Terminhinweise für die Woche 11.05.2015 – 13.05.2015 (203. bis 205. Verhandlungstag

Montag, 11.05.2015 (Foto- und Filmaufnahmen gestattet)

09.30 Uhr       Ramona W.

10.00 Uhr       Heike E.

10.30 Uhr       KHK Ernst, Kreispolizeibehörde Paderborn

(alle Zeugen: Überfall Edeka-Markt Chemnitz am 18.12.1998)

11.00 Uhr       Steffi S.

11.30 Uhr       Iris M.

13.00 Uhr       KOK Schröder, BKA Berlin

13.00 Uhr       KK’in Voggenreiter, BKA Meckenheim

(alle Zeugen: Überfall Postfiliale Chemnitz am 30.11.2000)

Dienstag, 12.05.2015

09.30 Uhr        Aleksander H.
(Umfeld Angeklagte)

13.00 Uhr         Inge R.

13.15 Uhr         Dorina L.

13.30 Uhr        Regina W.

13.45 Uhr        Walfried D.

14.00 Uhr        Elfriede K.

14.30 Uhr          KHK Markgraf, BKA Berlin

(alle Zeugen: Überfall Sparkasse Zwickau am 25.09.2002)

Mittwoch, 13.05.2015

09.30 Uhr           Katrin F.

10.00 Uhr           Anja M.

(beide Zeuginnen: Überfall Sparkasse Chemnitz am 23.09.2003)

11.00 Uhr           KOK’in Wagner, BKA Berlin
(Überfall Sparkasse Chemnitz am 23.09.2003)

13.00 Uhr           Edda S.
(Erkenntnisse zu Andreas G. und Christian K. – Zusammenhang mit
NPD-Schulungsveranstaltung)

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Zweiter Teil Wießner Aussage am OLG in München

Der zweite Teil ist nicht komplett, weil Herr Wießner extem genuschelt hat und man nicht alles zweifelsfrei verstanden hat. Entschuldigung dafür. Es ist mit besten Gewissen aufgeschrieben worden. Danke C.

Ra Sturm : Ohne Kontakt dazu ?

Wießner : Einmal ist es zu einem Kontakt gekommen, gegen 18.00 bis 18.15 Uhr. Ich kann ihnen aber nicht mehr sagen ob es da eine gleichzeitige G10 Maßnahmen gab und von wem. Sachsen oder Thüringen.

RaS Sturm : Von wann war dieser Mitschnitt ? Und wie lange ?

Wießner : Nein das kann ich ihnen nicht mehr sagen.

RaS Sturm : Gab es noch ein anderes Mal das Herrn Brandt Mitschnitte vorgespielt wurden?

Wießner : Nein, dies kam nur einmal vor.

RaS Sturm : Können Sie mir sagen wie dieser Vermerk dann zustande kam ?

Wießner : Nein

RaS Sturm : Eine Notiz von Brandt selber ?

Wießner : Das kam nur ein einziges Mal vor, nach einem Telefonat äh, sie müssen sich vorstellen, er berichtet und dann legt er seine Materialien wie Flyer etc. vor .

Götzl : weiter Fragen von den Verteidigern ?

Ra. Pausch : Wir brauchten eine Pause von 20 Minuten zur Vorbereitung, was auch genehmigt wird.

Ra Pausch : Am 29.09.1999 Vorhalt, Kontakt zum Trio nur durch Carsten S.. Trotzdem ist für Quelle es nicht wahrscheinlich, das dies Carsten S. dies eigenmächtig macht.
Woran machte er das fest?

Wießner : Einschätzung von der Quelle und von uns.

Ra Pausch : Der Vorhalt wegen dem Ausstieg von Carsten S. der nicht Ihr Vermerk. Ist 2051 ihr Kürzel ?

Wießner : Nein das ist von der Quelle.

Ra Pausch : Und wie ist ihr Kürzel ?

Wießner : Achso nee, Entschuldigung das ist meins.

Ra Pausch : Bitte überprüfen Sie das nochmal ?

Wießner : Da muss ich nochmal drauf schauen, geht vor – und geht wieder zurück. Ja das ist von mir. Aber die Erkenntnisse von Tino Brandt.

Ra Pausch : Ist Ihnen bekannt, ob bei Wohlleben ein Handy gelagert war, und warum ?

Wießner : Wir hatten die Vermutung, das Wohlleben ein Handy hat, das nur für die Kontakte zum Trio benutzt wurde. Wir waren bestrebt an diese Verbindungsdaten zu kommen.

Ra Pausch : Und wie ?

Wießner : Durch die Freundin von Wohlleben, wir wollten durch sie an dieses Handy, Sie war bei der Zielfahndung auffällig geworden.

Ra Pausch : Erinnern Sie sich an eine Befragung vom 24.06.2012 zu diesem Thema?

Wießner : Keine Erinnerung.

Ra Pausch : Vorhalt, Brandt hatte erklärt das alles über Wohlleben läuft. Handy in einem separaten Raum, der Auftrag war die Sim Karte zu klauen. Brandt lehnte dies sofort ab, weil er sich sonst nicht mehr sich blicken lassen können.

Wießner : Ja das ist unstrittig, das Brandt den Auftrag hatte.

Ra Pausch : Zu einem ganz anderen Thema, zu Ra Eisenecker. Was wissen sie darüber?

Wießner : Wohlleben und Carsten S, sind wohl zu Eisenecker gefahren, es gab Observationen in Mecklenburg Vorpommern, ich bin selbst hochgefahren, hatte die Hoffnung einen Flüchtigen zu treffen.

Ra Pausch : Vorhalt aus dem Thüringischen Untersuchungsausschuss vom 5.9.2013. Am Wochenende vor diesem Treffen fand ein Treffen zwischen Wohlleben und Carsten S. und dem Rechtsanwalt. Es ist untersagt worden „ Du fährst nicht mit“ ….. Wohlleben : Das kann ich ihnen nicht sagen

Wießner : Das kann ich Ihnen nicht sagen. Eine Fahrt von Brandt ist mir nicht bekannt.
Da der Wohlleben den Brandt zu erst gefragt hat ob er mitfährt und er hatte Brandt gefragt und hatte Carsten S. dann mitgenommen. Erinnere mich aber nicht, da ist alles gefragt worden von Erfurt bis Berlin. Schäfer Kommission.

Ra Pausch : Da ist ein Blatt mit vielen Nummern, können Sie mir das erklären?

Wießner : Das sind Zahlenkombinationen von mir, Handakte Teffabsprachen, weiß nicht von wann und mit wem .
Sicher das ist die Freundin vom Wohlleben, weil diese bei Deichmann beschäftigt war.

Ra Klemke : Der Zeuge wird aufgefordert zu spekulieren ….

Wießner : Ich habe die Quelle übernommen im Juli 1998, aus verschiedenen Akten handschriftlichen Notizen. 6 Wochen nachdem ich in der Führung bei Brandt eingestiegen bin Name aller die mit Kontakt standen aus P Akte und bei G10 Maßnahmen.

Ra Pausch : Noch eine andere Adresse, Damaschkeweg Nr… zu Ralf Wohlleben ?

RA Klemke : Beanstandung dieser Frage.

Ra Pausch : Überrascht das Carsten S. für Wohlleben einsprang ?

Wießner : Ja aufgrund der Aktenlage, als Junge in dieser Rolle

RaS Schneiders : Hat Brandt mal was über Gewaltbereitschaft erzählt ?

Wießner : NEIN, Gewaltdiskussionen waren kein Thema, zumindest nicht in dem Zeitraum in dem ich berichtet habe.

RaS Schneiders : Vorhalt Untersuchungsausschuss, wie Gewalt bereit war die Szene. Ihre Antwort, 4-5 Mann pro Kameradschaft.

Wießner : Naja ich hab damals irgendwas geschätzt, ich weiß es nicht mehr wie ich zu dieser Aussage kam, ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich weiß dass Schießübungen auf dem Grundstück vom Brandt gab, aber sonst ……

RaS Schneiders : Kommen wir zu dem Anruf am 4.11.2011 aus Gotha von Herrn Menzel ?

Wießner : Ich bin nicht am 04.11.2011 angerufen worden, sondern am 6.11.2011. Die Aussagen in Berlin musste ich zurückziehen, ich war gar nicht zu Hause, ich hatte in der Familie gesundheitliche Probleme. Da kann ich gar nicht da gewesen sein.

RaS Schneiders : Gab es gab Erkenntnisse das Carsten S. vom LfV angesprochen wurde?

Wießner : Nein

Ra Klemke : Laut BKA Vorhalt,Gab es für Sie rückwirkend Anhaltspunkte dass das Trio so schwere Straftaten begangen habe ?

Wießner : Für mich ist es bis unvorstellbar, das 3 kleinkriminelle so lange abtauchen konnten und solche Straftaten begehen konnten.

Ra Klemke : Eine Erinnerung an den Ausdruck Kleinkriminelle ?

Wießner : Möglich, sicher auf dem Bezug den Vorstrafen von Böhnhardt, für mich war es unerklärlich dass über Nacht in die Flucht gehen konnten und nicht entdeckt wurden.

Ra Pausch : Eine Nachfrage, RL ist Referatsleiter ? 24 wer?

Wießner : Schäfer

Jetzt kommen die Nebenklägervertreten an die Reihe

Ra Scharmer : Sie haben im Sommer 1998 Brandt wieder übernommen, kannten Sie den Garageninhalt ?

Wießner : Nein, vom Sprengstoff später erfahren.

Ra Scharmer : Vorhalt, in der Zeit in die sie die Führung von Brand hatten, alle 30 Ermittlungsverfahren eingestellt worden. Welche Ermittlungsverfahren waren das ?

Wießner : Das kann ich nicht mehr sagen. Mich hat das auch gewundert, das es zu keiner Verhandlung gekommen ist. War auch für mich überraschend. Das über die Jahre nicht zum Abschluss gekommen ist. Es waren ja politisch motivierte Straftaten. Aber welche konkret, kann ich mich nicht mehr sagen.

Ra Scharmer : Waren andere Angeklagte hier dabei ?

Wießner : Nein, aber Landfriedensbruch kann es sein.

Ra Scharmer : Die Bezahlung von Brandt gibt es Quittungen oder Belege ?

Wießner : Bitte ?

Ra Scharmer : Die Bezahlung von Brandt gibt es Quittungen oder Belege ?

Wießner : Wie üblich wurde das unter seinem Arbeitsnamen quittiert, und bei jedem Treffen Geldübergabe. In der Zentrale gibt es die Beschaffungskasse und dort wurde es eingereicht und abgerechnet.

Ra Scharmer : Die finden sich nicht bei den Akten aus ihrem Tresor. Ist den eine USA Reise gezahlt worden?

Wießner : Keine Erinnerung, kann ich ihnen gar nicht sagen. Genauso wie die nach Südafrika. Nee das hat er nicht gezahlt bekommen. Das gibt es nicht.

Ra Scharmer : Vorhalt Akte BfV V Mann Teleskop, Stern Interview zum Möbius Prozess, wollte Brandt von einer Bezahlung seiner Reise durch das LfV berichten. Zeigte Fotos von der USA Schießübung…..
Fall Drilling..

Wießner : Drilling wurde von der Auswertung geführt.

Ra Scharmer : In diesem Kontext dann zur Operation Rennsteig ?

Wießner : Ich kann nur sagen das der MAD, BfV und zwei LfVs Werbungsvorgänge in der rechten Szene hatten. Das schlimme an der Geschichte ist, dass außer bei der ersten Besprechung. Es ist niemals wieder so ein Treffen passiert, jeder hat für sich gewurschtelt man hat nie wieder was gehört.

Ra Scharmer : Wieviele Quellen gab es innerhalb des THS?

Wießner : Der THS hatte so Quellen, das weiß das BFV nicht. Das ist dann Infomationsführung. Die T Quellen wurden ausschließlich vom BfV geführt. Da waren keine Erkenntnisse da.

Ra Scharmer : Stichwort Abschleppen PKW ? Vorhalt Rachhausen / GP Alex teilte glaubhaft mit dass er nicht da war und kein PKW abgeschleppt hatte.
Dann steht das GP Alex unzuverlässig und Brandt Gut

Wießner : Brandt sagte das es so war, halbes Jahr später wurde GP Alex angesprochen und hat uns angelogen und auf eine andere Fährte gelegt. Er war unzuverlässig, er wollte selbst bestimmen. Ich hatte einmal Kontakt zu ihm .

RaS Scharmer : Aber da steht in der Notiz Handschriftlich , versichert glaubhaft !

Wießner : Wenn sie ein Treffen haben, nur wegen der frage schreiben sie einen Zusatzvermerk.

Ra Scharmer : Aber ist das nicht eine Einschätzung ?

Wießner : Von wann ist der Vermerk ?

Ra Scharmer : Klärung, Gut das ist nicht ihr Vermerk. Aber ihre Erkenntnisse an andere LfVs?

Wießner : Keine Ahnung, aber ans BfV .

Ra Scharmer : Schäfer Gutachten, Deckblattmeldung 20.02.1998 über den Autoabtransport auch ans LfV Niedersachsen. Warum ?

Wießner : Oh, das überrascht mich, das geht dann an die Auswertung weiter. Bei der Übernahme von Brandt, die Akte gesichtet, und dann eben 6 Monate später Treffen mit Rachhausen.

Ra Scharmer : Eine Einschätzung welcher Aufgabe ?

Wießner : Schäfer RF 24.

Ra Scharmer : Hat die Umstrukturierung was mit der Flucht zu tun.

Wießner : Nein, man wollte den VS einen neuen Typ Auswertung und Beschaffung sollten eins werden.

Ra Scharmer : Stichpunkt Geldtransfer nach Sachsen kommt da einer Erinnerung?

Wießner : Keine Ahnung.

Ra Scharmer : Haben Sie schon mal von einem Anwerbeversuch Dehli gehört?

Wießner : Nein.

Ra Scharmer : Wer hätte darüber Kenntnisse?

Wießner : Nuschelt wieder, kein Werbungsvorhaben von mir, aber das macht in der Regel die Hintergrunderforschung.

Ra Scharmer : Gab es so was zu Carsten S.

Wießner : Nicht von mir , aber man kann nichts ausschließen.

Ra Scharmer : Aber sie waren doch zuständig ?

Wießner : Ja

Ra Scharmer : Gemeinsame Vorgänge mit dem MAD ?

Wießner : Ja

Ra Scharmer : Mit dem MAD gemeinsam geworden ?

Wießner : Wenn das LfV mit einbezogen wurde, kam der MAD auf uns zu. Ich hab mehrere Kollegen bzw Sicherheitsgespräche geführt.
Ra Scharmer : Haben Sie Namen dazu ?

Wießner : Keine Ahnung.

Ra Dierbach : Wann sind sie genau in Pension gegangen Herr Wießner?

Wießner : Am 30.07.2011

Ra Dierbach : Ab und zu noch da oder noch Kontakt zur Dienststelle?

Wießner : Nein, nur am 06.11.2011 wegen dem Wohnwagen.

Ra Dierbach : Bei den Treffen, wurde da stenografisch geschrieben oder Langschrift.

Wießner : Sowohl als auch.

Ra Dierbach : Selbst verschriftet ?

Wießner : Ja

Ra Dierbach : Warum nach Treffen so oft viel später bearbeitet?

Wießner : In der Regal nicht

Ra Dierbach : Vorhalt, Protokoll vom 10.05.1999 das bezeichnete Gespräch war mit Heise am 16.04.1999

Wießner : Das ist unüblich, kann es nicht sagen, Brandt hat immer gleich erzählt.

Ra Dierbach : Nächstes Gespräch 01.05. verschriftet am 08.05. Kam es vor das sie Protokolle angefangen haben und dann über 3 Wochen fortgesetzt haben?

Wießner : Nein.

Dann Götzlt es wieder …..

Ra Dierbach : Vermerk vom 06.10 auf einem Bezog vom August Wortlaut „Treffs“

Wiesner : Keine Erinnerung habe, in der Regel sind die Zeitnah gemacht worden. So 1-2 tage später.

Ra Dierbach : Mehrere Monate zusammengefasst… hier offenbar mehrfach !

Wießner : Das kann dann nur auf Weisung des Präsidenten für die Zusammenfassung.

Ra Dierbach : An die Verteiler ?

Dann Götzelt es wieder…………

Ra Dierbach : bleibt ruhig… Vorlage Bericht vom 10.4.2000 auf den Bezug genommene Gespräch vom 01.04.2000. Wieviele Vermerke gab es pro Jahr ?

Wießner : Sehr laut werdend … Keine Ahnung.

Ra Dierbach : War die Nummerierung eine fortlaufende?

Wießner : Ja

Ra Dierbach : Ist mit ihnen darüber gesprochen worden welche dieser Berichte zu diesem Verfahren gelangen werden ?

Wießner : Nein.. Lange Pause … Aber wenn Sie mich so fragen, ich finde es nicht so gut das in Thüringen alle Akten freigegeben wurden. Und wenn ich sehe das andere Länder da Sperrvermerke machen, finde ich das besser…

Ra Dierbach : Dieser Bericht ist 6 Tage alt.

Wießner : (Extrem sauer), Ja dann ist das so!!!!

Es Götzelt extrem ….

Ra Dierbach : Haben Sie öfters mal zusammengefasst ?

Wießner : Sie wurden sofort gefertigt oder zusammengefasst.

Ra Dierbach : Vermerke Handschriftlich und später erst verschriftet?

Wießner : Zu einem Treff wurde alles mitgenommen alle Schriften, wurden hier in eine Mappe gelegt und dann wurde Mappe gezogen und der Bericht geschrieben. Wirkt sehr angegriffen.

Ra Dierbach : Haben sie sich bei der Quelle nochmal rückversichert, ob der Steno zutreffen ist?

Wießner : Nein

Pause von 20 Minuten

Ra Narin : Haben Sie Erkenntnisse zu Frau Zschäpe Sie sagten in der 56. Sitzung der PUA am 28.02.2013 auf Seite 54 Zschäpe wäre die Szenematratze gewesen. Brandt hätte das gesagt

Wießner : Ich bleibe dabei.

Ra Narin : Ok, und das war alles?

Wießner : Ja, er hat nicht viel dazu gesagt

Ra Narin : PUA 23 Sitzung Bauchbach, der war im Bereich ?

Wießner : Forschung und Werbung.

Ra Narin : Vorhalt, Drilling Ermittler im Fall Drilling und in dem Zusammenhang ob jemand aus dem Umfeld in Frage kommt angesprochen zu werden? Was war Drilling ?

Wießner : Die Suche nach den 3 Flüchtigen.

Ra Narin : Aus dem Vorhalt, man wollte sie anwerben.

Wießner : Baumbach war Obersekretär und glaubte Zps festlegen zu können. Das wurde registriert und abgelegt. Und das konnte Brandt nicht entscheiden, nur der Amtsleiter

Ra Narin : Wie kam er darauf sie anzuwerben, wo sie doch untergetaucht waren?

Wießner : Sie sagten auch das LfV hätte eine Außenstelle Jena.

Ra Narin : Da stand Zschäpe sei psychisch labil gewesen darum nicht gut geeignet gewesen.

Wießner : Keine Ahnung, ich muss das überall dementieren weiß nicht wie er darauf kommt . Deshalb war auch die Zusammenarbeit irgendwann nicht mehr möglich.

Wießner : In meinen Erinnerungen war es im 6.OG Büro Zweiger, der auch Operation Rennsteig bzw. Drilling machte.

Ra Narin : Zusammenhang Erinnerung daran Rennsteig bzw. Drilling

Wießner : Nein keinen Zusammenhang, alles andre ist Quatsch sag ich mal ganz deutlich.

Ra Narin : Sind ihnen irgendwelche Werbungsmaßnahmen auf Frau Zschäpe bekannt ?

Wießner : Nein

Ra Narin : Wie wurde bei der Kontaktaufnahme Brandt bei den Treffs bei Wolleben angerufen?

Wießner : Das LfV hat ihm nichts zur Verfügung gestellt.

Ra Narin : Vorhalt Marcel Degner VP 2015 Riese/ Hagel. Das die 3 kein Geld mehr brauchen weil sie jobben würden. Keine Kenntnisse zu Überfällen bzw. Papieren.
Vorhalt von dem Schäferbericht Quelle teilt mit Jan Werner soll das Trio mit Waffen versorgen das Geld kommt von B&H Sachsen. Danach solle das Trio einen weiteren Überfall planen und ins Ausland gehen. Antje Probst soll den Reisepass an Zschäpe geben.
Beratung TlfV LfV Sachsen weiteres Amt bezüglich ?

Wießner : Weiß noch Treff RL 21 noch Herr Nocken

Ra Narin : Haben Sie Informationen erhalten?

Wießner : Nein

Ra Narin : Ist ihnen Combat 18 ein Begriff ?

Wießner : In Zusammenhang mit B&H nein.

Ra Narin : VP 2100 Marcel Degner Chef von B&H. War bekannt das jobben in der Szene für Überfälle steht?

Wießner : Heute ja, damals nicht.

Ra Narin : Wurden Quellenberichte auch mit anderen LfVs BfV gegen geprüft ?

Wiener : Nur bei überregionalen Ereignissen

Ra Narin : Gab es die denn ?

Wießner : Nicht in meine Zuständigkeit. Wenn was kam dann hätte es Meldung gegeben.

Ra Narin : Gab es Kontakt in die USA.

Wießner : Möbus, der Stern hatte Interesse nur an dem Fall Drilling.

