besitz von zwei Pässen war. Das war ich nicht.

Götzl : War Ihr Ex Mann in einer Band, und wie hieß die?

Antje Böhm : Die hieß AEG

Götzl : Gab es einen Bezug zu Blood & Honour ?

Antje Böhm : Nee.

Götzl : Spielte Die Band mal bei Blood & Honour ?

Antje Böhm : Puuh die gab es nur 94/95 und die haben mal auf einer Geburtstagsfeier und so gespielt.

Götzl : Nochmal kurz nachgefragt, bei Blood & Honour und Spendensammlungen?

Antje Böhm : Spenden,nee die hatten die Konzerte. Die brauchten das nicht.

Götzl : Sie sagten das letzte mal das 20.000 DM in der Kasse fehlte, das die Thomas Müller ex Starke sagte. Ist das Geld wieder aufgetaucht ?

Antje Böhm : Nein ist nicht wieder aufgetaucht, hab da auch nicht mehr nachgefragt.

Götzl : Hat der Senat fragen, Nein. Hat die Bundesanwaltschaft fragen, Nein. Haben die Anwälte der Angeklagten fragen, Nein. Die Angeklagten selber, Nein.
Dann bitte der Nebenkläger Herr Hoffmann.

Alexander Hoffmann : Frau Böhm hatten Sie einen Spitznamen ? Und wie dar dieser ?

Antje Böhm : Ja, Carline

Alexander Hoffmann : Kennen sie einen Enrico Rickmann und dessen Freund und wie heißt die ?

Antje Böhm : Ich kenne den Enrico aber dessen Freundin mmhh.

Alexander Hoffmann : Sandra ?

Antje Böhm : Ich kenne eine Freundin von dem , das war 92/93 aber ob die Sandra heißt ..

Alexander Hoffmann : Kennen sie einen Escher ?

Antje Böhm : Ja einen Thomas Escher.

Alexander Hoffmann : Einen Lasch.

Antje Böhm : Ja einen Hendrik Lasch.

Alexander Hoffmann : Haben Sie mal eine Wohnung von Thomas Starke übernommen?

Antje Böhm : Nee

Alexander Hoffmann : Sie sagten vorhin das ihr Ex Mann bei der Band AEG mitgespielt hatte, waren Sie auch dabei und als was und wann ?

Antje Böhm : Habe Bass gespielt das war 94/95.

Alexander Hoffmann : Haben Sie gegen Spenden gespielt ?

Antje Böhm : Ja.

Alexander Hoffmann : Kennen Sie die Zeitung Foier Frei ? Und wer war der Herausgeber ?

Antje Böhm : Ja , mein Ex Mann.

Alexander Hoffmann : Können Sie sich an eine Spendenaktion erinnern ?

Antje Böhm : Ja, da wurde mal ein Mann von 5? schwarzen erschossen, da haben wir seine Familie unterstützt.

Alexander Hoffmann : Dann möchte Ihnen einen Vorhalt machen, aber ich denke ist schwierig weil ich aus der Zeitung vorhalte und nicht alle Verfahrensbeteiligte diese haben. Man müsste es kopieren.

Götzl : Wäre schon sinnvoll es zu kopieren das alles es haben. Wie viel ist es denn?

Alexander Hoffmann : Es gibt noch mehr wo ich aus so vorhalten möchte. Je nach dem wie sich die Zeugin erinnert ?

Götzl : Dann kopieren wir erst Mal das, fragt den Justizbeamten wie lange er braucht und sagt dann.. dann machen wir Pause bis 10.40 Uhr.
Alexander Hoffmann : Dann mache ich Ihnen einen Vorhalt aus Foier Frei Nr 8, das da eine Carline 1500 DM auf ein Solidaritätskonto überwiesen hat. Kommt da eine Erinnerung ?

Antje Böhm : Nö keine Ahnung, so lange her.

Alexander Hoffmann : Als Frau mit Geld Konzert Geld eingezahlt, kommt da keine Erinnerung ?

Antje Böhm : Erstens weiß ich nicht wer das geschrieben hat, nee keine Ahnung.

Alexander Hoffmann : Hatte Ihr Ex Mann einen Spitznamen ?

Antje Böhm : Neee.

Alexander Hoffmann : Der Name unter dem Text war mit Jens Jagd gezeichnet. Hat Ihr Mann alle Foier Frei gemacht ?

Antje Böhm : Nee mit Jan Werner zusammen.

Alexander Hoffmann : Da gab es noch einen Skinhead 88? Wer der beiden war ihr Ex Mann ?

Antje Böhm : Keine Ahnung.

Alexander Hoffmann : Keine Erinnerung an Skinheads Chemnitz ?

Antje Böhm : Mein Ex Mann weniger, ist ja nicht in Chemnitz aufgewachsen.

Alexander Hoffmann : Keine Erinnerung an Spendengelder ?

Antje Böhm : Nein kann mich nicht erinnern.

Alexander Hoffmann : Mit Geld zu tun gehabt ?

Antje Böhm : Nein.

Alexander Hoffmann : Nie ?

Antje Böhm : Nein.

Alexander Hoffmann : Wer hat das Geld verwaltet ?

Antje Böhm : Erstes weiß ich das nicht so genau. Der Starke hat da schon seinen Mammutanteil gehabt. Die Einnahmen geh ich davon aus, haben die dann mit dem Starke abgerechnet. Das ist ja nicht vor Augen aller passiert. Nur betreffende Personen die da an der Kasse am Einlass saßen haben das gemacht.

Alexander Hoffmann : Was haben Sie da gesehen, oder wahrgenommen? Saß immer Starke an der Kasse ?

Antje Böhm : Nein, nicht jeder durfte die Kasse machen. Kann es nicht mehr sagen wer.

Alexander Hoffmann : War Jan Werner auch an der Kasse?

Antje Böhm : J der war auch dabei. Bei Blood & Honour. Kann sein keine Erinnerung.

Alexander Hoffmann : Ihre Aufgabe bei Konzerten ?

Antje Böhm : Ich war einfach nur da, keine Kasse.

Alexander Hoffmann : Nicht Getränke ausgeben oder sich um die Übernachtung kümmern gar keine Aufgaben?

Antje Böhm : Nein gar nichts, ich hatte gar keine Aufgaben. Jan Werner war da sehr umtriebig.

Alexander Hoffmann : Kennen sie einen Thomas Rothe ? Da hätten die Bandy bei ihm übernachtet ?

Antje Böhm : Nein.

Alexander Hoffmann : Sagt Ihnen der Spitzname Dackel etwas ?

Antje Böhm : Überlegt …. Ja

Alexander Hoffmann : Sagt Ihnen der Name Robby Hampel etwas ? Halte Ihnen aus … sagt dieser. Ich war damals in die Antje verliebt, sie in mich nicht. Dann gemeinsam zu Skinskonzerte gefahen. Wir begannen etwa 93 die rechte Szene in Chemnitz zu vereinen.

Antje Böhm : Hab den Robby Hampel 93 letzte Mal gesehen, es gab keine Chemnitzer Skinhedszene.Wir waren zusammen in normalen Discos. Wüsste nicht was der meint.

Alexander Hoffmann : Gab es mal ein Strafverfahren gegen Sie ?

Antje Böhm : Ich stand zusammen mit meinen Ex Mann vor Gericht. Denkt nach… Hing mit seinen CD zusammen und Laden zusammen. Bei mir wurde es gegen eine Geldstrafe eingestellt. Ich glaube es ging gegen Volksverhetzung.

Alexander Hoffmann : Und warum gegen Sie ?

Antje Böhm : Ich stand da hinter den Tresen. Das hatte den Zusammenhang wegen der Hausdurchsuchung im Laden und zu Hause. Ich war zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung im Laden vor Ort.

Alexander Hoffmann : Wer noch bei der Band AEG außer Ihnen und Ihrem EX Mann?

Antje Böhm : Denkt ewig nach… ein Wilko, Lars Franke und einer aus Riesa. Der hatte den Spitznamen Otto.

Alexander Hoffmann : War ein Andreas dabei ?

Antje Böhm : Andreas kam später dazu, das war Andreas Graupner.

Alexander Hoffmann : Und ein Ralph Maron oder Ralf Marschner ?

Antje Böhm : Nein, ich hab da nur 2 Jahre gespielt, wenn überhaupt.

Alexander Hoffmann : Gab es mal einen Sampler Beitrag „Oil für Deutschland“ Wer hat ihn herausgebracht?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Diese Frage beanstande ich. Frau Böhm geht aus den Gerichtssaal. Immer wenn wir was zu beanstanden haben, wird dazwischen gequatscht. Das muss ich mal in aller Deutlichkeit sagen.

Götzl : Ich bitte Sie zu mäßigen und dazwischen gequatscht wird nicht.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Die Frage beanstande ich, Blood & Honour ist nicht Gegenstand der Anklage, nur auf Vermutung von Teilen der Nebenklage.

Götzl : Es ist schon auf Seite 122 der Anklage thematisiert.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Ich schließe mich der Beanstandung an.

Götzl : Irgendwelche Erklärungen dazu ?

Rechtsanwältin Gül Pinar : Wir haben Erkenntnisse von LFV Thüringen, das die Kontakt zu Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt Beate Zschäpe hatten. Auch zu Ralf Wohlleben, Andre Eminger. Die Zeugin hat Erinnerungslücken, es geht deshalb nur mit Vorhalte.

Götzl : Noch jemand ? Dr. Diemer bitte

Bundesstaatsanwalt Dr. Diemer : Wir halten uns ja in der letzten Zeit mit Beanstandungen zurück, weil die Richtung des Richters wahrgenommen haben. Das werden wir nicht mehr in der nächsten Zeit. Die Ausweisübergabe ist verjährt, und es nur zur Glaubwürdigkeit bedeutsam, was auch verfahrensrelevat Ist.

Götzl : Weitere Wortmeldungen.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Es geht tatsächlich auch um Waffenbeschaffung, weitere Überfälle. Es gibt Quellenmeldung von Szczepanski. Jan Werner handelt in der Gruppierungen. Es geht nicht um verjährte Straftaten. Die Bundesanwaltschaft muss sich um kein lügender Nazizeugen auch nur ansatzweise Sorgen machen.

Bundesstaatsanwalt Dr. Diemer : Wir haben hier ein Strafrecht, will keine persönliche Auseinandersetzung mit Herr Narin.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Es geht hier nicht um Verfolgung verjährter Straftaten. Ich denke Sie haben mich verstanden Herr Dr. Diemer.

Götzl : Herr Scharmer bitte.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Es geht hier auch um eine Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und deshalb muss man danach fragen dürfen und müssen.

Götzl : Herr Kaplan bitte

Rechtsanwalt Kaplan : Ich unterstütze das was Dr. Diemer angesprochen hat, und Hinblick auf dem Beschleunigungsgrundsatz.

Götzl : Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Die Band AEG und der Zusammenhand Blood & Honour das ist Strafprozessordung gemäß.

Götzl : Dann werden wir uns zur Beratung zurückziehen, ich unterbreche die Sitzung für 15 Minuten.

Götzl : Die Frage ist zulässig , die der Nebenklägervertreter Hoffman gestellt hatte. Bitte rufen Sie Frau Böhm wieder herein. Bitte nehmen Sie Platz Frau Böhm, Herr Hoffmann bitte.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Wer war der Produzent der Vertreiber dieses Samplers?

Antje Böhm : Thorsten Lemmer.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Zur Zeitung Foier Frei, wann kam es zur Ihrer Trennung?

Antje Böhm : 2007

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Foier Frei bis zum Schluss gewesen vorher abgegeben ?

Antje Böhm : An Ulf Kippling.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Spitznamen Speche

Antje Böhm : Ja.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hatte Blood & Honour Kontakte ins Ausland ?

Antje Böhm : Nein .

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Waren Sie im Ausland ?

Antje Böhm : Ja zu Konzerte, in Schweden Dänemark

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Mit wem ?

Antje Böhm : Andreas Graupner und diesen Otto.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vorhalt, Jan Werner M+A Probst bei einem Blood & Honour Konzert. Auch dabei Marcel Schilf.

Antje Böhm : Das möchte ich nicht ausschließen, Hab in einmal in Dänemark gesehen. In Kopenhagen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Wissen Sie noch wo ?

Antje Böhm : Glaube bei einem Konzert in einer Einkaufspassage. Da hat dann ein Bus gebrannt.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Haben Sie Marcel Schilf als Vertreiber von politischen Magazinen kennengelernt?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hat Marcel Schilf Max Hammer das Combat 18 Handbuch vertrieben. Oder haben Sie ihn bei diesen Konzert oder später in Deutschland als Vertreiber der Ideologie von Blood & Honour kennengelernt ?

Götzl : Diese Frage muss ich beanstanden Rechtsanwalt Hoffmann. Sie erklären alle kommenden Fragen in Vorfeld, sie verbrennen so die Zeugin.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Ok, Schilf nochmal gesehen?

Antje Böhm : Nein, der ist schon Jahre dod. Nur einmal in Deutschland gesehen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Wo ?

Antje Böhm : In Altenburg.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Haben Sie Material von Schilf verkauft.

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hatte das was mit Ravenstone zu tun ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hatten Sie nichts mit den Sonnentanz Laden nichts zu tun ?

Antje Böhm : Weiß nicht wie er es ausgegliedert hatte.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gehörte der Laden nur Ihrem Ex Mann ?

Rechtsanwalt Wolfgang Heer : Diese Frage beanstande ich. Wir betreiben hier kein Repetitorium. Sie heißen nicht Altmann oder Schmidt.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Die Nebenkläger leistet Ihnen Hilfestellung, das könnte bei einem oder anderen Angeklagten gewisse Besorgnisse bei gewissen Vorsitzenden wecken.

Rechtsanwalt Thomas Bliwier : Wenn Sie meinen stellen sie doch einen Antrag. Da ist nichts zu beanstanden. Machen Sie doch ihren Befangenheitsantrag einfach.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Ich glaube jetzt nicht, dass Sie mich jetzt belehren müssen. Das Sie Herr Vorsitzender Den Rechtsanwalt Bliwier eine Bühne bieten um sich hier dazustellen.

Götzl : Erstmal gebe ich keinem hier eine Bühne. Wir werden jetzt dann unsere Mittagspause einlegen und werden dann entscheiden.

Götzl : Die Frage von Rechtsanwalt Hoffmann ist suggestiv und nicht zulässig.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hat Ihr Ex Mann das Ravenstone GmbH alleine betrieben?

Antje Böhm : Soweit ich weiß ja.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Wer war ei der Gründung Blood & Honour Sachsen dabei ?

Antje Böhm : Der Jörg Anke, ich wir waren 4-5 Mann

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : War einer dabei mit den Spitznamen Kokke ?

Antje Böhm : Irgendwann ja.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Andreas Kubin oder Michael Lorenz aus Dresden ?

Antje Böhm : Ja

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Von Anfang an ?

Antje Böhm : Nicht sicher .

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Kai & Jörg Richter

Antje Böhm : Nie

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Giesow Tschirner ?

Antje Böhm : Ja später.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hendrik Lasch ?

Antje Böhm : Nie

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gunnar Alswede ?

Antje Böhm : Ziemlich am Anfang zumindest, kann mich zeitlich aber nicht genau festlegen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Ich möchte der Zeugin eine Lichtbildvorlage zeigen. Man sieht eine Gruppe von Fußballern die in der Mitte eine Fahne von Blood & Honour Sachsen haben.
Frau Böhm erkennen Sie die hier abgebildeten Personen.

Antje Böhm : In der Mitte das ist der Jan Werner, rechts davon der Starke, Alswede Georg vorne links, Micha Lorenz rechts vorne. Mehr erkenne ich nicht.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vorhalt, Blatt… 1 Fußballturnier der Blood & Honour und 88 er.
Michael Häse Wilsstruff Sebastian Andre Wilsstruff, war ein Harti dabei ? Der Harti war vor Jan Werner Sektionsleiter.

