Ordnungsgeld-Beugehaft?? Nicht am Nsu-Prozess in München.Da darf jeder lügen! Warum eigentlich?

Ordnungsgeld-Beugehaft?? Nicht am Nsu-Prozess in München.Da darf jeder lügen! Warum eigentlich?

Wie schon mein Kollege Jürgen Pohl in seinem letzten Artikel (https://juergenpohl.wordpress.com/2015/04/17/vht-198-wie-man-die-lugenden-nazi-zeugen-festnageln-kann/) geschrieben hat, „Die für jeden offenkundige Lüge hat einen festen Platz vor dem 6. Strafsenat unter dem Vorsitz von Richter Manfred Götzl gefunden.“
Man fragt sich warum das so ist, warum dürfen Nazis Lügen, warum dürfen die Ermittlungsbeamten bei ihren Aussagen mehrfach an nichts erinnern (Nicht mehr erinnerlich sein) .
Wenn man jetzt in den Zeitungen über die letzten zwei Prozesstage lesen möchte was dort passierte, scheint es sehr wichtig zu sein, das Uwe Mundlos schon Ende 1997 nachdachte unterzutauchen. Aber das der zweite Zeuge Markus F. gelogen hatte stand fast kaum. Da stellt sich die Frage warum das nicht publik gemacht wird.
Jeder neue Prozessbesucher bekommt ein ganz anderes Bild geboten, als er es von den Medien berichtet bekommt. Für viele die das erste Mal kommen, ist schon alles klar, und wundert sich wie dann im Umkehrschluss doch noch an vielen Ecken einiges fehlt. Viele fragen Herrn Pohl und mich warum es nicht so in den Medien berichtet wird. Wir können dann auch nur mit einem Achselzucken antworten.
Wenn man Manfred Götzl seit dem Prozessanfang erlebt hat, kann man eine deutliche negative Tendenz feststellen. Zu Anfang als die Opferfamilien ausgesagt haben, war er jähzornig von oben herablassend unnachgiebig. Wenn eine Witwe von einem Opfer nicht ihre Adresse benennen wollte, machte Götzl diese fertig. Denn sie müsse dies dem Gericht mitteilen. Die Zeugin sagte ihre Bedenken wegen ihren Kindern. Aber Götzl blieb bei seinem Standpunkt. Jeder schaute sich im Saal 101 erschrocken an. Wiederum wenn dann Nazis ausgesagt haben, konnte er laut werden, aber nicht so wie bei den anderen Zeugen. So empfinde ich das. Wie sie alle kamen Scheidemantel der drei Mal beim Lügen ertappt wurde, (https://querlaeufer.wordpress.com/2014/02/13/das-katz-und-mausspiel-bestimmter-zeugen-im-olg/) und vom Oberstaatsanwalt am Bundesgerichtshof Jochen Weingarten ermahnt wurde die Wahrheit zu bekunden. Dieser log trotzdem munter weiter. Ein Tino Brandt, der in der Zeit als er in Stadelheim seinen Zellenbewohner sagte wie toll er doch den 6 Strafsenat in München belogen hätte. Er hätte eh nur das gesagt was alle schon von den Akten wüssten. Dann an den 100. Prozesstagen brachte Thomas Richter mit seinen Lügen angeblich Götzl so an den Rand des Wahnsinns, das dieser das erste und letzte Mal von Ordnungsmittel sprach. (https://juergenpohl.wordpress.com/2014/04/01/100-prozesstag-im-nsu-prozess-gotzls-geplatzter-kragen-nur-eine-nebelkerze/)
Dann kam noch Thomas Gerlach der nichts zu seinen Verbindungen zu den Hammer Skins sagen wollte, da er dies nicht mit seinem Ehrgefühl in Einklang bringen konnte. Reaktion von Götzl, „Ich gebe ihnen nochmal 10 Min zum nachdenken, ob sie doch etwas zu dem Hammerskis sagen wollen?“ Dann Pause. Dann wurde Gerlach gefragt ob er nachgedacht habe und was dazu sagen könne. Dieser antwortete darauf „Nein habe ich nicht.“ Darauf Götzls Reaktion gut dann werden sie eh nochmal kommen und damit ist die Sitzung für heute geschlossen.“ (https://querlaeufer.wordpress.com/2014/07/07/die-aussage-von-thomas-gerlach-vor-dem-oberlandesgericht-in-munchen-am-01-07-2014/)
Dann kamen die Keupstraßen Opfer, und man merkte dass Götzl jedes Mal gereizter wurde wenn einer der Opfer wieder einen Dolmetscher benötigte. Es gab Verständigkeitsprobleme bei den Aussagen. Dann redete der Dolmetscher dazwischen. Die Krönung war dann als ein LKA Beamter aus Düsseldorf der die Abstände von den Häusern zu dem Explosionsort vermessen sollte mindestens drei Anläufe brauchte um diese richtig zu vermessen. Es war eine Bankrotterklärung dieses Beamten.
Doch bleibt die Frage warum gelogen wird, auf der einen Seite und so viel durchgelassen wird. Man kann nur spekulieren, hat man Angst das Szene Vertreter dann gar nichts mehr sagen würden. Aber das hat man bei Markus F. gesehen der trotzdem nichts gesagt hatte. Wer was sagt ist natürlich bei den Kameraden unten durch. Ein Nestbeschmutzer. Ralf Wohlleben Anwälte haben die wichtigsten Zeugen der Chemnitzer Szene geladen, und keiner konnte sich so recht an ihn erinnern. Wirklich verwertbaren was einen Nutzen gehabt hätte konnte man den Zeugen (aus Chemnitz) nicht entlocken. Mit unter gab es ja jedes Mal die gleichen Aussagen, was viele Prozessbeobachter langweilen lies. Man weiß warum diese Fragen gestellt werden wenn man öfter anwesend ist. Aber einer der einmal zweimal Besucher ist nicht. Dieser nimmt nur den Moment wahr, und kann sich dann auch diese Lügen nicht verstehen, und dass diesem nicht nachgegangen wird. Man kann nur gespannt sein was noch in den nächsten Wochen passieren wird.

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