Ra Narin :Combat 18 Mirko Hesse Kontakt in die USA ?

Wießner : Nein

Ra Narin : Zu den Hammerskins?

Wießner : Nein

Ra Narin : Vorhalt Besprechung Rennsteig 21.03.1997 Teilnehmer TlfV Nocken Wießner BfV Thein Menhorn, MAD Nolte und Holler, Gerber SG 70 . Wie darf ich SG 70 einordnen?

Wießner : Das ist Staatsschutz vom BKA

Ra Narin : Fränkische Heimatschutz?

Wießner : Wer und so weiter Deteils kann ich nicht mehr sagen.

Ra Narin : Haben sie Brandt mal vor der Exekutive gewarnt?

Wießner : Sehr nuschelt, aber eine konkrete Warnung aussprechen!

Ra Narin : Auch nicht anderer Behörden?

Wießner : Nein, ich kenne keinen, alle Vorgänge hier muss ich nochmal betonen sind vertraulich, und sowas sind mir nie zu Ohren gekommen.

Ra Narin : Letzte Frage Herr Wießner, Herr Roewer meinte das sie ein Verhältnis zu Herrn Brandt hatten?

Wießner : Das war beim BKA, sofort widerrufen, und mich anwaltlich beraten lasse. Das wird zur Zeit geprüft. Gibt ein Strafverfahren nach diesem Verfahren hier.

Ra A.v.d. Behrens : Gab es Kontakt von ihrer Behörde zum BND ?

Wießner : Vor meiner Tätigkeit vielleicht ?

Ra A.v.d. Behrens : Spätere Kontakte zum BND ?

Wießner : Äh…. schon ja aber in einem anderem Arbeitsgebiet, Zu Operation Drilling nie in Kooperation mit dem BND.

Ra A.v.d. Behrens : Umfeld Carsten S. durchsucht nach Werbemöglichkeiten ?

Wießner : Nein.

Ra A.v.d. Behrens: Helbig ?

Wießner : Ja, hab ihn angesprochen. Er hatte sich dann in der Szene offenbart so das kein weiteres Gespräch stattgefunden hat. Das war die Aussage von Helbig, und das war unsere Observationsmaßnahmen. Hier wüsste er ganz genau Bescheid, Er würde auch was wissen zu den 3 die gesucht werden.
Welche Akten ? MAD BfV??

Ra A.v.d. Behrens : Bei uns in der Operation Drilling also denke ich von ihnen. Was war bei ihnen im Tresor ?

Wießner : Ich weiß es nicht ich habe diesen nicht ausgeräumt, es soll ja auch alles was lose im Schrank war, an die Akten angeheftet worden sein.

Ra A.v.d. Behrens : Stimmt das so mit dem Geld ?

Wießner : Geht doch nicht beim erst Gespräch

Ra A.v.d. Behrens : Hält 3 Seiten Akten vor, mit dem Namen Nico Ebbinghaus vor. Auf alles 3 Seiten ist dieser Name Geld umrandet…

Wießner : Sag mit nichts, kann dem Namen nicht zuordnen. Kann nichts erinnern.

Ra A.v.d.Behrens  : TKÜ mal live, mitgehört.

Wießner : Zuständige G10 ja

Ra A.v.d. Behrens: Liste von TKÜs ?

Wießner : Das kann ich Ihnen nicht sagen.

Ra A.v.d. Behrens : Wie oft haben sie die GP Alex /Rachhausen getroffen ?

Wießner : 3-4 Mal

Ra A.v.d. Behrens : Laut UA Thüringischen, minderstens 9 Treffen

Ra A.v.d. Behrens : Bei Juliane Walther ?

Wießner : zwei bis drei Treffen, das war keine Operation, sie wurde mit Zielfahnder abgeschöpft . Nur mit ihr. Er kam aus einer 100 A Maßnahme.

Ra A.v.d. Behrens : Vorhalt aus …. Er besitzt kein eigenes Auto z.B Ebbi oder Kapke……. Hatte Walther den Auftrag die Telefonliste von Wohlleben zu besorgen?

Wießner : Ja, aber sie hat nichts besorgt.

Ra A.v.d. Behrens : Vorlage mit Kürzeln, kennen sie diese Vorlage?

Wießner : Kenne ich nicht. Wer die darauf geschrieben hat den Bericht verfasst.
Ra A.v.d. Brehrend : Gibt es eine andere GP die ihnen die Liste übergeben haben könnte?

Wießner : Nein.

Ra A.v.d. Behrens : Sie sagten, alle Treffen haben immer mit Jule und Wunderlich zusammen stattgefunden. Ist das normal ?

Wießner : Normal ist das nicht mit Frau Walther, aber was war normal?

Ra A.v.d.  Behrens: Vorhalt, Wunderlich wird nicht erwähnt, bei den Treffen, darum frag ich nochmal. Treffen immer unmittelbar am Observationtreff. Also nicht bei jedem Treffen mit Wunderlich ?

Wießner : Keine Erinnerung.

Ra A.v.d.  Behrens: Haben Sie zwischendurch M. Degner geführt ?

Wießner : Nein das war der Kollege, der letzte Woche da war.

Ra A.v.d. Behrens: LfV Brandenburg Vorhalt das weitere Überfalle geplant sind. Keine Erinnerung.

Wießner : Keine Ahnung, war eine Deckblattmeldung.

Ra A.v.d.Behrens  : Woher kam die ursprüngliche Meldung, das Trio sei in Sachsen?

Wießner : Keine Erinnerung, ich kann es nicht sagen.

Ra A.v.d. Behrens : Gab es Kontakte nach Chemnitz ?

Wiesner : Nein.

Ra A.v.d. Behrens: Woher hatten Sie die Information welche Telefonzelle bei Böhnhardt zu Brandt ?

Wießner : Wurde sofort den Behörden vorgelegt und dann hat man von dem Bild nichts mehr gesehen. Und was die mit dem Bild gemacht haben, LKA oder so was keine Ahnung.

Ra A.v.d. Behrens : Vorhalt Trio in Norddeutschland ?

Wießner : Drilling wusste auch nicht alles, weiß nicht woher sie das haben?!

Ra A.v.d.  Behrens: Vorhalt, Schrader 3.6.1999

Wießner : Kann dazu nichts sagen, da müssen sie Schrader fragen, aber der hat auf jeden Fall Informationen bekommen. Auch von Fremdländer.

Ra Kuhn : Tristan in der Operation Drilling ?

Wießner : Ja war aber abgeschöpft, war nicht mehr bereit für weitere Kontakte. Habe ihn angeworben ja.

Ra Kuhn : Wie ?

Wießner : Ein Gespräch bei der Bundeswehr. Drei bis vier mal getroffen und dann beendet. Der Auftrag war nur diese Konatkt zu Wohlleben hatte und die Amtsleitung mit Gewalt an die Verbindungsdaten ran kommen wollte.

Ra Kuhn : Nur den Anruf von Menzel bekommen oder auch ein Treffen?

Wießner : Ich war 3 Monate in Pension, umgezogen nur diesen Anrufserie habe ich gesagt müsst ihr in Jena ansetzen. Bei Wohlleben.

Ra Kuhn :Vorhalt UA ,Es wurde von Menzel gesagt, wenn du nichts sagst dann fahre ich hoch und beschlagnahmte die Akten. Ja das ging so am 4.11 los. Und am 5.11 kam noch so ein Ding.

Wießner : Das hab ich richtig gestellt, So vormittags ist dieser Anruf nie gekommen, ich war nicht erreichbar. Wegen dem Pflegefall in der Familie
Am 07.11 war ein Symposium in Augustiner Kloster in Erfurt, nicht mal der LfV oder BfV Präsident wusste was am 4.11.2011 passiert war.

Ra Kienzle : Vorhalt, Telefonat Böhnhardt zu Brandt, was genau gemacht hat mit der Coburger Telefonzelle. Alle Information immer erst Vermerk weitergegeben?

Wießner : Ja

Ra Kienzle : Intern nicht weitergeleitet, amtsintern ???

Wießner : Alle Vermerke Infos direkt mündlich an Referatsleiter gegeben.

Ra Kienzle : Warum ?

Wießner : Na ja wenn eine Information kommt, dann wäre es möglich gewesen die Telefonzelle zu überwachen.

Ra Kienzle : An wen haben sie es weitergegeben am 6.03. das am 8.3 ein Gespräch in einer Telefonzelle stattfindet?

Wießner : Wer es garantiert bekommen hat ist der Nocken.

Ra Kienzle : Maßnahmen darauf ?

Wießner : Keiner Erinnerung, weil ich es nicht mehr weiß.

Ra Kienzle : Wer hat den Mitschnitt gefertigt ?

Wießner : Das kann ich heute nicht mehr sagen. Wer der G10 Beauftragte war, ob LfV Thüringen oder so kann ich nicht mehr bei allem sagen.

Ra Kienzle : Erinnerungen an die Anhörung mit Brandt.

Wießner : Vermutlich im Auto

Ra Kienzle : Welche Technik ?

Wießner : Weiß nicht mehr.

Ra Kienzle : Dann zurückgegeben? Verschriftet ? Sinnlos sicher ob die Mitschrift noch existiert!
Dann kommt nochmal Ra Klemke an die Reihe, aber die Aussagen von Herrn Wießner wiederholen sich…

1. Teil, der V Mann Führer von Tino Brandt, Herr Wießner 157.Prozesstag

Bis auf Jochen Weingarten von Bundesanwaltschaft und Wolfgang Stahl von der Verteidigung von Beate Zschäpe sind alle komplett an diesen 11.11.2014 um 9.50 Uhr.
Der Vorsitzende Manfred Götzl ruft Herrn Wiesner seine Belehrungen in sein Gedächtnis.

Götzl : Ob er Informationen von Brandt bekommen hätte, wegen Kontakt zu Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt ?

Wießner : Er wurde erst wieder V Mann Führer bei Brandt im Juli 1998, und da hätte er bei jedem Treffen gefragt. Den Kontakt nach Jena hatte er zu Ralf Wohlleben und Andre Kapke gehabt. Aber er hätte nicht den Auftrag dazu bekommen.
Von Wohlleben habe er bei einer Party den Auftrag, eine anrufbare Telefonzelle in Coburg zu finden. Das muss so im Frühjahr 1999 gewesen sein. Erst am 5.2 dann am 22.2 und schließlich am 8.3.1999 klappte das Telefonat.

Götzl : Was berichtete Brandt wegen dem Telefonat ?

Wießner : Brandt führte aus , das man Vertrauensverluste zu Andre Kapke hatte, das man große Probleme finanzieller Art hatte, er wusste von einem Streit zwischen ihm und Sven Kai Rosemann, dies konnte nur ein Insider wissen. Später zeigten wir Brandt Bilder, und er sagte das es sich um Böhnhardt um den Anrufer gehandelt hätte. Wir hatten mehrere Aktionen in Chemnitz laufe (TLFV)Brandt meinte, die hätten ihr Aussehen so verändert, das man sie nicht mehr wieder erkennen würde.

Götzl : Ich möchte gerne zu Rechtsanwalt Eisenecker kommen.

Wießner : Brandt hatte den Kontakt zu Dr. Eisenecker hergestellt. Dieser brauchte eine Vollmacht von Beate Zschäpe. Man hatte dann gehofft das ein Flüchtling sich dort einfindet.

Auch das TLFV hatte Kontakt zu Böhnhardts Eltern, deshalb sei die Szene in Aufruhr gewesen. Darum dauerte es mit den Terminen mit der Telefonzelle. Aber das die Eltern mit der Staatsanwalt in Gera gesprochen hatten wusste er nicht.

Götzl : Vorhalt, Gegen 18.00 Uhr Anruf von Böhnhardt,ob er alleine in der Telefonzelle wäre, der Kapke soll davon nichts erfahren ob mir jemand gefolgt sei,und ob ich mein Handy zu Hause gelassen hätte.

Wießner : Kann ich mich nicht mehr erinnern, aber wenn das da so drin steht wird es wohl so gewesen sein.
Wiesner redet sehr undeutlich, nicht ins Mikrofon, er nuschelt viel.

Götzl : Hat er was zu Andre Kapke gesagt ?

Wießner : Ja das er eine halbe Einnahme ( 1000 DM )nicht bei ihnen angekommen sei.

Götzl : Da ist ein Schreibfehler, Resi statt Riese. Eberlein hätte das Geld auch nicht bekommen. Hat das Brandt so geschildert ?

Wießner : Ja

Götzl : Darauf wäre er ( Böhnhardt )dass sie die Ausweise selbst bezahlt
hätten, und ob ich an welche kommen würde. Er müsse sich umhören ( Brandt ) Macht nichts, da sie schon welche hätten.

Wießner : Kann dazu nichts ergänzen in nach hinein.

Götzl : Vorhalt,Spiel war für mich kein Thema. Ganz ehrlich. Konnte mir keine
Vorstellung machen, dass man damit viel Geld verdienen kann.
Dass der Dicke ( Andre Kapke ) noch nicht einmal die Spiele richtig abgerechnet
hätte, obwohl sie die selbst gemacht hätten.
Kommt da eine Erinnerung ?

Wießner : Nein

Götzl : Wegen Ausland ?

Wießner : Das können wir nur mit Heise machen, dieser hätte Kontakt ins Ausland.

Götzl : Wir hätten Kontakte nach Tennesee aber nicht persönlich, aber Dr. Nordbruch in Südafrika?

Wießner : Ja Dr. Nordbuch, aber zu den Details kann ich nichts sagen,ich muss das so nehmen wie Sie das sagen. Hab keine Erinnerung.

Götzl : Später durch Gesprächsprotokolle erwähnt hat ?

Wießner : Nie wieder erwähnt worden, hat nicht wieder Bezug darauf genommen auf dieses Gespräch. Er konnte einfach nicht nachfragen oder mit niemanden reden darüber auch nicht mit Carsten S. nicht.

Götzl : Vorhalt, Die wurden ja ständig vom Verfassungsschutz observiert, so ist bestimmt auf Carsten S. gekommen. Dieser muss ja das Vertrauen von Ralf Wohlleben gehabt haben.Bei einem Treffen mit Carsten S.hat er mitgeteilt, dass er den Kontakt halte. Wohlleben hätte ihm den Auftrag erteilt, weil er sich ständig beschattet und verwanzt fühlte.

Wießner : Ja, aber welche Maßnahmen dann unsere Behörden gemacht wurden, das kann ich Ihnen nicht mehr sagen.

Götzl : Vorhalt, von Chemnitz wurde eine Telefonzelle in Coburg angerufen, ohne dass die Quelle es gesagt hatte, welche Person.
Wissen sie näheres zu dieser Observation ?

Wießner : Nein.

Götzl : Vorhalt,Holger G. hat Infos Heise direkt aufgenommen als Zwischenstation. G. wohnte ja in Niedersachsen und Heise ja auch. G.konnte Wohlleben über das Ergebnis berichten.Brandt war ja nur der Tippgeber, er hat den Kontakt hergestellt. Brandt hatte Kontakt zu Heise und Wohlleben mit G. Der Rest ist von Wohlleben und G.gemacht worden. Das war 1999 Ende 1999.

Wießner : Die Quelle, hatte meines Wissens keine Kontakt mehr zu Heise, das hat alles G. gemacht. Wir konnten nicht mehr nachfragen lassen. Das alles steht in den Treffberichten.
Es muss ja zeitweise zu minderst bei der Anrufserie,war der Kontakt nach Sachsen unterbrochen.Deswegen gab es diese Hinweise, das es nach Sachsen zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt bestand. Also keiner wusste weshalb plötzlich keinen Kontakt abgebrochen war.

Viele Vorhalte durch Götzl….

Das in Beate Zschäpes Wohnung bereits am 26 eingebrochen wurde kommt da eine Erinnerung ?

Wießner : Ja und dass Carsten S. nochmal einstiegen ist.

Götzl : Vorhalt,am 15.05.1999 wurde bei S. eine Party gefeiert für Holger G. mit V Mann 2045 Wohlleben Andre Kapke. Dabei kam raus das Heise bereit gewesen sei, bei der Unterstützung für den Auslandsaufenthalt der Flüchtigen zu leisten.

Wießner : Ja.

Götzl : Vorhalt, Unterredung G. mit dem V Mann 2045 bei der Hochzeit von Thorsten Heise. Man habe noch nicht mit Heise über die Kontaktmöglichkeiten gesprochen da es heute sinnlos gewesen wäre weil Heise zu angetrunken gewesen wäre. Treffen morgen möglich.

Wießner : Ja das war die Mitteilung, und ich kann mich nur wiederholen. Das waren die Mitteilungen die entweder schriftlich oder stenografisch über geben wurden.

Götzl : Ist der Kommentar „ gut „ von Ihnen ?

Wießner : Ja.
Mittagspause.

Götzl : Kommen wir zu Riese VM 2100 war nicht Brandt ?

Wießner : Nein.

Götzl : Vorhalt, Thomas Starke bei einem Skinheadkonzert am 13.1.1999 von Riese finanzielle Spende für das Trio angeboten worden. Ist der Bericht von Ihnen?

Wießner : Vertretungsweise,man hat sich zur dieser Zeit an jeden Strohhalm geklammert der sich geboten hatte.

Götzl : Wer war die V Person ?

Wießner : Auch wenn dies nicht gedeckt durch die Aussagegenehmigung ist, aber ok. Marcel Degner aus Gera.

Götzl : Also letztlich doch Riese ?

Wießner : Ja.

Götzl : Ist das jetzt eine Info von Riese oder über Riese?

Wießner : In den Untersuchungsausschüssen haben wir uns schon darüber gestritten, weil wir uns gefragt haben,ob das jobben Banküberfälle gewesen sind? Die konnten ja keine normale Arbeitsverhältnisse eingehen weil sie keine Papiere hatten.

Götzl : Ist von Degner / Riese eine Info gegeben worden was man mit jobben gemeint haben könnte?

Wießner : Ich sage es nochmal, sie konnten nicht nachfragen ohne die Quelle zu gefährden, er wäre sonst ausgeschlossen worden.

Götzl : Was das ein Gespräch mit Blood & Honour Leuten aus Chemnitz ?

Wießner : Nein

Götzl : Vorhalt, am 1.2.2000 bzw. 29.1.2000 Schulung bei Eisenberg, wo zwei Blood & Honour Leute aus Chemnitz, kommt da eine Erinnerung ?

Wießner : Da muss der Kapke oder sein Bruder im Spiel gewesen sein, dieser hatte sich über das Trio unterhalten aber Wohlleben habe das Gespräch unterbunden.

Götzl : Christian Kapke,  Blood & Honour CD für die drei gewidmet hatte,einer der Chemnitzer habe gesagt das es den dreien gut gehe. Dieses Gespräch wurde dann Wohlleben unterbrochen sonst hätte es Zoff gegeben, weil dies gehe keinem was an.

Götzl : Gab es dann nur Telefonkontakt über Carsten S.?

Wießner : Keine Ahnung.

Götzl : Im Fall Drilling, Schreiben an das TLFV, die Namen sind geschwärzt. Würden Sie bitte nach vorne kommen?

Wießner : Blickt auf das schreiben und meint, da ging es um die Auswertung.

Götzl : Weiter, der Sprecher wurde im Nachgang als Graupner identifiziert.

Wießner : Mit dieser Information kann ich nichts anfangen,nein.

Götzl : Kommt eine Erinnerung, Gespräch Brandt Carsten S. bezüglich Überbringens eines Handys ?

Wießner : Ich weiß nur, das er ( Brandt ) ein Handy an Familie Böhnhardt überbringen sollte. Aber das ging nicht. Obwohl wir sehr großes Interesse daran hatten. Aber weil er nicht immer in Jena war, war dies schwierig.

Götzl : Vorhalt, das eventuell auch Familie Mundlos gewesen sein ? Vermerk zum 50 Geburtstag der Mutter Mundlos?

Wießner : Ich weiß es nicht, es kann auch Familie Mundlos gewesen sein.

Götzl : Vorhalt : Ca. ende August 2000 Carsten S. habe überraschend geäußert das er aussteigen möchte und zu seiner Schwester ziehen will.

Wießner : Ich nehme an das dies ein Zwischenbericht für das BfV war, den ich kenne diesen ganzen Bericht nicht. So ist mir der Ablauf von Carsten S.bekannt aber der Bericht nicht.

Götzl : Warum ein Bericht an den BfV?

Wießner : Wegen dem Verbot des THS 1996 – 1998, da wurde wegen den THS ermittelt.
Der THS würde von dem Szeneanwalt Jauch vertreten, dieser hatte damals schon mehrere Kameraden verteidigt. Jauch schlug dem THS vor, nur ein Verein sein zwei Sprecher, der Rest sollten als Nichtmitglieder dargestellt werden.

Götzl : Vorhalt, Inzwischen hätten die drei so viele Sachen / Aktionen gemacht das sie kein Geld mehr brauchen, was sie zum Selbstschutz aber nicht wissen sollen. Ist in dem Zusammenhang etwas zum Aufenthalt berichtet worden?

Wießner : Der Bericht war, das Beate Zschäpe nicht bereit gewesen sei ins Ausland zu gehen und da sie nichts zu erwarte habe, wolle sie sich lieber den Behörden stellen in Falle eines Umzuges. Nach Abreise der zwei ( Mundlos und Böhnhardt )
Zudem habe Holger G. gesagt das sie sich lieber erschießen als sich zu stellen.