Antje Böhm : Jaaaa das stimmt, das könnte der Harti sein

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vorhalt von Thomas Starke, der Jörg Anke hat im Laden von Michael Post in Aue gearbeitet.

Antje Böhm : Der war irgendwie im Laden von meinem Ex Mann involviert. Richtig auch das er Verkäufer war. Das viel zeitgleich mit Szczepanski seiner Anstellung zusammen. Der Jörg war in Aue und Szczepanski war damals noch Häftling beziehungsweise st dann entlassen worden. Der ja im CD Vertrieb.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Während dem Praktikum oder Anstellung , wann war das ungefähr ?

Antje Böhm : Das war 98 während seiner Anstellung.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gab es Insignien, die nur Blood & Honour Leute tragen durften.

Antje Böhm : Ja, dann nach einer Zeit es gab T Shirt.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Das war eine Fangfrage…

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gab es Insignien, die einen als Blood & Honour ausgewiesen haben?

Antje Böhm : Es gab schwarze Hemden von Ben Sherman, die sich jeder kaufen konnte. Es gab auch nackische und welche mit Blood & Honour drauf. Das hat Ben Sherman nicht verkauft. Wer wollte konnte sich das so drauf sticken lassen. Das konnte jeder auf Gutdünken machen. Das hat jeder selbst entschieden.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vorhalt, von Henning Pradl über Blood & Honour … zu strikt und zugeschlossen, war mir das. Das war ja organisiert wie ein Motorradclub, was sagen sie dazu ?

Antje Böhm : Nichts .

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : wann ist er weg ?

Antje Böhm : Das weiß ich gar nicht weil ich mit Szczepanski befreundet war. Der harte Bruch kam als bekannt war das Szczepanski V Mann war.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Wann war der Ausstieg ?

Antje Böhm : 98

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Woran machen Sie das fest ?

Antje Böhm : An den 20.000 DM. Weil mir klar wurde, das es hier nur ums Geld geht ging. Und ich mich damit nicht indizieren konnte.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Waren die Leute bei den Treffen nur aus Chemnitz ?

Antje Böhm : Waren keine Treffen, das waren Stammtische. Aus dem Erzgebirge, Chemnitz, Dresdener Raum. War unterschiedlich. Manchmal alle zusammen, manchmal getrennt. Ich war nur einmal mit und das war meine ich in Brandenburger Raum. Da haben wir uns getroffen mit den anderen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gab es so was wie Bundestreffen außerhalb Sachsen?

Antje Böhm : Bundestreffen gab es nicht.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gab es ein Treffen wo Blood & Honour Sachsen ausgeschlossen wurde ?

Antje Böhm : Warum sollte es ausgeschlossen worden sein. Keine Ahnung.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vorhalt, 1.1.1999 VM teilt dem lfvbb mit, am 1.1.1999 in der Wohnung von Antje und Michael Pobst, wegen dem Ausschluss der Blood & Honour Sektion Sachsen….

Antje Böhm : Sehr interessant, aber Schwachsinn.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Sie hatten erzählt das es 40 bis 400 Konzertteilnehmer gab. Wie viele Leute gab es für die Organisation ?

Antje Böhm : Drei bis vier.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Gab es auch Security?

Antje Böhm : Kam vor, aber selten.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Wer ?

Antje Böhm : Soll ich jetzt was erfinden ?

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vielleicht Leute die schauen ob die Polizei kommt oder so ?

Antje Böhm : Keine Ahnung, weeß ich nich.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Stichwort Tonanlage, Tonstudio, also professionelle Leute ?

Antje Böhm : Ja.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Thema Vorbereitung, wurde über die Kosten gesprochen?

Antje Böhm : Keine Ahnung, Weiß auch nicht was für welche Firmen das waren.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Movement Records ?

Antje Böhm : Das war ein Label.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Ein Teil von Blood & Honour Sachsen ?

Antje Böhm : Nein das hat damit nichts zu tun, das war Jan Werners Angelegenheit.

10 Minuten Pause

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Withe Youth ?

Antje Böhm : Keine Ahnung.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Vorhalt aus der Nr. 1 .. Interview mit Movement Records, mit einem Jan, Du warst mal Mitglied bzw. Sektionschef Blood & Honour Sachsen. Jan Werner kein geld für private Zwecke. Alle finanziellen Angelegenheit in unserer Gruppe werden offen dargelegt und besprochen.

Antje Böhm : Mehrfach schon gesagt, überhaupt keine Kenntnis. Nie wurde mit mir darüber gesprochen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Auch nicht bei Treffen?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Können Sie mir sagen ob es eine Zusammenarbeit zwischen Blood & Honour Sachsen gab und Thüringen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Das Beanstande ich. Die Zeugin muss raus. Erkennbare Frage wie auch alle anderen auch zielt auf die strukturelle Untersuchung von Blood & Honour hin.
Auf Seite 124 der Anklage ist erwähnt, in dem Zusammenhang „ Der NSU war stets eine singuläre Vereinigung, vergleichbar mit Blood & Honour. Kann man da nachlesen. Einige Nebenkläger Rechtsanwälte missbrauchen diesen Prozess als Aufklärungsbühne. Nach Ermittlung der Bundesanwaltschaft ist die NSU eine singuläre Zelle. Ich gebe zu ich ärgere mich über diese Fragen. Darf es nicht muss mich ärgern dass der Senat diese zulässt. Ebenso könnte man die NPD aufdrösel. Ich habe vorhin mit dem Kollegen Hoffmann kollegial hinter der Türe angesprochen, wie viele Fragen denn noch kommen, da sagte er : OCH… Lacher im Saal. Das klang nach sehr viel.

Bundesanwalt Dr. Diemer : Politische Opfer sind die wirklichen Verletzten und haben Anspruch auf Aufklärung und zeitnahe Handlungen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Erstens, wenn die Bemerkung auf dem Flur hier als Tatsachen eingeführt werden, werden diese Unterhaltungen nicht mehr stattfinden. Zweites, wir sind nicht mehr am ersten Tag. Erkenntnisse führten dazu das Unterstütze das wir uns mit Blood & Honour beschäftigen müssen. Und ich muss nicht von ihnen DR. DIEMER politische Opfer sagen lassen, das ist eine Beleidigung meiner Mandantin.
Mann MUSS so was im Sinne der Anklage fragen. Wann ist die Vereinigung NSU entstanden und mit welchem Ziel. Das muss in dieser Zeit gewesen sein. Auch die Zeugin Probst Böhm gab wohl gab wohl Anstoß zur Militanz.

Götzl : Worum geht es jetzt genau, um die Zeugin oder um Blood Honour ? Gegenstand ist schon der Anklagevorwurf.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Der Kern, Herr Kollege Rechtsanwalt Hoffmann ist leer, Erkenntnisse zur ersten Unterkunft in Sachsen. Bitte oktroyieren sie uns das bitte. Und ob man jedes Detail von Blood & Honour aufklären darf… Laut Anklage dürfen sie das nicht. Und so steht es auch im Gesetzt. Meine Frage auf dem Korridor diente dazu, halte ich jetzt den Mund oder sag ich jetzt was ? Aber wenn dann greifen sie in ein buntes Potpourri.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Ich weiß nicht in welches buntes Potpourri sie meinen?

Götzl : Weiter Wortmeldungen, Rechtsanwalt Narin bitte.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Konkreter Bezug, Vorhalt…. 20.11.1999 Starke nach einem Skinheadkonzert, Blood & Honour Thüringen von Riese hat Starke eine Geldspende abgelehnt weil weil sie jobben würden. In der Anklageschrift, basiert ja auf Hinweise des LfV Thüringen.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Sie haben die Zeugin zur Recht geladen, und in ihrer Einladung steht auch das sie wegen Blood & Honour geladen ist.

Götzl : Rechtsanwalt Scharmer, wenn Sie die Ladung so interpretieren, das jeder Frage gerechtfertigt ist da muss ich sagen das dem nicht so ist.

Bundesanwältin Anette Greger sieht sehr ernst.

Rechtsanwältin Lunnebach : Ich wundere mich nur, über die Einstimmung Bundesanwaltschaft und der Verteidigung Zschäpe. Es gibt ein Zitat in der Anklageschrift dies ist zu Prüfen wegen dem ideologischen Hintergrund. Zu klären wäre.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Die §55 der StPo zitiere ich zum sechsten mal, das sind nur Tatsachen.
Ansonsten muss die Bundesanwalt Nachtragsanklage erheben. Und das tun sie nicht meine Damen und Herren Nebenkläger

Rechtsanwältin Gül Pinar : Mein Verteidigerherz blutet das können sie doch nicht ernst meinen. Das die Anklageschrift die einzige Grundlage ist.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Wir haben hier Deckblattberichte,wo über Unterstützung des Trios geredet wurde. Hier geht es um ganz klar um Unterstützung.

Götzl : Dann würde es doch nahe liegen danach zu fragen.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Hab ich ja, persönlich wen sie da kannte.

Dann ein endloses Hin und Herr zwischen Rechtsanwalt Heer und Götzl dann wieder Rechtsanwalt Hoffmann.
Es geht immer noch die Frage wegen Blood & Honour Thüringen zu Sachsen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Die Frage des Zusammenarbeit mit Blood & Honour Thüringen ist nicht interessant, ich bleibe dabei das ist mich interessant. Und das spielt keine Rolle.

Rechtsanwältin Gül Pinar : Es gab viele Treffer auch in TKÜs und Observationen, das ist doch Aktenbestandteil.

Götzl : Nicht alles was Aktenbestandteil ist Frau Pinar, muss eine Rolle spielen.

Rechtsanwältin Gül Pinar : Die Zeugin hatte dazu persönliche Kennverhältnisse.

Götzl : Dann holen sie die Zeugin bitte wieder herein …

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Mit welcher Person von Blood & Honour Thüringen haben Sie zusammengearbeitet ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl :Das Beanstande ich. Erkläre ich wenn die Zeugin aus dem Saal ist.

Götzl : Frau Böhm ich bitte sie nochmal draußen Platz zu nehmen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Ich begründe die Beanstandung wie vorhin, das ist nicht verfahrenrselevant.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Auch ich beanstande diese Frage, mit einer anderen Begründung. Die Frage ist ungeeignet und und eine Suggestivfrage.

Götzl : Dann machen wir mal eine Pause, und ziehen uns zur Beratung zurück.

Pause bis 14.45

Götzl : Die Frage ist zulässig.

Rechtsanwältin Anja Sturm : Können wir den Inhalt Ihres Beschlusses haben, wir konnten nicht so schnell mitschreiben. Bitte nochmal zum lesen.

Götzl : Rufen die Zeugin bitte wieder herein. Rechtsanwalt Hoffmann bitte.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Haben Sie mit Personen von Blood & Honour Thüringen zusammengearbeitet? Kontakt gehabt?

Antje Böhm : Ich kenn den Riese, und den Jens Rahl, der hatte so rechte Kontakte, Sektion oder Gruppierung gab`s gar nicht si richtig.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Mit Riese zwischen 1998 und 2001 geredet über Leute die untergetaucht waren ?

Antje Böhm : Kannte den gar nicht, nur mal auf ein Bier. Hab mit dem nix zu tun gehabt.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Kennen Sie einen Markus Reichert ?

Antje Böhm : Ja das meiner Nachbarschaft. Der war bei meinem Ex Angestellt.
Hat auch verkauft.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Im Laden oder anderswo ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Will diese Frage wieder beanstanden.

Götzl : Soll die Frage aufrecht gehalten werden ?

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Ich muss nicht über jedes Stöckchen bespringen.
Hat Reichert auch bei Blood & Honour mitgemacht?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : DANKE !

Götzl : Rechtsanwalt Stolle bitte.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Sie sagten White Supremacy kennen Sie sagten Sie, richtig ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Ich will ja nur zum Ausdruck bringen, das wir durch einige Nebenkläger Vertreter aufgehalten werden. Wir müssen das mal genau machen, weil unsere Toleranzgrenze ist schon sehr erschöpft.

Rechtsanwalt Peer Stolle : ( Sehr undeutlich redet sehr fahrig wirkt sehr unsicher) Steht in dieser White Supremacy, (aber was zu undeutlich spricht) In welchen Zusammenhang ?

Antje Böhm : Ich kann es nur soweit sagen, das Jan Werner Blood & Honour Mitglied war.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Dann möchte ich Ihnen eine Bildvorlage vorlegen.

Götzl : Warum wozu ? Nein das möchte ich jetzt nicht Herr Stolle.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Dann versuche ich es zu erklären.

Die Rechtsanwälte Wolfgang Stahl und Heer grätschen Götzl sagt immerzu, warten Sie doch die Frage erst mal ab.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Da geht es um den Erhalt der weißen Rasse. Die man zu schützen hat wegen unseren Kindern. Haben Sie das so mitgetragen…

Antje Böhm : In solchen Umfang nicht.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Sondern ?

Antje Böhm : Was soll ich jetzt sagen ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl und Olaf Klemke grätschen wieder hinein. Immer abwechselnd..

Götzl : Herr Stolle dann müssen sie halt ggf. die Frage anders stellen?!

Rechtsanwalt Peer Stolle : In welchen Umfang entsprach das Zitat Blood & Honour Ihrer Meinung ?

Antje Böhm : Das hab ich das letzte Mal schon gesagt

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Die Frage ist suggestiv, die Zeugin ist nicht Blood & Honour Mitglied.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : In welchen Umfang nicht Herr Klemke?

Rechtsanwalt Olaf Klemke : In der deutschen Sprache IST UND ein Verbindungswort. Aber das hat Herr Dr. Stolle nicht gemacht.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Inwieweit entsprach das Ihrer damaligen politischen Einstellung.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Auch ich Beanstande das, mit grob gesagt alle waren stramme Nazis, das spielt für die Schuldfrage einfach keine Rolle.

Götzl : Frau Böhm bitte gehen Sie bitte wieder raus.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Die Zeugin soll zellenorientierten Kampf angestrebt haben, durch eine Deckblattmeldung belegt.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Das Problem ist das wir ein Problem haben mit der EDV, darum das Problem mit den Mitschriften. Sie haben mehrfach gefragt, und zu genüge dies beantwortet bekommen.

Bundesanwalt Dr. Diemer : Ich halte für mein Ermessen die Frage für zulässig

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Dann nehme ich die Beanstandung zurück.

Antje Böhm : Für mich hat withe Power keine Definition, jeder kann für sich entscheiden was es ihn ist und welche Bedeutung es hat.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Und was meinen Sie mit ihresgleichen ?

Antje Böhm : Das meine Kinder unter ihresgleichen spielen unter weißen Kindern

Rechtsanwalt Peer Stolle : Noch ein Zitat… Das der Kampf auf der Straße gekämpft werden muss etc.

Antje Böhm : Ich weiß ja nicht was der Verfasser bei diesen Artikel gemeint hat, wenn es Jan Werner war, neigt ja sehr zur Selbstdarstellung. Klingt sehr heroisch.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Kommen da Erinnerungen ?

Antje Böhm : Wie meinen Sie das ?

Rechtsanwalt Peer Stolle : Mit dem Kampf auf der Straße ?

Antje Böhm : Kann ich nicht sagen.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Wurde das Fanzine in ihrem Laden verkauft ?

Antje Böhm : Kann sein möglicherweise. Weiß ich nicht.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Wurde das Fanzine von Blood & Honour verkauft ?

Antje Böhm : Es gab nichts anderes.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Kennen Sie Steffen Himmel ?

Antje Böhm : Ja

Rechtsanwalt Peer Stolle : Woher?

Antje Böhm : Aus dem Erzgebirge

Rechtsanwalt Peer Stolle : Wo kennengelernt ?

Antje Böhm : Keene Ahnung, Vielleicht mal auf ner Pordy weeß ich nich mehr.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Sagt Ihnen die Weiße Bruderschaft Erzgebirge etwas ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Peer Stolle : War Himmel in der rechten Szene ?