RaS Schneiders : Sie sagten das es nie um Papiere ging. Das Telefonat Brandt zu Böhnhardt sprechen von Papieren. Diese sollten von Kapke beschafft werden, dieser hatte Geld bekommen, diese aber nicht beschafft wurden. Warum sie welche hatten sagten sie wussten sie nicht.

Wießner : Ja, keine Erinnerung.

RaS Schneiders : Wie wurden die Berichte gefertigt von Herrn Brandt?

Wießner : Treffberichte mal mündlich mal schriftlich einmal stenografisch, in der Szene nachzufragen war nicht möglich, jedenfalls nicht in dem Zusammenhang.

RaS Schneiders : Meldung an das BfV bzw Rückmeldung LfV Sachsen Wegen Graupner sagten Sie hätten sie keine Kenntnis. Einen Vorhalt daraus,ist das ihr Kürzel,könnte man dem Zeugen es Vorlegen.

Wießner : Ja das ist mein Kürzel.

RaS Schneiders : Das ist der Bericht der Ihnen von dem Vorsitzenden vorgelegt wurde. Erkennen sie es jetzt wieder ?

Wießner : Geht zu seinem Platz ohne das man die Antwort versteht. Dann sagt er, das sei 14 Jahre her, ich konnte mich nicht daran erinnern.

Ra Klempke : Wegen der Spende sagten sie das man ohne Nachfragen ausgekommen sei.

Wießner : Wie gesagt, Ich musste es so hinnehmen, ich konnte nicht sagen das er nachfragen sollte.

Ra Klempke : Haben sie mal bei Brandt nachgefragt ?

Wießner : Hätten wir bei ihm nachgefragt dann wäre sicher ein Vermerk gemacht worden. Wenn da keiner ist, ist da auch nichts gemacht worden. Persönlich kann ich mich daran nicht erinnern.

RaS Sturm : Nachfrage zu Frau Zschäpe ?

Wießner : Für uns war klar, die zwei gehen ins Ausland, dann stellt sich Zschäpe. Gegen sie lag kein Haftbefehl vor. Sie hätte jederzeit zurück gehen können.

RaS Sturm : Brandt hatte gute Kontakte zu Szeneanwälten, er galt bis dahin als loyaler teuer Kamerad, wie zeitlich gesehen?

Wießner : 1998 / 1999. Brandt hatte auch Kontakt über das Land hinaus. Auch zu Kapke und zu Wohlleben. Ich habe zigfach miterlebt wie er während dieser Treffens mit Wohlleben Kontakt hatte. Also ein Vertrauensverhältnis.

RaS Sturm : War das ihr Rückschluss ?

Wießner : Ja.

RaS Sturm : Hatten sie noch andere Quellen über Brandt ?

Wießner : Nein

RaS Sturm : Hatten sie in dem Bereich eine weitere Quelle?

Wießner : Aber nicht in dieser Stellung, wir mussten das so entgegen nehmen.Man musste seine Angaben auch so benutzen, Wir hatten den Eindruck das er ehrlich berichtet hat. Man musste davon aussehen das 80% richtig war.

RaS Sturm : Wie kommen sie auf 80 % ?

Wießner : Wir besprechen ja nur einen Teil, in 2 Jahren hochgestuft worden weil seine Berichte richtig waren.

RaS Sturm : Und die andren 20%

Wießner : Ich kann das nicht in Prozenten festlegen. Ich habe die Vermerke nicht gegen prüfen können.Es sind auch Sachen die er mir mitgeteilt hat, die auch stattgefunden haben. Das z.B mit Heise, nur kann ich nicht sagen 100%, das ist alles.

RaS Sturm : Vorhalt wegen dem Telefonmitschnitt und der Identifikation der Stimme von Böhnhardt.

Wießner : Das ist ihm vorgespielt worden, und er hat gesagt das wäre die Stimme von Böhnhardt. Entweder von unserem Haus oder aus Sachsen.

Meine Gedanken zum 04.11.2011 in Eisenach und in Zwickau

Bereits zum dritten mal jährt sich der Selbstmord von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Doch war es Selbstmord?
Wie kam Frau Zschäpe zu ihrem Wissen das die zwei Uwes Selbstmord begehen, und somit wie die Generalbundesanwaltschaft in ihrer Anklageschrift ausführte „ der NSU habe somit aufgehört zu existieren „obwohl ein mutmaßliches Mitglied noch in der Bundesrepublik unterwegs war.
Wie kam es zu so einer Einschätzung der Generalbundesanwaltschaft? Wusste man das man kurz oder lang Frau Zschäpe bekommen würde, nach dem man diese 11 Jahre nicht habhaft werden konnte?

Ab wann wusste Frau Zschäpe von dem geplanten Selbstmord? War dies schon vor 12.05 Uhr?
Gab es einen Plan wenn etwas schief ginge,das welche Vorkehrungen getroffen werden um Spuren zu verwischen?
Alleine dieser Umstand gibt viele Rätsel auf ?
Ich kann mir gut vorstellen das Frau Zschäpe gewusst hat, nur mit anzünden der Wohnung reicht es nicht um alle Spuren zu eliminieren. Denn es muss auch ihr klar gewesen sein, wenn sie gewusst hat das in der Wohnung Waffen deponiert sind, diese nicht durch einen Brand verbrennen.
Des Uwes muss klar gewesen sein, das diese Waffen höchstens unbrauchbar gemacht werden können bei so einen Brand. Also wozu dieser Wohnungsbrand ? Denn in der Nachschau hatte dieser mehr Aufsehen erregt als wenn sie die Wohnung ohne großes Aufsehen verlassen hätte.

Wollte man das es zu so einem Abschluss kommt? Aber wer hat einen Nutzen davon ?
Im Brandschutt fand man unter anderem die kompletten Mietverträge der gemieteten Wohnungen in Chemnitz und Zwickau sowie der Wohnmobile sowie der angemieteten PKWs die bei der Untersuchung für was diese gebraucht wurden bisher nicht in Erscheinung getreten sind.
Zudem fand man einige DM Scheine die gestempelt waren,und seit 1999 vermutlich im Besitz der drei waren.Sowie die ganzen Presseartikel zu den Morden sowie Bombenanschlägen. Dazu eine Jogginghosen mit Blutanhaftungen der verstorbenen Polizistin M. Kiesewetter.

Wenn man rational denkt sind diese Beweise die man gefunden hat,so erdrückend aber wirft die Frage auf, warum lässt man einen Teil dieser Beweise nicht verschwinden. Man nimmt ungewöhnlicherweise die Bekennervideos die seit 2007 fertig gestellt sind mit, um sie dann in Leipzig zu verschicken. Diese Absender sind auch nicht mehr aktuell das einer der Bekennervideos zur PDS statt zu den Linken verschickt wurde. Wurden diese schon mal vorher geplant diese zu versenden?

Denn wenn Frau Zschäpe wirklich der Brandstifter gewesen sein soll, ist ihr mehr Schaden statt Nutzen entstanden. Wenn man sich vorstellt, sie erfährt von den angeblichen Selbstmord der beiden dann hat sie knapp grob 3 Stunden Zeit um die Wohnung zu verlassen ohne das es einem auffällt.
Sie hätte den Tresor mit dem Geld darin mitnehmen können,um dann die nächste Zeit erst mal untertauchen hätte können.

Stattdessen nimmt sich Frau Zschäpe laut Auswertung des BKA Zeit um ins Internet zugehen und zu surfen. Das ist alles Zeit die man für eine grünliche Spurenvernichtung gebrauchen hätte können. Oder hat sie nichts davon erfahren und erst später und wurde davon wirklich überrascht? Durch einen Anruf von einer schwedischen Handynummer die nie ermittelt werden konnte? Diese war in Eisenach sowie in der Frühlingsstraße eingeloggt.

Deshalb der vielleicht der schnelle Aufbruch, knapp 300 Euro aus dem Tresor nimmt dann das Haus anzündet und eine Reise quer durch die Republik anstrebt um ihr Ziel Jena, wo alles begann sich zu stellen.
Wenn sie ihre Großmutter noch einmal sehen wollen dann hätte sie es besser machen können ohne Brand ohne Zugfahren. Es sei denn sie wusste das man ihr auf den Fersen ist, und das man schon Uwe Mundlos als Leiche identifiziert hatte. Oder bekam sie einen Tipp über die Eltern der beiden Uwes am nächsten Tag?

Was sollte die Flucht quer durch halb Deutschland. In Hannover Holger G. treffen, in Halle den verstorbenen V-Mann Thomas Richter informieren ?

Vielleicht war Frau Zschäpe gar nicht der Brandverursacher sondern zwei andere die Arbeit erledigen mussten und dies dann nicht mit dem gewünschten Effekt? Es gab die Aussagen das Frau Zschäpe angeblicher weise ein rotes Handy dabei hatte und telefonierte. Mit wem, das ist die Frage, Zeitungen haben raus gefunden das dieses Telefon während des Brandes öfters vom Innenministerium Sachsen angerufen wurde.

War Frau Zschäpe vielleicht gar nicht zu Hause an diesen Tag,denn die einzige richtige Zeugin die Frau Zschäpe sah, denn sie gab ihr die Katzenkörbe konnte sie aber nur ansatzweise an sie erinnern. Das erste Mal richtig gesehen hatte sie Frau Zschäpe bei diesen zusammentreffen.

Was wollte eigentlich Frau Zschäpe mit dem Mitangeklagten Holger G. der mit einem Kind bei der Caravanverleih Knust dabei war?

Herr Knust wurden am OLG in München Lichtbilder gezeigt, er konnte Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos ausschließen das diese bei ihm ein Wohnmobil leihen wollte. Doch an Holger G. konnte er sich erinnern.

Die Spielsachen die man im ausgebrannten Wohnmobil gefunden hatte wurden wohl auf DNA geprüft aber bisher keinem bekannten Kind zugeordnet.
Die Frage nach dem Wohnmobil ist interessant, denn warum nahmen die zwei Uwes die Polizeiwaffen der ermordeten Polizistin Kiesewetter und dem schwerverletzten Kollegen Arnold mit?
Dazu das Geld vom letzten Bankraub in Arnstadt. Wollte man die Waffen gegen etwas anderes tauschen und ist man dann in eine Falle geraten? Es gab ja Zeugen die eine dritte Person am Wohnmobil gesehen haben sollten? Andre Kapke war ja laut Anklage auch unweit zu dieser Zeit in Eisenach gewesen sein. Zudem gibt es DNA Spuren an einem Socken Paar von Uwe Böhnhardt wo ein Weißrussischer Verbrecher darauf befand.

Es gibt mehrere Aussagen das die Insassen des Wohnmobil mit lange Haare gesehen haben, zudem das die Bankräuber einer groß und schlank war der andere kleiner und untersetzt.

Man weiß das beide Uwes groß und sportlich schlank waren. War das eine Sinnestäuschung ?
Warum hatten die zwei Uwes Angst vor zwei Polizisten die eigentlich keine Bedrohung für diese sein durften nach dieser Vorgeschichte.

Ich war bei der Befragung des Einsatzleiters Menzel im UA in Erfurt dabei. Man kann es einfach sagen dieser war die Axt im Wald um den Tatort zu verwischen. Er konnte nicht schlüssig erklären wo er genau die Waffe der M. Kiesewetter gefunden hatte, worauf er dann schlussfolgerte das es kein gewöhnlicher Bankraub war. Zudem war er schon auf der Rückfahrt der Meinung das einer der beiden Leichen Uwe Mundlos gewesen sein könnte, da er sich die Akte nach Gotha bringen lies.
Und dann kommt Kommissar Zufall nochmal zu Hilfe in dem ein Zeuge sich erinnert das in der Frühlingsstraße so ein Wohnmobil gestanden hat. Zudem gab es dann dort eine Explosion in einer der Wohnungen dort. Und so wird nach über 13 Jahren im Untergrund binnen eines Tages alles aufgeklärt.
Noch Fragen???

Demnächst möchte ich noch auf Temme Verfassungsschutz und der gleichen zu sprechen kommen.

Es sei nochmal eine Aussage meines geschätzten Kollegen und Freundes Jürgen Pohl ( http://juergenpohl.wordpress.com ) erinnert, der sich zum Mordfall Kiliç .
Diese Schwiegermutter gab an bevor sie erfahren hatte das ihr Schwiegersohn ermordet wurde schon bei der Polizei war.
Warum das so war kann ihr bis heute keiner sagen…

http://juergenpohl.wordpress.com/2013/08/07/nsu-ungeklart-und-unbeachtet-die-mordvernehmung-vor-dem-mord/



Die Zeugenaussagen des Jan Böhnhardt, 125 Prozesstag am 09.07.2014

Nach der Mittagspause gegen 13.12 kommt der Bruder von verstorbenen und mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt in den Gerichtssaal.
Jan Böhnhardt ist der ältere der insgesamt drei Brüder der Familie Böhnhardt. Dieser hatte noch einen jüngeren Bruder,der Peter hieß auf unerklärliche weiße in der damaligen DDR ums Leben kam. Dieser Tot wurde nie richtig aufgeklärt. Danach kam als Nesthäkchen Uwe zur Welt, und Jan wurde für Uwe Böhnhardt sein wichtigster Ansprechpartner.

Nach der Belehrung durch Götzl will von Böhnhardt wissen, wie sein Bruder gelebt hat wie dieser aufgewachsen ist, wie lange er Kontakt hatte und sein Verhalten war.
Böhnhardt : Wo soll ich da anfangen, wo er noch klein war ?
Götzl : Fangen sie einfach mal an Herr Böhnhardt.
Böhnhardt : Ich weiß jetzt nicht wo ich anfangen soll,was soll ich da sagen wo er so klein war. Als der Uwe größer war bin ich mit 18 Jahre ausgezogen. Der Uwe hat mich dann öfters besucht und sei dann irgendwann ausgerissen.
Götzl: Welcher Altersunterschied zwischen Ihnen und ihren Bruder gab es.
Böhnhardt : Der Uwe und ich hatten einen Altersunterschied von 8 Jahren, ich bin damals ausgezogen als der Uwe 10 oder 11 Jahre alt gewesen ist. Bis dahin ist der Kontakt super gewesen. Der Uwe ist ein kleiner aufwecke Junge gewesen. Da hat es nichts gegeben, wie es halt unter Brüdern so ist. Später in der Schule hätte es Probleme gegeben , ich selbst habe aber keine mit Uwe gehabt. Der Uwe war kein Muster.- Guter Schüler gewesen bist ich ausgezogen bin.
Götzl : Und wie ist es dann weitergegangen ?
Böhnhardt : Wir hatten eben brüderlichen Kontakt, der Uwe hat mich öfters besucht. Ich weiß nur das der Uwe da wo rein gerutscht ist in diese Szene, aber ich hatte den Eindruck das es nicht so schlimm war.
Götzl : Was haben sie denn mitbekommen Herr Böhnhardt von Ihrem Bruder?
Böhnhardt : Der Uwe hatte Stiefel an und als er mit anderen Sachen ankam, dies hatte man sicher mitbekommen. Und das er anders „gesinnt“ ist. Aber der Uwe hat trotzdem wie ein Bruder gewirkt, er hat mich nie damit reinziehen wollen.
Götzl : Was meinen Sie mit anders „gesinnt“ Herr Böhnhardt?
Böhnhardt : Na rechte Ansichten hatte er.
Götzl : Und welche Ansichten waren das Herr Böhnhardt ?
Böhnhardt : Na also rechts halt, ich habe gedacht das der Uwe damals ein kleines Licht gewesen wäre. Der Uwe wollte zu einer Gruppe gehören, aber ich hätte nicht gedacht das er schon so tief drin steckt.
Götzl : Können sie mir das genauer sagen Herr Böhnhardt ?
Böhnhardt : Der Uwe ist von der Schule abgegangen und hatte Probleme in der Lehre , da war der Uwe öfters bei mir gewesen.Das sei ihm dann zu viel geworden ich hatte ja Frau und Kind gehabt. Deshalb habe sich der Uwe eine Gruppe gesucht wo er mitmachen konnte.
Götzl :
Welche Gruppe meinen Sie ?
Böhnhardt : Die so rechtsradikal angehaucht waren.
Götzl : Gut, können sie mir was zu Uwe Mundlos und Beate Zschäpe sagen und weitere Personen ?
Böhnhardt : Ich kenn Uwe Mundlos und die Beate Zschäpe, weitere kenne ich nicht. Beate Zschäpe sei die Freundin vom Uwe gewesen, aber den Uwe Mundlos habe ich zwei bis drei mal gesehen aber nicht direkt unterhalten.
Götzl :
Wann war das,um einen zeitlichen Ablauf zu bekommen ?
Böhnhardt : Na das muss so gewesen sein die ausgerissen sind. Den Mundlos habe ich nur gesehen wenn er mit seinen Bruder mal in der Stadt gesehen hatte. Da wäre der Mundlos ab und zu dabei gewesen. Der Mundlos war bei uns nie zu Hause, ich habe mich mit Mundlos nicht wirklich unterhalten ich habe ihn ja nicht erkannt. Der Uwe hat mir mal gesagt das er Uwe heißt, also mich hat der Uwe nicht direkt vorgestellt. Aber so richtig erfahren hat ich erst durch Fernsehen und Zeitungen.
Götzl : Den Namen Mundlos kennen sie?
Böhnhardt : Ja kenne ich und weiß das der Ex-Freund von der Beate gewesen ist.
Götzl : Haben Sie sich mal mit Ihrem Bruder über Uwe Mundlos unterhalten ?
Böhnhardt :Dies könne möglich sein aber ich weiß es nicht mehr, ich weiß nur das der auch aus Winzerla kommt sonst nichts.
Götzl : Wie war es bei Frau Zschäpe ?
Böhnhardt : Eine ganz normale Frau,die mit dem Uwe dann öfters zu Besuch gekommen ist. Die wäre ganz normal gewesen freundlich nett, wie eben eine Freundin von einem Bruder. Beate war nicht bösartig hatte auch ganz normale Klamotten angehabt.Ich weiß noch das sie auch aus in Winzerla gewoht habe, bei ihrer Mutter und ihrer Oma und ein eigenes Zimmer hatte. Was sie gearbeitet hat weiß ich heute nicht mehr, ich glaube sie hat gearbeitet.Wir haben uns über ganz normale Sachen unterhalten, die halt dazugehören was ich arbeite oder meine Ex Frau, wir haben uns einen schönen Weihnachtsabend gemacht. Alles eben ganz normal. Das Verhältnis zwischen meinem Bruder und Frau Zschäpe war richtig gut, sie sind miteinander umgegangen wie ein Paar halt umgeht.Er hat sie nicht geschlagen, und sie ihn nicht. Die Beate ist immer freundlich zu mir gewesen, deshalb habe ich nicht gedacht das sie in der Szene gewesen ist. Erst später habe ich mitbekommen das sie in der Szene war, weil sie nie mit komischen Sachen herumgerannt sei, sie ist immer in ganz normalen Sachen gekleidet gewesen.
Götzl : Was meinen Sie mit ganz normalen Sachen?
Böhnhardt : Beate hat mal erzählt das sie mit beiden Uwes abhänge. Uwe und Beate waren schon zwei Jahre zusammen gewesen, das Datum wann sich beide kennengelernt haben kann ich nicht mehr sagen, vielleicht zwei Monate vorher. Ich habe so einmal im Monat Kontakt zu Beate gehabt,wenn ich dann auch Kontakt zu meinem Bruder hatte dann sind sie zusammengekommen.
Götzl : Wie war das Verhältnis zwischen ihren Eltern und Frau Zschäpe ?
Böhnhardt : Meine Mutter hat nie was schlechtes über die Beate gesagt, ich weiß nicht ob sie alles mitbekommen hatten. Es ist ein gutes Verhältnis gewesen.
Götzl : Haben Sie sich mit ihren Eltern über Frau Zschäpe unterhalten?
Böhnhardt : Ob ich mich mit meinen Eltern über Beate unterhalten habe weiß ich nicht mehr, aber das kann sein.
Götzl : War mal die rechtsradikale Szene mit Uwe oder mit Frau Zschäpe Gesprächsthema?
Böhnhardt : Das kann gut möglich sein, es ist auch nicht so gewesen als hätten die mich damit hineinziehen wollen, ich hätte sie lieber da rausgekriegt. Der Uwe hat bei mir auch nicht seine Stiefel anziehen dürfen. Wir haben uns bestimmt auch mal unterhalten, aber über den genauen Wortlaut kann ich ich mich nicht mehr erinnern.
Götzl : Sie sagten grade, sie hätten die beiden gerne aus der Szene raus gebracht, was meinen Sie damit ?
Böhnhardt : Ja das hätte, mir damals nichts ausgemacht.
Götzl : Was haben denn ihr Bruder und Frau Zschäpe in der Szene gemacht ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht, ich dachte das sind ganz normale Mitläufer. Das war ja damals Kult, oder sagen wir fast Kult, je wie man das nimmt. Von Demos oder Aktionen haben die beiden jedenfalls nie was erzählt.
Götzl : Kennen Sie weitere Angeklagte die hier sind ?
Böhnhardt : Ich kenne sie aus dem Fernseher, ich glaube, ich habe den Ralf ( Wohlleben ) mal gesehen.
Götzl : Kennen Sie Tino Brandt oder Andre Kapke ?
Böhnhardt : Nein kenne ich nicht.
Götzl : Können Sie mir die schulische Entwicklung des Uwes nach Ihrem Auszugs berichten?
Böhnhardt : Viele Einzelheiten kenne ich nicht, ich habe mich mit meinen Eltern unterhalten nachdem diese hier vor Gericht aufgetreten sind. Ich weiß noch das der Uwe in U Haft war, da muss ich auch mal mit gewesen sein. Aber das er mal verhaftet und verurteilt wurde weiß ich nichts von. Das hat mich 15 Jahre keiner gefragt,das hat 15 Jahre keinen interessiert bis heute. Ich weiß gar nicht wegen was der Uwe damals in U Haft gewesen sein. Er war einfach drin. Wir haben uns gar nicht über den Fall unterhalten, und der Uwe sagte er sei unschuldig und er war auch nicht solange drin.
Götzl : Wie sind denn Ihre Eltern mit der Situation umgegangen ?
Böhnhardt : Sagen wir mal so, nicht so gut, als der Uwe dann ausgerissen war haben sie sich zwar getroffen aber meine Eltern haben dies nicht gutgeheißen.
Götzl : Welche Situation meine Sie damit Herr Böhnhardt ?
Böhnhardt : Na als die abgehauen sind.
Götzl : Wie haben sie davon erfahren ?
Böhnhardt : Ich habe es viel später von meinen Eltern erfahren. Die haben mir gesagt das der Uwe abgehauen ist weil er in Verdachte stehe irgendwas gemacht zu haben. Ich hab mich schon gewundert weil der Uwe nicht mehr zu Besuch gekommen ist. Das ist bestimmt drei bis fünf Wochen später gewesen. Meine Eltern haben gewusst das er wegbleibt.
Götzl : Wissen Sie was dem Uwe vorgeworfen wurde?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht mehr, aber ich glaube es ist irgendwas über eine Bombe gegangen. Es ist ja auch von meinem Vater die Garage ausgeräumt worden und nach Bomben gesucht worden und haben nichts gefunden. Ich kann mir heute noch viel aus dem Fernsehen dazu dichten das man z.B nach Waffen gesucht wurde. Aber den konkreten Tatvorwurf weiß ich jetzt nicht mehr.
Götzl :
Gab es Waffen bei Ihren Bruder?
Böhnhardt : Ich glaube schon das mein Bruder Waffen gehabt hat,aber wo diese waren wusste ich nicht. Meisten wurden die auch gleich eingezogen von der Polizei. Ich glaube der Uwe hatte ein Luftgewehr und auch irgendwo eine Armbrust. Es kann sein das der Uwe noch welche gehabt hat, aber ob er ein Messer oder Pistole hatte weiß ich nicht.
Götzl : Welches Verhältnis hatte Ihr Bruder zu Waffen?
Böhnhardt : Ein gutes hatte er, der Uwe hat sich eins gekauft und an die Wand gehängt weil es ihm zu teuer war es abzuschießen. Und bei den anderen Sachen wurden ihm weggenommen worden ohne das er es benützt hatte. Die können z.B noch eine Pistole oder Messer gewesen sein. Dies habe ich mal in der Zeitung ein Bild gesehen.
Götzl : Woher wissen Sie das Herr Böhnhardt ?
Böhnhardt : Der Uwe hatte es mal erwähnt, er hatte mal im Garten geschossen. Da ist der Pfeil sehr teuer gewesen. Ich glaube das ist bei der Beate festgenagelt gewesen. Ich habe mal so ein Foto in einer Zeitung bei Beate gesehen, da war im Hintergrund eine Armbrust zu sehen. Ich war bei Beate nicht zu Hause.
Götzl : Woher wissen sie von den anderen Waffen?
Böhnhardt : Das ist mal in einer Zeitung abgebildet gewesen, was alles beschlagnahmt wurde.
Götzl : Sie haben erwähnt das ihr Bruder stolz auf seine Waffen gewesen ist.
Böhnhardt : Ja der Uwe hat sich gefreut über das Zeugs, das man diese ganz normal Kaufen konnte.Es hat auch gut ausgesehen, weiß ich nicht ob sich der Uwe dahingestellt habe und ein Bild gemacht hat. Das Luftgewehr hat sich der Uwe gekauft und hat im Garten damit schießen wollen. Aber die ist bis zum Garten nicht gekommen.
Götzl : Es kann auch sein das er eine Luftdruckpistole gehabt hatte?
Böhnhardt : Nein, das war mal Gesprächsthema.
Götzl : War mal Gewalt Gesprächsthema?
Böhnhardt : Nein mir ist nicht aufgefallen das der Uwe mal irgendwo verhauen wurde oder gewaltbereit gewesen wäre. Uwe ist nie mit einem Blauen Auge oder mit Schürfwunden gekommen wäre, das wüsste ich. Sicher hat mal der Uwe geäußert das ihm einiges in Deutschland nicht gefällt, in Sachen der Ausländer und viele anderen Sachen.Diese sind mir nicht mehr bewusst.
Götzl : Was hat denn Ihrem Bruder Uwe nicht gefallen mit den viele Ausländern ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht auf die Schnelle. Ich weiß es nicht wann das war, ob es da war als er die Lehre aufgegeben hat.
Götzl : Da wird doch nicht das Wort Ausländer gefallen sein !?
Böhnhardt : Ich weiß auch nicht wie das Gespräch angefangen hat, er wisse das darüber gesprochen wurde das ihm vieles nicht gefalle. Es ist aber auch um andere Sache gegangen was mit Deutschen zu tun hatte.
Götzl : Können Sie Beispiele sagen ?
Böhnhardt : Das weiß ich jetzt nicht mehr, was man eben so spricht, einfach so.
Götzl : War es mal Thema gewesen was man machen könnte um Veränderungen herbei geführt werden könnte ?
Böhnhardt : Nein, das habe der Uwe nicht gesagt, das irgendwelche Veränderungen machen möchte. Er hat nie versucht mich in die Szene zu bringen. Er habe gewusst das ich da nicht so bin. Ich habe Frau und Kind gehabt und da war ich zufrieden damit.Der Uwe sei auch sehr gefrustet gewesen da er keine Arbeit gehabt hatte, und deshalb von Arbeitslosengeld leben musste.
Götzl : Wie sah denn der Alltag Ihres Bruders aus?
Böhnhardt : In meinen Erinnerungen hat er lange geschlafen, er ist dann in der Stadt rum gelaufen und hat herumgelungert.Und wenn er dann bei mir war haben wir uns über Gott und die Welt geredet, ob der Uwe sich im Garten engagieren sollte also ganz Belangloses. Der Uwe hat auch mit meiner Tochter gespielt. Ganz normal.
Götzl : Welche Vorlieben hatte Ihr Bruder Uwe Herr Böhnhardt ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht was der Uwe gemacht hat. Eigentlich hat er nicht viel gemacht außer im Bett zu lungern. Ob er Hobbys hatte weiß ich nicht.
Götzl : Haben Sie sonstige Personen gesehen bei Ihren Bruder ?
Böhnhardt : Er hat keine weiteren mitgebracht, ich habe ihn nie in einer Gruppe gesehen. Sie sind meistens zu zweit zu gekommen auch mal zu dritt, aber sonst kenne ich keine weiteren Personen.
Götzl : Waren Sie selbst mal auf einer Veranstaltung der rechtsradikalen Szene?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Haben Ihre Eltern nochmal Ihren Bruder getroffen ?
Böhnhardt : Das haben sie mir gesagt, das sie sich nicht stellen wollen, also weiter wegbleiben wollen und das es ihnen gut geht.
Götzl : Wie häufig haben sich Ihre Eltern denn getroffen ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht,
Götzl : Wann ist das ungefähr gewesen also das Jahr ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht genau, das kann so 2 Jahre später gewesen sein oder so 2000 oder 2001. Meine Eltern haben mir dann paar Tage später oder eine Woche später davon erzählt.
Götzl : Wer hat Ihnen davon berichtet ?
Böhnhardt : Das müsste meine Mutter gewesen sein.
Götzl :Hat Ihre Mutter über Näheres berichtet,oder zum Ort der Kontaktaufnahme?
Böhnhardt :Nein, ich keine Einzelheiten erfahren, nein gar nichts.
Götzl : Was haben Ihre Eltern über das nicht Stellen wollen erzählt ?
Böhnhardt : Mir ist berichtet worden, das der Uwe wegen Bomben oder Waffenbesitzes verhaftet werden sollte, und er sich deshalb nicht stellen wolle, das sei dem Uwe angehängt worden sein.Ich weiß nicht um was es da genau ging. Aber der Uwe wollte deshalb wegbleiben.
Götzl: Haben Sie das mit Ihren Eltern erörtert ?
Böhnhardt : Meine Eltern habe ihn damals nicht mit reinziehen wollen, darum haben sie ihm nichts gesagt das sie den Uwe treffen.
Götzl : Haben Sie damals mal nachgefragt ?
Böhnhardt :Ja habe ich, war ich weiß gar nichts mehr was sie damals gesagt haben.
Götzl : Hat es damals Anstrengungen gegeben auf Hinblick auf ein Stellen?
Böhnhardt : Meine Mutter hatte gesagt das sie versucht hätten das er sich stellen sollte und haben deshalb sich mit einem Anwalt Kontakt aufgenommen.Welcher Anwalt das gewesen ist weiß ich nicht mehr und kenne weitere Details dazu.
Götzl :Hatten Sie selber nochmal Kontakt zu Ihrem Bruder ?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Wann haben Sie Ihren Bruder das letzte Mail gesehen?
Böhnhardt : Ich dächte das wäre an Weihnachten gewesen, also nicht allzu lange vorher, den man hatte ja ganz normalen Familienkontakt gehabt.
Götzl : War damals Frau Zschäpe anwesend ?
Böhnhardt : Alle beide ja, Besonderheiten sind mir nicht in Erinnerung geblieben und wisse es auch nicht mehr. Der Uwe hatte seiner Nichte auch etwas zu Weihnachten geschenkt.
Götzl : Können Sie mir die Anzahl der Kontakte Ihrer Eltern sagen ?
Böhnhardt : Ich glaube das sie sich zwei Mal getroffen haben, aber den Zeitraum kann ich Ihnen nicht sagen.
Götzl : Wissen Sie ob von der Seite Ihrer Eltern oder anderen Personen etwas übergeben wurde oder finanzielle Unterstützung gab?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht, das meine Eltern den Uwe enterbt haben damit sie nicht irgendwelche Probleme bekommen hätten. Einzelheiten kann ich Ihnen nicht sagen.
Götzl : Was wissen Sie auf den Hinblick auf Mundlos Frau Zschäpe und den Punkt des Stellens oder auch nicht Stellen ?
Böhnhardt : Meine Eltern haben nur versucht den Uwe rauszuhauen, aber vielleicht hätten sich alle Drei stellen wollen, aber das weiß ich nicht. Meine Eltern haben nur gesagt, sie wollten das sich der Uwe stellt.
Götzl : Welche Informationen hatten Sie zu dem Aufenthaltsort ?
Böhnhardt : Hatte ich keine.
Götzl : Welche Örtlichkeit gab es bei den Treffen?
Böhnhardt : Wo sich meine Eltern getroffen haben hätten sie ihm nicht gesagt, und wo sie wohnten das hätte meine Eltern auch nicht gewusst.
Götzl : Wann war der letzte Kontakt zu Ihrem Bruder ?
Böhnhardt : Das ist sicher schon zehn Jahre her, würde ich mal so sagen, oder auch zwölf.
Götzl : Was wissen sie darüber ?
Böhnhardt : Meine Eltern haben mir nur gesagt das er nicht zurückkommt das er bleiben will wo er ist und das es ihm gut gehe. Und ich solle mich damit abfinden das er Uwe nicht wieder sieht. Was Uwe mit den anderen mache, haben sie mir nicht erzählt.
Götzl : War mal das Ausland ein Thema?
Böhnhardt : Nein war nicht die Rede.
Götzl : Ob Sie sich mit Ihren Eltern Unterhalten hätten wovon ihr Bruder jetzt leben könnte ?
Böhnhardt : Wir haben uns darüber unterhalten, aber sie haben beide oder alle drei , aber meine Eltern und ich hätten es nicht gewusst wovon sie leben.
Götzl : Ihre Mutter hatte drei Söhne ?
Böhnhardt : Ja der Peter ist zuerst gestorben, das war ein Unfall gewesen, dieser ist aber nie aufgeklärt worden. Das müsste 1986/ 1987 gewesen sein. Der Peter war eineinhalb Jahre jünger als ich, und ist 16 Jahre alt geworden glaube ich. Damals sagte uns die Polizei das es sein Unfall war und Peter wurde uns vor die Haustüre gelegt. Damals wollte uns keiner mehr sagen oder wollte auch keiner. Es gab Gerüchte das der Peter an der Lobdeburg herumgeklettert wäre und heruntergefallen ist.Es wurde auf jeden Fall nie aufgeklärt.
Götzl : Wie war das Verhältnis seines Bruder zu Uwe ?
Böhnhardt : Das war genau wie bei mir gewesen, in der Jugend habe Uwe habe den Peter gar nicht mitbekommen.
Götzl : Was waren die Folgen als der Peter starb für die Familie ?
Böhnhardt : Für meine Eltern war es besonders schlimm,der Uwe hatte das Glück dass er dann das Nesthäkchen geworden ist.Aber gefreut hat er sich deshalb nicht. Man spricht an seinem Geburtstag oder an seinem Todestag ist man an sein Grab gegangen und man habe was zum Andenken an ihm aufgehoben.Aber wir sprechen selten drüber. Man kann es auch nicht mehr ändern.
Pause bis 14.33
Götzl : Ich möchte nochmal auf die Treffen eingehen, haben Sie jemals Bilder gesehen?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Wie war die Kleidung Ihres Bruders als dieser in der in der rechten Szene war?
Böhnhardt : Springerstiefeln und Bomberjacken, und manchmal habe die Jeans so halb ausgeguckt. Da er eh bei mir keine Stiefeln tragen durfte, ist er eh immer ohne Siefel gekommen.
Götzl : Hat seine Zimmereinrichtung einen Hinweis zu seiner politischen Einstellung gegeben ?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Welche Musik habe denn der Uwe gehört?
Böhnhardt :
Der Uwe hat andere Musik gehört,er hat sie zwei bis drei Mal bei mir reingemacht und dann haben sie diese wieder raus gemacht.
Götzl : Wie was das Verhältnis zwischen Herr Mundlos und Frau Zschäpe und Ihrem Bruder ?
Böhnhardt : Die sind immer zusammen gewesen, die haben sich nicht gestritten sind gut gelaunt gewesen zumindest wenn ich dabei gewesen bin. Wenn ich sie mal getroffen habe,sind sie immer zu dritt gewesen.
Götzl : War es ein Problem das Herr Mundlos der frühere Freund der Frau Zschäpe war ?
Böhnhardt : Nein, das hat mir der Uwe erzählt das dies kein Problem ihm war.
Götzl : Können sie was mit dem Wort Madley anfangen?
Böhnhardt : Das müsste ein Laden in Jena gewesen sein.
Götzl : Gibt es einen Bezug zu Ihren Bruder ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht, ich selbst habe ihn sicherlich mal besucht. Aber ich weiß nicht ob es da einen Bezug dafür gibt.
Götzl : Ich belehre Sie nach § 55 Strafprozessordnung. Haben Sie Ihren Bruder in der Zeit als dieser Untergetaucht ist je unterstützt oder einen der hier Angeklagten?
Böhnhardt : Nein zu keinen Zeitpunkt habe ich das.
Götzl : Wie haben Sie über den Tot Ihres Bruders erfahren ?
Böhnhardt : Ich habe es durch meine Mutter erfahren, diese sei aufgelöst gewesen weil sie mich nicht sofort erreichen konnte. Meine Mutter meinte das der Uwe gestorben sei, und das sie nicht so viel sagen will.Ich sollte sie sofort besuchen kommen wenn ich wieder da bin. Dann hat sie mir erzählt das er gestorben ist, ich weiß nur das sie mich an einem Sonnenabend bei mir angerufen hat. Denn am Montag sei das BKA oder LKA bei meiner Mutter gewesen und da wurde erzählt das sich der Uwe erschossen oder selbst umgebracht habe.
Götzl : Und von wem hat Ihre Mutter vom Tot erfahren?
Böhnhardt : Durch die Beate.
Götzl : Hat Ihre Mutter über den Inhalt des Telefonats etwas erzählt ?
Böhnhardt : Nein hatte sie nicht, nur das Beate sie angerufen hätte und vom Tot erzählt habe.Dies war an dem Sonnenabend gewesen, wann genau weiß ich nicht.Meine Mutter hat keine Einzelheiten berichtet.
Götzl : Ich möchte Ihnen ein paar Vorhalte machen zu Ihrer Vernehmung Herr Böhnhardt. Sie haben in dieser Vernehmung ausgesagt das sie ein gutes Verhältnis zu Uwe gehabt hatte. Wenn der Uwe ein Problem hatte dann sei er zu Ihnen gekommen.
Böhnhardt : Ja das stimmt, es sei in diesen Momenten gewesen wo der Uwe einmal oder zweimal im Monat wenn Probleme hatte zu mir herübergekommen ist und bei mir auf der Couch gesessen ist. Ich habe immer eine Türe offen gehabt.
Götzl : Weiter von der Vernehmung es ist um Probleme in der Schule oder in der Lehre gegangen.
Böhnhardt : Ja da ist er auch vorbeigekommen.
Götzl : Hat Ihr Bruder was gesagt warum es zur Abbruch der Lehre gekommen ist ?
Böhnhardt : Das kann gut möglich gewesen sein, aber das weiß ich nicht mehr.
Götzl : Vorhalt aus der Vernehmung : Der Uwe habe nicht erzählt, was für Dummheiten er gemacht habe.
Böhnhardt : Ja das stimmt, das habe ich im Nachhinein erfahren.
Götzl : Von wem haben sie das erfahren Herr Böhnhardt ?
Böhnhardt : Durch meine Eltern, habe den Uwe darauf mal angesprochen.
Götzl : Und welche Reaktion zeigte Ihr Bruder ?
Böhnhardt : Der Uwe war distanziert gewesen, wollte nicht drüber reden.
Götzl : Vorhalt, Ich habe immer erst im Nachhinein erfahren und daraufhin hat der Uwe gesagt das er schuld war. Was war damit gemeint, was haben Sie damals im Auge gehabt.
Böhnhardt : Das weiß ich nicht mehr, aber der Uwe hatte öfters mal Mist gebaut. Der Uwe hatte mir mal erzählt das er mit einer Armbrust in den Nussbaum geschossen hätte und dann geheult hätte. Grund war weil der Pfeil so teuer gewesen ist und nicht wieder raus gekommen ist.
Götzl : Vorhalt. Sie haben dann gehört das der Uwe mit dem Auto angehalten wurde, und ihm Waffen weggenommen wurde.
Böhnhardt : Das war das mit dem Luftgewehr.
Götzl : Vorhalt, mit den Waffen meinen Sie ein Luftdruckgewehr oder .- Pistole und Messer. Das sollen kleine Messer gewesen sein. Die hätte er später von der Polizei wiederbekommen.
Böhnhardt : Ja das stimmt, der Uwe hat die Messer nicht wieder gesehen. Und er hatte mir gesagt das er teilweise die Waffen wiederbekommen habe.
Götzl : Hat Ihr Bruder schon vor Frau Zschäpe Freundinnen gehabt die Sie kannten ?
Böhnhardt : Ich hoffe schon das er welche hatte. Aber Namen kann er keine nennen.
Götzl : Vorhalt, Mir ist die politische Gesinnung meines Bruders aufgefallen als der Uwe 15, 16, 17 war. Mit 17 ist der Uwe mal mit einer Glatze Heimgekommen.
Böhnhardt : Das müsste so hinkommen ja.
Götzl : Warum hat das nicht der Uwe gesagt ? Sie hätten beide die Geheimratsecken vom Vater geerbt, und so könne man es am besten verstecken. Danach sei das erst gekommen mit der Jacke und den Springerstiefeln.
Böhnhardt : Das ist dann erst losgegangen, ich habe gesagt weil er sich nicht hundertprozentig sicher mit der Datumsangaben ist.
Götzl : Vorhalt, der Uwe hat mir auch mal erzählt, das er rechts ist und die Musik hört. Er hat mir diese auch mal vorgespielt. Der Uwe sei dann zwei mal im Monat bei mir gewesen. Erst habe ich noch gedacht das ist die Zeit, oder sein Alter. Jeder hatte so eine Macke gehabt. Jetzt sind eben die Haare kürzer in.
Böhnhardt : Jetzt sind meine Haare auch kurz.
Götzl :War Mal der Bau von Bomben oder Bombenattrappen ein Thema zwischen Ihnen und Ihrem Bruder?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Und das Aufhängen von einer Puppe ?
Böhnhardt : Das ist im Fernsehen und in der Zeitung gekommen und auch jetzt wo alles wieder aufgerollt wurde. Aber damals war es kein Thema gewesen.
Götzl : Vorhalt, der Uwe hat mir mal erzählt, das er auch mal eine Bombenattrappe gebaut habe und dafür verurteilt wurde.
Böhnhardt . Das weiß ich jetzt nicht mehr, ich weiß nichts mehr.
Götzl : Vorhalt, der Uwe sei mal in U Haft gewesen und ich habe ihn in Hohenleuben in der Haft besucht.
Böhnhardt : Genau.
Götzl : Wenn Sie jetzt nochmal nachdenken, war das mal Thema ?
Böhnhardt : Da bin ich mir nicht mehr sicher, vielleicht habe ich es mal erwähnt, aber ich weiß es wirklich nicht mehr. Ich weiß das der Uwe in U Haft war, aber nicht mehr warum.
Götzl : Vorhalt, ich weiß auch das mal eine Judenpuppe auf einer Autobahn aufgehängt wurde. Der Uwe hat mir klipp und klar gesagt das er das nicht war.
Böhnhardt : Uwe hat das verneint und dann sei für ihn das Geschichte gewesen.
Götzl : Aber vorher haben Sie doch gesagt das sie sich nicht über eine Puppe unterhalten hätten?
Böhnhardt : Das mein Bruder und ich direkt darüber unterhalten , nicht wirklich.
Götzl :
Wenn ich jetzt es jetzt vorhalte..
Böhnhardt : Es hat doch mal ein Gespräch geben, das muss irgendwie zusammengehangen haben das mit der Puppe und der Bombenattrappe.
Götzl : Vorhalt, der Uwe hat mir sogar gesagt das, das er es nicht mal weiß wer das gewesen sei.
Böhnhardt : Dann müssen wir doch länger drüber gesprochen haben, aber ich weiß das nicht mehr.
Götzl : Haben Sie mit Ihren Eltern darüber gesprochen ?
Böhnhardt : Ja, natürlich aber wann weiß ich auch nicht mehr.
Götzl : Was war Inhalt des Gespräches ?
Böhnhardt : Weil sie jedes mal die Garage meines Vaters durchsucht haben, öfters wenn irgendwas gewesen ist oder was in der Zeitung stand. Dann ist bei meinem Vater die Garage durchsucht worden, mindestens drei bis vier Mal.
Götzl : Ja wegen Ihrem Vater ?
Böhnhardt : Nee immer wegen meinem Bruder.
Götzl : Zu welchen Vorwurf ?
Böhnhardt : Beim letzten Mal sei es um die Bombe gegangen, weshalb sie dann abgehauen sind. Davor könnte es um die Bombenattrappe gegangen sein.
Götzl : Wen haben Sie zuerst kennengelernt Frau Zschäpe oder Uwe Mundlos ?
Böhnhardt : Ich haben Frau Zschäpe zuerst kennengelernt erst viel später dann denn Uwe Mundlos.
Götzl : Vorhalt, Ihnen wurde Mundlos etwas später bekannt geworden, so etwa ein bis anderthalb Jahren vor dem Abtauchen.Vorher habe er nicht Mundlos nicht gekannt.
Böhnhardt : Ja das stimmt. Die zeitliche Einordnung könnte hinkommen., es könne aber auch nur Monate gewesen sein. Der Mundlos und Frau Zschäpe habe er mit seinen Bruder oft gesehen, aber dann nicht mehr sehr oft.
Götzl : Er habe die Drei nur ganz selten zusammen gesehen.
Böhnhardt : Die Zwei sind bei ihm nur einzeln bei ihm gewesen, und die Drei habe er nur unterwegs gesehen.
Götzl : Vorhalt , auf die Frage ob ihm bekannt sei ob der Uwe weitere Waffen besaß hätte er gesagt, das könne man doch in den Akten lesen, eine Luftdruckpistole zwei Luftgewehre und eine Armbrust.Mit den Gewehren habe der Uwe nicht geschossen. Diese sind ihm von der Polizei abgenommen worden.
Böhnhardt : Das ist richtig.
Götzl : Was meinen Sie damit das man das in den Akten lesen könne ?
Böhnhardt : 15 Jahre habe man nichts wissen wollen, dann würde die kommen wo ich dann in der Zeitung oder im Fernsehen rein mischen würde.
Götzl : Kannten Sie den Inhalt der Akten ?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Ist der Begriff NSU Nationalsozialistischer Untergrund, ob Sie diesen durch die Medien gehört haben ?
Böhnhardt : Nein.
Götzl : Hat man mit Ihnen schon mal über Verjährungsfristen oder Sonstiges gesprochen worden ?
Böhnhardt : Das ist mal zwischen mir Thema und meinen Eltern gewesen. Weil ich wissen wollte warum der Uwe abgehauen ist und warum er sich nicht stellen wollte. Deshalb die Verjährungsfrist.Meine Eltern haben ihm auch keine Antwort darauf geben können, ich glaube meine Mutter habe über einen Anwalt erfahren das diese Frist ziemlich lange gewesen ist. Da würde ich den Uwe nicht mehr erkennen. Ich weiß nicht ob meine Mutter das wusste um was da alles ging.
Götzl : Wissen Sie welche Delikte und Verjährungsfristen es ging ?
Böhnhardt : Das weiß ich nicht mehr.
Dann Frau der Vorsitzende Götzl den Senat, die Bundesanwaltschaft die Anwälte der Angeklagten ob sie noch fragen haben. Diese verneinen und so kommen die Nebenklägervertreter,
Als erster komm der Nebenkläger Ra Narin.
Ra Narin : Herr Zeuge, seit wann wohnen Sie in der …. Straße.
Böhnhardt : ich wohne seit mehr 20 Jahren in dieser Straße, einmal mit meiner Frau zusammen und dann unter einer andren Hausnummer seit er nicht mehr verheiratet ist. Meine Frau heißt ….
Ra Narin : Hat der Uwe Ihre damalige Frau gekannt ?
Böhnhardt : Ja hat er, die war die meiste Zeit dabei gewesen.
Ra Narin : Herr Zeuge kennen Sie aus der Nachbarschaft einen Sebastian B. oder einen Max S. ?
Böhnhardt : Nein.
Ra Narin : Woher hatte der Uwe die Waffen ?
Böhnhardt : Diese seinen früher frei verkäuflich gewesen er glaube in dem Laden Waffen Peters.
Ra Narin : Herr Zeuge hatte Sie selbst Waffen ?
Böhnhardt : Ja habe ich, aber diese waren nicht fest verankert an der Wand.
Ra Narin : Und welche Herr Zeuge ?
Böhnhardt : Ich habe früher auch eine Luftdruckwaffe gehabt, das ist richtig.
Ra Narin : Herr Zeuge, hatte ihr Bruder Zugriff darauf ?
Böhnhardt : Eigentlich nicht, er war zu klein.
Ra Narin : Herr Zeuge kennen Sie weitere Personen aus dem politischen Umfeld Ihres Bruders ?
Böhnhardt : Ich war nie in der Szene mit dabei gewesen, ich kennen da keinen und selbst wenn er jemand gesehen hätte würde er die Namen nicht wissen.
Ra Narin : Kennen Sie Herr Zeuge den Betreiber des Madley einen Frank L. Oder einen Marc Rüdiger H. von der Kameradschaft Jena ?
Böhnhardt : Nein kenne ich nicht.
Ra Narin : Herr Zeuge haben Sie nach dem Untertauchen Zugang auf das Konto Ihres Bruders Uwe gehabt. Oder eine EC Karte gehabt und dort mal Geld abgehoben ?
Böhnhardt : Nein.
Ra Narin : Ist Ihnen Herr Zeuge erinnerlich ob Ihre Eltern damals Bilder die Sie gemacht haben von Ihrer Tochter dem Uwe übermittelt haben ?
Böhnhardt : Ja das Stimmt, das hätten ihm seine Eltern gesagt. Das ist wohl ohne mein Einverständnis gewesen weil sie es ihm nicht gesagt hätten aber ihm hätte es nicht gestört es sei der die Nicht des Uwes gewesen.
Ra Narin will das der Zeuge sich ein Bild ansieht.
Auf dem Bild ist der Zeuge Jan Böhnhardt zu sehen und Uwe Böhnhardt die mit anderen Personen an einem Auto stehen.
Böhnhardt : Ja auf dem Bild bin ich zu sehen mit Schnauzer und den langen Haaren. Die andere Person sei sein Bruder Uwe, die anderen Personen kenne er nicht. Wo das Bild entstanden ist weiß er nicht.
Ra Narin : Das Bild ist aus einer Observation vom 24.11 bis zum 1.12.1997 entstanden. Herr Zeuge, haben sie daran noch Erinnerungen.
Böhnhardt : Nein, das sei auch nicht sein Auto und das von seinem Bruder.
Ra Narin hält dem Zeugen ein weiteres Bild vor, dieses ist in einer Bank aufgenommen worden, wo zwei Personen Geld abheben. Der Zeuge kann dazu nichts sagen.
Ra Basay : Welches Auto fuhr Ihr Bruder ?
Böhnhardt : Das war ein roter Hyundai, dieser ist Wochen oder Monate nach dem Untertauchen verkauft worden.
Ra Basay : Ich zitiere aus einer Vernehmung aus 2003 von einem Marc S. der hatte einem Polizeibeamten erzählt, das der Mundlos, gemeint war aber Böhnhardt regelmäßig in Jena sei und einen roten Hyundai fahren würde. Und dann gäbe es eine weitere Vernehmung von diesem Marc S. der habe angegeben das er 2003 den Böhnhardt in einem roten Hyundai mit Jenaer Kennzeichen gesehen habe, das stimmte aber so nicht, er habe Böhnhardt an einer Kreuzung gesehen das könnte an der Ampel am Seidelparkplatz gewesen sein. Meine Frage dazu ist wie weit ist das von Ihrem Wohnort entfernt?
Böhnhardt : Das ist so vier bis fünf Kilometer entfernt.
Ra Basay : Haben Sie Kenntnis darüber das Ihr Bruder mit diesem Fahrzeug unterwegs gewesen ist ?
Böhnhardt : Ich weiß nur das meine Eltern erzählt haben, das sie das Auto an ein Autohaus in Porstendorf verkauft haben, und dann ist es weiterverkauft worden.
Ra Basay : Vorhalt aus der Vernehmung Ihrer Ex Frau. Diese sagte, ich habe ein Gespräch mit Jan Böhnhardt gesagt, es hat dieses Kofferbombenattentat gegeben und es sind Gerüchte aufgekommen, das Uwe Böhnhardt damit zu tun hatte, und das habe mir der Jan bestätigt. Später habe ich den Jan genauer gefragt und dieser sagte zu mir das die Drei im Ausland sind, und dort von einer Organisation mit Geld und Papieren unterstützt wurden.
Böhnhardt : Das ist seine zweite Ex Frau gewesen, aber so direkt habe ich es ihr nicht gesagt. Ich wollte einfach Ruhe haben, weil er 26 Jahre mit Ihr im Krieg liege.
Ra Basay : Haben Sie das so gesagt mit der Organisation und dem Geld und den Papieren ?
Böhnhardt : Ja habe ich, aber ich wollte sie nur los haben, das sie merkt der Uwe ist weg und ich werde nicht weiter Belästigt.
Ra Basay : Weiterer Vorhalt aus Ihrer Ex Frau, Ich habe Jan gefragt ob sein Bruder den auch mal trifft. Da hat der Jan gesagt, dass er eine Postkarte erhalten würde und da würde ein Treffepunkt draufstehen .
Böhnhardt : Das ist falsch.
Ra Basay : Sie haben nie eine Postkarte erhalten ?
Böhnhardt : Nein nie, ich verneine auch gesagt zu haben das h eine Postkarte erhalten zu haben.