Antje Böhm : Von Aktivitäten weiß ich nichts. Wir haben die gleiche Musik gehört, von seinen Aktivitäten weiß ich nichts.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Vorhalt, Das wurden Sie gefragt, Kennen Sie Emingers ? Ihre Antwort „ Ich weiß nicht mehr, beide waren eine Weile in Chemnitz und haben ihr Hatecore gemacht. Was ist damit gemeint ?

Antje Böhm : Dees weeß isch nich mehr was ich damit gemeint hab.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Hatecore / Musikrichtung

Antje Böhm : Was für eine hadde Gitarren, gefällt mir nicht.

Rechtsanwalt Peer Stolle : Haben Sie solche Musik gehört ?

Antje Böhm : Wüsst isch nichscht.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Vorhalt, Thomas Müller Vernehmung, Die Probst kannte sowohl den Mundlos als auch die Zschäpe. Was sagen Sie dazu ?

Antje Böhm : Ich weiß nicht wie er darauf kommt, ich hab definitiv nie mit diesen u tun gehabt, weder gesehen noch getroffen.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Hatte Jan Werner einen Spitznamen ?

Antje Böhm : Nichts bekannt.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Wurde er Langer genannt ? Vorhalt im Landser Verfahren auf Seite …

Antje Böhm : Davon weiß ich nichts.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Hatte Jan Werner mal einen Ziegenbart rasiert 1999 /2000 und schlank ?

Antje Böhm : Ja

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Wie groß ?

Antje Böhm : 1,80 vielleicht.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Vorhalt, Chemnitzer Blood & Honour Mann 185 bis 190 cm 28 bis 30 Jahre alt, blond Ziegenbart. Erkennen Sie da jemand ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Das Beanstande ich, mir Erschließt sich nicht der Zusammenhang.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : es geht um eine Deckblattmeldung vom Lfv Thüringen, wurde Brandt auch vorgehalten, diese Person hat vom Trio berichtet, KfZ von Werner festgestellt, evtl hat Brandt gelogen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Nehme meine Beanstandung zurück.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Beanstande diese Frage, noch suggestiver geht’s gar nicht.

Götzl : Soll die Frage aufrechterhalten werden Frau von der Behrens ?

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Nein. Wissen Sie wie groß Andreas Graupner ist ?

Antje Böhm : Auch so.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Schlank ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Blond ?

Antje Böhm : No ja dunkelblond vielleicht.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Letzter Kontakt zu Jan Werner war ?

Antje Böhm : Ich meine im Januar 2012.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Welcher Art ?

Antje Böhm : Hat mich angerufen, ich soll bei seinem Rechtsanwalt vorbeifahren weil er eine Hausdurchsuchung hat.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Warum ?
Antje Böhm : Das hat er nicht gesagt, war ziemlich aufgeregt.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Haben Sie nicht gefragt ?

Antje Böhm : Nein hab das Telefon schnell abgebrochen.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Warum das ?

Antje Böhm : Wollte keinen Kontakt zu ihm, hab mich eh gewundert.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Warum ?

Antje Böhm : Hab nicht mehr vertraut, persönliche Gründe.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Ist Ihnen bekannt ob ihr Ex Mann Kontakt zu Jan Werner 2012 hatte?

Antje Böhm : Weiß ich nicht.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie die Comicfiguren Skinsons ?

Antje Böhm : Mal auf einem T Shirt gesehen.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Mal verkauft ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Bei Hendrik Lasch gesehen?

Antje Böhm : Keine Ahnung

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Das Motiv mal im White Supremacy gesehen?

Antje Böhm : Kann nicht sagen.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie einen Hendrik Probst ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie jemanden unter den Spitznamen Henne ?

Antje Böhm : Ich nen Henne aber der hat nichts ….

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Mit Ralf Hoffmann zu tun ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie jemanden mit dem Spitznamen Ralle SS Ralle ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie die Brüder Kai Und Dirk Richter ?

Antje Böhm : Ja

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Wissen Sie wo Kai Richter gewohnt hat ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : In einer Hausgemeinschaft Friedrich Viertel Str. ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Wissen Sie wo Andreas Graupner zwischen 1999 und 2001 gewohnt hat ?

Antje Böhm : Chemnitz, war aber nie bei Ihm zu Hause

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie Ralf Marschner und hatte der Blood & Honour Konatkt ?

Antje Böhm : Ja

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Mit wem hatte der noch Kontakt ?

Antje Böhm : Das kann ich nur Vermuten ?

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Eine Aline aus Zwickau ?

Antje Böhm : Mit der hatte ich nur Kontakt 93/94 keine Ahnung.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Gab es auch Blood & Honour Konzerte in Zwickau ?

Antje Böhm : Kann ich nicht sicher sagen. Ich weiß es nicht.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Vorhalt aus SAO…. 31.08.1996 Jan Werner und Michael Probst waren gemeinsam auf einem Konzert in Zwickau Bericht vom LfV. Kennen Sie andere Personen aus den Skin Milieu ?

Antje Böhm : Ich kannte nur den Manole

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie Gunther Frank Fiedler und Armin Fiedler ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Die Geklonten ?

Antje Böhm : Das sagt mir was. Die gabs mal früher, das waren zwei Brüder.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Kennen Sie die Schwester ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Sind Sie mal vom Verfassungsschutz angesprochen worden.

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Ihr Ex Mann ?

Antje Böhm : Er hat das mehrfach behauptet, keine Ahnung, war nicht dabei.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Sind Ihnen andere Personen bekannt, die angeworben sind ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Das Beanstande ich aus den vorherigen Beanstandungen.

Götzl : Halten Sie fest an der Frage Frau von der Behrens , wenn ja warum ?

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Wegen der Aussage es gab eine Zellenbildung.

Götzl : Das interessiert insoweit auch.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Dann ziehe ich die Beanstandung zurück.

Antje Böhm : Mittlerweile wissen wir wa ja das es auch der Starke war.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Wissen Sie mehr aus der Presse ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Und bei Szczepanski haben sie mal gesagt, dass er mal ein doppeltes Spiel gespielt wurde mit dem LfV Sachsen..

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Das Beanstande ich, offenbar hat die Fragestellerin Erkennisse die uns nicht zugänglich sind.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Ne nur Starke Szene kaum Erkenntnisse vom Lfv Sachsen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Um diese Frage zu klären bräuchten wir die Unterlagen.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Ich glaube der Fragestellerin kein Wort , ich lasse mich nicht für Dumm verkaufen.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Ich glaube die Argumente sind ausgetauscht

Götzl : Dann machen wir eine Pause bis 16.20

Götzl : Die Frage wird abgewiesen, weil diese keine Sachbezug erkennen lässt.

Rechtsanwältin Antonia von der Behrens : Keine weiteren Fragen.

Götzl : Herr Scharmer bitte.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Können wir die Bilder von dem Beweisantrag sehen ? (Es sind Bilder aus der Fanzine White Supremacy) Erkennen Sie die Bilder ?

Antje Böhm : Kann sein.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Können Sie auf dem Verfasser schließen ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Das Skinson Motiv ?

Antje Böhm : Der Stil ja, aber Angaben zu dem Verfasser nein

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Zu Szczepanski , vielleicht können sie das genauer sagen, wie oft er in Chemnitz vor Ort war ?

Antje Böhm : Immer wenn er Freigang hatte, war er bei uns zuhause.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : In Chemnitz ?

Antje Böhm : Nein in Limbach.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Wie oft dann in Chemnitz ?

Antje Böhm : Ich meine er wäre immer bei uns gewesen.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : und nach der Entlassung ?

Antje Böhm : Na da hat man sich nicht mehr so häufig gesehen, da war er ja eher in Königs Wusterhausen.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Gab es noch andere Schriftstücke als den Praktikumsnachweis ?

Antje Böhm : Eine schriftliche Einschätzung Übergangspraktikum. Antragsteller wegen Fördergelder und Arbeitsamt wegen Wiedereingliederung.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Welche Kontakte in Chemnitz außer Ihren Mann und Ihnen hatte Herr Szczepanski?

Antje Böhm : Ich wusste gar nicht ob er überhaupt Kontakt zu anderen gehabt hat.

Rechtsanwältin Wierik : Eine Frage , in einem Interview mit Ihrem Mann, An Taten messen wir, wem die Bewegung wirklich am Herzen liegt. Was sagen Sie dazu ?

Antje Böhm : Meinem Ex ging es nur immer darum Geld zuverdienen.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Diese Frage beanstande ich.

Rechtsanwältin Wierik : Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor ?

Es kommt raus, das dieser Satz gar nicht von Frau Böhm Ex Mann gesagt wurde….

Rechtsanwältin Bassey : Haben Sie mal an einer Schießübung teilgenommen oder waren zugegen?

Antje Böhm : Ich war einmal bei einem Schießstand.

Rechtsanwältin Bassey : Was haben Sie da gemacht ?

Antje Böhm : Geschossen

Rechtsanwältin Bassey : Als der Vorsitzende das letzte Mal fragte, sei Waffen nie ein Thema gewesen.

Antje Böhm : Das war ja in einem völlig anderem Zusammenhang gewesen, das war in einem Sportschützenverein

Rechtsanwältin Bassey : Wer hat da geschossen?

Antje Böhm : Das waren auf Zielscheiben.

Rechtsanwältin Bassey : Ja aber wer ?

Antje Böhm : Keine Erinnerung, wir haben uns zum trinken verabredet.

Rechtsanwältin Bassey : Anderes Thema, die Begebenheit mit Jean Rene Bauer und Thomas Starke, warum waren Sie dabei?

Antje Böhm : Ich hab mich schon dazu geäußert.

Rechtsanwältin Bassey : Ich weiß, aber warum welches Motiv ?

Antje Böhm : Na ja, wie gehen da mal hin, kommst du mit wurde ich gefragt. Dann haben wir ihn besucht.
Haben ihn gefragt ob er gegen Jean Rene Bauer eine Aussage gemacht hat.

Rechtsanwältin Bassey : Waren Sie mit in der Wohnung ?

Antje Böhm : Nein. Wir waren an der Türe.

Rechtsanwältin Bassey : Und dann ?

Antje Böhm : Er kam runter, Ich hab nichts gemacht, stand nur da. Er hat alles abgestritten und dann hat er eine Ohrfeige gekriegt von Bauer.

Rechtsanwältin Bassey : Wer war noch dabei ?

Antje Böhm : Weiß ich nicht, hab das damals schon beim LKA gesagt.

Rechtsanwältin Bassey : Ist die Person mit Ihnen und Bauer zu Starke gegangen ?

Antje Böhm : Ja kannte ich nicht.

Rechtsanwältin Bassey : Haben Sie mit Starke geredet ?

Antje Böhm : Nein

Rechtsanwältin Bassey : Was haben sie gemacht bei der Ohrfeige.

Antje Böhm : Kann ich nicht sagen.

Rechtsanwältin Bassey : Was wussten Sie von der Aussage?

Antje Böhm : Ich wusste nur das der Starke angeschießen hat…

Götzl : Da muss ich jetzt mal was dazu sagen, Frau Bassey, Sie fragen alles was schon mal gefragt ich schon mal gefragt habe.

Rechtsanwältin Bassey : Aber nicht zur dritten Person. Wissen Sie ob Starke das danach zurückgenommen hat?

Götzl : Das ist eine Suggestivfrage Frau Bassey.

Rechtsanwältin Bassey : Kennen Sie einen Hendrik Böhm ?

Antje Böhm : Ja mein Bruder

Rechtsanwalt Yavus Narin : War in Ihrer Blood & Honour Sektion Combat 18 Thema?

Götzl : Wir haben darüber schon gesprochen

Rechtsanwalt Yavus Narin : In der Sektion Sachsen wurden Gespräche geführt ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Sie sagten das es Ihrem Ex Mann nur um das Geld gegangen ist. Dann möchte ich Ihnen einen Vorhalt machen aus —- Interview vom Aeppelwoi & Express zum Thema Combat 18.
„ Ehrliche Kämpfer werden innerhalb von Combat 18 verraten, das heißt das Combat 18 ist in der Gesamtheit nicht schlecht.

Antje Böhm : Nee, wundert mich das er sich überhaupt geäußert hat. Weil er damit nichts zu tun hatte. Er hatte alle nur verlacht weil er nur auf die Kohle geschaut hatte.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Tuner Diaries. Michael Lorenz wie lange Kontakt ?

Antje Böhm : Immer sehr losen Kontakt, keinen Regelmäßigkeit

Rechtsanwalt Yavus Narin : Wann war der letzte?

Antje Böhm : Vielleicht vor zwei Jahren.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Wissen Sie wie er sich in seiner Band nennt ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Earl Turner, sagt Ihnen der Name was.

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Kennen Sie seine Band ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Brainwash.

Antje Böhm : Der Name sagt mir was, aber die Musik gefällt mir nicht.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Sie sagten Andreas Graupner kennen Sie, kennen Sie auch Achim Schmidt ?

Antje Böhm : Nein.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Kennen Sie die Band Noie Werte ?

Antje Böhm : Ja auf Konzerten

Rechtsanwalt Yavus Narin : Waren Sie nur da oder oder haben Sie auch ausgeführt ?

Antje Böhm : War nur Gast.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Wussten Sie das Andreas Graupner da spielte ?

Antje Böhm : Ja

Rechtsanwalt Yavus Narin : Sie bewunderten Ian Stewart und seine Werte! Wussten Sie das er KKK Mitglied war?

Götzl : Die Frage beanstande ich die Frage ist Suggestiv .

Rechtsanwalt Yavus Narin : Hat KKK je eine Rolle bei Ihnen gespielt ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Yavus Narin : Kannten Sie Jemand der Tweety genannt wurde ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Yavus Narin : Hatten Sie Kontakt zu Rockerclubs ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Yavus Narin : Zum Clan MC

Antje Probst : Nein.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Wussten Sie das in Limbach 1998 in den Räumen von Blood & Honour ein Treffen von MC Klan gab.

Antje Probst : Ich wüsste nicht das es da Rockerclubs gegeben hätte, das wäre mir neu.

Rechtsanwalt Ünlücay : Sie sagten, wollten das ihre Kinder mit weißen Kinder spielten, können Sie mir erklären warum? Oder welche Rassen gehörten dazu?

Antje Probst : Ich dachte den Begriff gibt es gar nicht. Europäer halt. Hab halt alles nachgeplappert

Rechtsanwalt Ünlücay : Gehörten auch türkische Kinder dazu ?

Antje Probst : Von mir aus, mir ist es doch egal. Ich hab es auf damals bezogen! Und wenn die Türkei auch dazugehört.Das war Unwissenheit Dummheit dabei. Das ist Instinkt aus Unwissenheit

Rechtsanwalt Ünlücay : Damals ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Beanstande ich die Frages

Antje Probst : Kann sie nicht beantworten.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Begründung Die Zeugin kann die Frage nicht beantworten und habe eh beanstandet diese Frage.

Rechtsanwalt Ünlücay : Gab es eine Gefahr für Ihre Kinder ?

Antje Probst : Das ist ja genau sone Frage die ich schon beantwortet habe.

Rechtsanwalt Ünlücay : Wie wollten Sie der Gefahr dann umgehen ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Fremdenfeindliche Gesinnung zu perpetuieren halte ich für nicht verfahrenszugehörig.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Hat Herr Szczepanski tatsächlich für Ihren Mann gearbeitet ?

Antje Probst : Das hab ich ja schon gesagt.

Götzl : Das hat die Zeugin schon gesagt.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Hatte Ihr Ex Mann eine Szenemagazin und wie hieß das ?

Antje Probst : Ja, United Skins.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Wurde das in Ihrem Laden vertrieben ?

Antje Probst : Zumindest war es auf Lager.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Gemeinsame Konzertbesuche mit Hampel und Starke ?

Antje Probst : Ja mit Herr Hampel.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Erkenntnis ob Hampel Starke ein Asylbewerberheim angreifen wollte ?