Dann gibt es nur noch Fragen die der Sachverständige Prof. Dr. Sass.

Dann wird die Sitzung geschlossen, der Zeuge entlassen.

In Sachen Thomas Gerlach der am 01.07.2014 am OLG in München seine Aussage macht

Thomas Gerlach ist einer der bekanntesten aktivsten Neonazis in Thüringen,der am Dienstag ins Oberlandesgericht nach München kommt.

Gerlach der nichts mit dem Mitangeklagten Holger Gerlach zu tun hat, soll über die Naziszene in Thüringen und weitere Themen befragt werden.

Dieser war als führendes Mitglied in der freien Kameradschaft tätig, dazu kommt dass er im Thüringer Heimatschutz aktiv war.

Er ist auch ein aktives Mitglied der Hilfsorganisation „nationale politische Gefangene und deren Angehörige“.

Man findet ihn in zahlreichen Online Foren unter den Nickname „ACE“, zu dem betreibt er auf dem Deutschen Facebook eine Gruppe mit Andre Kapke „Katharina König Die Linke ich will ein Kind von dir“.

Wie dick die beiden sind sieht man,auf diesem Foto. Andre Kapke ist ja auch kein unbeschriebenes Blatt am OLG in München. Wie dieser das OLG vorführte kann man unter

https://querlaeufer.wordpress.com/2014/02/17/wortprotokoll-zum-84-prozesstag-andre-kapke/

lesen.Bild

Kapke war einer der Mitunterstützer der drei Untergetauchten in Jena. Dieser sollte gefälschte Pässe für diese besorgen, so dass sie nach Südafrika flüchten können.

Dieser Deal wurde nichts und Kapke fiel in Ungnade bei den dreien, da er Geld unterschlagen hatte.

Letztmalig tauchte dieser am 4.11.2011 unweit von Eisenach auf und war zeitgleich bei der gleichen Funkzelle eingeloggt wie Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos als diese ihren angeblichen Selbstmord begingen.

Thomas Gerlach war zu dem mit Ralf Wohlleben Mitveranstalter des Festes „Fest der Völker „ in Jena im Jahr 2005. Zahlreiche Neonazibands sowie Blood & Honour Bands gaben sich die Ehre.

Des weiteren war er an der Verteilung der Schulhof CD im Altenburger Raum im August 2005 beteiligt.

Diese CDs wurden kostenlos 2004 in der Nähe von Schulen und Jugendtreffs in ganz Deutschland verteilt. Grund sollte sein die rechtsextreme Szene bei den Jugendlichen interessant zu machen.

Bands wie Noie Werte, Stahlgewitter HKL befanden sich auf den Tonträgern.

Gerlach soll auch Kontakte zu den Hammerskins haben.

Einer der Bekannten Hammerskin in Deutschland ist Mirko Hesse, der auch als V -Mann tätig war. Dieser war an der Produktion und dem Vertrieb der „Landser“ CD „Ran an den Feind“ beteiligt.

Thomas Gerlach war auch mit der mutmaßlichen Unterstützerin des NSU Mandy Struck zusammen.Sie habe mit Thomas Gerlach lange geschrieben als dieser im Gefängnis saß.

Der Vorsitzende am OLG in München Götzl wollte am 27.02.2014 von Mandy Struck wissen, was sich nach der Entlassung von Gerlach zwischen beiden abgespielt hätte. Darauf antwortete Frau Struck, „Sagen wir so, es hat sich zwischen uns was angebahnt, aber nicht funktioniert weil Gerlach mit der Politik beschäftigt war und ich wollte ein ganz normales Leben führen.“

Für die Bundesanwaltschaft ist Thomas Gerlach in der 129iger Liste geführt, unter der Sparte „nachgewiesene Kontakte zu den Tätern,oder Beschuldigte des Ermittlungsverfahren“.

Nun darf man gespannt sein was dieser Thomas Gerlach am Dienstag zu sagen hat.

Der heutige Zeuge J. Helbig : Ja, Nein , Ja so habe ich es angegeben. Ein Auszug zum 112.Prozesstag.

Der heutige Zeuge J. Helbig : Ja, Nein , Ja so habe ich es angegeben.

Ein Auszug zum 112.Prozesstag.

Mit diesen Worten versuchte Rechtsanwalt Wolfgang Stahl den Zeugen Jürgen Helbig 38. Jahre alt aus Jena, die Einleitung seiner Befragung anzufangen.
In der Tat der Zeuge machte nicht den Eindruck, als möchte er etwas zur Aufklärung beitragen. Im Gegenteil, er flüchtete sich immer in Schweigen oder Antworten wie Ja, Nein und Ja so habe ich es angegeben. Später meinte der Zeuge Helbig er wäre von der Kulisse des Gerichtes überfordert gewesen, und wäre deshalb so einsilbig gewesen.
Denn bei den Verhören beim Bundeskriminalamt sowie bei der Bundesanwaltschaft war er nicht so einsilbig gewesen,denn wenn man die Akten liest, kann man sehen wie viel er zu Protokoll gegeben hatte.
Immer wieder musste der Senatsvorsitzende Manfred Götzl den Zeugen ermahnen mehr zusagen, er möchte nicht dauernd nachfragen müssen.
Aber der Reihe nach.Der Prozess fing heute fast pünktlich an, um 9.46 Uhr, so dass man gleich die Präsenz der jeweiligen Anwälte feststellen konnte.
Gegen 9.50 Uhr erschien der Zeugen Jürgen Helbig aus Jena 38 Jahre alt von Beruf Speditionsfahrer
Dieser soll sich im Umfeld der Angeklagten im Jahr 1998 bewegt haben.
Götzl fragt ihn zu erst, zu den Kontakten zu Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos und Beate Zschäpe im Jahr 1998/1999 und er solle von sich aus erzählen.
Nach etwas längeren Schweigen kam dann eine Antwort, das er Ralf Wohlleben kennengelernt habe als er 13/14 Jahre alt war, dieser wohnte im gleichem Stadtteil wie er ( Lobeda Ost ) Man hat sich öfters getroffen auf einer Tischtennisplatte Nachmittags, und machte gemeinsame Unternehmungen.
Da hätte er auch Uwe Böhnhardt getroffen.
Götzl fragt, wann er Böhnhardt kennengelernt habe und welche Umstände gab etc.
Darauf erwidert Helbig, das Uwe Böhnhardt in der gleichen Klicke wie er war, dazu sein Vater und Böhnhardts Vater Arbeitskollegen seien. Der Kontakt war lose, er hätte ihn im Alter von 15-16 Jahren kennengelernt.
Und Uwe Mundlos und Beate Zschäpe hätte er nur vom sehen her kennengelernt. Götzl will wissen von welcher Zeit er da meinte. Helbig so um 1996/1997. Der Zeuge wird gefragt ob er Andre E. kennt, dies verneint er.
Dann ob er Holger G und Carsten S. kennt und wann er zu diesen Kontakt hatte, der Zeuge meint auch in der Zeit 1996/1997.
Sie sagten der Kontakt zu Uwe Böhnhardt war lose, können sie mir das genauer sagen antwortet darauf mit der Kontakt wäre nicht so oft gewesen, es wäre wegen der Klicke gewesen und sie wollten zusammen abhauen.
Götzl will sofort wissen warum er mit Böhnhardt abhauen wollte. Jeder von uns, hatte zu Hause Probleme, sind aber erwischt worden meinte der Zeuge. Er wäre so 16 Jahre gewesen und Böhnhardt wäre 15 Jahre gewesen.
Götzl frag nach wie es geendet ist, da sagt der Zeuge zum allgemeinen schmunzeln aller Beteiligten „ bei der Polizei „Man habe Autos entwendet, um in Gera, nein in Stadtroda hat man uns gestellt.
Und wie war es bei Uwe Böhnhardt will der Vorsitzende wisse, als Antwort kommt nur „das gleiche“
Hatte jeder ein Auto ist die nächste Frage, auf die der Zeuge mit Ja antwortet, kam es zu einer Verurteilung? Nein meinte der Zeuge knapp.
Das Verhältnis zu Uwe Böhnhardt möchte ich wissen sagt Götzl erfahren, kurz und knapp folgt die Antwort, sind Freude gewesen.
Und plötzlich ist dieser nicht mehr erreichbar, eine typische Götzl Frage die wie aus dem nichts kommt, und den Zeugen verwirrt. Dieser fragt dann nur, wie meinen Sie das bitte?
Götzl darauf, wie ich das meine? Die waren verschwunden nicht mehr erreichbar etc.
Herr Helbig kann den Ausführungen des Richters nicht folgen. Rechtsanwältin Anja Sturm beanstandet diese Frage, man solle erst klären ob die 3 erreichbar gewesen wären. Rechtsanwalt Olaf Klempke schließt sich der Beanstandung an. Helbig schweigt weiterhin. Darauf versucht Götzl ihm eine andere Frage zu stellen, in dem er die Ausführung macht, wie der Kontakt zu Böhnhardt aussah.
Dazu meinte Helbig, Böhnhardt nur aus der Klicke zu kennen, und die anderen beiden nur flüchtig.
Dann bleiben wir doch im Jahr 1996/1996 wie war das fragt Götzl nach. Zeuge Helbig meint darauf, man habe sich getroffen,sich was erzählt und das war es.Wie war es dann im Jahr 1998 dann? Die Antwort, da hat man sich gar nicht mehr gesehen.Hatten Sie Kontakt zu den dreien? Nur zu Uwe Böhnhardt telefonisch, haben uns gegenseitig angerufen meint der Zeuge.
Wie angerufen, will Götzl wissen,in einer Telefonzelle meint Herr Helbig .
Darauf wird Götzl deutlich, in dem er dem Zeugen sagt das es ein Gebot der Höflichkeit ist, ihm keine Brocken hinzuschmeißen wie „Telefonzelle“
Helbig schweigt dazu.
Darauf fragt in Götzl, welche Schwierigkeit er bei dieser Frage habe?
Dann sagt der Zeuge, es wurde durch Ralf Wohlleben gesagt welche Telefonzelle, und dann wurde ihm Sachen für die Flucht gebracht.
Genauer will es Götzl wissen, man wusste welche Telefonzelle es ist, dann die Zeit wann man da hin musste, dann die Aufträge angenommen und diese dann abgearbeitet.
Von wem wurde das gesagt dann, will Götzl wissen. Von Ralf Wohlleben und Carsten S.
Wie viele Telefonate gab es? Ich weiß es nicht mehr so genau, meint der Zeuge worauf Götzl meint er solle Größenordnungen setzen. Nein könne er nicht. Ob er es ausschließen könne das nur Uwe Böhnhardt telefoniert hätte? Er habe mit Uwe Böhnhardt geredet, auch mit Uwe Mundlos ja aber eine Frauenstimme nein.
Wann erste Kontakt war telefonisch? Das weiß ich nicht genau,ich denke nach dem Verschwinden war. Wann sind sie das? Anfang des Jahres, das stand überall in der Zeitung. Was stand in der Zeitung? Ich denke es war Januar 1998 und es stand was wegen der Flut darin.
Wer war der erste Kontakt,Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt?
Das weiß ich nicht mehr genau.Worum ging im ersten Telefonat? Erst schweigt der Zeuge lange, und kommt dann mit der Antwort,ich kann mich daran nicht mehr erinnern.Wo war die erste Telefonzelle? Mir wurde gesagt in welche Telefonzelle es war.
Und welche war das? Das war in Lobeda Ost in der Karl Liebknecht Str. Von wem wurde das gesagt? Von Ralf Wohlleben oder Carsten S.
Wie wurde es ihnen erklärt das sie dort hingehen sollten? Man hat mich gefragt ob ich das machen will, dann habe ich das gemacht.
Was haben sie gewusst? Ich habe nicht viel gewusst, erst durch die Zeitung. Was bedeutet nicht viel ? Ich hatte recht wenig Kontakt zu denen.
Götzl wiederholt, was wussten sie nicht viel? Erst nichts, aber durch die Zeitungen wegen den Rohrbomben.
Der Zeuge Helbig sagte bisher in seiner Vernehmung immer den Namen Schulz, darauf wird er jetzt von Götzl befragt was er damit meine? Der Zeuge Helbig erwidert dann das er den Angeklagten Carsten S. meint, und entschuldigt sich.
Darauf fragt Götzl ob er mit Carsten s. darüber gesprochen habe? Nein als Antwort.
Zu welchen Zweck er das machte, keine Gedanken gemacht hätte? Ich habe es durch die Zeitung erfahren, darum nicht mehr nachgefragt hätte.
Wie ging es dann weiter, wie hat er die Aufträge abgearbeitet? Ich habe eine Tüte nach Zwickau zu einem Mc Donald’s gefahren.Wie ist es dazu gekommen,wie haben sie das erledigt etc.
Längeres Schweigen des Zeugen, dann sagt er, das er zu einer Telefonzelle von Ralf Wohlleben geschickt wurde, dann habe er eine Tüte bekommen und dann ist er gefahren.
Götzl will erfahren, mit wem er am Telefon Kontakt gehabt hätte,darauf kommt die Antwort es sein Uwe Böhnhardt gewesen.
Götzl: die Tüte kam von Ralf Wohlleben? Ja die kam von Ralf Wohlleben.
Wie war das auf dem Parkplatz in Zwickau bei Mc Donald’s? Bin zum Mc Donald’s gefahren da kam einer auf mich zu und habe die Tüte übergeben.Wer war das? Weiß ich nicht mehr kannte ich nicht. Namen Aussehen? Nein Nein! Wie groß war der Parkplatz bei Mc Donald´s in Zwickau? Der Parkplatz ist nicht sehr groß, habe gewartet und bin dann ausgestiegen. Beschreiben könnten? Groß wie ich und Kapuzenshirt.
Wusste dieser Ihren Namen? Ja er sprach mich mit Vornamen an. Mit Vornamen vorgestellt? Nein!
Können sie mir die Tüte beschreiben? Normale Tüte eben. Was war in der Tüte? CD und Anziehsachen. Haben sie reingesehen? Nein, nur was man vom tragen sah!
Haben sie mit Ralf Wohlleben und Uwe Böhnhardt gesprochen ob alles geklappt hat? Nein gar nicht.
Wie ging es dann weiter? Sollten Papiere von Beate Zschäpes Wohnung holen.
Wie war das? Bin mit Carsten S. zu der Wohnung gefahren,habe unten gewartet, Carsten S. hat es geholt.
Götzl fragt misstrauisch, ob alles reibungslos ging? Nein die Polizei kam und ich hab in meinem PKW gewartet,haben uns nur gesehen und sind dann weg.Carsten S. war schon weg haben uns dann in Winzerla getroffen. Es ging um persönliche Papiere, und Anziehsachen.
Was sollte damit passieren? Es sollte zu Beate Zschäpe gelangen.Wie kam es dazu das Carsten S. mitmachte?
Carsten S. hatte mich gefragt und ich habe mitgemacht.In welchen Zeitraum war das? Das muss so Mitte 1998 gewesen sein. Wie ging es dann weiter? Ich habe in die Felsenkellerstraße wo früher die Brauerei war, habe ich etwas abgegeben.
Bitte werden sie deutlicher sagt dann Götzl! Ich habe einen Beutel bekommen, und ich bin in den Felsenkellerstraße gefahren.Von wem haben sie den Beutel bekommen? Von Carsten S. Und Ralf Wohlleben. Genauer bitte? Ich weiß es nicht.Wem übergeben haben? Es war ein dunkler Hauseingang da hab ich nichts gesehen. Wie sah er aus? Kapuzenshirt und dunkle Sachen an. Woher wussten sie das es der richtige wahr? Weil es nur dieser es wusste wann wie wo.
Wie sind sie hingekommen? Mit meinem Privaten PKW, den Berg hochgegangen und den Beutel abgegeben.
Haben sie die Person gesehen? Nein es war abends und es war dunkel.
Wussten sie das es der richtige war, fragt Götzl noch einmal,z.b Stichwort etc. Das war eine Ruine da lebt keiner sonst drin.Mit Namen angesprochen? Nein der Beutel war zu.Wussten sie was in dem Beutel drin war? Nein! Von wem ging der Auftrag aus? Von der telefonzelle, Auftrag bekommen und fertig gemacht.
Die Telefonzelle war wieder in der Karl Liebknechtstraße gewesen!
Woher wussten sie das es Uwe Böhnhardt oder Uwe Mundlos war? Hatte gesagt hier ist Uwe. Ralf Wohlleben, Carsten S. hab ich es gesagt bekommen.In der Felsenkellerstraße war im letzten drittel des Jahres. Ich sagte dann keine weitere Aufträge nein, telefonischer Kontakt vielleicht.
Carsten S. Helbig hat er dann nicht mehr viel gesehen, 1-2 Mal bis Ende 1998
Wie war Uwe Böhnhardt persönlich? Wenn es um seine Interessen ging hat er diese durchgesetzt.Er hat immer ein Messer bei sich getragen. Zu welchen Zweck will Götzl wissen? Zu seiner Verteidigung nehme ich mal an. Springerstiefel und Bomberjacke.
Und Politisch? Er hatte die rechte Ideologie drin. Was genau? Kurze Haare, waren zusammen zu Demos, einmal in Dresden und einmal in Neuhaus.
Hatte was gegen Ausländer.
Auf die Frage von Götzl, was das Progromly sei, meinte Herr Helbig das es ein verändertes Monopoly sei.Ich habe Spiele zu Hause gelagert, nur zum Verkauf und dann rausgegeben.
Bekommen habe ich es von Ralf Wohlleben, und Carsten S. Bei ihm seien ca. 20 Spiele gewesen, min 100 Spiele gab es insgesamt. Das stand in der Zeitung. Wer diese Spiele kaufte? Bekanntenkreis rechte Szene.Holger G. hat auch immer mal welche abgeholt. Stückpreis 100 DM oder Euro?
Dann kommt die erste Pause, die das erste Mal relativ spät ist von 11.25 bis 11.45 Uhr.

Nach der Pause ging es um die Frage, um welchen Inhalt es bei dem Spiel geht? Der Zeuge Helbig meint, es geht darum Städte judenrein zubekommen und um KZ.
Wann haben sie das erste Mal dieses Spiel gesehen? Bei Uwe Böhnhardt 1997/1998 war noch nicht fertig.
Mal selber gespielt? Nein!
Ob er Andre Kapke kennt? Ja es war ein Bekannter,habe ihn durch Ralf Wohlleben kennengelernt im gleichen Jahr waren beste Freunde.
Und zu Uwe Böhnhardt? Freude, und zu Beate Zschäpe und Uwe Mundlos waren es Bekannte.
Haben sie Uwe Mundlos am Telefon erkannt? Ich bin davon ausgegangen das es Uwe Mundlos war.

Ob er von Staatlicher Seite angesprochen wurde? Einmal vom Verfassungsschutz, und die haben ihm Geld angeboten.Sollte Angaben zu Ralf Wohlleben machen zu 1998. Da habe ich bei einer Baufirma gearbeitet und die haben mich nach Dienstschluss gegefangen. 2 Mal Kontakt. Er hat es dann sofort Wohlleben erzählt, und er hat bei dem zweiten Treffen ein Tonbandgerät dabei gehabt und hat es aufgenommen.
Dann noch bei dem LKA Erfurt und dem MAD. Er war beim Bund vom 22.1.1999 bis zum 22.11.1999.
Zu dem LKA Erfurt, Vorhalte zu den Kuriertätigkeiten, wüssten das von Zwickau wüssten es von der Felsenkellerstraße und Frau Zschäpes Wohnung.
Waren 2 Beamte, und drohten ihm mit Gefängnis, die wollten wissen wo die drei sind. Wiederum der Verfassungsschutz wollte nicht wissen wo die drei waren.
Beim MAD ging es darum um die Kuriertätigkeiten und rechte Szene. Es wurde erwartet das er keine rechten Aktionen mache bei der Bundeswehr, um die Innere Sicherheit der Bundeswehr zu schützen.
Es ging um meine Person.Gefragt wurde ich ob ich den dreien wieder helfen würde, sagte er ja.
Dann wurde Ralf Wohllebens Auto geredet.
Danach kam ein interessanter Satz.
Das Gespräch beim LKA Erfurt wussten alles woher ich die Infomationen hatte, hatten mich beschattet, und hatten Bilder vom Mc Donald`s Parkplatz in Zwickau.
Das zweite Auto muss ein Opel Corsa gewesen sein.
Götzl will wissen, ob er sich erinnern kann das die 3 oder zwei von den dreien in der Schweiz aufgehalten hat.. Nein.

Dann folgt die Mittagspause bis 13.45 Uhr

Beim MAD hatte er angegeben das er die drei auf eine Stufe stellt wie Rechtsterroristen um den Staat zu ändern.
Zielsetzung wäre gewesen, der Bewaffnete Kampf,.
Wer war alles in der Klicke? Ralf Wohlleben, Holger G. , Andre Kapke, ich und Uwe Böhnhardt.
Danach sagt er aus das er durch das LKA Erfurt erfahren hatte das er mit einem Hubschrauber verfolgt wurde, als er nach Zwickau fuhr. Haben ihm Bilder vorgelegt, und gesagt sie hätten so schnell fahren können wie möglich, wir hätten sie trotzdem gehabt.
In den Akten sagte er aus , das der Empfänger am Parkplatz bei Mc Donald`s in Zwickau 185cm groß war.

Dann gibt es nochmal eine Pause bis 15.00 Uhr.
Danach darf Rechtsanwalt Wolfgang Stahl die Fragen stellen.
Wie das Verhör bei der bei der BAW am 14.3.12 wo auch der OSAW Weingarten zu gegen war, war heute sehr einsilbig was sie heute gesagt haben!
Zeuge Helbig sagt weiß nicht.Denn heute sagten sie Ja Nein habe es so angegeben.
Wie war das dann in Karlsruhe? Das verwundert dann schon.
Waren sie da nicht so aufgeregt? Zeuge Helbig da waren nicht so viele Leute. Dann kommt Rechtsanwalt Stahl auf die Aussage vor dem MAD zusprechen, wegen den Rechtsterroristen nach dem Untertauchen.
Dann sagt der Zeuge das er es für Uwe Böhnhardt das alles gemacht habe und dann erst für Frau Zschäpe und Herrn Mundlos.
Dann wird er gefragt ob er wisse wer die Bomben gebastelt hätte? Das hätte er aus der Presse und die sagten das Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt diese gefertigt hätten.
Was er von Frau Zschäpe wisse? Darauf kam die Antwort,Gar nichts!
Dann sagten sie wegen dem bewaffneten Kampf, weil Böhnhardt ein Waffennarr war.Erinnerung daran das den bewaffneten Kampf, ist das ihre Formulierung? Antwort, Weiß nicht.
Haben sie in seiner Gegenwart darüber gesprochen? Nein.
Gab es Kuriertätigkeiten zu Beate Zschäpe? Nein
Gab es Nachrichten zu Beate Zschäpe von Ralf Wohlleben, Carsten S.? Nein nur zu Uwe Böhnhardt. Gab es weitere Erkenntnisse zu Beate Zschäpe. Nein über sie wurde nicht gesprochen.
Dann Fragt der Verteidiger von Ralf Wohlleben Olaf Klemke. Nebenklägervertreter und dann Osaw Jochen Weingarten für die Bundesanwaltschaft.

Im großen und ganzen, ist gestern wie so oft mit den typischen Aussagen und sich nicht Erinnern wollen an einer Strafe vom Senat ein Zeuge davon gekommen.
Der Zeuge Helbig wusste mehr als er bei der Verhandlung zugegeben hatte. Er hatte deutlich mehr zu erzählen,als es ging um die Verhöre durch staatliche Dienste.
Die Frage bleibt trotzdem offen was wusste das LKA Erfurt, der die drei fassen wollte, und das Landesamt für Verfassungsschutz waren nicht bemüht die 3 aufzuspüren.

Der andere Zeuge am OLG in München

Bild Foto: Ostthüringische Zeitung

Rechts im Bild Thomas Jauch. Einer der ganz wenigen Bilder.

Mit Spannung wird die Aussage des Rechtsanwalt Thomas Jauch erwartet.

Denn dieser Zeuge wird wissen,wie man sich bei solchen Aussagen zu verhalten hat. Dem entsprechend bin ich auch gespannt wie der Vorsitzende des 6. Senat in München Manfred Götzl verhalten wird, denn wir haben es ja bei anderen Zeugen erlebt wie die das gewisse Katz und Maus Spiel drauf hatten.

Wer ist dieser Thomas Jauch?

Was man so ließt, hat dieser T.Jauch viel Größen des NSU Umfeldes juristischen Beistand geleistet.

Als Rechtsbeistand war er bei Andre Kapke und Ralf Wohlleben zuständig. Kapke war des öfteren Klient von Thomas Jauch, dieser hatte ihn in zwei Strafsachen zwischen den Jahren 1999 und 2000 vertreten.

Dann kamen zwei weitere Unterstützer hinzu, zum einem Sven Kai Rosemann, worauf laut LKA, zur Einschätzung gekommen ist, das Rosemann Unterstützer war, oder eine Bezugsquelle von Waffen war.Denn Rosemann hatte eine Ceska 83 besessen und andere Waffen, die dem Typ entsprachen,die im Brandschutt in der Frühlingsstraße bzw. im Wohnmobil gefunden wurden.

Und zum andren Andreas Rachhausen. Eine sehr interessante Figur der Frühen 90iger Jahre in Saalfeld / Rudolstadt. Andreas Rachhausen war GP Alex für das Landesamt für Verfassungsschutz in Thüringen,der frühere Leiter der Saalfelder Staatsschutzabteilung K33 meine am 11.6.2012 ( UA 5/1 Erfurt) über Rachhausen, Rachhausen war aus meiner Sicht einer der gefährlichsten Rechtsextremisten, er kam nach meinem Verständnis noch vor Tino Brandt, dem Chef des Thüringer Heimatschutzes”….

In der hiesigen Verhandlung vertrittThomas Jauch, Tino Brandt und Jürgen Länger.

Im Jahr 2000 und 2002 vertrat er die zwei B&H Mitglieder Thomas Starke und Jan Botho Werner. Diese zwei stehen auch in Verdacht die 3 Untergetauchten durch Sachleistungen unterstützt zu haben.Auch Mario Brehme hat diesen Rechtsanwalt aufgesucht als es darum ging,wegen der der Kündigung der Gaststätte Heilsberg. Diese wurde zu einem Treffpunkt im Ort Heilsberg selber durch den Thüringer Heimatschutzes. Am 11.10.1997 wurden bei einer Razzia unter anderem Waffen gefunden.

Interessant im Vorfeld dieser Razzia ist das der Onkel der erschossenen Polizisten M.Kiesewetter dort in Heilsberg Observationen gefahren. Ob er die genannte Razzia mitgemacht hat, kann er nicht mehr sagen.

Die wahrscheinlich interessanteste Frage wird sein, wenn Thomas Jauch zu der Frage Stellung beziehen muss, das er von drei Untergetauchten Beate Zschäpe,Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 1998 aufgesucht wurde. Grund dieses Aufsuchens war, das er von Beate Zschäpe beauftragt worden sei, Akteneinsicht zubekommen in ihrem Strafverfahren.Wie es in dem Beweisantrag der Nebenklage zu entnehmen ist, hätte man trotz weiterer Gebührenzahlungen an Thomas Jauch, wäre dieser nicht mehr tätig geworden,das es den Schluss zulassen würde, das die drei sich nicht stellen wollten. (Quelle Nebenklage am 19.12.2013)

Als wichtiger Vertrauter von dem militanten Neonazi Thorsten Heise, zählt Thomas Jauch.

Nun werden wir uns überraschen lassen was an dem Mittwoch,19.3.2014 passiert.

Wir werden zu diesem Tag auch wieder ein Wortprotokoll mitschreiben.

Neues aus Andre Kapkes Facebook Account

An diesen Donnerstag den 20.03.2014 kommt nun zum dritten Mal Andre Kapke nach München, um seine Aussage zum im NSU Verfahren zu machen.

Ich habe schon mal Andre Kapke Profil bei Facebook interessante Dinge gefunden. Nun gibt es da etwas neues bei.„ Gefällt mir“

Die Firma die ich meine heißt Gerüstbau Systemfeind. Diese Firma hört sich schon sehr komisch an, trotzdem ist sie als Baufirma bis vor kurzem überall in Berlin beliebt gewesen. Die Quellen die ich über diese Frima gefunden habe sind überall im Internet zu finden. Bei Bedarf werde ich sie gerne bennennen.

Sie haben es bis zum Deutschen Bundestag, Hauptbahnhof Berlin,Potsdamer Platz,Charite in Berlin ein zurüsten geschafft. Man muss nur auf die Internethomepage der Firma sehen, schell findet eine Referenzliste.

2010 machte Spiegel TV eine Reportage über diese Firma.

http://www.youtube.com/watch?v=5Ij1f_lsP-k

http://www.youtube.com/watch?v=gZxnHvFqSC0

http://www.youtube.com/watch?v=o5CjkSL99Dw

Man sieht nicht nur in diesen Film Bauarbeiter, sondern auch einen Mann names Matthias Gohlke. Dieser bezeichnet sich als Vandale,Vandalen nennen sich Ariogermanische Kampfgemeinschaft.

Gründungsmitglieder dieser rechten Gruppierung ist ein Michael Regner (Landser)

Die Vandalen sind in der rechten Szene sehr gut vernetzt. Sie hatten und sie haben Kontakte zu der Neues aus Andre Kapkes Facebook Account , Blood and Honour, zu den Hammerskins und zu div. Freien Kameradschaften.

Zur Geschichte der Vandalen lässt sich sagen, das sie 1982 in Ostberlin gegründet wurden.Sie sind damit eine der ältesten Neonazigruppierungen die noch vor der Wende in der DDR entstanden.

Schon vor der Wende hatte man Kontakt zu der westdeutschen Wiking Jugend.

Als die Vandalen ihr 20 jähriges bestehen feierten, wurde der Auftritt der Band Landser verhindert, Anwesende Leute waren unter anderem Friedhelm Busse Jens Pühse.

Geschäftsführer der Firma Gerüstbau Systemfeind ist ein gewisser Sebastian Birr. Seit der Gründung der Firma 1996 hätte man denken können, das diese für gewissen unwohl sein bei den öffentlichen Auftragsgebern hätte sorgen müssen. Doch die oben genannte Liste spricht eine andere Sprache. 2008 wurde Birr zu einer Stellungnahme vom Berliner Senat aufgefordert.Der Senat hat darauf hin Sebastian Birr geraten sich nicht mehr an öffentliche Ausschreibungen zu beteiligen.

Am 1.Mai lief Birr auf einen Naziaufmarsch mit. Dieser beteuerte wohl sie seien nicht links nicht rechts, sondern eine mittelständische Gerüstbaufirma.

Auf ihrer Seite bei Facebook liest man es anders, da wird geworben gegen „Sprachverfall“ „Kinderschänder“ und eindeutige kritische Kommentierung des NSU Prozesses.

Nun wird es interessant sein wie Andre Kapke diesmal vor dem Oberlandesgericht aussagt. Da ja noch ein Verfahren bei der Bundesanwaltschaft anhängig ist, das er zu den mutmaßlichen Unterstützer der drei untergetauchten aus Jena ist.

Zudem war er am Tag dem 4.11.11 auch in der gleichen Funkzelle eingeloggt, die nicht soweit weg war wo Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt erschossen im Wohnmobil aufgefunden wurden.Herr Kapke erklärte das damit, er sei auf der Autobahn gewesen, und wollte ein Auto kaufen und deshalb daran vorbeigefahren.Am Oberlandesgericht konnte er noch nicht restlos seine Unschuld beweisen, den dreien nicht geholfen zu haben. Ab dem Untertauchen und dazwischen, wird immer wieder sein Name in gewissen Schlüsselpositionen genannt, das der Verdacht entsteht er war weit nach dem Untertauchen dabei.