Antje Probst : Nein.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Wussten Sie ob Hendrik Rickmann eine scharfe Schusswaffe hatte ?

Antje Probst : Nein.

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Mal mit einem Gigi liiert ?

Antje Probst : Ja 1992

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Der richtige Name ?

Antje Probst : Christian Höll oder Holl ?

Rechtsanwalt Stephan Kuhn : Mit Hampel gemeinsam auf rechten Konzerten in Heilbronn oder Ludwigsburg gewesen ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Lange : Das Gewerbe war nur auf Ihren Mann zugelassen?

Antje Probst : Ja

Rechtsanwalt Lange : Sie waren auch nicht Gesellschafterin ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Lange : Haben Sie auch im Versand gearbeitet ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Lange : Vorhalt von Starke ? Antje Probst war vor mir schon bei Blood & Honour Sachsen,mehr politische Aktionen, Aktionen gegen Linke Demos und so.
Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : Ihr Ex Mann hatte nie einen Internetverkauf mit dem Sonnentanz ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann : www. Sonnentanz .de

Antje Probst : Nein, keine Ahnung. Der saß nur in seinem Erdlos dort gelebt. Ich hab ja da nur 1 ½ gearbeitet.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Sagen Ihnen die Berliner Vandalen etwas ?

Antje Probst : Ja

Rechtsanwalt Yavus Narin : Um welche Gruppierung handelt es sich ?

Antje Probst : Männer mit Lederwesten, die gab es auch in Berlin und hatten einen Treffpunkt ?

Rechtsanwalt Yavus Narin : Was für einen ?

Antje Probst : Wie so eine Art Kneipe

Rechtsanwalt Yavus Narin : Was hatten Sie damit zu tun ?

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Die Berliner Vandalen nicht Verfahrensrelevant, möchte nicht dass ich es tiefer deuten muss. Wenn ich in die Gesichter der Bundesanwaltschaft schaue….

Rechtsanwalt Yavus Narin : Bundesanwaltschaft kennt die Vandalen auch sehr gut. Landser Verfahren,Ex Chef war der Jean Rene Bauer dieser Rockergruppen, Organisierter Kriminalität Waffenbeschaffung usw.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Genügt mir nicht in der Tat.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Verbunden mit der Produktion Ran an den Feind, Szczepanski, Geld aus Tatoostudio Geld für die Landserproduktion durch Überfälle

Götzl : Ich finde die Frage ist zulässig.

Dann wieder endlose Diskussionen ob ja nein.
Die Anspannung macht auch bei der Bundesanwältin Anette Greger nicht halt, diese Wippt auf Ihren Stuhl wie irre.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Wen kennen Sie denn ?

Antje Probst : Jean Rene Bauer.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Vorhalt, Probst nahm an einer Vandalenfeier mit Mike Eminger, Michael Lorenz und Thorsten Heise teil.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Beanstande ich der Vorhalt ist zu verwirrend.

Rechtsanwalt Yavus Narin : ok Antje Probst nahm teil an einer Arischen Germanischen Kampfgemeinschaft teil.
Kennen Sie Thorsten Heise ?

Antje Probst : Der Name sagt mir was, aber nie persönlichen Kontakt gehabt.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Kennen Sie Mike Eminger ?

Antje Probst : Ist ja anzunehmen dass das der Bruder des Angeklagten ist. Nie persönlich Kontakt gehabt.

Rechtsanwalt Yavus Narin : Mit Vertrieb der Landser CD zu tun ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Yavus Narin : Geld den Vandalen überbracht ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Yavus Narin : Waffe den Vandalen überbracht ?

Antje Probst : Nein

Rechtsanwalt Yavus Narin : Nein.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Probst war auf einer 20 Jahr Feier, waren Sie oder Ihr Ex Mann ?

Antje Probst : Ich war einmal auf einer Hochzeit, und einmal so.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Hochzeit von Jean Rene Bauer ?

Antje Probst : Ob mein Ex Mann dabei war weiß ich nicht, aber auf der Hochzeit waren wir gemeinsam.

Rechtsanwalt Sebastian Scharmer : Können Sie mir sagen wann die Schießübungen waren im welchen Jahr ?

Antje Probst : 2011

Götzl : Dann wird die Zeugin entlassen. Es ist 17.25 Uhr

Zurück in der Zukunft, oder was davon übrig blieb. 167 Prozesstag V Mann Carsten Szczepanski alias Piatto.

Bevor es losgeht, will die Verteidigung von Ralf Wohlleben einen Antrag stellen,wegen der U-Haft
und evtl. Entlassung ihres Mandaten.
Dazu kommen noch 2 Beschlüsse die der Senat zu entscheiden hatten wurden abgelehnt.
Gegen 10.01 Uhr komm es nun zu der Vernehmung des Zeugen Szczepanski alias Piatto.
Der Zeuge ist voll vermummt hat eine typische Szenejacke an, eine schwarze Perücke auf, Brat
Brille einen Bauchansatz wo sich die Geister streiten echt oder unecht. und als Zeugenbeistand eine
Rechtsanwältin Lange.
Während der Befragung reibt sich der Zeuge immer an kritischen fragen, seinen linken Daumen in
die rechte Handfläche. Sonst ist er ruhig und faltet seine Hände zusammen.
Er sagt dann das er 44 Jahre alt ist und die Landungsfähige Anschrift der Verfassungsschutz in
Brandenburg sei.
Götzl : Mir geht es Herr Szczepanski, um die Jahre 1998 bis 1999 vor allem zu den Kontakten zu
Mundlos Böhnhardt und Frau Zschäpe.
Dann lese ich die Aussagegenehmigung vor. Götzl liest diese so schnell vor, das sich Herr Heer
zweimal beschwert, er möge diese langsamer vorlesen.
Szczepanski : Ja ich muss dazu sagen, das Ganze ist schon sehr lange her. Ich habe damals für den
Verfassungsschutz Erkenntnisse geliefert auch im Bereich Blood & Honour auch aus Sachsen.
Das waren sehr viele Informationen, was jetzt im Einzelnen interessant wäre, kann ich nicht mehr
sagen.
Götzl : Mir geht es hauptsächlich um die Kontakte zu Mundlos Zschäpe Böhnhardt und zu
eventuellen anderen Personen ?
Szczepanski : Die drei Personen waren mir nicht persönlich bekannt, auch Zschäpe nicht. Kontakte
zu anderen Personen, wie Jan Werner, Thomas Starke, das Ehepaar Probst, die Personen gehörten
damals zu Blood & Honour Sachsen und dadurch interessant zur Informationsgewinnung.
Götzl : Was können Sie uns dann zu diesen Personen sagen ?
Szczepanski : In Erinnerung habe ich, die Blood & Honour Mitgliedschaft, Jan Werner war für die
Tonträgerproduktion und Konzerte zuständig, Thomas Starke war so was wie seine rechte Hand, und
das Ehepaar Prost hatte ein Szenegeschäft, das mit Tonträgern Bekleidung ausgestattet war, und
Herr Probst hat in einer Band gesungen.
Götzl : Haben Sie weiter Informationen ?
Szczepanski : Jetzt aus der Erinnerung nicht mehr, nein.
Götzl : Haben Sie Informationen zu Blood & Honour ?
Szczepanski : Blood & Honour war damals das beste organisierte Netzwerk, später Konkurrenz von
den Hammerskins, die hatten sich später gegründet. Blood Honour machten Konzerte, Produktion
von Tonträgern und waren auch politisch aktiv. Es gab sie damals in jedem Bundesland einen Blood
& Honour Verband, mal größer mal kleiner. In Sachsen war der damals aktivste und größte denk
ich.
Götzl : Welche Zuständigkeiten gab es bei Blood & Honour ?
Szczepanski : Vom kleinen Liederabend, bis Großkonzerte, es gab Fußballturniere, alles eben was
man für die Szene organisiert.
Götzl : Und politisch ?
Szczepanski : Blood & Honour war ein absoluter Hardliner Verband, da fanden sich Menschen
zusammen die nationalsozialistisch und neonazistisch eingestellt waren und die daraus keinen Hehl
gemacht haben.
Götzl : Können Sie das konkrete Verhalten der Personen schildern ?
Szczepanski : Der Standpunkt war schon durch die Mitgliedschaft und der Organisation eindeutig.
Man war weit rechts außen.
Götzl : Und wie war es mit der Struktur von Blood & Honour ?
Szczepanski : Ich hatte das Gefühl, dass Werner vor Ort ganz oben an der Spitze stand.Denke mal
er war der aktivste, er war der alles in den Händen hielt, Thomas Starke die rechte Hand der ihm
zuarbeitete.
Götzl : Sie waren für den Verfassungsschutz tätig ?
Szczepanski : Da muss ich nachdenken, die Zahlen sind mir entfallen, das muss noch in der U Haft in
Königs Wusterhausen. Ich denke das war – Pause – ich denke es war 1991. Bis zum meinem
Zeitpunkt wo ich abgeschaltet worden das war – Pause – 2000 rum gewesen sein.
Götzl : Und wie sah Ihre Tätigkeit aus ?
Szczepanski : Im Prinzip war das so, dass ich sämtliche Infos und Erkenntnisse weitergegeben habe,
das jetzt aber in Einzelheiten zuzuordnen oder einzuordnen ist mir unmöglich.
Götzl : Wann war der Kontakt zu dem Ehepaar Probst ?
Szczepanski : Der erste Kontakt zu Ehepaar Probst war, in meiner Haftzeit da hatten die mich
besucht. Wann das zeitlich war unmöglich zu sagen. Zu Beginn meiner U Haft 1992 .
Götzl : Wann haben Sie dann Jan Werner und Thomas Starke kennengelernt?
Szczepanski : Die beiden habe ich nach Probst kennengelernt,der zeitliche Abstand war nicht
wahnsinnig groß. Alles so im Abstand ab 1992 würde ich sagen.
Götzl : Auch auf dem Bezug zu Antje Probst ?
Szczepanski : Ja .
Götzl : Warum war Jan Werner ganz oben ?
Szczepanski : Sein damaliges Auftreten, er hatte die Ausstrahlung, er war das was die Informationen
anging immer die besten Informationen hatte. Den Eindruck hatte ich, er war gut vernetzt und er
kannte einen Haufen Leute.
Götzl : Und zu Thomas Starke ?
Szczepanski : Der war immer irgendwie dabei, rundherum immer verfügbar, hatte eben eine
andere Stellung als Werner, dieser hatte mehr zu sagen.
Götzl : Und das Ehepaar Probst ?
Szczepanski : Die waren durch die Band und das Geschäft in der Szene mittendrin. Die machten
aus ihrer politischen Gesinnung keinen Hehl und im Netzwerk waren sie mittendrin.
Götzl : Beide ?
Szczepanski : Ja, die hatten mir einen Arbeitsvertrag angeboten für ihr Geschäft, hatte einen festen
Kontakt zu ihnen.
Götzl : Und dort gearbeitet ?
Szczepanski : Ich habe zumindest den Arbeitsvertrag unterschrieben. Es ging dabei um den Vertrieb
von Tonträgern.
Götzl : Haben Sie dort gearbeitet ?
Szczepanski : Offiziell ja damit.
Götzl : Ich möchte auf den Arbeitsvertrag zurückkommen, wie das war ?
Szczepanski : Dieser Arbeitsvertrag war wichtig, weil dieser mir die Haftentlassung ermöglichte.

Meine Aufgabe war, CDs und Platten zu verkaufen. Mehr hab ich nicht wirklich gemacht. Herr
Probst lieferte Kartons mit CDs, der dann im Laden in Königs Wusterhausen stand. Als ich dann ins
Zeugenschutzprogramm ging, sind die Sachen vernichtet worden. Ich hatte diesen Laden schon
ein halbes Jahr. Es war alles fertig, dann ging es schon zum Ausstieg. Ich habe ihn selbstständig
betrieben, der Probst hatte ja den Laden in Sachsen, und wann das war… so um 2000.
Götzl : Haben Sie Erinnerungen an Mundlos Böhnhardt und Frau Zschäpe?
Szczepanski : Ich habe damals alles so weitergegeben wie ich die Informationen bekommen habe,
Flugblätter, Magazine , Tonträger,aber das jetzt nach 20 Jahren zu sagen was die
Erkenntnisgewinnung war, ist mir heute nicht mehr möglich.
Götzl : Mal was von Untertauchen gehört, die Vernehmung beim BKA einen Vorhalt. Frau Probst
wollte den 3 Personen ihren Reisepass zur Verfügung stellen. ( Vernehmung letztes Jahr)
Szczepanski : Hätte mich ohne der BKA Vernehmung nicht mehr erinnert, war nicht wichtig genug.
Beim BKA Erinnerung an die Aussage von Antje Probst, damals de Infoformationen
an den Verfassungsschutz weitergegeben. Durch den Vorhalt hab ich mich erinnert, aber nicht
wirklich erinnert. Unabhängig von der BKA Vernehmung keine Erinnerung an das Verschwinden der
3 Personen oder ähnliches.
Götzl : Was sagt Ihnen White Surpremacy ?
Szczepanski : Der Gedanke der weißen Vorherrschaft, das Bestreben vieler Verbände damals, nicht
nur Blood & Honour und den Hammerskins.Auch Kameradschaften haben sich das auf die Fahne
geschrieben.
Götzl : Zeitschriften mit diesen Titel ?
Szczepanski : – Überlegt – Hmmmm die Anzahl der Publikationen damals war sehr hoch,
ausschließen möchte ich das nicht. Mit Bestimmtheit kann ich es nicht sagen.
Götzl : Und die Besorgung von Waffen ?
Szczepanski : Das Thema war damals tagesaktuell, die Waffen wurden damals verherrlicht, jeder
wollte sie damals haben.Und jeder hat darüber gesprochen, es gehörte zum guten Ton in der
Szene, es war ein Statussymbol.
Götzl : Hatten Sie Infoformationen dazu wegen Waffenverkauf ?
Szczepanski : Konkret eigentlich nichts, Das war eben so wie andere über Fußball diskutieren, die
Begeisterung war einfach groß. Aus diesem Personenumfeld nicht ( Probst Starke Werner ) es gab
aber damals Herrn Greger in Berlin, der hat das versucht. Der hat quasi jeden angesprochen weil er
irgendwie Waffen haben wollte, für irgendwelche Taten vorbereiten wollte…. Ja der Herr GregerTagX
war so ein Fall für sich.
Götzl : Wurden Sie konkret darauf angesprochen?
Szczepanski : Ich konkret angesprochen wurde ? Das kann ich heute nicht mehr sagen. Jan Werner
war in der Szene, und ob er wie da Geschäfte gemacht hat kann ich nicht sagen.
Götzl : Wozu brauchte die Szene Waffen ?
Szczepanski : Ja man sprach in der Szene darüber, oder anders die Szene war der Ansicht dass das
jetztige System der BRD zusammenbricht und das man sich dann in bürgerkriegsähnlichen
Zuständen befinden würde und dann für den Tag X wollte man sich vorbereiten. Und dann zum
Mittel des Selbstschutzes gegen andere Banden, oder der Konfrontation mit den Hammerskins war
schon so fortgeschritten dass sich beide Gruppierungen bekämpft haben. Dies war auch Thema.
Aber Hauptthemen Vorbereitung zum Tag X und den Selbstschutz.
Götzl : Können Sie konkrete Situationen schildern ?
Szczepanski : Eine konkrete Situationen waren natürlich die Linke Szene die der rechten Szene
feindlich gegenübergestanden ist. In den Großstädten waren auch Banden, oder die organisierte
Rechte Szene nicht so toll fand.
Götzl : Sie sagten gerade von was den Hammerskins und auf Konfrontationen gab ?
Szczepanski : Bei den Hammerskins gab es ein riesiges Konkurrenzdenken, die Vorherrschaft auf der
Straße, bei Veranstaltungen Bandenmentalität halt.
Götzl : Welche Personen machen Sie das fest bei den Hammerskins?
Szczepanski : Ich hab es damals verbunden mit einem Herrn Hesse Mirko oder Marco oder so ? Der
war im nördlichen Sachsen / Brandenburg aktiv war.
Götzl : Nochmal auf diesen Tag X ? Was war da …
Szczepanski : Auf die Vorbereitung auf den Tag X, was passiert wenn man sich selber schützen
muss. Das System hat man verglichen mit der Weimarer Republik nicht mehr existieren wird. Sie
Waffen sollten dazu dienen sich in diesem Vakuum das dann entsteht zu schützen und natürlich die
eigene Machtposition bilden kann.
Götzl : Wurde über Überfälle gesprochen ?
Szczepanski : Aus der USA gab es dieses Buch,  Überlegt  wie hieß das noch…. Turner Tagebücher
oder so. Wie kann ich mit Geld, zu neueren größeren Waffen kommen. Das war die Lektüre damals,
ja das kann man so sagen. In diesen Buch ging es um Banküberfälle auf Geldtransporte wie man es
heute in Gangsterfilmen her kennt.
Das war aber nicht konkret in der Szene, es gab Leute die sich selbst da stellten. Aber ob Waffen
verkauft wurden wie konkret das war kann ich nicht beurteilen.
Götzl : Sprechen Sie da von der Sächsischen Szene oder der gesamten rechten Szene?
Szczepanski : Da sprech ich von der kompletten rechtsradikalen Szene. Bei Blood & Honour gab es
diese auch, entsprechend waren die Meinungen Ansichten radikal. Auch Probst Werner Starke
kannte die.
Götzl : Auch Thema Waffen gegen falls konkrete Gruppierungen gegen Ausländer ?
Szczepanski : Ich kann mich nicht erinnern.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Dieser Vorhalt ist suggestiv.
Götzl : Haben Sie die Turner Tagebücher gelesen ?
Szczepanski : Ja, das Buch ist mittlerweile uralt, das war immer so Bestandteil der Szene, das ist
immer diskutiert worden, auch von jüngeren in der Szene.
Götzl : Kennen Sie Combat 18 oder können Sie mir dazu was sagen ?
Szczepanski : Die waren Anfangs eine Saalschutztruppe, Fußball + Hooligans + Blood & Honour Mitglieder in England. Das war der harte Kern damals. Wenn Namen sagen soll? Das war der Personenkreis um Ian Steward und seiner Skrewdriver Band.
Götzl : Und auf Deutschland bezogen?
Szczepanski : Ich hatte nicht den Eindruck, das neben Blood & Honour Combat 18 wirklich eine
Rolle in Deutschland gespielt hätte.
Götzl : Gab es Aktionen von Blood & Honour in Sachsen ?