Da er durch einen Unfall zum Teil große Erinnerungslücken hat, macht er allen Verfahrensbeteiligten nicht einfach.

Also nächster Termin ist der 20.3.2014

Gerüstbau Systemfeind

90.Prozesstag,Wortprotokoll Mandy S. Teil 2 am 27.02.2014

Diesmal ist Olaf Klempke der Anwalt von dem Mitangeklagten Ralf Wohlleben und Bundesstaatsanwalt Dr. Diemer ist bei dieser Verhandlung nicht zu zugegeben.

Götzl: Ich möchte auf Ihre Vernehmung vom 14.03.2012 zusprechen kommen.

Man sieht eine Farbkopie eines Passantrages.

M.S: Ich hatte gedacht das es ein Reisepass gewesen sei, und kein Personalausweis.Die Vorlage zeigt Uwe Böhnhardt. Ich weiß das ich in meiner Mappe keinen anders drin hatte. Also den Uwe Mundlos. Das Protokoll vom 14.03.2012 hätte sie nie erhalten.

Götzl: Sagt Ihnen der Name Fiedler etwas?

MS: Ist einer von den Brüdern Armin heißt.

Götzl: Sie haben gestern von Fischer geredet, War das ein Versprecher gewesen?

MS: Ja.

Götzl: Ihre Unterschrift, und zeigt auf den Passantrag?

MS: Ja.Ich weiß ja das ich einen Pass abgeholt habe und dafür unterschrieben habe,aber das hab ich ja auch zugegeben.

Götzl: Das ist ein Passantrag gestern ging es um einen Personalausweis.

MS : Ich war nur einmal da und hab was abgeholt.Das ist jetzt ein Passantrag? Mit Fotos tu ich mich schwer,bin voll durcheinander. Ich hab bei der Vernehmung nicht mal meinen Ex (Max Bu) wiedererkannt.

Götzl: Laut Vernehmung haben gesagt“ Der sieht schon aus wie einer der drei.Den ich als den Bösen beschrieben habe“.

Weiter aus dem Vorhalt „Das ist der Antrag,den ich unterschrieben habe,ich war nur einmal da,das war dann ein Reisepass und nicht einen Personalausweis.

Götzl: Ab 97/98 wo haben sie da gelebt,und sich aufgehalten Frau S.?

MS: Ab 97 habe ich in der Bernhardstraße in Chemnitz gewohnt,danach ein halbes Jahr in Büchenbach, Johanngeorgenstadt, und dann in Schwarzenberg – Erla und jetzt in Schwarzenberg.

Götzl: Vor der Bernhardtstraße?

MS: Auch in Chemnitz in der Uhrlandstraße.

Götzl: Im Fritz-Heckert-Gebiet?

MS :Das war nicht meine Wohnung gewesen ist,ich habe ein halbes Jahr bei Enrico Bö gewohnt, war dort nicht gemeldet.

Dann im Fritz-Heckert-Gebiet und dann ca. 1 Jahr in der Uhrlandstraße und dann Bernhardstraße gewohnt. In Büchenbach beim Heiko Wa. gelebt, 02 bis 03. Dann bei meinen Eltern Johanngeorgenstadt ca. ein halbes Jahr, ab 03 hab ich dann versucht Arbeit zu finden,hatte noch eine Festanstellung in Büchenbach, dann in Erla Glück-auf-Siedlung 03/04 bis 07. Dann in Schwarzenberg Waldauerstraße an 07. Ich hab´s mit den Ummeldungen nicht so genau genommen. Der Mietvertrag war immer aktuell, aber die Ummeldung dauerte.

Götzl: Die Polizei hat die Meldeadressen zusammengestellt:

01.01.1998 bis 31.07.2002 Bernhardstraße 11 Chemnitz

31.07.2002 bis 10.03.2003 Büchenbach dann Johanngeorgenstadt

01.02.2004 bis 01.11.2007 Glück – Auf – Siedlung Schwarzenberg

MS: Unter Vorbehalt möchte ich sagen, das die Nebenwohnung Adresse in Johanngeorgenstadt ist die Adresse ihrer Eltern.

Götzl:zu der Hilbersdorfer Straße in Chemnitz habe die Polizei vermerkt, das Sie sich zum 31.07.1996 in Selb ordnungsgemäß mit der Wegzugsadresse Hilbersdorfer Straße abgemeldet hätte, dort aber nicht an.

Götzl: Mit welchen Lebenspartner haben Sie Frau S. zusammengelebt?

MS: Sie ist in der Hilbersdorfer Straße habe sie mit Kai S. zusammengelebt, Uhlandstraße wäre mit B. gewesen, mit Max B. in ihrer Wohnung in der Bernhardstraße in der auch ab und zu B. gewohnt.

Da sie wieder mit Kai S. zusammengekommen sei ,in Büchenbach hätte sie mir W. gewohnt, Erla mit dem Vater ihres Kindes Frank S.Da fällt mir ein das sie mit W. eine Wochenendbeziehung geführt hatte, aber weil er besser verdiente, und sie als Friseurin überall Arbeit findet bin ich nach Büchenbach gezogen.

Götzl: Mit welchen Leuten hatten Sie hauptsächlich Kontakt?

MS: In erster Linie kamen sie aus der Rechten Szene, Armin und Gunnar F.,Thomas Starke, Laschi,Thomas und Rike W., Daniel H., Andre E. diese wären in Chemnitz gewesen.

Dann waren welche aus Chemnitz die in Nürnberg waren, wie Matthias F., seine Freundin Tanja, Heiko W. klar,ein Mann Names Wi., und den Rest eben vom sehen.

Götzl: Mit wem hatten Sie in dieser Zeit viel Kontakt?

MS: Viel Kontakt hatte ich zu Michael W., in Chemnitz selber B. und E. und die anderen eben bei Konzerten und Demos.

Götzl: Warum sind Sie damals aus Büchenbach weggegangen?

MS: Ich habe mich damals überhaupt nicht wohlgefühlt in jeder Hinsicht. Arbeit Umfeld. Ich musste nur weg. Auf der Arbeit ging gar nichts mehr weil man mich spüren lies das ich aus dem Osten komme, mit meinem Lebensgefährte Heiko auch nicht klar gekommen. Seine dunkle Seiten hatte einen Art Altar aufgebaut, ich fand es gruselig und musste einfach nur weg.Man hatte ja da niemanden gehabt,keine Familie, Bauchschmerzen hatte, keiner zum trösten da, immer gearbeitet, immer als Friseurin.

Aktuell arbeite ich in Schwarzenberg seit 2004. Als ich danach wieder nach Hause gekommen bin, war alles komplett anders als in der rechten Szene. War mit meinen kleinen Bruder zu seinen Freunden zum Kaffeetrinken,Lagerfeuer,Motorradfahren, wurde gleich integriert, und plötzlich war alles anders.Heute hab ich gar keinen Kontakt zur rechten Szene mehr.

Götzl: Welche Aktionen /Tätigkeiten haben Sie in der rechten Szene unternommen?

MS: Ich habe ne Klebeaktion in Chemnitz mitgemacht,Demos erst in Chemnitz, dann in Büchenbach das wurde von den Nürnbergern organisiert in Johanngeorgenstadt hat alles nachgelassen, ca. 2 Demos noch. Dann habe ich Briefe an Gefangene geschrieben, ich kannte das nicht, Thomas Starke hatte das in einer Kneipe vorgestellt da gab es ein kleines Heftchen mit einer Liste der Inhaftierten. Auf jedem Los war ein Name, jeder konnte ein Los ziehen und das habe ich gemacht und angefangen zu schreiben.Das waren Gefangene aus der HNG (Hilfsorganisation

für nationale politische Gefangene und deren Angehörige) Ich habe damals Richard L. Sehr lange geschrieben und Thomas Gerlach gezogen.Thomas Gerlach wurde entlassen,Richard L. Sass länger,hat sich danach bei mir gemeldet.Richard L. war bei mir in Schwarzenberg, Thomas Gerlach in Erla.

Götzl: Wie war dann die Rolle Thomas Gerlach zu Ihnen?

MS: Sagen wir so, es hat sich was zwischen uns angebahnt, aber hat nicht funktioniert, weil er nur mit Politik beschäftigt war, und ich wollte ein ganz normales Leben führen.

Nach einer Pause will der Vorsitzender wissen wie die Brüder F. in der Szene waren?

MS: Die Brüder F. waren nicht sehr auffällig, sie waren angepasst.

Götzl: Aber sie brachten das Trio!

MS: Ich denke dass sie angestiftet wurden von anderen, aber habe keine genauen Angaben dazu machen. Thomas Starke hatte in Chemnitz das sagen, hatte ja Konzerte organisiert usw.

Götzl: Hat der Starke was vom Trio in der Wohnung gewusst?

MS: Von meiner Seite nicht,von Erinnerung her keine Rolle bei der Unterbringen der drei gespielt. La. hatte einen Szeneladen in Chemnitz, deshalb war er sehr bekannt. Er hatte CD´s die man nicht frei kaufen konnte. Thomas und Rike waren mit Max befreudet,waren ruhige leute mal was unternommen abends weggegangen, saßen viel zusammen. Eigentlich hatten sie keine Rolle in der Szene. Der Ba. Sei auch in der Szene gewesen,aber nicht in der von Chemnitz, er ist seinen eigenen Weg gegangen. Für die beiden wäre Ba. eine Art Vertrauensperson gewesen. Während meiner Zeit in Nürnberg war Ba. Einer meiner Hauptkontakte gewesen. Der He. Habe ich über Freunde von Bu. kennengelernt, der sei mit der Schwester von der Rieke zusammen ist.

Götzl: Sie haben gerade gesprochen als sie in Nürnberg waren, mit Ba., He., E. Kontakt hatten.

MS: Sei Andre E. bei mir nicht mehr geschlafen hatte hatte ich auch keinen Kontakt mehr zu ihm. Das müsste so um 1998 gewesen sein. Ich habe nicht mal gewusst das Andre verheiratet ist und zwei Kinder hat, das habe ich erst in „Johannstadt“ erfahren. Bestimmt wird man sich mal eine SMS geschrieben haben.Wenn man sich zufällig auf einem Konzert gesehen hatte, haben wir uns gefreut.Wir sind ja nicht im Streit auseinander gegangen,jeder ist seinen Weg gegangen.Matthias Di.hat mir die familiäre von Andre E.gesagt, Di sein bester Freund ist Frank Se.. Dieser sagte das Andre E. Kinder hätte LKW fährt, in Zwickau wohnt.

Götzl: Wir sprechen von Matthias Di.?

MS: Kenne ihn auch aus der der Schulzeit,anfangs auch mit Bomberjacke Springerstiefel rum gelaufen. Eher der Typ Einzelgänger gewesen, Kontakt hatte ich zu ihm wenn ich in Johanngeorgenstadt war, am Wochenende mal Dartspielen Kaffetrinken.

Götzl: Hatten Sie keine Treffen Matthias Di. Andre E. und Sie?

MS: Nee, ich hätte es ja einfach nur sagen müssen, aber neee gar nicht. Ich hatte auch mehr Kontakt zu Frank Se. War auch in der Arbeit sehr eingespannt, weil ich Salonleiterin werden wollte.

Götzl : Zu Matthias Fi.?

MS: War in Nürnberg leitete die „fränkische Aktionsfront“, war Herausgeber des Heft Landser, hat Schulungen organisiert auch Demos.In Nürnberg gab es viel Stress mit den Linken, diese hatten Adressen veröffentlicht.Ich weiß gar nicht ob Fi. Gearbeitet habe, ich glaube nicht. Ich habe ihn nur vom sehen her gekannt.Seine persönlichen Gedanken habe ich nicht geteilt.Ich war mal mit Heiko Wa. Bei denen habe das Baby von Matthias gesehen. Glaube die haben außerhalb von Nürnberg,könnt aber den Ort nicht mehr benennen. Er sei ein Organisationstalent gewesen, bei ihm auch eine Menge Hausdurchsuchungen gewesen, und die FAF ist auch verboten worden. Wi. sei NPD Mitglied glaube ich,ich weiß auch noch von einem Schlesiertreffen, wo sie auch Flugblätter verteilt hätten. Sonst habe der auch viel mit der FAF gearbeitet. Ich war auch mit ihm kurz liiert mit Wi.

Götzl: Warum nur kurz mit ihm? Gibt es da Gründe?

MS: Wi. Ist eine Person die zu Straftaten angestiftet habe, er hat eine große Klappe und nichts dahinter.Er hat Stress reingebracht, und Leute aufgehetzt. Mit sojemanden wollte ich nicht zusammen sein…

Götzl: Was meinen Sie mit Straftat?

MS: Mir hat Wi. eine Bombenbauanleitung aus dem Internet mitgegeben, und sagte ich soll das mal abheften, so was könne man immer mal gebrauchen.Meinte auch das sie sowieso zu wenig politisch arbeitet, und deshalb kam er auf die Idee das sie in Chemnitz eine „Sächsische Aktionsfront“machen sollte, neben der FAF.

Wi. hatte auch irgendwie Fi. meine ich, denn Wi sagte wenn Fi blöd kommt, dann kann ich ihn verpfeifen,das er nicht mehr in Freiheit ist.Ich habe denn Fi. Dies gesagt das es so eine Sache gibt.

Götzl: In welchen Zusammenhang sei das mit der Bombenbauanleitung gewesen?

MS: Es hat keinen gegeben, und ich habe es sofort weggeschmissen.

Götzl: Hat sich Wi. mit anderen von Bau von Bomben unterhalten?

MS: Nein überhaupt nicht, das war so um Jahr 2001. Ich habe Wi. auf einer für sie organisierte Geburtstagsparty kennengelernt, weil eine aus Chemnitz mit einem Nürnberger liiert gewesen sei.

Ich meine das war noch in der Chemnitzer Zeit gewesen.

Götzl: Inwieweit haben ihre Lebenspartner der rechten Szene angehört?

MS: Se. kenne sie aus der Skinhead – Szene, ein politisches Auftreten habe ich nicht erlebt, den Bö. Sei von der Chemnitzer Szene gewesen. Dann Heiko Wa. sei mit dem Fi. In der Nürnberger Szene gewesen, auch in der Black Metal Szene das habe sich vermischt. Habe ih auf Schulungen kennengelernt..Ich bin von Wa. regelrecht geflüchtet, habe dann keinem meine Adresse genannt. Wa. hat dann ständig bei meinen Eltern angerufen und Briefe geschickt. Dazu habe sie Kartons gehabt da seinen Gegenstände gewesen, das sie ihn nicht vergisst. Bei Wa ist das schon in die satanische Schiene gegangen.

Götzl: Und Frank S. ?

MS: Will meinen Vater meines Kindes nicht schlecht machen, müsste ich aber. Den habe ich nicht auf Demos gesehen, aber seine Einstellung war schon rechts, und er war gewalttätig, und er war sehr viel mit Matthias Di. zusammen gewesen.

Götzl: Bei dem Aufenthalt der drei Personen in Max Bu. Wohnung ob sie mit einer dieser Personen jetzt gesprochen hätte, oder mal zur Sprache gekommen wäre?

MS: Ich habe mit niemanden darüber geredet, ich habe das gleiche Konstrukt selber bei der Polizei und bei meinem Anwalt zusammengefügt. Ich weiß nicht woher Frau Zschäpe meine Adresse in Erla hatte. Ich habe überlegt wer alle von meiner Adresse wusste.

Di. werde ja beschuldigt, das er Wohnungen angemietet hat in Zwickau, dann müsste er ja auch Kontakt zu denen gehabt haben. Deshalb könne es sein das er meine Daten weitergegeben hat. Es kann auch Frank S. gewesen sein und Andre E. Ich kann ausschließen das die in Nürnberg und ich Chemnitz meine neue Adresse gehabt haben. Ich bin alles nochmal meinem Anwalt alles durchgegangen. Es standen so viele Anschuldigungen im Raum, aber ich kann aus reinem Gewissen sagen, ich habe mit den nur 1998 Kontakt gehabt.Mit mir hat keiner über Morde oder Banküberfälle redete, Ich habe natürlich gegen diese schweren Anschuldigungen angegangen des halb habe ich mitgearbeitet weil ich diese vom Tisch haben wollte.Ich habe gleich zugegeben was ich gemacht habe. Und dann ist ein Beweisstück nach und nach vorgelegt worden, und ich dachte „ ach du Scheiße“ da überlegt man dann mit wem man Kontakt hatte und wer das hätte weitergegeben hätte können.

Götzl: Sagt Ihnen was zum Stichpunkt „Tennis Club Großgründlach“?

MS: Mein Anwalt hat dort angerufen und die hätten keinen Mitgliedsausweise.Dann habe ich mir Gedanken gemacht warum man so einen Ausweis macht. Das sei wohl so wenn man von der Polizei angehalten wird, das man ein Dokument hat.

Götzl: Sagt Ihnen was zum Stichpunkt „Tennis Club Ehlershausen“ ?

MS: Das sagt mir alles nichts, auch die Impfpässe Katzenausweise und ein Blutbild für eine Katze nicht. Ich habe nie eine Katze gehabt.

Götzl : Und den Notizzettel wo die Bernhardstraße drauf steht?

MS: Ich habe diesen nicht weitergereicht, und der andere Zettel „Telefonnummer aktuell“ das ist nicht meine Schrift. Ich habe diese Nummer von 1999 bis nach meiner Vernehmung gehabt, erst danach habe ich mir eine neue geben lassen. Ich habe keine Erklärung dafür , es seien alles nur Spekulationen gewesen wer die Nummer weitergegeben hätte.

Götzl: Naja beim „Tennis Club Großgründlach“ geben es ja einen Bezug zu Nürnberg !

MS: Das habe man ihr auch gesagt, der Club würde in der Nähe von Fi. Wohnung liegen. Da habe ich nicht mehr gewusst, ich habe auch keine Überlegungen dazu angestellt. Ich habe keinen Zusammenhänge finden können.Ich selber habe die Namen von Leuten aufgeschrieben die jeweilige Adresse haben hätten können und bei der Glück-auf-Siedlung seinen nicht sehr viele Leute in Frage gekommen..

Götzl: Kommen Sie bitte vor Frau S. das wir uns Asservate ansehen können. Hier ist ein Mikrofon richten Sie sich das so ein das wir sie dann auch verstehen.

Es wird ein Mitgliedsausweis des Tennisclubs Großgründlach der Zeugin S. gezeigt, ein Bild ist auf diesem Bild zuerkennen, es ist Beate Zschäpe zu sehen. Man sieht die Adresse der Frau S. Glückaufsiedlung 10 in Erla. Dann zum zweiten Tennisclub Ehlershausen e.V mit einer Unterschrift von MS.

MS: Das sieht ihrer Unterschrift sehr ähnlich , aber das ist nicht meine. Und den Ort Ehlershausen kenn ich nicht.

Dann wird ein Impfpass für die Katze Heidi auf den Namen von MS und ihrer Adresse Heißenbergstraße 10 in Zwickau gezeigt, und einen Impfpass auf den Namen Lilly Besitzer ist eine MS in der Polenzstraße in Zwickau. Dann kommt ein Notizzettel mit der Bernhardstr.11 09126 Chemnitz. Dazu eine Rufnummer 0172 XXX.

MS: Das ist meine Schrift, das habe ich durch ausgeschrieben ja,ich weiß aber nicht wann. Ich habe solche weiße bunte Zettel in der Küche liegen, deshalb kann ich ihnen nicht sagen wann und wem ich es gegeben habe. Diese Telefonnummer habe ich von 1999 bis 2012 gehabt.

Dann ist Mittagspause bis 13.06

Götzl: Haben sie Bezüge nach Jena gehabt,sagt Ihnen der Name THS?

MS: Eben von Thomas Gerlach , und den Namen THS kenne sie aus den Medien. Thomas Gerlach habe „Nationale Sozialisten Altenburger Land“ gegründet. Aber damit habe ich nichts zu tun gehabt.

Götzl: Der Namen Ralf Wohlleben?

MS: Der Name Wohlleben sagt mir nichts, ich habe diesen mal auf einer Demo gesehen, als vom Gesicht her. Auf welcher Demo das war weiß ich nicht mehr.

Götzl: Haben Sie mal Frau Zschäpe auf einer Demo gesehen?

MS: Nein habe nicht Frau Zschäpe auf einer Demo oder Veranstaltung gesehen.

Götzl: Ob ihr mal ein Foto gezeigt worden ist?

MS: Ja man hatte mir mal ein Foto gezeigt, und darauf angesprochen worden ob ich im Januar 1998 auf einer Demo war. Ich habe mir das Bild nochmal im Internet angesehen behaupten das bin ich nicht. Das passt nicht, denn ich habe auf einer Demo eine Bomberjacke angehabt und die Haarlänge passe auch nicht. Denn 1998 habe ich mir die Haare schon wachsen lassen.

Götzl: Kennen sie den Namen Ru.?

MS: Das ist einer aus „Johannstadt“, ich war mit dem zusammen, aber aber hat nicht funktioniert.

Dann sagt Götzl, er hält aus den Verfahrensbericht vor den alle Verfahrensbeteiligten bekommen haben.Daraus aus einer TKÜ vom 14.12.2011, demzufolge haben Sie Frau S. in einem Gespräch mit Ihrer Mutter gesagt haben: „ Weil ja wirklich mir das zum Anklagepunkt gemacht wird, dass ich unmittelbar mit denen, die halt Helfer sind,in Kontakt war.Das stimmt ja auch. Ich kenne die ja, aber ich weiß von nichts. Und das musst du erstmal beweisen.“

MS: Die Tatbestände sind ja da, alles spricht ja dafür, das die drei Personen damals in der Wohnung gewesen sind. Um die geht es ja jetzt auch, das bestreite ich ja nicht.Ich will sagen, das ich die nicht auf der Straße wieder erkannt hätte, wie ich sie auf der Straße begegnetet wären.

Götzl: Kennen Sie Andre Kapke?

MS: Ich kenne Andre Kapke vom sehen her, ich habe ihn mal auf einer Demos gesehen da war so ein „Fest der Völker gewesen“

Götzl: Ich möchte wissen ob Sie der Frau die Haare geschnitten haben, als die Drei in der Wohnung gewesen sind?

MS: Das habe ich bei der Polizei selber angesprochen, ich selbst habe im Kopf gehabt das ich dieser Haare geschnitten habe und sogar blondiert habe.Ich weiß es nicht ob ich es gemacht hab oder rede ich mir dies nur ein.

Ich weiß das ich in dem Heft Landser einen Artikel geschrieben habe. Titel Einheit der Rechten.

Da damals sehr viel Streit in der Szene war habe ich gedacht, ich müsse dazu etwas schreiben.

Ich habe das dann mit Richard L. Gemacht. Der Artikel wurde dann nicht so wie er abgedruckt wurde, denn ich habe da viele Leute und Gruppen angegriffen, und sie habe viele Teile von einem Infoblatt der NPD übernommen. Dies war sehr gut.

Götzl: Wie haben Sie das gemacht wären L: im Gefängnis saß?

MS: Ich habe es ins Gefängnis geschickt, und er hat seine Version raus geschickt, und das sei dann hin und her geschickt worden. Am Ende musste der Rechtsanwalt und Herausgeber dies noch absegnen .

Götzl: Ich möchte zu einer Vernehmung am 19.6.2003 beim Amtsgericht in Aue befragen.

MS: Das war für mich eine rein provozierende Angelegenheit damals.Bei meinen Eltern ist angerufen wurden, dass eine Fahndungsmeldung gegen mich raus sei, und ich sollte zur Polizei nach Johanngeorgenstadt kommen.Als ich dann bei der Polizei war haben sie mir dann einen Bogen des Verfassungsschutzes ausfüllen sollen. Ich habe nein dazu gesagt.Dann meinten die bei der Polizei, ich müsse dann bei nur bei Gericht aussagen. Es sei dann eine Vorladung vor dem Amtsgericht Aue erfolgt, wo mir exakt der gleiche Fragebogen vorgelegt wurde. Ich kann mich nur noch an eine Frage erinnern, ob sie auf der Flucht sei. Worum es insgesamt ging bei dem Fragebogen kann ich nicht mehr sagen.

Götzl: Dann lese ich das Protokoll der Vernehmung vor, ob sie sich dann erinnern könne. Sie Frau S. wurden gefragt ob sie sich erinnern kann, dass sie am 23.1.2000 zu den drei gesuchten Personen befragt wurde? Des weiteren ob Kai Se. Und Uwe Böhnhardt ihr bei ihren Umzug geholfen hätten?

MS : Ich habe das Blatt nur abgehakt.,ich habe es nicht übel aufwändig in Erinnerung.

Götzl: Das Protokoll gehe über vier Seiten, sie sind von einem Richter am Amtsgericht Herrmann vernommen worden, dazu noch eine dazu eine Belehrung nach 55§. Ihre Antworten stehen hier Frau S., das die Kriminalbeamten bei ihnen gewesen sind,und zu drei gesuchten Personen befragt wurden.Dann wurden sie zu dem Umzügen befragt,und Sie hätten gesagt das Sie diesen alleine bewältigt hätten. Dann wurde ihnen Bilder vorgelegt,und Sie hätten Daniel HE. Erkannt

MS: Ich kann mich nicht an die Fragen erinnern, ja und das stimme auch so.

Götzl: Sie haben angegeben das Sie die drei Personen nicht kenne,das keine Verbindung stehen würde.

MS: Was möchten Sie jetzt wissen?

Götzl: Ich glaube, die Frage sei schon klar, auch wenn sie vielleicht nicht angenehm gewesen sind.

MS: Ich habe damals die Vernehmung nicht ernst genommen, ich habe komplett auf stur geschaltet und hab irgendwas geantwortet.Mir ist gesagt worden, das dies ein Fragebogen des Verfassungsschutzes sei, und ich bin zweimal angeworben worden von diesen. Dies muss so im Jahr 2000 gewesen sein, ich habe gesagt das ich das nicht mache.

Götzl: bei dieser Vernehmung aber sei der Verfassungsschutz nicht gewesen, der sie damals befragt hatte, sondern der Amtsrichter Herrmann , das passe also jetzt nicht in ihre Antwort.

MS: Ich habe ja die Fragen bei der Polizei gelesen und die wären die gleichen gewesen.

Götz: Sie haben auf eine Frage, ob sie mit den Gesuchten befreundet gewesen wäre, und Ihre Antwort, Sie können dazu keine Angaben machen, denn die genauen Vorwürfe kenne sie nicht, und die Beamten hätten gesagt,diese würden wegen einer Strafsache gesucht. Da stehe nichts vom Verfassungsschutz.

MS: Ich bin im Salon auch nicht direkt auf die Personen angesprochen worden.

Götzl: Sie wurden gefragt ob sich die Personen in ihrer Wohnung aufgehalten haben.Und Sie haben gesagt das sie die Personen nicht gekannt hat.

MS: Die Beamten hatten mir nicht gesagt worum es geht. Es sei der Daniel He. Verdächtigt worden.

Götzl: Und wer ist gesucht worden?

MS: Das wisse sie nicht.

Dann macht Götzl eine Pause.

Götzl: Ich lese jetzt Ihnen den Ablauf vor, da findet sich ein Schreiben des LKA Thüringen an die Staatsanwaltschaft, in dem es heißt, das bei der Fahndung nach Zschäpe Mundlos Böhnhardt gab es eine Kontaktperson MS ermittelt werden, und von den Zielfahndern befragt worden ist.

MS: Ich bin nicht nach einzelnen Personen befragt worden, sondern habe Leute vor ihrem Haus benennen sollen vor ihrem damaligen Wohnhaus auf den Bildern.

Götzl: Dies ist ergebnislos verlaufen. Dann gibt es ein Schreiben an die Polizeidirektion Abteilung Staatsschutz, das die Kontaktperson MS. Zu dem Aufenthalt der gesuchten befragt wurde. Es sei ein Fragenkatalog dabei, die sie sich gerne ansehen können Frau S.

MS geht nach vorne zum Richtertisch, und ein Dokument wird in Augenschein genommen, auf dem ein Bild von Böhnhardt Zschäpe und Mundlos zusehen sind.

Götzl: Da sind Bilder von Böhnhardt Zschäpe und Mundlos zusehen, und Sie sagen mir Sie wüssten nicht um wen es gegangen ist. Da habe ich so meinen Schwierigkeiten Frau S.

MS: Ich habe es nicht gewusst um wen es damals geht. Ich kann mich nur an eine sehr dicke Mappe einen Haufen Bilder erinnern, von meinem Wohnhaus, und die Geschichte von He.

Götzl: Ich möchte wieder zu dem richterlichen Vernehmungsprotokoll kommen, und fragt um welche gesuchten Personen es denn jetzt gegangen sei.

MS: Keine Ahnung.

Götzl: Frau S., sie äußern sich wie in einem luftleeren Raum über irgendwelchen Personen woe Sie nicht wissen wer die sein sollen.

MS: Ich bin der Meinung das mir diese Fotos nicht vorgelegt wurden.

Götzl: Ja wenn dies so sei, frage man sich doch als erstes zu dem was der Richter wissen wolle.

MS bespricht sich mit ihrem Rechtsanwalt. Danach antwortet MS: Ich weiß nicht mehr was damals bei Gericht vorgefallen ist.

Götzl: ich halte Ihnen das Protokoll von der Vernehmung bei der Polizeidirektion in Johanngeorgenstadt vom 21.05.2003 wo Sie angegeben haben, ich habe mich mit einem Anwalt besprochen, ich möchte hier nichts sagen, ich müsse nur vor Gericht aussagen. Das entsprechende Protokoll haben Sie Frau S. unterschreiben. Dann gab es den Antrag der Staatsanwaltschaft Gera zu dem Amtsgericht in Aue Sie zu vernehmen.Dann folge die Ladung, und dann ist man beim Vernehmungsprotokoll. Und nun sagen Sie mir Frau S. dass Sie nicht gewusst hätten worum es gegangen ist? Ich sehe die Gefahr das Sie Frau S. hier falsch aussagt , deshalb habe ich mir die Mühe gemacht das Ganze zu erläutern.

MS bespricht sich diesmal länger mit ihren Rechtsanwalt.

Götzl: Ich frage Sie nochmal, um welche gesuchten Personen ging es hier?

MS: Das kann ich nicht sagen, ich weiß es nicht.Es seien keine direkten Fragen dazu gekommen, ob ich sie untergebracht habe.Da habe ich ganz entspannt geantwortet. Ich habe bei Max Bu. gefragt, ob es um die drei ginge, und Max sagte nein, die wären längst nicht mehr in Chemnitz.

Götzl: In der ersten Frage sei ja schon die Rede von Uwe Böhnhardt….

MS: Ich wusste damals keine Nachnamen,ich wusste die Namen nicht.

Götzl: Ich halte Ihnen mal die Fragen aus der Vernehmung vor, bei denen in unterschiedlichen Zusammenhängen von den Geflüchteten die Rede ist, oder etwa ob diese falsche Pässe oder Dokumente bekommen hätten, und wenn von wem.

MS: Ich habe nur geantwortet ich weiß es nicht, es war komplett Protesthaltung meinerseits. Ich habe mich damals nicht wirklich mit einem Anwalt Verbindung gesetzt.

Götzl: Ob Sie das nur dem Polizisten gesagt hätte?

MS: Ja weil der so provozierend rüber gekommen ist.

Götzl: Ich mache Ihnen nochmal einen Vorhalt, aus der Vernehmung und ich frage Sie von wem Sie sind Sie ausgegangen wer gesucht wird?

MS: Ich habe nur die Bilder von meinem Wohnhaus und Daniel He gesehen.

Götzl: Und das Gespräch mit Max Bu.?

MS: Ich habe den Max gefragt, und der sagte mir das die drei Personen längst nicht mehr hier sind.

Götzl: Ob man die dann längst nicht mehr sucht deswegen?

MS: wenn sie im Ausland sind, wird mal wohl nicht mehr in Chemnitz suchen.

Götzl: Ob das die Polizei wissen hätte sollen?

MS: Da sie sich solche Gedanken nicht gemacht habe….

Götzl: Ach, Frau S.

MS: Ich will dazu auch nichts mehr dazu sagen.

Dann werden wieder Bilder gezeigt.

Das erste zeit Frau Zschäpe und Uwe Mundlos unter einer Decke auf einem einem Bett.

MS: Genau das ist das Bild das ihr Rechtsanwalt aus dem Internet hatte und dies bei der Vernehmung gesagt habe, das auf dem Bild ist der nette bei beiden zusehen ist.t

Götzl: Ich habe einen Vorhalt aus der polizeilichen Vernehmung von Ihnen, Da hatten Sie angegeben dass Sie in der gesamten Zeit als Sie in der Bernhardstraße gewohnt haben, enge Verbindungen zur Skinhead Szene gehabt.Auch die mit denen die 88 auf der Bomberjacke hatte.Sie sei über Se. Und „Enno“ Eingang in die Szene gefunden sein aber Männeranhang gewesen.Frauen hätten gar nichts zusagen gehabt, entweder angepasst oder seien ausgelacht worden. Zu Thomas Starke haben Sie gesagt, die hätten sich die 88er genannt, und Starke habe die Konzerte ja organisiert, und er hätte mich ja auch zur HNG gebracht.

MS: Ja das stimmt, und ich habe auch Briefmarken mitgeschickt in den Briefen, und hätte zu deren Familie Kontakt gehalten.

Götzl: Welches Wissen hatte Andre E. über die drei gehabt?Sie haben ja ausgesagt, das es sein könnte, das ich Andre E. was gesagt habe.Andre E. habe sich ja heimlich mit seiner damaligen Freundin, einer Anja aus Erlabrunn, heimlich bei mir getroffen, weil deren Eltern was gegen E. hatten weil er rechts war.

Götzl: Ich möchte Sie Fragen zu Blood & Honour und zu den Hammerskin.

MS: Es gab beide Gruppen gegeben, ich habe mitbekommen dass es Stress gab wegen Konzertorganisation und um Geld.Erzählt hätten das andere. Thomas Starke war bei Blood & Honour.und Thomas Gerlach bei den Hammerskins.

Götzl: Kennen Sie eine Wolgograder Allee 76?

MS: Nein das sagt mir nichts.

Götzl: Ich möchte zu der Wohnsituation zu sprechen kommen,in der Wohnung von Max Bu.. Wie die drei zueinander standen.Ob Sie Frau S. gesehen habe ob es eine Engere Beziehung zu der Frau zu einem der beiden Männer hatte.

MS: Ich habe versucht das herauszubekommen, aber ich weiß es nicht, ob die Frau tatsächlich mit einem der zwei Männer liiert gewesen sein.Geküsst habe sie keinen,es habe so gewirkt ob sie von den beiden Männern beschützt wird.Einen Streit habe ich nicht mitbekommen, sei ein friedlicher Umgang miteinander gewesen.

Dann soll Frau S. wieder vor zum Richtertisch um Wahllichtbildvorlagen zusehen.

Die erste erkennt Frau S. die Nummer 7 mit Uwe Böhnhardt und die nächste Wahllichtbildvorlage mit Nummer 2 Uwe Mundlos wieder. Diese Bilder kennt sie entweder aus dem TV oder aus dem Internet.

Götzl hält ihr eine Aussage aus dem Vermerk vor zu der zweiten Vorlage zu Nummer zwei sagte, das ich denke schon dass dies der aus der Wohnung ist, den ich mal in der Disko gesehen hat, aber ohne Glatze.Dann kommt die nächste Wahllichtbildvorlage, und sagt das die Nummer 3 der Gunnar Fi gewesen ist. Götzl liest aus der Vernehmung vor, die Frau S. am 30.12.2011 gemacht hat, das Sie gesagt habe, auf dem Bild wo Mundlos zusehen sei, sei der liebe der beiden Männer gewesen. Dazu könne Sie aussagen das der eine kindliche Stimme hatte.

Götzl: Ob Sie einen Zweitschlüssel zur Wohnung Max Bu. gehabt hätte.

MS: Ich bin der Meinung, ich habe keinen gehabt.

Götzl: Sie haben angegeben das es sein könnte, dass Sie der Frau die Haare blondiert hätten. Ob Sie aber die Haare geschnitten habe weiß Sie nicht mehr.

MS: Das habe ich eigentlich alleine erzählen wollen,der Kripobeamte hat das dann gefragt. Ist ja keine Straftat, hoffe ich.

Götzl: Nein darum geht es nicht Frau S.

MS: Ich habe jetzt schon so viel zugegeben, da kommt es darauf nicht mehr an.

Götzl: Dann geht es bei der Vernehmung um Thomas Gerlach, Sie hätten ausgesagt den hätte ich kaum zu Gesicht bekommen, weil dieser ständig unterwegs gewesen wäre. Er habe gesagter sei unterwegs, könne aber nicht darüber am Telefon reden, er werde ja hier und da gebraucht.Deshalb gab es auch viel Streit,sie habe sich gerade auf den Chefposten im Salon vorbereitet, und Gerlach,habe ihr Vorwürfe gemacht. Sie könne doch auch mehr machen für die Bewegung. Gerlach habe nie gearbeitet,er habe immer viel Geld von seiner Oma bekommen. Ausserdem hätte Thomas ihr vorgeworfen, das sie keine gute Nationalsozialistin wäre, weil sie sich nicht unterordnen könne.

MS: Ja das stimmt. Ich brauche keinen Führer der mir sagt wo es lang geht, das kann ich schon selber entscheiden.

Götzl: Gerlach habe meistens am Laptop gesessen, eben wie ein Schreibtischaktivist. Sie habe in Thüringen,einen Ka. Einen Stefan, eine Marie kennengelernt. Sie sei einmal auf ein Hammerskinkonzert mit Gerlach gewesen , da spielte eine italienischen Band. Wo das war weiß sie nicht mehr.

Bei den Hammerskins dürfe normal keiner wissen wer dabei ist. Bayern Thüringen Sachsen seien zusammengekommen. Gibt lange Probezeiten,die würden wie Sklaven sein. Bevor Thomas Gerlach in den Knast ging sei er Anwärter bei den Hammerskin gewesen.

MS: ja das stimmt.

Götzl: Wusste Gerlach ihre ganzen Adressen?

MS: Gerlach wäre einer von denen gewesen die alle ihre Adressen gehabt hätten. Gerlach habe sich auch mal sporadisch per SMS gemeldet und gefragt was ich mache.

Götzl: Sie hätte angegeben das Thomas Gerlach und Matthias Di. die alle Adressen gekannt haben. Aber keiner der beiden traue sie es zu das sie die Adressen weitergeben.Weiter, das sie sich Gedanken gemacht habe, über die Verbindungen wer sich kennt. 2003 z.b habe sie Fi. Mit seiner schwangeren Freundin auf dem Fest der Völker getroffen, da wäre auch Thomas Gerlach zugegen gewesen. Zwischen Fi. und Wi. habe es großen Stress gegeben. Dann folgt was Sie schon ausgesagt habe, das Wi. soviel über Fi. wisse, das er diesen in den Knast schicken könne.Dies sein so um 2001 gewesen, und sie wisse nicht ob dies auf FAF oder NPD bedingt war. Bei Combat 18 sei der Wi. dabei gewesen, das sei alles übelst geheim sie würden es aber auf den T Shirt tragen, genau wie die Hammerskis.

MS: Ja das stimmt alles.

Götzl: Ob Sie Kontakte nach Baden Württemberg habe?

MS: Nein nach Baden Württemberg habe ich überhaupt keinen Kontakt.

Götzl: Tino Brandt?

MS: Den Tino Brand kenne ich nur aus den Medien.

Götzl: In der Vernehmung ging es auch dass eine Person, Frau Zschäpe mit Matthias Di. in Johanngeorgenstadt gesehen hätte.

MS: Das habe mir der Herr Ru. Gesagt, ich selbst habe es gar nicht mit der alten zeit in Verbindung gebracht.Das habe ich aber der Kripo erzählt, und der Ru sei deshalb auch vorgeladen worden. Glaube ich.

Götzl: Ich halte Ihnen vor, das Her Ru erzählt habe, das es nur eine Vermutung sei,er meine er habe Matthias Di. und Frau Zschäpe 2004 gesehen zu haben.

Kennen Sie Frau S. Frau Susann E.?

MS: Nein kenne sie gar nicht.

Götzl: war es Thema zwischen ihr und Matthias Di. ob er die drei kennt?

MS: Nein das war nie ein Thema bei uns ob er Böhnhardt Mundlos Zschäpe kennt.

Es flogt eine Pause, und Götzl gibt das Fragerecht weiter, und zu erste kommt Oberstaatsanwältin Anette Greger dran.

Osta A. Greger: Kennen Sie einen Carsten Ri.?

MS: Nein den kenne ich nicht.

Osta. A. Greger: Ob Sie mit Matthias Di. über Andre E. mögliche Unterstützung der drei gesprochen habe?

MS: Nein das habe ich nicht, weil Sie Matthias Di. nie in Verbindung gebracht hätte zu den drei.

Osta. A. Greger: Ob Sie politische Gespräche mit den drei geredet hätte?

MS: Ich habe 1998 keine politischen Gespräche mit den dreien geführt, es hieß das sind Kameraden, und da bin ich davon Ausgegangen das sie die selber Einstellung wie die andren hatten.

Auch über Gewaltanwendung sei nicht gesprochen worden, auch nicht den Ausländer als Feindbild.Die Polizei sei Thema gewesen weil man ein Gerät hatte wo man die Polizei abhören konnte. Rohrbomben auch kein Thema gewesen.

Osta. A. Greger: Ob Sie sich mal mit Andre E. über dessen Ausländer oder Juden unterhalten habe?

MS: Man hatte schon eine Grundeinstellung so gewesen das man eine gewisse Antipathie gegen Ausländer vorhanden war. Als ich in Selb zur Lehre war, wurde ich selber körperlich angegriffen und angepöbelt. Und habe deshalb eine Aversion aufgebaut. Aber das man eine Diskussion gegen die Ausländer geführt hätte, das weiß ich jetzt nicht.

Osta. A.Greger: Halte Ihnen eine Aussage von Max Bu. vor, der Andre E. zufolge ihn besucht habe, als die drei bei ihm in der Wohnung gewohnt haben, es sei einmal um Ausweissachen gegangen. Für Andre E. sei das nicht in Frage gekommen.

MS: Ich kann es mit Sicherheit sagen, als ich in der Wohnung mit war das Andre E. nicht in der Wohnung gewesen sei.

Dann sind die Nebenklägervertreter an der Reihe. Diese schreibe ich dann komplett auf wenn Frau S. das nächste mal wieder erscheinen muss.

BildFoto: Markus Hannich