Szczepanski : Keine Erinnerung, Ich hatte ja vorrangig in Chemnitz zu tun, Probst wohnte in Limbach
Oberfrohna, das war sozusagen das Kerngebiet.
Götzl sucht in den Akten nach fragen, wirkt ein wenig hilflos oder sauer da der Zeuge sich an nichts
erinnern will oder kann…
Götzl : Können Sie sich an ein Blood & Honour in Winsdruff ?
Szczepanski : Da hat Thomas Starke gewohnt, aber ein Treffen ???
Götzl : Möchte nochmal auf die Struktur von Blood & Honour zu sprechen kommen, und wie war
die Rolle von Herrn Probst und Frau Böhm ex Probst ?
Szczepanski : Das Ehepaar Probst war im Musikgeschäft involviert. Probst war immer dabei, und das
Ding am Leben zu erhalten, und andere sind gekommen um ein Bier zu trinken. Dann mal wieder
ausgesetzt haben. Das waren Fussballfans bis rechte Skins, alles was da einpasste war dabei, auch
bei den Besuchen der Konzerten.
Die Stammtruppe war Thomas Starke, Jan Werner und das Ehepaar Probst.
Dann folgt die erste Pause bis 11.30
In der Pause ist die Stimmung sehr gespannt, da man einerseits mehr erwartet hatte, aber man
dann doch festgestellt hatte das es nur logisch ist. Dazu wird über sein Aussehen gesprochen.
Echter Bauch oder nicht etc…
Götzl : Können Sie zur Ausstattung die Sie durch den Verfassungsschutz bekommen haben an
Gegenstände sagen um was es sich gehandelt hat ? Handys vielleicht ?
Szczepanski : Ja mehrfach, es gab so eine Art Diensthandy, das dann bei der Rückkehr in die JVA
abgegeben wurde an der Pforte. Das Handy und Rufnummer haben gewechselt. Wie viel das
waren, habe ich keine Erinnerungen mehr.
Götzl : Wissen Sie Ihren Decknamen ?
Szczepanski : Ich habe meinen Namen erst nach der Enttarnung erfahren, Das war Piato.
Götzl : Vorhalt aus N… Bl… Deckblatt vom 9.9.1998 ein persönlicher Kontakt zu drei sächsische
Skinheads soll Jan Werner haben. Jan Werner soll zur Zeit den Auftrag haben den 3 Skinheads mit
Waffen zu versorgen.. Was sagen Sie dazu?
Szczepanski : Das sagt mir nichts mehr, das ist ja 16 Jahre her.
Götzls Fragen sind ziemlich auf Ratlosigkeit aufgebaut, da er nicht weiterzukommen scheint.

Götzl : Haben Sie jemals von Geldsammlungen gehört ?
Szczepanski : Bei Benefiz Veranstaltungen ja, da wurden die Eintritte gespendet. An die ehemalige
HNG , z.B Gefangene wurden mit Briefmarken beliefert.
Götzl : Vorhalt Jan Werner soll eine Waffe, von dem Geld was Blood & Honour Sachsen
bereitgestellt hat….
Szczepanski : Wenn ich das damals dem Verfassungsschutz so mitgeteilt habe, hab ich diese
Infoformationen zum damaligen Zeitpunkt auch so bekommen. Das war ein komplett anderes
Leben gewesen, das ist einfach zu lang her.
Götzl : Vorhalt, Mit der Waffe wollen dir 3 flüchtigen einen Überfall begehen, um dann eine Flucht
nach Südafrika zu finanzieren …..
Szczepanski : Keine Erinnerung daran habe.
Götzl : Dem weiblichen Teil der drei, will Antje Probst ihren Reisepass zur Verfügung stellen.
Jan Werner und Antje Probst sollen unabhängig von einander und ohne Wissen des anderen für
das Trio tätig sein.
Szczepanski : Alles was ich damals so gesagt habe stimmt dann auch, aber heute noch etwas
einzuordnen ist mir nicht mehr möglich.
Götzl : Vorhalt, 19.8.1998 selber Band, laut Anja Probst, drei sächsische Skinsheads die auf der Flucht
sind, durch wiederholter diverser Straftaten die Fälle Medien bekannt sind. Einer schreibt für White
S….

Szczepanski : Keine Erinnerung. Wenn ich durch sie damals so dem Verfassungsschutz mitgeteilt war
so. Aber zu sagen woher ich das damals die Infoformationen bekommen habe, das ist mir nicht
mehr möglich zu sagen.
Götzl : Weiter im Vorhalt, Am Rande des Konzerts erfuhr Jan Werner dass die Waffenbesorgung
noch nicht erfolgreich gewesen ist. Die Versuche werden fortgesetzt.
Szczepanski : Kann ich heute nichts dazusagen, Konzerte gab es fast jede Wochenende. Jan
Werner war dort. Aber über was wir gesprochen genau haben weiß ich nicht mehr.
Götzl : Kennen Sie einen Graupner, organisierte Konzerte durch ihn ?
Szczepanski : Nein keine Erinnerung.
Götzl :Vorhalt, die SMS mit dem Bums,Das Jan Werner eine SMS an Ihre Handynummer schreibt wo
ist der Bums ?
Szczepanski : Diese Frage kam auch beim BKA. Da ging es um die Frage nach einer SMS die meine
Initialen beinhalten soll. Vor der BKA Vernehmung hab ich davon nichts gewusst. Ich habe meine
SMS nie signiert. Natürlich kann man Bums mit einer Waffe verbinden. Das jemand für Waffen oder
einen anderen Gegenstand Bums gesagt Bums gesagt hätte keine Erinnerung.
Götzl : Verhalt aus N … Bl… 14.10.1998 Landesamt für Verfassungsschutz Brandenburg an
Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen…
am… hab ein in Wü…. ein Treffen Blood & Honour stattgefunden, mit Thomas Starke, Ehepaar
Probst, Mucke, Laschi, Piatto und zwei Personen aus Thüringen an der Beratung teilgenommen
haben soll. Der Beschluss war Blood & Honour Sektion Sachsen aufzulösen,…
Szczepanski : Keine Ahnung, Ich war kein Blood & Honour Mitglied ich weiß nicht mehr, von einer
Auflösungserklärung weiß ich auch nichts mehr. Weiß noch das Movement Records wollte sich nicht
mehr Blood & Honour nennen.
Götzl : Und das Werner nach auf Waffensuche für die drei Neonazis ist?
Szczepanski : Keine Erinnerung.
Mittagspause…
Götzl : Kennen Sie Ralf Wohlleben, Carsten S. ?
Szczepanski : Nein
Götzl : Andre E.
Szczepanski : Nicht mehr.
Götzl : Auf welche Art Infoformationen haben Sie an den Verfassungsschutz weitergegeben ?
Szczepanski : In der Regel wöchentliche Treffen, 1 bis 2 mal auch 3 je nach dem wurden da die
Unterlagen an der V mannführer übergeben. Gedankenprotokolle Tonträger Magazine alles was
interessant sein könnte habe ich dann dem Verfassungsschutz übergeben.
Götzl : Ist der Verfassungsschutz auf Sie zugekommen damals?
Szczepanski :Nein, ich hab den Verfassungsschutz kontaktiert, ganz lapidar einen Brief geschrieben,
als ich in die JVA Königs Wusterhausen überstellt worden bin.
Götzl : Probst sagten Sie sein ein Blood & Honour Mitglied, richtig ?
Szczepanski : Ja
Götzl : Weil Herr Probst in seiner Einvernahme hier am OLG nein sagte.
Szczepanski : Ich bleibe dabei, er war Mitglied.
Götzl : Woran machen Sie das fest ?
Szczepanski : Ich mache das an Aktivitäten fest, Probst sang in einer Band die zu Blood & Honour
gehörte , da habe ich 1 +1 zusammengezählt.
Götzl : Da muss nochmal nachfragen, wie war denn Blood & Honour für Sie ?
Szczepanski : Ich denke es war keine Mitgliedschaft wo man einen Vereinsantrag auffüllt. Man
musste sich beweisen durch regelmäßiges Kommen, Unterstützung vor Ort…
Götzl : Waren sie mal selbst Beschuldigter wegen einer Langwaffe ?
Szczepanski : Ja, Da wurde eine Langwaffe übergeben in meinem Laden in Königs Wusterhausen
von Herr Lugo an Herr Menzel. Das fand in meinem Laden statt. Soweit ich das mitbekommen habe
war es eine Abgesägte Waffe, die so unzuverlässig geschossen hat, das diese zu nichts zu
gebrauchen mehr war. Lugo und Menzel gehörten auch zur rechtsradikalen Szene an.
Götzl : Kennen Sie einen Pradl ?
Szczepanski : Nein.
Götzl : Einen   ?
Szczepanski : Den kenne ich, der wohnte in der Nähe von der Stadt Brandenburg. Kannte ihn relativ
gut. War Konzert Veranstalter im Großraum Brandenburg.
Götzl : Woher kannten Sie ihn genau ?
Szczepanski : Kannte ihn von Konzerten in der Stadt Brandenburg, er hatte mich in der JVA besucht,
im Bekanntenkreis von Jan Werner den Probst und Thomas Starke. Aber wohnhaft in Brandenburg.
Und den Besuchen im letzten Teil der JVA Periode Ende der 1990.
Götzl : Waren Sie damals Freigänger ?
Szczepanski : Ich war Freigänger in den letzten eineinhalb Jahren, und da hab ich Besuche
bekommen. Diese Besuche gab es sowohl im offen bzw auch im geschlossenen Vollzug.
Götzl : Mit Hennig Klinz mal über Waffen gesprochen ?
Szczepanski : Nicht konkret, aber durch die Szene war das unvermeidlich.
Götzl : Mal von einer Möglichkeit wegen einer Besorgung einer Waffe besprochen?
Szczepanski : Nein, da hätte ich mich unglaubwürdig gemacht, hatte diese Möglichkeit nicht.
Götzl : Vorhalt, von H. Klinz, wenn du mal eine Knarre brauchst, ich kenne da Leute die das regeln
können. Das hätten Sie so gesagt.
Szczepanski : Quatsch, ich kannte solche Leute nicht. Das er mir das in den Mund legt als Aussteiger
und Verräter auf der Hand. Man kannte sich gut, haben zusammen Konzerte besucht. Kontakt war
zuletzt bis zum Abschalten im Jahr 2000 rum.
Götzl : Wie oft wurden Sie vom BKA vernommen?
Szczepanski : Das war eine große Vernehmung vom BKA.
Götzl : Wir haben Protokolle von zwei Vernehmungen
Szczepanski : An eine kann ich mich noch erinnern, die zweite wüsste ich gar nicht mehr, kann
diese nicht zeitlich ausmachen.
Götzl : Vorhalt nochmal zu Jan Werner und dem Thema mit dem Bums.
Szczepanski : Überlegt, ich wurde vom BKA gefragt. Telefone wurden immer beim Zurückkehren in
die JVA beim V Mann Führer abgegeben. Und es über die Zeit verschiedene Geräte und
Nummern.
Götzl: Weiter im Vorhalt, An dem Tag mit einem anderem Handy ausgestattet, so das ich den Erhalt
nicht sicher ist. Aber lässt auf ein Gespräch davor zum Thema schließen.
Szczepanski : Nein, wie schon beim BKA gesagt, Habe eine Erinnerung an einzelne Gespräche mit
Jan Werner. Unmöglich beim BKA. Waffen waren immer ein Thema, waren ein Statussymbol, aber
zu Jan Werner wüßt ich nicht mehr.
Götzl : Fragen vom Senat, Nein… Fragen von der Bundesanwaltschaft, Nein… Fragen von der
Verteidigung der Angeklagten, Frau Sturm bitte.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Können Sie uns sagen wie Sie in die Rechte Szene gekommen sind ?
Szczepanski : Ich war seit 15 Jahren in der rechten Szene, reingekommen bin ich über die Musik,ich
war weder bei Blood & Honour noch bei den Hammerskins Mitglied. Ich habe versucht aus beiden
Organisationen Infoformationen zu gewinnen und weiterzugeben. Bin in Westberlin geboren, und
groß geworden. Nach dem Mauerfall nach Königs Wusterhausen gezogen und in der dortigen
Szene beheimatet.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Haben Sie Kontakte außerhalb von Brandenburg gehabt ?
Szczepanski : Ja überregionale Kontakte klar. Fußballturniere Konzerte Veranstaltungen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Auch selbst aktiv ?
Szczepanski : Ja, selbst Konzerte veranstaltet habe, wegen dem zu ein Jahr Freiheitsstrafe verurteilt
worden. In Brandenburg in Kameradschaften die auf lokaler Ebene gearbeitet, NPD auch zum
Erkenntnisgewinn.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wie haben Sie Probst kennengelernt ?
Szczepanski : Keine Ahnung, über den Klinz oder auf einem Konzert. Besuche beantragt, war alles
relativ unkompliziert ab.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Gab es Kontakt vorher ?
Szczepanski : Ich glaube nicht, kalr gab es auch Besuch von anderen, es gab ein
Besucherkontingent , nach der Erinnerung jede 2 Woche. Der Kontakt war mit dem
Verfassungsschutz vor den Besuchen von Probst.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Welchen Auftrag vom Verfassungsschutz hatten Sie genau ?
Szczepanski : Mein Auftrag war alles was du hast vorbeibringen, nicht auf den oder die sehen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Gab es Räumliche Schwerpunkte ?
Szczepanski : Natürlich eher Land Brandenburg war für das Landesamt für Verfassungsschutz
interessant.. Hab mir alles notiert, abgeliefert danach war es für mich abgehakt.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wo spielten sich die Infoformationengewinne ab?
Szczepanski : In erster Linie Königs Wusterhausen bis zu meiner Enttarnung.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wo sind sie hingegangen als Sie Freigang hatten ?
Szczepanski : War auf Konzerten, Liederabende, NPD Infoveranstaltungen oder zu meinen
Kontakten nach Königs Wusterhausen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wie hatten Sie Kontakt zu den Kameraden ?
Szczepanski : Austausch von persönlichen Telefonnummern, auch Infoformationen in die JVA
bekommen, auch Gefangene die der rechten Szene angehörten.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wie sind Sie dann zu den Konzerten etc. hingekommen ?
Szczepanski : Das war unterschiedlich, mit der Bahn zu Fuss mitgefahren zu Lo… war sehr
unterschiedlich.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wie war die Übergabe von dem Handy ? Wurden Späßen bezahlt?
Szczepanski : Annehmen von dem Handy sowie zurückgeben unmittelbar vor bzw. nach dem
Freigang. Bildlich gesprochen 100 m weiter nach der Pforte. Es gab Spaßen die bezahlt wurden,
Gegenstände nicht.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Gab es Fahrdienste ?
Szczepanski : Ja das kam auch vor, in der Stadt Berlin oder Könings Wusterhausen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Gab es auch Hammerskins in Brandenburg ?
Szczepanski : Nein, das war eher Thema in Berlin, in Brandenburg definitiv schwächer als Blood &
Honour. War da auch kein Mitglied.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wie oft waren Sie in dem Laden von Herr Probst ?
Szczepanski : In dem Laden von dem Probst, vielleicht 5 mal, wüsste jetzt nicht jeden einzelnen
Besuch. Das waren auch an diese freien Wochenenden, ob da auch Veranstaltungen waren,
vermag ich nicht mehr zu sagen. Besuche bei Ehepaar Probst auch fünft bis sechs mal
einschließlich Ladenbesuch.
Hab dort auch Thomas Starke und Jan Werner getroffen, auch andere Personen, erinnere mich
aber an keine Namen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Wann haben sie Jan Werner kennengelernt ?
Szczepanski : Wann ich Jan Werner kennengelernt habe, überlegt … Keine Erinnerung
Ich weiß noch das ich Thomas Starke mal auf der Arbeit besucht habe.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Die Mitgliedschaft und Beteiligung bei Blood & Honour , bei
Veranstaltungen. Wie differenzieren Sie ?
Szczepanski : Klar weil ich seit 2000 die Seiten gewechselt habe, und seit den Tätigekeiten beim
Verfassungsschutz habe ich mit der rechten Szene gebrochen. Das war die innere Überzeugung,
mich nicht als Mitglied gesehen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Zu den Stammtischtreffen …
Szczepanski : Stammtischtreffen in Brandenburg…. In Potsdam waren die recht stark, in Oranienburg
nicht so. In Potsdam mal die Sache mir angesehen aber in Oranienburg nicht.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Und zu Sachsen ?
Szczepanski : Zu Sachsen kann ich nichts sagen, wo sich die Szene getroffen hat, wie oft etc. Habe
nie an Stammtischtreffen teilgenommen.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Um was ging es bei diesen Treffen immer ? Was haben sie da notiert
oder so ?
Szczepanski : Es war Thema welche Konzerte Anzahl der Teilnehmer habe ich notiert. Habe die
Themen kann ich nicht mehr so sagen beim Stammtischtreffen. Haben auch Fussball gespielt , also
ganz normale Sachen. Teilweise Informationen wer anwesend war.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Welche zentralen Themen bei den Blood & Honour Treffen gab es und
wer war ab und zu Anwesend ?
Szczepanski : Gab keine Anwesenheitslisten oder so. Nicht so hoch bewertet zwanglose
Unterhaltung. In deren Verlauf dann Infoformationen geflossen sind die ich dann weitergegeben
habe.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Welche genauen Infoformationen haben weitergegeben ?
Szczepanski : Alles was irgendwie zur Szene gehörte und interessant war. Ich hab Infoformationen
gesammelt weitergegeben. Damit war das Thema erledigt ?
Rechtsanwältin Anja Sturm : Von welcher Szene waren diese Infoformationen ?
Szczepanski : Die Mehrheit der Infoformationen waren aus Brandenburg, aber keine Zahlen zu den
Stammtreffen. Waren normalerweise so 10 -20 Personen quasi Kneipenabend.
Rechtsanwältin Anja Sturm : Dann habe ich erst mal keine weiteren Fragen.
Götzl : Dann Rechtsanwalt Stahl bitte.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : nur zum Verständnis, wie war Ihre Entscheidung für den
verfassungsschutz zu arbeiten, und warum ?
Szczepanski : Wenn man 23 Stunden in der Zelle sitzt und sich intensiv mit dem vorherigem Leben
beschäftigt und dann erstmal mitbekommt das man eventuell Mitschuld war, das ein Mensch fast
sein Leben verloren hat. Wollte nie ein mehr davon sein. Ich wollte den Ausstieg komplett ohne
Versuchung nochmal reinzukommen.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Warum der Verfassungsschutz ? Der Einzige Grund ?
Szczepanski : Nein, ich versuche das was ich bislang verkehrt gemacht habe in die richtige Bahnen
zu bringen. Das sowas nie wieder passiert.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Haben Sie sich Vorteile versprochen ?
Szczepanski : Nein in dem Moment wo ich den Brief geschrieben habe nicht. Später mal überlegt,
war mir nicht wichtig.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Worum ging es Ihnen dann, nur zum Verständnis.

Szczepanski : Die Sache wiedergutmachen, die ich vorher verkehrt gemacht habe.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Also so eine Art Reue oder wie ?
Szczepanski : Wenn Sie das so nennen wollen ja, das war Reue ja.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Wurden Sie mal verdächtigt V Mann gewesen zu sein ?
Szczepanski : Nein nie darauf angesprochen wurde.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Oder hatte man Misstrauen gegen Sie ?
Szczepanski : Keine Erinnerung
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Haben Sie Kontakte gehalten zu anderen Personen, die nicht in der
Szene waren ?
Szczepanski : Klar
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Quasi ein Doppelleben ?
Szczepanski : Darüber nie Gedanken gemacht, ich würde sagen die wussten da, aber keine
Ahnung.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Konkret nie jemanden erzählt was von der Tätigkeit von der V Mann
Tätigkeit ?
Szczepanski : Nie
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Thema Waffen ? ehr oft von anderen , aber bei mir waren Waffen
nie Thema….
Szczepanski : Nee Lügen will ich nicht beurteilen, aber Waffen waren immer ein Thema.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Turner Tagebücher, sie sagten das war die Lektüre damals, woran
mache sie das fest ?
Szczepanski : Über Jahrzehnte immer wieder gelesen, und verkauft worden ist. Der Autor hat damit
ne Menge Geld verdient. Das Buch ist ein Dauerbrenner.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Genauer

Szczepanski :Nach jetzt 20 Jahren kann ich das nicht mehr fest machen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Ich sage Ihnen das ganz ehrlich, das glaube ich Ihnen nicht.

Szczepanski : Tja, ist aber so. Ich habe die Infoformationen abgeliefert und der Fall war für mich
erledigt.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Sie sagten Dauerthema, Bitte ein Bild …?
Szczepanski : Ich kann nicht mehr tun
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Und zu Ehepaar Probst ?
Szczepanski : Kann ich nicht mehr sagen.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Zu wieviele Personen hatten Sie Kontakt ?
Szczepanski : So 50 Personen sowas, aber die Gesichter sind alle weg, habe mit dem Thema vor
vielen Jahren abgeschlossen. Der Bruch bis zur letzten Konsequenz auch bewusst versucht zu
vergessen.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Was Ihnen gelungen ist, seit wann ist Ihnen bekannt das Sie hier als
Zeuge vernommen werden sollen ?
Szczepanski : Seit ein paar Wochen.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Haben Sie vom NSU gehört ?
Szczepanski : Nicht damit befasst.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Haben Sie mitbekommen das Ihr Name in der Presse stand?
Szczepanski : Habe ich nicht mitbekommen, dass mein Name durch die Presse gegangen ist.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Dann habe ich erstmal keine weitere Fragen mehr.
Götzl : Dann zu Ihnen Herr Klemke.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Sie sagten sie haben nicht an den Sta,,gesprächen nicht
teilgenommen ?
Szczepanski : Nein.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Was haben die Eheleute Probst erzählt ?
Szczepanski : Infoformationen über Veranstaltungen, über die HNG das war Frau Probst relativ
wichtig.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Sie sagten die Blood & Honour Sachsen war das bestorganisierte
Netzwerk. Woran machen Sie dies fest ?
Szczepanski : Durch Plattenlabel, Mitteilungsblätter, Konzerte, beste Organisation und den
Aktivitäten.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Woher hatten Sie die Infoformation das Blood & Honour
Sicherheitsdienst für NPD und Veranstaltungen war ?
Szczepanski : Das hat mir Jan Werner ganz stolz erzählt.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Woher erkannten Sie dass das Ehepaar Probst damals zu Blood &
Honour gehörte ?
Szczepanski : Man erkannt das zum Teil an der Oberbekleidung, wenn man entsprechende T Shirt
trägt. Oder in der Wohnung sah es entsprechend aus. Auch Musik.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Das kann auch verfehlter Geschmack sein. Wie hieß denn die Band in
der Herr Probst sang ?
Szczepanski : Ich komm jetzt nicht auf den Namen von Probst seiner Band. Das war eine
szenetypische. Preußen Herz?? Bei Probst waren es die Kleidungsstücke. Kann aber nicht mehr
sagen.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Woran machen Sie das noch fest ? Welche Bands bei Blood & Honour
und welche bei Hammerskins ?
Szczepanski : Stand in Magazinen teil Grußworte auf Cds Botschaften etc..
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Hat sich Probst mal politisch geäußert ?
Szczepanski : Sicherlich, aber nach 20 Jahren
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Sie machen also das fest, an T Shirt Musik und an der Zugehörigkeit zur
Szene.
Möchte zu dem Arbeitsvertrag und deren Inhalt fragen ?
Szczepanski : Das war Geringfügige Stundenzahl, hab diesen in der JVA vorgelegt, die JVA alles klar
und dann war das kein Thema mehr.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : War dort ein Arbeitsort angegeben ?
Szczepanski : Überregionaler Vertrieb.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Und wie ?
Szczepanski : Dass man eben durch die Welt fährt und CDs verkauft.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Also ein Vertreter für Rechtsrock ? Hatten sie einen PKW dafür ?
Szczepanski : Ich glaube ich hatte einen PKW
Rechtsanwalt Olaf Klemke : An das Landesamt für Verfassungsschutz CDs verkauft ?
Szczepanski : Nee aber übergeben.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Nee aber den Kaufpreis erstattet ?
Szczepanski : Ja ich denke es war der Kaufpreis.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Nochmal Thema Waffen, wie zeigte man das ?
Szczepanski : Bei Blood & Honour in den Fanzines waren oft sehr deutlich also Posing, wie cool man
sich auf den Tag X vorbereiten könnte. Herr Greger in Berlin versuchte freiwillige zu finden in Berlin.
Die aktiv losschlagen könnten wenn es losginge. Das hat er mir selbst gesagt. Er bewunderte die
AWB in Südafrika.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Den Tag X Vorbereiten kann man auch mit Konserven möglich, was hat
r den konkret gesagt.
Szczepanski : Greger, hat versucht Leute anzuquatschen viele anzusprechen auf den
Veranstaltungen.
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Da hielt sich die Waffenbegeisterung ja in Grenzen.
Nebenkläger beanstanden die Befragung.
Götzl meint dies auch, darauf sagt Rechtsanwalt Olaf Klemke nur mit der Ruhe Herr Vorsitzende,
Götzl erwidert das er ruhig wäre etc…
Rechtsanwalt Olaf Klemke : Entschuldigung kommt nicht mehr vor. Keine weitere Frage erst mal.
Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Waren Sie mal auf einen Skinheadkonzert in Munzig 1998 in
Gedanken an Ian Stuart Memorial ?
Szczepanski : Meine, es gab mal ein in Brandenburg.
Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Vorhalt, das die Teilnehmer viel Alkohol zu sich genommen
haben?
Szczepanski : Ich trinke keinen Alkohol .
Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Auch damals nicht ?
Szczepanski : Nein.
Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Wenig oder gar nicht?
Szczepanski : Gar nicht

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Vorhalt, PUA Datum der U Haft Oktober 94

Szczepanski : Glaub zwei Mal in U Haft, einmal das Verfahren eingestellt, dann wieder aufgerollt
neu.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Hatten Sie auch Kontakte zu anderen Bundesländer ?

Szczepanski : Gab Starke Blood & Honour Bewegung in Süddeutschland , ich meine in Franken. In
Norddeutschen Raum kleine Blood & Honour Gruppe.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Wer hatte Sie angerufen, wegen dem das Sie V Mann gewesen
wären ? Vor der Enttarnung !

Szczepanski : Das war der Spiegel Reporter , dieser wisse alles mit wem ich mich treffe etc.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Es gab keine weiteren Anrufer keiner Erinnerung ?

Szczepanski : Nein

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Sicher ?

Szczepanski : Nein.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Einen weibliche Anruferin, Frau Probst sagte hier aus, sie hätte
sie angerufen und Sie hätten alles abgestritten.

Szczepanski : Davon weiß ich nichts mehr.

Dann 20 Minuten Pause, die dann insgesamt 40 Minuten dauert.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Sie sagte das Sie selber Konzert organisiert hätten ? Was
machten Sie aus dem Erlös ?

Szczepanski : Selber einbehalten.
Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Vorhalt durch Menzel, das die Szene durch die V Leute
radikalisiert wurden, und allen eingeredet wurde man müsse sich bewaffnen
Was sagen Sie dazu ?

Szczepanski : Die Szene in Königs Wusterhausen war schon aufgebaut, ich war keine Führungsfigur.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Waren Sie eine Führungsfigur ?

Szczepanski : Wage ich nicht zu behaupten.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Welche Personen standen in König Wusterhausen wem nahe?

Szczepanski : Die meisten standen der NPD nahe.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Waren Sie NPD Mitglied ?

Szczepanski : Ja

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Von wann bis wann?

Szczepanski : Bis meiner Enttarnung auf jeden Fall eingetreten nach meiner Haftentlassung.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Gab es Stufen in der Mitgliedschaft bei Blood & Honour ? Wie
bei den Rockern?

Szczepanski : Nein

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Gab es Auswahlkriterien wie Minderstalter männlich weiblich?

Szczepanski : Wenn ich mich richtig entsinne gab es auch Frauen, Frau Anje Probst und die
Lebensgefährtin von Herr Kinz.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Haben Sie mit jemanden über die Vernehmung heute

gesprochen ? Behörden ect?

Szczepanski : Nein

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Sind Ihnen Aussteigerprogramm bekannt.

Szczepanski : Exit aber damals nicht.

Rechtsanwältin Nicole Schneiders : Bis zur ihrer Enttarnung bekannt geworden.

Szczepanski : Ja

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Warum also Verfassungsschutz ?

Szczepanski : Das war als ich die Tätigkeit ausübte eine Art Wiedergutmachung.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Und warum nach der Entlassung NPD Mitglied ?

Szczepanski : Naja lag auf der Hand, um möglichst viel Infoformationen finden zu können. Einen
guten Überblick zu kriegen. Usw.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Vor dem Eintritt mit dem Verfassungsschutz darüber gesprochen?

Szczepanski : Ja wollte sicher gehen das ich das kann bzw darf. Das war kein Problem.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : War das ein eigener Entschluss oder vom Verfassungsschutz ?

Szczepanski : Das kann ich nicht mehr sagen, das lag doch auf der Hand.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Zu Ihrem selbstorganisierten Konzert. Was haben Sie da eingenommen?

Szczepanski :  Das war noch die Bands bezahlt und den Grundstücksinhaber so um die 2000 bis 3000
Euro.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Da wurden Sie verurteilt warum?

Szczepanski : Urteil wegen verstoß gegen das Versammlungsgesetz.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Da gab es ein Jahr ohne Bewährung ?

Szczepanski : Naja da gab es noch ein paar Paragraphen gab es dazu.

Rechtsanwalt Olaf Klemke : Nochmal zu der Waffe in ihrem Laden, ab wann wussten sie das ?

Szczepanski : in dem Moment als L bei mir im Laden stand.

Verteidigung von Eminger : Haben sie sich vom rechten Gedankengut verabschiedet ?

Szczepanski : Ja

Verteidigung von Eminger : Nur noch als V Mann in der rechten Szene bewegt?

Szczepanski : Ja

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Nochmal zu Blood & Honour Sachsen, welche Erkenntnisse hatten
Sie und wie würden Sie diese Einschätzen ?

Szczepanski : Ich habe viel mitbekommen, und auch viel nicht.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Stichwort Blood & Honour Waffen ? Bewaffneter Arm ?

Szczepanski : Da hat mich Herr Richter gefragt, Comat 18 Fußballhooligans in Deutschland nicht so
gegeben.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Waffen gesehen?
Szczepanski : Nie.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Auch in diesem Verfahren hier, wurde vom bewaffneten Kampf die
Rede gewesen. Noch nie was gehört ?

Szczepanski : Nie.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Mit Anfang 20 V Mann in wie weit waren ihre Kontakte in derrechten Szene vorher? Oder Freundschaften ? Oder was wurde daraus dann ?

Szczepanski : Schon ja, was soll aus den Freundschaften schon werden, wenn man sich
entscheiden den cut zu machen. Harte Entscheidung , in der man auch die Freundschaften opfert.
Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Sorge das man es rauskommt, also konkrete Angst das es
rauskommt?

Szczepanski : Einmal, bei einem konspirativen Konzert, da kam ein Anruf vom Verfassungsschutz, wo
ich gerade bin, da dachte ich das kannst du jetzt nicht sagen.

Rechtsanwalt Wolfgang Stahl : Genau die Bilder suche ich, Geheimagententätigkeit die sie da
gemacht haben?
Szczepanski : Das mag ich nicht zu beurteilen, meine Aufgabe war Infoformationen sammeln.
Danach mach Götzl die erste Einvernahme des Zeugen Schluß. Er muss nochmal erscheinen….

Zweiter Teil Wießner Aussage am OLG in München

Der zweite Teil ist nicht komplett, weil Herr Wießner extem genuschelt hat und man nicht alles zweifelsfrei verstanden hat. Entschuldigung dafür. Es ist mit besten Gewissen aufgeschrieben worden. Danke C.

Ra Sturm : Ohne Kontakt dazu ?

Wießner : Einmal ist es zu einem Kontakt gekommen, gegen 18.00 bis 18.15 Uhr. Ich kann ihnen aber nicht mehr sagen ob es da eine gleichzeitige G10 Maßnahmen gab und von wem. Sachsen oder Thüringen.

RaS Sturm : Von wann war dieser Mitschnitt ? Und wie lange ?

Wießner : Nein das kann ich ihnen nicht mehr sagen.

RaS Sturm : Gab es noch ein anderes Mal das Herrn Brandt Mitschnitte vorgespielt wurden?

Wießner : Nein, dies kam nur einmal vor.

RaS Sturm : Können Sie mir sagen wie dieser Vermerk dann zustande kam ?

Wießner : Nein

RaS Sturm : Eine Notiz von Brandt selber ?

Wießner : Das kam nur ein einziges Mal vor, nach einem Telefonat äh, sie müssen sich vorstellen, er berichtet und dann legt er seine Materialien wie Flyer etc. vor .

Götzl : weiter Fragen von den Verteidigern ?

Ra. Pausch : Wir brauchten eine Pause von 20 Minuten zur Vorbereitung, was auch genehmigt wird.

Ra Pausch : Am 29.09.1999 Vorhalt, Kontakt zum Trio nur durch Carsten S.. Trotzdem ist für Quelle es nicht wahrscheinlich, das dies Carsten S. dies eigenmächtig macht.
Woran machte er das fest?

Wießner : Einschätzung von der Quelle und von uns.

Ra Pausch : Der Vorhalt wegen dem Ausstieg von Carsten S. der nicht Ihr Vermerk. Ist 2051 ihr Kürzel ?

Wießner : Nein das ist von der Quelle.

Ra Pausch : Und wie ist ihr Kürzel ?

Wießner : Achso nee, Entschuldigung das ist meins.

Ra Pausch : Bitte überprüfen Sie das nochmal ?

Wießner : Da muss ich nochmal drauf schauen, geht vor – und geht wieder zurück. Ja das ist von mir. Aber die Erkenntnisse von Tino Brandt.

Ra Pausch : Ist Ihnen bekannt, ob bei Wohlleben ein Handy gelagert war, und warum ?

Wießner : Wir hatten die Vermutung, das Wohlleben ein Handy hat, das nur für die Kontakte zum Trio benutzt wurde. Wir waren bestrebt an diese Verbindungsdaten zu kommen.

Ra Pausch : Und wie ?

Wießner : Durch die Freundin von Wohlleben, wir wollten durch sie an dieses Handy, Sie war bei der Zielfahndung auffällig geworden.

Ra Pausch : Erinnern Sie sich an eine Befragung vom 24.06.2012 zu diesem Thema?

Wießner : Keine Erinnerung.

Ra Pausch : Vorhalt, Brandt hatte erklärt das alles über Wohlleben läuft. Handy in einem separaten Raum, der Auftrag war die Sim Karte zu klauen. Brandt lehnte dies sofort ab, weil er sich sonst nicht mehr sich blicken lassen können.

Wießner : Ja das ist unstrittig, das Brandt den Auftrag hatte.

Ra Pausch : Zu einem ganz anderen Thema, zu Ra Eisenecker. Was wissen sie darüber?

Wießner : Wohlleben und Carsten S, sind wohl zu Eisenecker gefahren, es gab Observationen in Mecklenburg Vorpommern, ich bin selbst hochgefahren, hatte die Hoffnung einen Flüchtigen zu treffen.

Ra Pausch : Vorhalt aus dem Thüringischen Untersuchungsausschuss vom 5.9.2013. Am Wochenende vor diesem Treffen fand ein Treffen zwischen Wohlleben und Carsten S. und dem Rechtsanwalt. Es ist untersagt worden „ Du fährst nicht mit“ ….. Wohlleben : Das kann ich ihnen nicht sagen

Wießner : Das kann ich Ihnen nicht sagen. Eine Fahrt von Brandt ist mir nicht bekannt.
Da der Wohlleben den Brandt zu erst gefragt hat ob er mitfährt und er hatte Brandt gefragt und hatte Carsten S. dann mitgenommen. Erinnere mich aber nicht, da ist alles gefragt worden von Erfurt bis Berlin. Schäfer Kommission.

Ra Pausch : Da ist ein Blatt mit vielen Nummern, können Sie mir das erklären?

Wießner : Das sind Zahlenkombinationen von mir, Handakte Teffabsprachen, weiß nicht von wann und mit wem .
Sicher das ist die Freundin vom Wohlleben, weil diese bei Deichmann beschäftigt war.

Ra Klemke : Der Zeuge wird aufgefordert zu spekulieren ….

Wießner : Ich habe die Quelle übernommen im Juli 1998, aus verschiedenen Akten handschriftlichen Notizen. 6 Wochen nachdem ich in der Führung bei Brandt eingestiegen bin Name aller die mit Kontakt standen aus P Akte und bei G10 Maßnahmen.

Ra Pausch : Noch eine andere Adresse, Damaschkeweg Nr… zu Ralf Wohlleben ?

RA Klemke : Beanstandung dieser Frage.

Ra Pausch : Überrascht das Carsten S. für Wohlleben einsprang ?

Wießner : Ja aufgrund der Aktenlage, als Junge in dieser Rolle

RaS Schneiders : Hat Brandt mal was über Gewaltbereitschaft erzählt ?

Wießner : NEIN, Gewaltdiskussionen waren kein Thema, zumindest nicht in dem Zeitraum in dem ich berichtet habe.

RaS Schneiders : Vorhalt Untersuchungsausschuss, wie Gewalt bereit war die Szene. Ihre Antwort, 4-5 Mann pro Kameradschaft.

Wießner : Naja ich hab damals irgendwas geschätzt, ich weiß es nicht mehr wie ich zu dieser Aussage kam, ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich weiß dass Schießübungen auf dem Grundstück vom Brandt gab, aber sonst ……

RaS Schneiders : Kommen wir zu dem Anruf am 4.11.2011 aus Gotha von Herrn Menzel ?

Wießner : Ich bin nicht am 04.11.2011 angerufen worden, sondern am 6.11.2011. Die Aussagen in Berlin musste ich zurückziehen, ich war gar nicht zu Hause, ich hatte in der Familie gesundheitliche Probleme. Da kann ich gar nicht da gewesen sein.

RaS Schneiders : Gab es gab Erkenntnisse das Carsten S. vom LfV angesprochen wurde?

Wießner : Nein

Ra Klemke : Laut BKA Vorhalt,Gab es für Sie rückwirkend Anhaltspunkte dass das Trio so schwere Straftaten begangen habe ?

Wießner : Für mich ist es bis unvorstellbar, das 3 kleinkriminelle so lange abtauchen konnten und solche Straftaten begehen konnten.

Ra Klemke : Eine Erinnerung an den Ausdruck Kleinkriminelle ?

Wießner : Möglich, sicher auf dem Bezug den Vorstrafen von Böhnhardt, für mich war es unerklärlich dass über Nacht in die Flucht gehen konnten und nicht entdeckt wurden.

Ra Pausch : Eine Nachfrage, RL ist Referatsleiter ? 24 wer?

Wießner : Schäfer

Jetzt kommen die Nebenklägervertreten an die Reihe

Ra Scharmer : Sie haben im Sommer 1998 Brandt wieder übernommen, kannten Sie den Garageninhalt ?

Wießner : Nein, vom Sprengstoff später erfahren.

Ra Scharmer : Vorhalt, in der Zeit in die sie die Führung von Brand hatten, alle 30 Ermittlungsverfahren eingestellt worden. Welche Ermittlungsverfahren waren das ?

Wießner : Das kann ich nicht mehr sagen. Mich hat das auch gewundert, das es zu keiner Verhandlung gekommen ist. War auch für mich überraschend. Das über die Jahre nicht zum Abschluss gekommen ist. Es waren ja politisch motivierte Straftaten. Aber welche konkret, kann ich mich nicht mehr sagen.

Ra Scharmer : Waren andere Angeklagte hier dabei ?

Wießner : Nein, aber Landfriedensbruch kann es sein.

Ra Scharmer : Die Bezahlung von Brandt gibt es Quittungen oder Belege ?

Wießner : Bitte ?

Ra Scharmer : Die Bezahlung von Brandt gibt es Quittungen oder Belege ?

Wießner : Wie üblich wurde das unter seinem Arbeitsnamen quittiert, und bei jedem Treffen Geldübergabe. In der Zentrale gibt es die Beschaffungskasse und dort wurde es eingereicht und abgerechnet.

Ra Scharmer : Die finden sich nicht bei den Akten aus ihrem Tresor. Ist den eine USA Reise gezahlt worden?

Wießner : Keine Erinnerung, kann ich ihnen gar nicht sagen. Genauso wie die nach Südafrika. Nee das hat er nicht gezahlt bekommen. Das gibt es nicht.

Ra Scharmer : Vorhalt Akte BfV V Mann Teleskop, Stern Interview zum Möbius Prozess, wollte Brandt von einer Bezahlung seiner Reise durch das LfV berichten. Zeigte Fotos von der USA Schießübung…..
Fall Drilling..

Wießner : Drilling wurde von der Auswertung geführt.

Ra Scharmer : In diesem Kontext dann zur Operation Rennsteig ?

Wießner : Ich kann nur sagen das der MAD, BfV und zwei LfVs Werbungsvorgänge in der rechten Szene hatten. Das schlimme an der Geschichte ist, dass außer bei der ersten Besprechung. Es ist niemals wieder so ein Treffen passiert, jeder hat für sich gewurschtelt man hat nie wieder was gehört.

Ra Scharmer : Wieviele Quellen gab es innerhalb des THS?

Wießner : Der THS hatte so Quellen, das weiß das BFV nicht. Das ist dann Infomationsführung. Die T Quellen wurden ausschließlich vom BfV geführt. Da waren keine Erkenntnisse da.

Ra Scharmer : Stichwort Abschleppen PKW ? Vorhalt Rachhausen / GP Alex teilte glaubhaft mit dass er nicht da war und kein PKW abgeschleppt hatte.
Dann steht das GP Alex unzuverlässig und Brandt Gut

Wießner : Brandt sagte das es so war, halbes Jahr später wurde GP Alex angesprochen und hat uns angelogen und auf eine andere Fährte gelegt. Er war unzuverlässig, er wollte selbst bestimmen. Ich hatte einmal Kontakt zu ihm .

RaS Scharmer : Aber da steht in der Notiz Handschriftlich , versichert glaubhaft !

Wießner : Wenn sie ein Treffen haben, nur wegen der frage schreiben sie einen Zusatzvermerk.

Ra Scharmer : Aber ist das nicht eine Einschätzung ?

Wießner : Von wann ist der Vermerk ?

Ra Scharmer : Klärung, Gut das ist nicht ihr Vermerk. Aber ihre Erkenntnisse an andere LfVs?

Wießner : Keine Ahnung, aber ans BfV .

Ra Scharmer : Schäfer Gutachten, Deckblattmeldung 20.02.1998 über den Autoabtransport auch ans LfV Niedersachsen. Warum ?

Wießner : Oh, das überrascht mich, das geht dann an die Auswertung weiter. Bei der Übernahme von Brandt, die Akte gesichtet, und dann eben 6 Monate später Treffen mit Rachhausen.

Ra Scharmer : Eine Einschätzung welcher Aufgabe ?

Wießner : Schäfer RF 24.

Ra Scharmer : Hat die Umstrukturierung was mit der Flucht zu tun.

Wießner : Nein, man wollte den VS einen neuen Typ Auswertung und Beschaffung sollten eins werden.

Ra Scharmer : Stichpunkt Geldtransfer nach Sachsen kommt da einer Erinnerung?

Wießner : Keine Ahnung.

Ra Scharmer : Haben Sie schon mal von einem Anwerbeversuch Dehli gehört?

Wießner : Nein.

Ra Scharmer : Wer hätte darüber Kenntnisse?

Wießner : Nuschelt wieder, kein Werbungsvorhaben von mir, aber das macht in der Regel die Hintergrunderforschung.

Ra Scharmer : Gab es so was zu Carsten S.

Wießner : Nicht von mir , aber man kann nichts ausschließen.

Ra Scharmer : Aber sie waren doch zuständig ?

Wießner : Ja

Ra Scharmer : Gemeinsame Vorgänge mit dem MAD ?

Wießner : Ja

Ra Scharmer : Mit dem MAD gemeinsam geworden ?

Wießner : Wenn das LfV mit einbezogen wurde, kam der MAD auf uns zu. Ich hab mehrere Kollegen bzw Sicherheitsgespräche geführt.
Ra Scharmer : Haben Sie Namen dazu ?

Wießner : Keine Ahnung.

Ra Dierbach : Wann sind sie genau in Pension gegangen Herr Wießner?

Wießner : Am 30.07.2011

Ra Dierbach : Ab und zu noch da oder noch Kontakt zur Dienststelle?

Wießner : Nein, nur am 06.11.2011 wegen dem Wohnwagen.

Ra Dierbach : Bei den Treffen, wurde da stenografisch geschrieben oder Langschrift.

Wießner : Sowohl als auch.

Ra Dierbach : Selbst verschriftet ?

Wießner : Ja

Ra Dierbach : Warum nach Treffen so oft viel später bearbeitet?

Wießner : In der Regal nicht

Ra Dierbach : Vorhalt, Protokoll vom 10.05.1999 das bezeichnete Gespräch war mit Heise am 16.04.1999

Wießner : Das ist unüblich, kann es nicht sagen, Brandt hat immer gleich erzählt.

Ra Dierbach : Nächstes Gespräch 01.05. verschriftet am 08.05. Kam es vor das sie Protokolle angefangen haben und dann über 3 Wochen fortgesetzt haben?

Wießner : Nein.

Dann Götzlt es wieder …..

Ra Dierbach : Vermerk vom 06.10 auf einem Bezog vom August Wortlaut „Treffs“

Wiesner : Keine Erinnerung habe, in der Regel sind die Zeitnah gemacht worden. So 1-2 tage später.

Ra Dierbach : Mehrere Monate zusammengefasst… hier offenbar mehrfach !

Wießner : Das kann dann nur auf Weisung des Präsidenten für die Zusammenfassung.

Ra Dierbach : An die Verteiler ?

Dann Götzelt es wieder…………

Ra Dierbach : bleibt ruhig… Vorlage Bericht vom 10.4.2000 auf den Bezug genommene Gespräch vom 01.04.2000. Wieviele Vermerke gab es pro Jahr ?

Wießner : Sehr laut werdend … Keine Ahnung.

Ra Dierbach : War die Nummerierung eine fortlaufende?

Wießner : Ja

Ra Dierbach : Ist mit ihnen darüber gesprochen worden welche dieser Berichte zu diesem Verfahren gelangen werden ?

Wießner : Nein.. Lange Pause … Aber wenn Sie mich so fragen, ich finde es nicht so gut das in Thüringen alle Akten freigegeben wurden. Und wenn ich sehe das andere Länder da Sperrvermerke machen, finde ich das besser…

Ra Dierbach : Dieser Bericht ist 6 Tage alt.

Wießner : (Extrem sauer), Ja dann ist das so!!!!

Es Götzelt extrem ….

Ra Dierbach : Haben Sie öfters mal zusammengefasst ?

Wießner : Sie wurden sofort gefertigt oder zusammengefasst.

Ra Dierbach : Vermerke Handschriftlich und später erst verschriftet?

Wießner : Zu einem Treff wurde alles mitgenommen alle Schriften, wurden hier in eine Mappe gelegt und dann wurde Mappe gezogen und der Bericht geschrieben. Wirkt sehr angegriffen.

Ra Dierbach : Haben sie sich bei der Quelle nochmal rückversichert, ob der Steno zutreffen ist?

Wießner : Nein

Pause von 20 Minuten

Ra Narin : Haben Sie Erkenntnisse zu Frau Zschäpe Sie sagten in der 56. Sitzung der PUA am 28.02.2013 auf Seite 54 Zschäpe wäre die Szenematratze gewesen. Brandt hätte das gesagt

Wießner : Ich bleibe dabei.

Ra Narin : Ok, und das war alles?

Wießner : Ja, er hat nicht viel dazu gesagt

Ra Narin : PUA 23 Sitzung Bauchbach, der war im Bereich ?

Wießner : Forschung und Werbung.

Ra Narin : Vorhalt, Drilling Ermittler im Fall Drilling und in dem Zusammenhang ob jemand aus dem Umfeld in Frage kommt angesprochen zu werden? Was war Drilling ?

Wießner : Die Suche nach den 3 Flüchtigen.

Ra Narin : Aus dem Vorhalt, man wollte sie anwerben.

Wießner : Baumbach war Obersekretär und glaubte Zps festlegen zu können. Das wurde registriert und abgelegt. Und das konnte Brandt nicht entscheiden, nur der Amtsleiter

Ra Narin : Wie kam er darauf sie anzuwerben, wo sie doch untergetaucht waren?

Wießner : Sie sagten auch das LfV hätte eine Außenstelle Jena.

Ra Narin : Da stand Zschäpe sei psychisch labil gewesen darum nicht gut geeignet gewesen.

Wießner : Keine Ahnung, ich muss das überall dementieren weiß nicht wie er darauf kommt . Deshalb war auch die Zusammenarbeit irgendwann nicht mehr möglich.

Wießner : In meinen Erinnerungen war es im 6.OG Büro Zweiger, der auch Operation Rennsteig bzw. Drilling machte.

Ra Narin : Zusammenhang Erinnerung daran Rennsteig bzw. Drilling

Wießner : Nein keinen Zusammenhang, alles andre ist Quatsch sag ich mal ganz deutlich.

Ra Narin : Sind ihnen irgendwelche Werbungsmaßnahmen auf Frau Zschäpe bekannt ?

Wießner : Nein

Ra Narin : Wie wurde bei der Kontaktaufnahme Brandt bei den Treffs bei Wolleben angerufen?

Wießner : Das LfV hat ihm nichts zur Verfügung gestellt.

Ra Narin : Vorhalt Marcel Degner VP 2015 Riese/ Hagel. Das die 3 kein Geld mehr brauchen weil sie jobben würden. Keine Kenntnisse zu Überfällen bzw. Papieren.
Vorhalt von dem Schäferbericht Quelle teilt mit Jan Werner soll das Trio mit Waffen versorgen das Geld kommt von B&H Sachsen. Danach solle das Trio einen weiteren Überfall planen und ins Ausland gehen. Antje Probst soll den Reisepass an Zschäpe geben.
Beratung TlfV LfV Sachsen weiteres Amt bezüglich ?

Wießner : Weiß noch Treff RL 21 noch Herr Nocken

Ra Narin : Haben Sie Informationen erhalten?

Wießner : Nein

Ra Narin : Ist ihnen Combat 18 ein Begriff ?

Wießner : In Zusammenhang mit B&H nein.

Ra Narin : VP 2100 Marcel Degner Chef von B&H. War bekannt das jobben in der Szene für Überfälle steht?

Wießner : Heute ja, damals nicht.

Ra Narin : Wurden Quellenberichte auch mit anderen LfVs BfV gegen geprüft ?

Wiener : Nur bei überregionalen Ereignissen

Ra Narin : Gab es die denn ?

Wießner : Nicht in meine Zuständigkeit. Wenn was kam dann hätte es Meldung gegeben.

Ra Narin : Gab es Kontakt in die USA.

Wießner : Möbus, der Stern hatte Interesse nur an dem Fall Drilling.

Ra Narin :Combat 18 Mirko Hesse Kontakt in die USA ?

Wießner : Nein

Ra Narin : Zu den Hammerskins?

Wießner : Nein

Ra Narin : Vorhalt Besprechung Rennsteig 21.03.1997 Teilnehmer TlfV Nocken Wießner BfV Thein Menhorn, MAD Nolte und Holler, Gerber SG 70 . Wie darf ich SG 70 einordnen?

Wießner : Das ist Staatsschutz vom BKA

Ra Narin : Fränkische Heimatschutz?

Wießner : Wer und so weiter Deteils kann ich nicht mehr sagen.

Ra Narin : Haben sie Brandt mal vor der Exekutive gewarnt?

Wießner : Sehr nuschelt, aber eine konkrete Warnung aussprechen!

Ra Narin : Auch nicht anderer Behörden?

Wießner : Nein, ich kenne keinen, alle Vorgänge hier muss ich nochmal betonen sind vertraulich, und sowas sind mir nie zu Ohren gekommen.

Ra Narin : Letzte Frage Herr Wießner, Herr Roewer meinte das sie ein Verhältnis zu Herrn Brandt hatten?

Wießner : Das war beim BKA, sofort widerrufen, und mich anwaltlich beraten lasse. Das wird zur Zeit geprüft. Gibt ein Strafverfahren nach diesem Verfahren hier.

Ra A.v.d. Behrens : Gab es Kontakt von ihrer Behörde zum BND ?

Wießner : Vor meiner Tätigkeit vielleicht ?

Ra A.v.d. Behrens : Spätere Kontakte zum BND ?

Wießner : Äh…. schon ja aber in einem anderem Arbeitsgebiet, Zu Operation Drilling nie in Kooperation mit dem BND.

Ra A.v.d. Behrens : Umfeld Carsten S. durchsucht nach Werbemöglichkeiten ?

Wießner : Nein.

Ra A.v.d. Behrens: Helbig ?

Wießner : Ja, hab ihn angesprochen. Er hatte sich dann in der Szene offenbart so das kein weiteres Gespräch stattgefunden hat. Das war die Aussage von Helbig, und das war unsere Observationsmaßnahmen. Hier wüsste er ganz genau Bescheid, Er würde auch was wissen zu den 3 die gesucht werden.
Welche Akten ? MAD BfV??

Ra A.v.d. Behrens : Bei uns in der Operation Drilling also denke ich von ihnen. Was war bei ihnen im Tresor ?

Wießner : Ich weiß es nicht ich habe diesen nicht ausgeräumt, es soll ja auch alles was lose im Schrank war, an die Akten angeheftet worden sein.

Ra A.v.d. Behrens : Stimmt das so mit dem Geld ?

Wießner : Geht doch nicht beim erst Gespräch

Ra A.v.d. Behrens : Hält 3 Seiten Akten vor, mit dem Namen Nico Ebbinghaus vor. Auf alles 3 Seiten ist dieser Name Geld umrandet…

Wießner : Sag mit nichts, kann dem Namen nicht zuordnen. Kann nichts erinnern.

Ra A.v.d.Behrens  : TKÜ mal live, mitgehört.

Wießner : Zuständige G10 ja

Ra A.v.d. Behrens: Liste von TKÜs ?

Wießner : Das kann ich Ihnen nicht sagen.

Ra A.v.d. Behrens : Wie oft haben sie die GP Alex /Rachhausen getroffen ?

Wießner : 3-4 Mal

Ra A.v.d. Behrens : Laut UA Thüringischen, minderstens 9 Treffen

Ra A.v.d. Behrens : Bei Juliane Walther ?

Wießner : zwei bis drei Treffen, das war keine Operation, sie wurde mit Zielfahnder abgeschöpft . Nur mit ihr. Er kam aus einer 100 A Maßnahme.

Ra A.v.d. Behrens : Vorhalt aus …. Er besitzt kein eigenes Auto z.B Ebbi oder Kapke……. Hatte Walther den Auftrag die Telefonliste von Wohlleben zu besorgen?

Wießner : Ja, aber sie hat nichts besorgt.

Ra A.v.d. Behrens : Vorlage mit Kürzeln, kennen sie diese Vorlage?

Wießner : Kenne ich nicht. Wer die darauf geschrieben hat den Bericht verfasst.
Ra A.v.d. Brehrend : Gibt es eine andere GP die ihnen die Liste übergeben haben könnte?

Wießner : Nein.

Ra A.v.d. Behrens : Sie sagten, alle Treffen haben immer mit Jule und Wunderlich zusammen stattgefunden. Ist das normal ?

Wießner : Normal ist das nicht mit Frau Walther, aber was war normal?

Ra A.v.d.  Behrens: Vorhalt, Wunderlich wird nicht erwähnt, bei den Treffen, darum frag ich nochmal. Treffen immer unmittelbar am Observationtreff. Also nicht bei jedem Treffen mit Wunderlich ?

Wießner : Keine Erinnerung.

Ra A.v.d.  Behrens: Haben Sie zwischendurch M. Degner geführt ?

Wießner : Nein das war der Kollege, der letzte Woche da war.

Ra A.v.d. Behrens: LfV Brandenburg Vorhalt das weitere Überfalle geplant sind. Keine Erinnerung.

Wießner : Keine Ahnung, war eine Deckblattmeldung.

Ra A.v.d.Behrens  : Woher kam die ursprüngliche Meldung, das Trio sei in Sachsen?

Wießner : Keine Erinnerung, ich kann es nicht sagen.

Ra A.v.d. Behrens : Gab es Kontakte nach Chemnitz ?

Wiesner : Nein.

Ra A.v.d. Behrens: Woher hatten Sie die Information welche Telefonzelle bei Böhnhardt zu Brandt ?

Wießner : Wurde sofort den Behörden vorgelegt und dann hat man von dem Bild nichts mehr gesehen. Und was die mit dem Bild gemacht haben, LKA oder so was keine Ahnung.

Ra A.v.d. Behrens : Vorhalt Trio in Norddeutschland ?

Wießner : Drilling wusste auch nicht alles, weiß nicht woher sie das haben?!

Ra A.v.d.  Behrens: Vorhalt, Schrader 3.6.1999

Wießner : Kann dazu nichts sagen, da müssen sie Schrader fragen, aber der hat auf jeden Fall Informationen bekommen. Auch von Fremdländer.

Ra Kuhn : Tristan in der Operation Drilling ?

Wießner : Ja war aber abgeschöpft, war nicht mehr bereit für weitere Kontakte. Habe ihn angeworben ja.

Ra Kuhn : Wie ?

Wießner : Ein Gespräch bei der Bundeswehr. Drei bis vier mal getroffen und dann beendet. Der Auftrag war nur diese Konatkt zu Wohlleben hatte und die Amtsleitung mit Gewalt an die Verbindungsdaten ran kommen wollte.

Ra Kuhn : Nur den Anruf von Menzel bekommen oder auch ein Treffen?

Wießner : Ich war 3 Monate in Pension, umgezogen nur diesen Anrufserie habe ich gesagt müsst ihr in Jena ansetzen. Bei Wohlleben.

Ra Kuhn :Vorhalt UA ,Es wurde von Menzel gesagt, wenn du nichts sagst dann fahre ich hoch und beschlagnahmte die Akten. Ja das ging so am 4.11 los. Und am 5.11 kam noch so ein Ding.

Wießner : Das hab ich richtig gestellt, So vormittags ist dieser Anruf nie gekommen, ich war nicht erreichbar. Wegen dem Pflegefall in der Familie
Am 07.11 war ein Symposium in Augustiner Kloster in Erfurt, nicht mal der LfV oder BfV Präsident wusste was am 4.11.2011 passiert war.

Ra Kienzle : Vorhalt, Telefonat Böhnhardt zu Brandt, was genau gemacht hat mit der Coburger Telefonzelle. Alle Information immer erst Vermerk weitergegeben?

Wießner : Ja

Ra Kienzle : Intern nicht weitergeleitet, amtsintern ???

Wießner : Alle Vermerke Infos direkt mündlich an Referatsleiter gegeben.

Ra Kienzle : Warum ?

Wießner : Na ja wenn eine Information kommt, dann wäre es möglich gewesen die Telefonzelle zu überwachen.

Ra Kienzle : An wen haben sie es weitergegeben am 6.03. das am 8.3 ein Gespräch in einer Telefonzelle stattfindet?

Wießner : Wer es garantiert bekommen hat ist der Nocken.

Ra Kienzle : Maßnahmen darauf ?

Wießner : Keiner Erinnerung, weil ich es nicht mehr weiß.

Ra Kienzle : Wer hat den Mitschnitt gefertigt ?

Wießner : Das kann ich heute nicht mehr sagen. Wer der G10 Beauftragte war, ob LfV Thüringen oder so kann ich nicht mehr bei allem sagen.

Ra Kienzle : Erinnerungen an die Anhörung mit Brandt.

Wießner : Vermutlich im Auto

Ra Kienzle : Welche Technik ?

Wießner : Weiß nicht mehr.

Ra Kienzle : Dann zurückgegeben? Verschriftet ? Sinnlos sicher ob die Mitschrift noch existiert!
Dann kommt nochmal Ra Klemke an die Reihe, aber die Aussagen von Herrn Wießner wiederholen sich…